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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: schockstarre 
Datum:   08-10-13 21:46

Also so schwierig ist es meiner Meinung nach nicht, einige Grundmessages des Gutachtens herauszuschälen. Mir kommt es nur spanisch vor, dass die Kulturabteilung wegen dieses wissenschaftlichen Textes in eine Art Schockstarre verfallen ist. Konkrete Schritte wären nun fällig: Ein erster Vorschlag:

Den NS-bezogenen "wissenschaftlichen" Publikationen des "Instituts für Musikforschung" wird im Gutachten ein vernichtendes Zeugnis ausgestellt. Für Sie, Frau Palfrader, und andere in der Kulturabteilung in ihre Sprache übersetzt: Der Schneider und sie haben bei die Nazis Scheiß gebaut.
Wenn das Land nun schon der hauptsächliche Geldgeber der Website "www.musikland-tirol.at" ist, so dürfen für dieses Machwerk keine Förderungen mehr fließen und die NS-bezogenen Texte sind umgehend vom Netz zu nehmen. Ansonsten kann das Land ja bisherige Förderungen zurückfordern. Diesem Datenmüll, der in erster Linie durch Quantität glänzt, hat ja laut Wedekind kaum Nutzen und die Deutungen sind tendenziös bzw. grob verharmlosend. Im Gutachten steht nämlich (mit ausführlichen Beispielen illustriert), dass die Macher im Grunde die Diktion und Wissenschaftsauffassung der 30er und 40er Jahre unkritisch aufgreifen. Für Sie, Frau Palfrader, und ihre Berater, auch die innen: Diktion heißt so viel wie Ausdrucksweise.



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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: Roche 
Datum:   08-10-13 11:36

charly grill schrieb:

> na wenigsten hat die frau landesrätin keine/n lyriker_in
> beauftragt.

Ja, danke - das schätze ich auch sehr!
Aber diese zackigen Laute lassen sich auch nicht so gut in "weiche Lyrik" verpacken, siehe Bruno's hartes Gebell!



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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: charly grill 
Datum:   08-10-13 11:01

na wenigsten hat die frau landesrätin keine/n lyriker_in beauftragt.

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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: Antwort 
Datum:   08-10-13 08:39

Ich glaube nicht, dass Unverständlichkeit eine Auftragsbedingung war.
Ebensowenig glaube ich, dass der Gutachter zu "Sprachakrobatik" greifen musste, um Unsägliches zu Papier bringen zu können.
Ich glaube, dass der Gutachter meint, sich durch Unverständlichkeit den Anschein der Wissenschaftlichkeit geben zu können, obwohl vielleicht nicht viel Wissenschaftlichkeit hinter seiner Arbeit steckt.

Ich hab jedenfalls Zweifel, ob das Gutachten alle wissenschaftlichen Standards erfüllt.

Wie ihr wisst, heisst es allerorten, Tanzer wäre nach dem Krieg mit einem dreijährigen Auftrittsverbot belegt gewesen. M.W. glaubt nicht so recht daran, und er hat ja sogar ein Foto vorlegen können, dass Tanzer schon 1946 wieder mit den Wiltenern beim 1. Mai hinter der kommunistischen Fahne marschierte.

Der Gutachter behauptet aber genauso, und zwar in der Fußnote 35 auf Seite 45 des Gutachtens, dass Tanzers Karriere nach dem Krieg durch ein dreijähriges Auftrittsverbot unterbrochen gewesen wäre. Irgendwelche näheren Erläuterungen dazu finde ich im Gutachten jedenfalls nicht. Ich hab den Eindruck, der Gutachter schwafelt auch nur viel nach, was andere einmal behauptet haben. Sehr wissenschaftlich wäre das auch nicht. Da kann auch die "Sprachakrobatik" nicht darüber hinwegtäuschen.

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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: Bibliophilus 
Datum:   07-10-13 23:20

strader wald schrieb:

> Bibliophilus schrieb:
>
> > Es ist wohl auch denkbar, dass die Unverständlichkeit der
> > Sprache eine "politische" Auftragsbedingung für dieses
> > Gutachten war. Das Land und seine Exponenten wissen zu genau,
> > was zugedeckt bleiben soll.
>
> Es ist auch denkbar, dass dem Gutachter einzig durch
> Sprachakrobatik - ob des vorgefundenen dumb-mörderischen
> provinziellen Ehreifers - das Durchatmen und eine Niederschrift
> dessen (bühnenreif) gelang.

Die beiden Gedanken vertragen sich ganz gut.

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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: strader wald 
Datum:   07-10-13 20:14

Bibliophilus schrieb:

> Es ist wohl auch denkbar, dass die Unverständlichkeit der
> Sprache eine "politische" Auftragsbedingung für dieses
> Gutachten war. Das Land und seine Exponenten wissen zu genau,
> was zugedeckt bleiben soll.

