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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Ober'Grichtler 
Datum:   14-09-17 15:46

Autor: Renate Felder 
Datum:   29-01-15 23:43


Die Frage sei erlaubt, weshalb Sie dann nicht Anzeige ggü. dem Autor erstatten.

Anmerken möchte ich noch, dass mein Vater genau aus diesem Grunde sich nicht en Schützen anschloss.
Nein, Sie können ihn nicht mehr fragen, er lebt nicht mehr. Das war vor einigen Jahrzehnten, ich schätze vor ca. 50 Jahren.
Er nannte mir den Grund einmal:-(
PS: Es war nicht explizit der Standschützen-Marsch.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Buche 
Datum:   11-07-15 20:51

Der hat ja auch nicht kapiert, dass die Buhrufe nicht den "redsamen Männern" gegolten haben.

Colt schrieb:

> In den "Seitenblicken" konnte man die beiden Blaszwillinge
> wieder bewundern, wie sie mit den Erler Musikanten einen Wald-
> und Wiesenmarsch vor erwähltem Publikum mitgepustet haben. Der
> Töchterle wenigstens auswendig und halbwegs bei Ansatz, der
> Platter mit verzerrtem Gesicht und Marschbüchl. Die paar Takte
> waren ihm wohl zu schwer. Na ja, manche machen sich halt gern
> lächerlich.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Colt 
Datum:   11-07-15 20:38

In den "Seitenblicken" konnte man die beiden Blaszwillinge wieder bewundern, wie sie mit den Erler Musikanten einen Wald- und Wiesenmarsch vor erwähltem Publikum mitgepustet haben. Der Töchterle wenigstens auswendig und halbwegs bei Ansatz, der Platter mit verzerrtem Gesicht und Marschbüchl. Die paar Takte waren ihm wohl zu schwer. Na ja, manche machen sich halt gern lächerlich.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: A-Ferner 
Datum:   28-02-15 01:38


@colt made my day. :-)

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Colt 
Datum:   27-02-15 19:01

Geworden sind daraus Summermaschgerer. *rofl*

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Tiroler 
Datum:   27-02-15 18:38

@Tintenfisch

Was jeder Tiroler (seit der Volksschule) weiss:

Das Landlibell ist eine Urkunde von Kaiser Maximilian I. vom 23. Juni 1511. Es legte im Einvernehmen mit den Tiroler Landständen fest, dass die Stände zur Verteidigung des Landes Kriegsdienste zu leisten hatten. Das Landlibell bildete einen Teil der Tiroler Landesverfassung und regelte somit die Ausgestaltung des Militärwesens.



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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Tintenfisch 
Datum:   27-02-15 16:59

Ist ja interessant ... in dem Bericht wird festgehalten, dass die Schützen auch eine "militärische Funktion" erfüllen und es eine "militärische Rangordnung" gibt. Frauen haben daher bei den Schützen nichts verloren :-)

Tirol hat sein eigenes Militär :-) ... das gehört natürlich entsprechend gefördert, und damit auch die Diskriminierung von Frauen.

Auszug von Seite 22:

"Die Übernahme von militärischen Funktionen und das Bekleiden eines militärischen Ranges ist jedenfalls
ausgeschlossen. Waffentragende weibliche Mitglieder, die den Exerziererfordernissen unterliegen („Schützin“) gibt es definitiv nicht."

https://www.tirol.gv.at/fileadmin/landtag/landesrechnungshof/downloads/ber_2015/Volkskulturelle_Foerderungen.pdf

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: M.W. 
Datum:   30-01-15 09:02

Passt auch daher: Der Landesrechnungshof (der diesen Namen in keiner Weise verdient) veröffentlicht auf der Landesseite einen Bericht über die Förderung der sog. Volkskultur - keine Kritik, sondern mehr oder weniger eine Auflistung der Ausgaben, wie sie auch in den Kulturberichten stehen könnte.