Es ist auch denkbar, dass dem Gutachter einzig durch Sprachakrobatik - ob des vorgefundenen dumb-mörderischen provinziellen Ehreifers - das Durchatmen und eine Niederschrift dessen (bühnenreif) gelang.

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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: Bibliophilus 
Datum:   07-10-13 19:26

Es ist wohl auch denkbar, dass die Unverständlichkeit der Sprache eine "politische" Auftragsbedingung für dieses Gutachten war. Das Land und seine Exponenten wissen zu genau, was zugedeckt bleiben soll.

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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: Antwort 
Datum:   07-10-13 18:17

Unverständlicher Ausdrucksweise bedient man sich vor allem dann, wenn man sich lästige Kritiker vom Leibe halten will. Hat der Gutachter das in diesem Falle etwa gar nötig?

http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/rhetorik-an-hochschulen-wirre-reden-pompoese-texte-a-187883.html

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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: A-Ferner 
Datum:   07-10-13 17:39

Antwort schrieb:

> Grübel, grübel und studier:
> "Man wird in diesem (durch einen ethnifizierten Kulturkonflikt
> und stereotyp-undifferenzierten ethnisch-nationalen
> Viktimierungsdiskurs angereicherten) Konglomerat zugleich
> Prädispositionen durch eine keineswegs vereinzelt
> entgegentretende Öffnung hin zu Expressionen von regionalem
> Nationalismus, zu dessen Sublimierung und musikalischen
> Instrumentalisierung sehen dürfen, denen gouvernementale
> 'Affirmation nicht fremd ist."
>
> Ok, ich öffne mich hin zu einer Expression von regionalem
> Nationalismus: Wir Tiroler halten nichts von jemandem, der um 8
> Ecken denkt und keinen verständlichen Satz herausbringt.
> Ich schätze, dass hierzu gouvernementale Affirmation besteht.
> Allerdings fürchte ich, dass die Gouvernementalität ungeachtet
> dessen dieses Konglomerat von Fachidiotismus bereits honoriert
> hat.


war es für die katz, dass der ossi-piefke luther die bibel ins deutsche übersetzt,
und damit auch gleichzeitig eine gemeinsame deutsche sprache niedergeschrieben hat?

haut den ignoranten für eine verständliche ausdrucksweise ihre elaborate um die ohren,
sonst können wir gleich wieder zum latein zurückkehren.

für die übersetzung dieses geschwurbels sollten 50% des honorars einbehalten werden.

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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: Antwort 
Datum:   07-10-13 14:24

Grübel, grübel und studier:
"Man wird in diesem (durch einen ethnifizierten Kulturkonflikt und stereotyp-undifferenzierten ethnisch-nationalen Viktimierungsdiskurs angereicherten) Konglomerat zugleich Prädispositionen durch eine keineswegs vereinzelt entgegentretende Öffnung hin zu Expressionen von regionalem Nationalismus, zu dessen Sublimierung und musikalischen Instrumentalisierung sehen dürfen, denen gouvernementale 'Affirmation nicht fremd ist."

Ok, ich öffne mich hin zu einer Expression von regionalem Nationalismus: Wir Tiroler halten nichts von jemandem, der um 8 Ecken denkt und keinen verständlichen Satz herausbringt.
Ich schätze, dass hierzu gouvernementale Affirmation besteht.
Allerdings fürchte ich, dass die Gouvernementalität ungeachtet dessen dieses Konglomerat von Fachidiotismus bereits honoriert hat.

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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: :-) 
Datum:   07-10-13 12:27

wenn sie mich verstanden haben, so habe ich mich zu deutlich ausgedrückt...

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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: Antwort 
Datum:   07-10-13 10:45

Hat es einen Grund, warum man das Gutachten von der Landes-Homepage nicht ausdrucken kann?
Die hoffen anscheinend darauf, dass eh keiner versteht, was drin steht.

Ich möchte mir das Gutachten schon deswegen ausdrucken, damit ich es dem Gutachter wenigstens symbolisch um die Ohren hauen kann. Wieso schreibt der in einer Sprache, die auch ein halbwegs gebildeter Mensch erst nach 5-maligem Lesen halbwegs kapiert? Der glaubt anscheinend, wissenschaftlich wäre ein Text erst dann, wenn er unverständlich ist.

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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: juku 
Datum:   06-10-13 19:16

"Ferdinand" meint offenbar nicht, dass man Historiker der Universität Innsbruck mit dem Gutachten in Sachen "Volkskultur" hätte beauftragen sollen.

"Ferdinand" meint wohl, dass die Universität Innsbruck mit ihrer eigenen Geschichte in NS-Jahren und mit der universitären Nachgeschichte schlampig "umgeht" bzw.nicht "umgeht".

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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: Dealer 
Datum:   06-10-13 16:52

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass die Frau Landesrätin nicht über eine Übersetzung, für sie speziell angefertigt und im Auftrag inbegriffen, verfügt? - Aber auch die Tiroler Medien werden wohl nicht ohne eine Übersetzung auskommen können?

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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: Interessierter 
Datum:   06-10-13 16:49

Durch die Geheimniskrämerei um dieses Gutachten (das sehr gut, aber auch in Passagen fast unlesbar ist) sind viele sachliche Fehler unentdeckt geblieben, die dem Gutachten und vor allem dem Gutachter schaden.

Trotzdem positiv, dass es da ist und damit ein Pflock eingeschlagen ist, hinter den man nicht mehr zurückkann.

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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: ... 
Datum:   06-10-13 16:39

Es ist doch nun wirklich nichts schlechtes, wenn man einen Wissenschaftler "von außen", gerade bei einem derart heiklen Thema wie dieses nun einmal ist, beizieht anstatt Tiroler Historiker mit eventuellen Vorwürfen in der Bandbreite zwischen Politikkäuflichkeit und Nestbeschmutzung zu belasten. Sicherlich ein anderes Problem stellt die Aufarbeitung der NS-Zeit an der Universität Innsbruck selbst dar. Überhaupt: Einerseits wird nach einer wissenschaftlichen Aufarbeitung gerufen. Wenn diese dann (mit der im deutschsprachigem Raum typischen "Wissenschafts"-)Sprache aus dem Elfenbeinturm daherkommt, schreit wieder jeder, dass man's nicht lesen kann. Auch wenn die Objektivität nicht nur über die Sprache erreicht wird, kann und darf ein solches Gutachten halt auch nicht einfach wie ein Artikel in der TT verfasst sein, nur damit es auch der blödeste Politiker versteht.

Nur was ich nicht verstehe ist, warum man das Gutachten so lange zurückgehalten hat. Wenn man das gleich veröffentlicht hätte, wäre -schon aufgrund der Lesbarkeit - keine S.. interessiert gewesen...

Ferdinand schrieb:

> In Nordtirol wie in Südtirol gibt's verwendbare Historiker wie
> Sand am Meer. Die Landesregierung hat es dennoch für richtig
> erachtet, einen jener deutschen Historiker, die in Anknüpfung
> an bewährte, nichtsdestoweniger schändlicher Tradition von
> Österreichs Politik als neue Historikerkader des Kriege
> führenden "vierten Reiches" gefördert werden, mit einem
> Gutachten über die Funktion der Tiroler Volkskultur zu
> beauftragen. In diesem Gutachten wird die Innsbrucker
> Universität, so weit das irgend möglich war, ausgespart. Dass
> der Name des mehrfach ausgezeichneten Tiroler Starhistorikers
> Josef Riedmann dennoch auftaucht wird eher passiert als
> absichtlich sein. Dieser hat zusammen mit seinen CV Clan viele
> Jahre zu verhindern gewusst, dass von der Universität solche
> Fragen initiativ aufgegriffen werden.

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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: Roche 
Datum:   06-10-13 15:48

@ Werner schrieb:

> Da dürfte die Frau Landesrätin echt überfordert sein - schon
> beim Lesen, ganz zu schweigen vom Verstehen ...

Ja, schon - besonders schlüpfrige Feuchtgebiets-Passagen konnte ich da auch keine ausmachen.
Ist halt nicht ihr Fachgebiet, trotz väterlicher "Vorsorge"



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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: Ferdinand 
Datum:   06-10-13 14:46

In Nordtirol wie in Südtirol gibt's verwendbare Historiker wie Sand am Meer. Die Landesregierung hat es dennoch für richtig erachtet, einen jener deutschen Historiker, die in Anknüpfung an bewährte, nichtsdestoweniger schändlicher Tradition von Österreichs Politik als neue Historikerkader des Kriege führenden "vierten Reiches" gefördert werden, mit einem Gutachten über die Funktion der Tiroler Volkskultur zu beauftragen. In diesem Gutachten wird die Innsbrucker Universität, so weit das irgend möglich war, ausgespart. Dass der Name des mehrfach ausgezeichneten Tiroler Starhistorikers Josef Riedmann dennoch auftaucht wird eher passiert als absichtlich sein. Dieser hat zusammen mit seinen CV Clan viele Jahre zu verhindern gewusst, dass von der Universität solche Fragen initiativ aufgegriffen werden.

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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: Werner 
Datum:   06-10-13 11:57

Da dürfte die Frau Landesrätin echt überfordert sein - schon beim Lesen, ganz zu schweigen vom Verstehen ...

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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: Wally 
Datum:   05-10-13 20:45

@zeitungsleser

Ich sage nur: Zeilengeld. Das ist auch für/in Auftrags-Gutachten von einiger Relevanz.
Mit »prägnanten« Formulierungen wär' der gute Wedekind niemals auf 80 Seiten gekommen...

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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: Dealer 
Datum:   05-10-13 20:40

Hat das Volk eigentliche ein Recht für sein Geld auch eine für das Volk verständliche Übersetzung zu bekommen?