Aber das "Dokument" ist "STRENG VERTRAULICH": http://www.dietiwag.at/img2/Rohbericht.jpg

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Höttinger 
Datum:   30-01-15 08:44

Werte Frau Felder,

lesen Sie doch einmal nach, worum ers wirklich geht, und posten Sie bitte erst dann!

http://www.dietiwag.org/index.php?id=4290

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Archiv-Stierler 
Datum:   30-01-15 08:16

"Wir haben von der Vergangenheit eigentlich wirklich nichts gewusst":

http://www.dietiwag.at/blog/index.php?datum=2013-11-09

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Ernst 
Datum:   30-01-15 08:12

In Tirol wird halt einfach marschiert, das ist der Tarroler Brauch und das Hirn der Tarroler hinterfragt nicht.
Hauptsache es gibt Wuerstl und Bier, das genügt für einen Tarroler Schützenschädel .

Ob Kaiser, Arbeitermörder Dollfuss , beim Braunauer Schickelgruber bekamen die Schuetzen feuchte Augen in Innsbruck wie die Tiroler Zeitungen damals berichten und jetzt zu jeden Anlass wo der Landes Todel Tirolertum zelebriert, haut man sich in die Uniform mit Wappelen behuebscht .
Sollte die Musik dann noch den "Badenweiler Marsch" spielen ist Welt in Ordnung. ;-))

http://www.zeit.de/2012/49/Tiroler-Musikleben-Nationalsozialismus-Ausstellung-Innsbruck/seite-2



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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: photo- man 
Datum:   30-01-15 07:29

und ich dachte mir g.p. ist der gauleiter.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Rotzglockenläuter 
Datum:   30-01-15 06:48

Bei Vorfeldorganisationen der ÖVP von pluralistischem und liberalem Umfeld zu sprechen, na ja die Geisterstunde naht um 23.43 Uhr. Nach Mitternacht wäre wohl die Kirche auch noch dazugerechnet worden.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: !? 
Datum:   30-01-15 02:07

und noch was renate:

vor 70 und mehr jahren ist nicht etwas "vorgefallen", sondern es ist passiert. ganz ohne diese deppert relativierenden apostrophen.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: !? 
Datum:   30-01-15 01:47

Renate Felder schrieb:


> und da gibt es kein demokratischeres, kein liberaleres und kein
> pluralistischeres Umfeld als das heutige Tirol.

lol!

und du bist sicher, dass du schon mal in tirol warst?

abgesehen davon: wie gehen lederhosensabelpuffenuniformismus und pluralismus zusammen? und wenn wir so liberal sind, wieso regen sich dann die schützenzampanos so über das "grüß göttin schild" an der grenze bei kufstein auf, und wieso wird es dann immer wieder kindisch überpinselt?

>
> Sie sollten sich also - sofern Sie überhaupt bei Verstand sind,
> was ich bezweifle - ein anderes Feld für ihre peinliche und
> wichtigtuerische Profilierungsneurose suchen!

diesen satz sollte deine mama auch in dein poesiealbum schreiben.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Renate Felder 
Datum:   29-01-15 23:43

"Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter" - und weiterer Unsinn

Billiger, infamer, intoleranter, gehässiger, verleumderischer und moralisch verwerflicher geht´s wirklich nicht mehr. Es ist doch die Frage, unter welchen (politischen) Vorzeichen das Tiroler Schützenwesen, das Tiroler Brauchtum etc. stattfindet, und da gibt es kein demokratischeres, kein liberaleres und kein pluralistischeres Umfeld als das heutige Tirol. Im übrigen betätigen SIE sich neonazistisch, denn Sie versuchen die Schützen von heute (die sich übrigens aus Mitgliedern ALLER politischen Richtungen zusammensetzen, es gibt sogar "grüne" Schützen) in Sippenhaft dafür zu nehmen, was vor 70 und mehr Jahren "vorgefallen" ist!

Sie sollten sich also - sofern Sie überhaupt bei Verstand sind, was ich bezweifle - ein anderes Feld für ihre peinliche und wichtigtuerische Profilierungsneurose suchen!

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Tintenfisch 
Datum:   17-12-14 08:37

Es kommt immer drauf an, wie ein "Zufall" ausgelegt wird. Je älter ein Mensch wird, desto mehr Zufälle hat er hinter sich und ist einer "breiteren" Auslegung ausgeliefert.
Was so ein brauner Rock alles ausmacht. :-)
(1)

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Wenig Ehr 
Datum:   16-12-14 19:22

Auf der Homepage des Tiroler Bauernbundes ist er gleich auf der Startseite im braunen Rock zu sehen, der Platter.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Student 
Datum:   12-12-14 10:19

@ Flachlandtiroler

Ach ja, und DAS ist auch alles versteckter Widerstand gegen Hitler, oder?

http://www.dietiwag.org/index.php?id=4280

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: photo- man 
Datum:   12-12-14 08:58

@flachlandtiroler

da sind wir aber froh, dass sie nicht noch sagen "meine ehre heißt treue". klingt sehr ähnlich, was?