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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: zeitungsleser 
Datum:   05-10-13 20:19

@matelot

ja du hast recht, es fehlt nur ein "s" im "narzismus". hab ich jetzt speziell bei diesen beiden diametral beutungskomplementären wörtern originell gefunden, sich für die nichtssagende mitte zu entscheiden.

hast du das gutachten gelesen oder probiert zu lesen (ich meine die 80 seiten auf tirol.gv.at)? menschen, die kein geisteswissenschaftliches studium belegt haben, werden von diesem text nicht bedient bzw. implizit abgewiesen. es nervt mich einfach immer, wenn deutschsprachige akademiker glauben, dass ihre glaubwürdigkeit mit dem grad der sprach-verschwurbelung steigt. in anderen ländern gilt als gut formuliert, was verständlich ist - auch in soziologen-, historiker- und musikologenkreisen.

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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: Matelot 
Datum:   05-10-13 17:22

@ zeitungsleser:

Soweit ich den Zusammenhang interpretieren kann, scheint er aber schon "narzisstisch" zu meinen, wenn er auch das zweite "s" vergessen hat. Die Verteidigung erfolgt aus Gründen der übersteigerten Selbstverliebtheit, so würde ich die Phrase verstehen, Du nicht?



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 Re: Frau Palfrader und das
Autor: zeitungsleser 
Datum:   04-10-13 22:41

so, jetzt hab ich's gelesen.

1. diesem wedekind ist nicht zu helfen. er schreibt die einfachsten sachverhalte so kompliziert und in einem first-generation-bildungsbürgervokabular, dass es weh tut. 80 % des uni-slangs könnte man weglassen, dann wär's vermutlich lesbar (in diesem sinne agiert autor textuell landesrätinnenorientiert; sie wollte es eh nie).

2. im detail schwimmt er dann sprachlich UND begrifflich gewaltig. wenn ich (wie selbiger auf s. 36) zwischen nazismus und narzissmus nicht zu unterschieden gelernt habe, dann schreib ich halt nicht so gespriessen. oder heisst's gespreisselt?

"Dieses Symbol – kirchlich gesegnet, zugleich in engem Kontext zu national betonter Festkultur – wird NARZISTISCH verteidigt:"

weitere beispiele gern gegen ein bier pro zehn-seiten-lektorat.



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 Re: Frau Palfrader und das
Autor: strader wald 
Datum:   04-10-13 22:25

Oberland schrieb:

> Mit google und den richtigen Worten, ist das Dokument in ein paar Sekunden druckbar.

Meine IP zieht sich rein nur M.W.s Seiten rein. Sonstige Schrottplätze meidet sie, wenn umgänglich. :-)

@Oberland: Danke für den Screenshot-Hinweis (Matrizen ziehen).

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 Re: Frau Palfrader und das
Autor: Oberland 
Datum:   04-10-13 21:53

Mit google und den richtigen Worten, ist das Dokument in ein paar Sekunden druckbar.
Ich verstehe sowieso nicht, warum man PDF´s heutzutage überhaupt sperrt. Absolut sinnlos. Wenn ich es am PC lesen kann und darf, werde ich es wohl drucken dürfen. Im Notfall könnte ich ja von jeder Seite einen Screenshot machen, in Word einfügen und ausdrucken. Auch absolut legal.

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Frau Palfrader und das
Autor: strader wald 
Datum:   04-10-13 20:18

M.W. schrieb:

> Das Gutachten von Michael Wedekind ist auf der Homepage des Landes Tirol unter www.tirol.gv.at/kunst-kultur/abteilung-kultur/ abrufbar.

Schön und gut im Lesemodus nur. Ich hätt's aber gern ausgedruckt: schwarz, meinetwegen auch blau, auf weiß, wenn's ginge. ("Denn was man schwarz auf weiß besitzt, kann man getrost nach Hause tragen.")

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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: Landmann - Palfinger? 
Datum:   04-10-13 18:03

narkose schrieb:

> zergeht auf der zunge.
>
auf welcher - gespaltener?
Paul Landmann tönte noch ganz anders .....



Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: narkose 
Datum:   04-10-13 17:59

zergeht auf der zunge.



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 Re: Frau Palfrader und das
Autor: Akademiker 
Datum:   04-10-13 17:07

hä?



Hans schrieb:

> Was will uns Frau Palfrader damit wohl sagen?
>
> "Sie werden in vielfach unangefochten prolongierten
> weltanschaulichen und diskursiven Traditionszusammenhängen, in
> ostentierten national-rechtsständigen
> Selbstkontextualisierungen, in bisweilen patrilinearer
> Positionsübergabe in den Organisationsstrukturen, tardiv
> aufgebrochenen Formen von Geschlechterzuweisung sowie
> schließlich in militärisch-›patriotisch‹ verwurzelter
> Festkultur, Choreographie, Zeichenausstattung, Lexik und in
> einem ebensolchen Repertoire manifest, das zudem vielfach
> stilistisch bzw. inhaltlich einer pathetischen Tirolideologie
> verpflichtet ist. Man wird in diesem (durch einen
> ethnifizierten Kulturkonflikt und stereotyp-undifferenzierten
> ethnisch-nationalen Viktimisierungsdiskurs angereicherten)
> Konglomerat zugleich Prädispositionen für eine keineswegs
> vereinzelt entgegentretende Öffnung hin zu Expressionen von
> regionalem Nationalismus, zu dessen Sublimierung und
> musikalischen Instrumentalisierung sehen dürfen, denen
> gouvernementale Affirmation nicht fremd ist."
>
> M. Wedekind
>
> Wäre zu schön gewesen, sich solche Textstellen von Platter oder
> Palfrader übersetzen zu lassen.

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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: slippery, when wet! 
Datum:   04-10-13 16:49

@ x-beliebiger Bürger schrieb:

> Tanzer sei halt wie viele seiner
> Generation in die Sache hineingerutscht, habe sich nichts
> zuschulden kommen lassen. "Man weiß viel zu wenig über diese
> Zeit", sagt Knapp. (...) - wo sie doch schon soo gut durchleuchtet ist!
>
> Nix wissen, nix sagen ("plattern"), geht jetzt halt nicht mehr,
> meine Herren. Vielleicht findet sich ein Befähigter, der den
> Standschützenmarsch in einen Trauermarsch in Moll transponieren
> kann? Der wäre mMn, in erfürchtiger Verneigung vor den Opfern,
> der einzig spielbare.

Ach ja, das Übliche -- "Hineingerutscht, auf der braunen Scheisse, nichts wissend, blind und teppert,
wie ja auch offensichtlich heute noch .....!



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 Re: Frau Palfrader und das
Autor: Hans 
Datum:   04-10-13 16:26

Was will uns Frau Palfrader damit wohl sagen?

"Sie werden in vielfach unangefochten prolongierten weltanschaulichen und diskursiven Traditionszusammenhängen, in ostentierten national-rechtsständigen Selbstkontextualisierungen, in bisweilen patrilinearer Positionsübergabe in den Organisationsstrukturen, tardiv aufgebrochenen Formen von Geschlechterzuweisung sowie schließlich in militärisch-›patriotisch‹ verwurzelter Festkultur, Choreographie, Zeichenausstattung, Lexik und in einem ebensolchen Repertoire manifest, das zudem vielfach stilistisch bzw. inhaltlich einer pathetischen Tirolideologie verpflichtet ist. Man wird in diesem (durch einen ethnifizierten Kulturkonflikt und stereotyp-undifferenzierten ethnisch-nationalen Viktimisierungsdiskurs angereicherten) Konglomerat zugleich Prädispositionen für eine keineswegs vereinzelt entgegentretende Öffnung hin zu Expressionen von regionalem Nationalismus, zu dessen Sublimierung und musikalischen Instrumentalisierung sehen dürfen, denen gouvernementale Affirmation nicht fremd ist."

M. Wedekind

Wäre zu schön gewesen, sich solche Textstellen von Platter oder Palfrader übersetzen zu lassen.

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 Re: Frau Palfrader und das
Autor: M.W. 
Datum:   04-10-13 16:05

Jetzt ist es doch gegangen. Und schnell auch noch.

Das Gutachten ist jetzt auch offiziell online, beide Teile.

Hier die Aussendung der Landesrätin von heute Vormittag:



Abt. Öffentlichkeitsarbeit<PR@TIROL.GV.AT> 04.10.2013 09:02

Medieninformation

Innsbruck, am 4. Oktober 2013

Amt der Tiroler Landesregierung

Öffentlichkeitsarbeit



Gesamtgutachten des Historikers Michael Wedekind liegt vor

Land Tirol richtet Förderungsschwerpunkt zur Erinnerungskultur ein

Kulturlandesrätin Beate Palfrader nahm gestern das Gutachten des Historikers Michael Wedekind zum Stand der wissenschaftlichen Forschung über die Entwicklung der Tiroler Volkskultur entgegen. „Da dieses Gutachten von vielen mit Spannung erwartet wurde und durchaus von allgemeinem Interesse ist“, betont die Kulturlandesrätin, „werden wir es sofort veröffentlichen“. In unmittelbarer Reaktion auf das Gutachten kündigt LRin Palfrader einen eigenen Förderungsschwerpunkt „Erinnerungskultur“ sowie die Einberufung eines Beirates an, der dazu eingereichte Projekte begutachten und weitere Empfehlungen ausarbeiten soll.

Das Gutachten wurde vor dem Hintergrund der Debatte über die Rolle von Tiroler Komponisten im Nationalsozialismus und über deren Darstellung in verschiedenen Publikationen im Herbst 2012 in Auftrag gegeben. „Von Experten wurde uns geraten“, sagt Landesrätin Palfrader, „jetzt nicht einzelne Biographien von Personen aufarbeiten zu lassen, die durch ihr Engagement für den Nationalsozialismus belastet sind, sondern das gesamte Gefüge der Tiroler Volkskultur in Augenschein zu nehmen und auch zu fragen, was es dazu bislang schon an seriösen Forschungsergebnissen gibt“.