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Flachlandtiroler 
Datum:   12-12-14 00:58

Zwei Gründe haben mich bewogen, Ihnen zu antworten.

1. Sie zitieren den Text des Standschützenliedes, was z. B. der schlaue Herr Kurt Drexel vom Institut für Musik-
wissenschaft in seinem neuen Buch über die Musik in der NS-Zeit in Tirol nicht tut. Warum wohl!

2. Sie haben scheinbar nicht bemerkt, daß sich der Schluß der 2. Strophe bei Ihrem Zitat gar nie nicht reimt. Die
letzte Zeile lautet richtig: Hellau! Hellau! Mei Land Tirol, Tiroler Burschenschaft.
So zu lesen in dem Liederbuch Hellau! herausgegeben von Jos. Eduard Ploner, erschienen im Voggenreiter
Verlag Potsdam 1942.
Die Angabe, daß es sich um ein Tiroler Schützenlied (etwa um 1860) handelt ist meiner Meinuung nach eine
historische Carmouflage (Tarnung).
Nach meinem Wissen taucht es das erste Mal auf in Tiroler Heimatlieder, Herausgeber: Arbeitsstelle für Südtirol,
Innsbruck, Postfach 116 (ohne Jahreszahl) auf. Bezeichnenderweise zum Preis 70 Groschen (40 Pf.) Dort ist
es überschrieben: Tiroler Buam.

Ich frage mich immer wieder, welcher heimattreue Tiroler ein überzeugter Nazi gewesen sein kann angesichts der
Tatsache, daß der gebürtige Österreicher und Hochverräter Adolf Hitler Südtirol an Mussolini verraten hat.
Ist je in Tirol jemand auf die Idee gekommen, daß es sich bei der Widmung dieses Marsches an Gauleiter Hofer
um einen versteckten Widerspruch gegen die Option handeln könnte?
In der NS-Zeit die Burschenschaft hochleben zu lassen ist für mich ein toller Coup, ja geradezu eine Sensation.
All die schlauen Kritiker mit der Gnade der späten Geburt sollten zuerst einmal das Hirn einschalten, falls sie ei-
nes besitzen und nicht den Kopf mit dem Kehlkopf und Schaum vor dem Mund verwechseln.

Dem ganzen Land Tirol die Treue
Ein Flachlandtiroler

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: die Wally 
Datum:   23-11-13 14:19

Zitieren:

Il Osservatore
... ich kann nicht umhin, Herrn Wilhelm meine
Hochachtung für seine journalistische und vor allem
agitatorische Meisterleistung auszusprechen.
Besonders die auf die jüngere Geschichte bezogenen Aktionen
erscheinen wie ein gut inszeniertes Theaterstück mit einer
Vielzahl an Statisten.
...
Leider lenkt dieses Breittreten eines Nebenkriegsschauplatzes
von den wichtigeren und für die Zukunft bedeutenderen Themen
ab. Das ist möglicherweise von der staatstragenden Partei auch
so gewollt...


Osservatores »theaterwissenschaftlicher« Analyse des Tanzer/Platter/ÖVP Tirol-Skandalons ist weitgehend zuzustimmen, ABER man darf dabei
1. niemals die historischen und aktuellen FAKTEN überspielen oder gar außer Acht lassen und
2. sollte man nicht übersehen, daß die Familie nach wie vor von Sepp Tanzers musimilitanter Nazi-Überzeugung profitiert - ich sage nur TANTIEMEN! - sowie
3. daß es sich mit (musizierenden) Akteuren vom Kaliber eines Landeshauptmanns und eines Ministers unserer Republik um keinen Nebenkriegsschauplatz handelt sondern eindeutig um Frontgebiet.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: zefix 
Datum:   18-11-13 12:35

osservatore, ich seh das ähnlich.

die ganze braune scheiße hat sich eben die ÖVP mit ihrer klage gegen M. W. eingebrockt. jetzt musste sie schon bastionen wie Sepp-Tanzer-Musikschule, Sepp-Tanzer-Straße, standschützenmarsch, Berlanda-Preis u. ä. räumen.

ein eigentor par excellence von Günther Platter!