Somit nimmt der erste Teil des Gutachtens Bezug auf die Rolle und die Stellung der in der „Arbeitsgemeinschaft Tiroler Komponisten“ aktiven Musikschaffenden. Wedekind geht auf den Stand einschlägiger wissenschaftlicher Forschungen ein, benennt vorhandene Defizite und enthält Empfehlungen zu ergänzender Aufarbeitung. Im zweiten Teil des Gutachtens widmet sich der Historiker einem breiteren Rahmen der Tiroler Volkskultur in der Zeit von der Ersten zur Zweiten Republik. Er geht der Frage nach der inhaltlichen Bedeutung von Volkskultur in Tirol nach, erläutert die Struktur der organisierten Volkskultur, die Art und die Mechanismen der politischen Instrumentalisierung und den Stand der wissenschaftlichen Forschung. Den Abschluss bilden wiederum eine Darstellung von Themen und Fragestellungen, denen sich die wissenschaftliche Forschung vermehrt widmen sollte, und einige Vorschläge zu konkreten Dokumentations- und Forschungsprojekten.

Eine wesentliche Aussage des Gutachtens ist, dass – trotz zahlreicher Forschungslücken im Detail – zu den historischen Zusammenhängen des 20. Jahrhunderts einschließlich der Zeit des Nationalsozialismus auch für Tirol doch schon umfangreiche, wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen, dass aber die Wahrnehmung und die Aufarbeitung dieser Erkenntnisse in der kulturellen Praxis noch nicht sehr weit gediehen ist. „Wir werden natürlich auch auf diesen Hinweis entsprechend reagieren“, erklärt LRin Palfrader, die sich über die weiteren Maßnahmen bereits mit der Südtiroler Kulturlandesrätin Sabina Kasslatter Mur verständigt und ihre Mitarbeiter in der Abteilung Kultur heute mit folgenden Aufgaben betraut hat:

• Vorbereitung eines Förderungsschwerpunktes „Erinnerungskultur“, der ab 2014 mit 100.000 Euro dotiert ist und zu dem bis Ende des Jahres eigene Förderungsrichtlinien zu erarbeiten sind. Gefördert werden sollen wissenschaftliche Forschungsprojekte und Projekte der künstlerischen, sozialen oder pädagogischen Vermittlung einschlägiger historischer Erkenntnisse in die kulturelle Praxis.

• Einberufung eines Beirates, der über die zur Förderung eingereichten Projekte zu befinden hat. Diesem Beirat sollen auch Experten angehören, die von der Südtiroler Landesregierung nominiert werden und damit die in der Volkskultur naheliegende Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen Tirol und Südtirol gewährleisten.

„Es ist Aufgabe der Politik, die Bedingungen dafür zu schaffen, dass wissenschaftliche Forschung in Freiheit und Eigenverantwortung stattfinden kann“, stellt LRin Palfrader fest und betont: „Es ist mir aber auch ein großes Anliegen, dass die in der Volkskultur engagierten Verbände, Vereine und ihre Mitglieder von Anfang an aktiv eingebunden werden. Ich sehe deshalb meine Aufgabe darin, einen möglichst breiten Austausch von Wissenschaft und kultureller Praxis zu ermöglichen. Wir müssen uns dem vielfach belasteten historischen Erbe stellen und uns gemeinsam um eine Weiterentwicklung bemühen. Denn Volkskultur ist nicht statisch, sie lebt und hat Zukunft.“

Das Gutachten von Michael Wedekind ist auf der Homepage des Landes Tirol unter www.tirol.gv.at/kunst-kultur/abteilung-kultur/ abrufbar.

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: zefix 
Datum:   04-10-13 15:59

sehr interessanter gedanke, "Talbauer"



Talbauer schrieb:

> Wenn nun jemand diese Marsch bewusst, also im Wissen um seine
> Geschichte spielt, dann ist das in Gewissermaßen ja u.U. ein
> Verstoß gegen das Verbotsgesetz? Der eine hebt den Arm zum
> Hitler Gruß, der andere Spielt Hitler Musik...

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: Privatsphäre! 
Datum:   04-10-13 15:31

@ zuzler schrieb:

> Was wollte die Frau Landesrätin denn jetzt konkret von Markus
> Wilhelm? War da noch etwas Wesentliches bevor sie aufgelegt
> hat, oder ist sie gar nicht so weit gekommen, weil ihr schon
> vorher die Nerven durchgegangen sind?

Achtung M.W.,
da gibt es doch Gesetze, die "Cold Calling" per Strafe verbieten .... müsste bei RTR nachvollziehbar sein,
Wenn Du Dich also dadurch "belästigt" fühlst - anzeigen, diese vordergründige "Anmache"!

Also - ich möchte keinesfalls von der "Nomenklatura" solchermassen bedrängt werden ....!



Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: strader wald 
Datum:   04-10-13 15:26

LOL schrieb:

> Hammer!

Frage: Wann folgt Teil 2?

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: x-beliebiger Bürger 
Datum:   04-10-13 15:10

@ Antwort

Mir ging es ähnlich. Ich habe mich stundenlang mit diesem Gutachten beschäftigt. Ploners Korrespondenz mit seinesgleichen gibt einen sehr guten Einblick in den bis ins Rückenmark xenophoben Charakter dieser Truppe, die die Musik als Mittel zum Rassenkampf instrumentalisiert. Darüber muss man jetzt reden in den Musikkapellen.
Mit diesem Wissen kann dann eigentlich jeder denkende Musikant, sollte einmal noch eines dieser einschlägigen Stücke aufgelegt werden, nur noch das Instrument und die Tracht abgeben und sich verabschieden.
Die Wirklichkeit schaut aber ganz anders aus!

Auszug aus dem Standard-Artikel: (http://derstandard.at/1379293009713/Kein-Verzicht-auf-Gauleiter-Marsch)

(....) Der Blasmusikverband will den Standschützen-Marsch nicht streichen. Bundesobmann Siegfried Knapp: "Wir möchten keine Vorschriften machen. Uns geht es um die Musik." Sehr gut instrumentalisiert sei der Marsch, sagt der Vorarlberger Landesobmann Wolfram Baldauf. Tanzer sei halt wie viele seiner Generation in die Sache hineingerutscht, habe sich nichts zuschulden kommen lassen. "Man weiß viel zu wenig über diese Zeit", sagt Knapp. (...)

Nix wissen, nix sagen ("plattern"), geht jetzt halt nicht mehr, meine Herren. Vielleicht findet sich ein Befähigter, der den Standschützenmarsch in einen Trauermarsch in Moll transponieren kann? Der wäre mMn, in erfürchtiger Verneigung vor den Opfern, der einzig spielbare.

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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: Blasmusik 
Datum:   04-10-13 12:56

@ Osttiroler Bua schrieb:

> Vielleicht wollte sie ihm gar "den Marsch blasen"?

Glaube her nicht, daß M.W. solchen "Verlockungen" erliegen könnte!



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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: Osttiroler Bua 
Datum:   04-10-13 12:45

Vielleicht wollte sie ihm gar "den Marsch blasen"?

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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: Scham? 
Datum:   04-10-13 11:02

@ zuzler schrieb:

> Was wollte die Frau Landesrätin denn jetzt konkret von Markus
> Wilhelm? War da noch etwas Wesentliches bevor sie aufgelegt
> hat, oder ist sie gar nicht so weit gekommen, weil ihr schon
> vorher die Nerven durchgegangen sind?

Vielleicht wollte sie ihm ihre neuesten lyrischen Ergüsse zur weiteren "Vermarktung" anbieten,
hat sich dann aber doch nicht mehr getraut? Sag Markus, hat sie Dich diesbezüglich "bedrängt"?



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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: zuzler 
Datum:   04-10-13 10:17

Was wollte die Frau Landesrätin denn jetzt konkret von Markus Wilhelm? War da noch etwas Wesentliches bevor sie aufgelegt hat, oder ist sie gar nicht so weit gekommen, weil ihr schon vorher die Nerven durchgegangen sind?

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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: @bunga+bunga 
Datum:   04-10-13 09:22

BürgerIN schrieb:

>
>
> die pallfrader wie sie leibt und lebt.
> ein klein wenig mumm um mal kurz nach dem hörer zu greifen und
> mit markus w. zu reden (um sich zu rechtfertigen) aber.....
> dann schnell wieder auflegen, wenn es nur ein klein wenig ins
> eingemachte geht.
> was ist das für eine kultur, einfach den hörer aufzulegen , nur
> weil einen die fragestellung nicht gefällt????


Sie ist halt eine echte Vertreterein des blöden Wahlvolkes und sich einfach zu schade um mit einem aus dem Volke draussen ein paar Sätze anzufangen - außerdem war ja Messe-Eröffnung , da haben unsere "WIR SIND OBEN-Politiker" was anderes zu tun.....!!!



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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: Antwort 
Datum:   04-10-13 09:15

Ich tät ja gern was zum Inhalt des Gutachtens schreiben, aber das ist mir leider noch nicht möglich. Ich muß mir nämlich das Wissenschaftler-Kauderwelsch zuerst in eine allgemein verständliche Sprache übersetzen, und das dauert, weil ich so viele "Vokabeln" nachschlagen muß. Bis jetzt bin ich erst bis zur Seite 6 gekommen.
Wenn ich es übersetzt haben werde, werde ich schauen, ob ich es verstehe.