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Il Osservatore 
Datum:   18-11-13 12:14

Ich lese seit einiger Zeit hier mit, denn das Forum ist eine bedeutende Quelle an Informationen, welche man sonst kaum bekommt. Und ich kann nicht umhin, Herrn Wilhelm meine Hochachtung für seine journalistische und vor allem agitatorische Meisterleistung auszusprechen.

Besonders die auf die jüngere Geschichte bezogenen Aktionen erscheinen wie ein gut inszeniertes Theaterstück mit einer Vielzahl an Statisten.

Prolog:
Das hier im Forum umfassend dokumentierte Geschehen

Erster Akt:
M. W. reitet mangels aktueller, verwertbarer Skandale sein Steckenpferd: Den Kampf gegen die „böhsen Nazi-Onkelz“. Dabei bearbeitet er ein Logo und stellt eine gedankliche Verbindung zum lokalen Ableger einer staatstragenden Partei her, mit welcher er (aus durchaus gutem und verständlichem Grund) in permanentem Zwist liegt.

Zweiter Akt:
Der lokale Ableger der staatstragenden Partei beschließt, getrieben von geldgierigen Rechtsverdrehern und dem Gefühl der eigenen Unverwundbarkeit, gegen diese Majestätsbeleidigung vor Gericht vorzugehen. Die in ihrem Denkvermögen etwas eingeschränkten Repräsentanten vergessen dabei geflissentlich, daß sie schon des Öfteren bei solchen Aktionen den Kürzeren gezogen bzw. sich eine publizistisch etwas blutige Nase geholt haben. Zusätzlich veranstalten vorauseilend gehorsame Lakaien noch ein kleines juristisches Begleitfeuerwerk, das ins eigene Auge geht (Verwaltungsstrafverfahren).

Dritter Akt:
M. W. steht nun ein wenig unter Zugzwang. Er hat weitere Schritte angekündigt, muß die dramaturgische Spannung aufrechterhalten und gleichzeitig einen schlüssigen Zusammenhang zwischen den lokalen Repräsentanten der staatstragenden Partei und dem von ihm postulierten NS-Gedankengut herstellen. Ein Blick in sein gut sortiertes Archiv hilft ihm dabei. Aktionen der erwähnten (früheren und aktuellen) Repräsentanten, entstanden aus Fehleinschätzung der eigenen Wichtigkeit, Geltungsbedürfnis, Egoismus (va. Palfrader), Freunderlwirtschaft und Unwissen (vulgo bedeutender Einschränkung im Denkvermögen; va. Platter) liefern ihm weitere Steilvorlagen. Er treibt publizistisch die hilflosen Politstatisten vor sich her.

Vierter Akt:
Bei Gericht...

Epilog:
Vorhersehbar, wie in früheren Fällen: M. W. wird mangels strafbarer Tatbestände (vielleicht erst im Rahmen der Berufung) freigesprochen.
Für die Repräsentanten der staatstragenden Partei ändert sich persönlich wenig bis nichts. Es gilt das österreichische Politikermotto: Hat man sich erst richtig blamiert, lebt (und verdient) es sich weiter ungeniert.
Das Publikum vulgo Steuerzahler darf applaudieren und die Eintrittskarten bezahlen.

Leider lenkt dieses Breittreten eines Nebenkriegsschauplatzes von den wichtigeren und für die Zukunft bedeutenderen Themen ab. Das ist möglicherweise von der staatstragenden Partei auch so gewollt...

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: tirolo normalo 
Datum:   18-11-13 07:45

ein Schnapsle nach einer guten Mahlzeit oder ein gutes Glas Wein in geselliger Runde ist niemals deplaziert...

die Dosis macht das Gift!

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: F. Schinkels 
Datum:   18-11-13 07:27

@ tirolo normalo
Datum: 18-11-13 07:01

> sorry Schinkels, aber...

>...ein Schnapsle aus dem Panzele, kredenzt von einer schneidigen Marketenderin, depremiert dich...?

In einem Land mit 350.000 Alkoholikern scheinen mir solche "landesüblichen Gebräuche" etwas deplatziert!

> also mich ganz und gar nicht!