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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: BürgerIN 
Datum:   04-10-13 09:00



die pallfrader wie sie leibt und lebt.
ein klein wenig mumm um mal kurz nach dem hörer zu greifen und mit markus w. zu reden (um sich zu rechtfertigen) aber.....
dann schnell wieder auflegen, wenn es nur ein klein wenig ins eingemachte geht.
was ist das für eine kultur, einfach den hörer aufzulegen , nur weil einen die fragestellung nicht gefällt????
sie hat ja den markus angerufen,also, musste sie damit rechnen, dass dieses gespräch kein gemütliches "PLAUSCHERL" pla, pla, pla........... wird, vor allem nicht, von markus w. seite her.
Aber mit ihren vorraussetzungen an geist und format,darf man mit keiner anderen reaktion rechnen.
Schlimm ist, dass wir Bürger für ihren gehalt aufkommen müssen und uns für solche politikerINNEN
einfach nur schämen können.

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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: Talbauer 
Datum:   04-10-13 08:40

Wenn nun jemand diese Marsch bewusst, also im Wissen um seine Geschichte spielt, dann ist das in Gewissermaßen ja u.U. ein Verstoß gegen das Verbotsgesetz? Der eine hebt den Arm zum Hitler Gruß, der andere Spielt Hitler Musik...

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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: sandstrand leser 
Datum:   04-10-13 00:43

http://derstandard.at/1379293009713/Kein-Verzicht-auf-Gauleiter-Marsch

das gutachten wird heute offiziell online gestellt.

bin gespannt, ob sie alle teile veröffentlichen, oder ob sie sich von m. w. weiter vor sich hertreiben lassen...

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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: Innsbrucker 
Datum:   03-10-13 12:32

Ein wichtiger Beitrag zur NS-Debatte:
Die wahre Geschichte von "Inglourious Basterds" hat in Tirol stattgefunden.
Es war einer der gefährlichsten Einsätze hinter den Nazi-Linien; angeblich beteiligt: eine Familie von Widerstandskämpfern aus Oberperfuss:

http://www.realinglorious.com

http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/1992884/Die-wahren-Inglourious-Basterds

Sepp Tanzer hat Märsche für den Hofer geschrieben.
Ein Oberperfer Kriegsgefangener hat mitgeholfen, dass Innsbruck kampflos übergeben werden konnte.
Der Standschützenmarsch wird weiterhin gespielt.
Die Helden des Widerstands sind schon lange in Tirol vergessen.
Das offizielle Tirol sollte sich schämen!

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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: Wally 
Datum:   03-10-13 11:36

Zitieren:

Antwort
Wie schade, dass das zarte Pflänzchen einer wunderbaren
Freundschaft schon im Keimen zerstört worden ist!

Wie gut, daß nix draus worden is!
Unser Markus – vielleicht noch Sujet neuer Palfrader-Lyrik.
Entsetzliche Vorstellung.

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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: Antwort 
Datum:   03-10-13 11:22

Wie schade, dass das zarte Pflänzchen einer wunderbaren Freundschaft schon im Keimen zerstört worden ist!
Was hätte nicht alles daraus werden können! Stellt euch nur einmal vor: LR Beate Palfrader erscheint bei offiziellen Anlässen in Begleitung von Markus Wilhelm! Da hätte sie wirklich Aufsehen erregt.

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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: Josef 
Datum:   03-10-13 11:19

Ich nehme an, daß wir Steuerzahler dieses amtliche Gutachten zu bezahlen haben. Wie kann dann eine Landesrätin verhindern, daß es auch der Bevölkerung bekannt wird? Es ist doch wichtig, daß die Geschichte endlich aufgearbeitet wird.

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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: narkose 
Datum:   03-10-13 10:44

danke an M. W. mal zwei: Markus Wilhelm, Michael Wedekind!

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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: Schamschung 
Datum:   03-10-13 10:37

Herr Wilhelm,

ich wüsste nicht, ob ich diesen Mumm aufbringen könnte, wenn mich eine Landesrätin anruft.
Herr Wilhelm, Sie haben meiner Kaffeepause einen köstlichen Nachgang verpasst.

Das Telefongespräch hatte bestimmt nichts, nein überhaupt nichts, also rein gar nichts mit der Veröffentlichung des Amtsgutachten zu tun.

"Ich breche das Gespräch ab.
Tüt – tüt – tüt – tüt – tüt"


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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: LOL 
Datum:   03-10-13 10:06

Hammer!

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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: Höttinger 
Datum:   03-10-13 09:43

Ich für meinen Teil kann es sehr gut verstehen, dass Frau Palfrader mit diesem Gutachten keine Freude hat, weil die Kulturpolitik der Regierung Platter doch massiv kritisiert wird.

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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: Werner 
Datum:   03-10-13 09:36

Lustiges Telefonat... wenn's nicht so traurig wäre!

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 Re: Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: Unterlandler 
Datum:   03-10-13 09:04

Endlich! Danke!

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 Frau Palfrader und das "NS-Gutachten"
Autor: webmaster 
Datum:   03-10-13 08:29

Dieser Thread gehört zum Tagebuch-Artikel
"Exklusiv: Das Amtsgutachten zu den vom Land Tirol geförderten Nazikomponisten (Teil 1)"

hier: http://www.dietiwag.at/blog/index.php

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