> Wäre dir eine Spritze oder eine Hand voll Tabletten lieber?

Brauch ich Beides nicht - bin aber auch noch nie "amnesiert" in eine Tiefgarage gefallen ....



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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: F. Schinkels 
Datum:   17-11-13 21:44

@ SFL schrieb:

> http://derstandard.at/1381373596759/Kriminalisierter-Brauch-mit-Bedienungsanleitung?seite=3#forumstart

Danke - ist sehr deprimierend: die Marketenderin als rustikale "Kellnerin-App" (designed by Zillertaler Trachtenwelt)



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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: SFL 
Datum:   17-11-13 21:29

http://derstandard.at/1381373596759/Kriminalisierter-Brauch-mit-Bedienungsanleitung?seite=3#forumstart

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Tiroliban 
Datum:   16-11-13 20:36

@ Bläser schrieb:

> Also haben sich die beiden selbst empfangen.Hahahaha!
> Unglaublich! Piefkesaga total überholt, Platter liefert Stoff
> an Felix Mitterer für 100 Jahre. Schoitl und Gneisser kann man vergessen.

Bei uns gibt's keine Gneisser, nur Lämmer und Trachtler!



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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Bläser 
Datum:   16-11-13 20:15

Also haben sich die beiden selbst empfangen. Hahahaha! Unglaublich! Piefke-Saga total überholt, Platter liefert Stoff an Felix Mitterer für 100 Jahre. Schoitl und Gneisser kann man vergessen.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: blasengel 
Datum:   15-11-13 16:48

Zitieren:

Bläserin

Der Altphilologe kann den Standschützenmarsch wenigstens auswendig, während der Platter das Marschbüchl krampfhaft hält - wohl schlechten Ansatz auch noch dazu. Die Bläserin daneben verbessert das Lächerliche am Foto zumindest ein wenig. Hihihihi!


Ladet den Herrn Platter zum VORSPIELEN ins Musikkonservatorium ein! *grinsel*

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Rotzglockenläuter 
Datum:   15-11-13 16:28

Private Messen in der Frauenkirche kann man gegen Cash in Kitz schon lange bestellen. Das weiss dort jeder.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: kitzbühelschickimicki 
Datum:   15-11-13 16:23

Kann man einen tirolüblichen Empfang bestellen? Wenn ja, wo? Kann man die Rosi als Sängerin dazuhaben und den polnischstämmigen Pfaffn als Segenspender? Die Stadtmusik tut für Geld sowieso überall mit.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Bläser 
Datum:   15-11-13 15:45

Der Empfang galt ja den beiden.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Bläserin 
Datum:   15-11-13 15:42

Der Altphilologe kann den Standschützenmarsch wenigstens auswendig, während der Platter das Marschbüchl krampfhaft hält - wohl schlechten Ansatz auch noch dazu. Die Bläserin daneben verbessert das Lächerliche am Foto zumindest ein wenig. Hihihihi!

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Neuschwanstein 
Datum:   15-11-13 09:52

Wen das Thema mehr interessiert: Am Montag nächste Woche gibt es auf WDR eine Doku dazu.

"Richard Wagner und die Juden"
23:15 Uhr
WDR

(Ob sich das unser hiesiger Wagner-Apostel Gustav Kühn auch gibt?)



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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Würdenträger 
Datum:   15-11-13 08:49

Bei Wagner ist es umgekehrt: Seine Musik wird permanent gespielt und seine Persönlichkeit ununterbrochen gewürdigt.
Seine Musik ist ja wirklich genial und kaum mehr zu überbieten (ich bin kein Musikexperte).
Aber Wagners Gedanken in der erwähnten Schrift sind auch nicht unproblematisch, so wie die gesamte Kunst nicht von Politik zu trennen ist.
Damit keine Mißverständnisse entstehen: Ich gehe mit der Meinung MWs in Sachen Sepp Tanzer mehr als konform.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: stänkerer 
Datum:   15-11-13 07:12


Gegenfrage:
Wird denn die Schrift bei jedem nur möglichen Anlass verlesen, so wie der Gauleiter-Marsch gespielt wird?



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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Würdenträger 
Datum:   14-11-13 20:59

Meine Frage richtet sich an die Historiker und NS-Experten hier im Forum.
Müßte (könnte) man nicht auch Richard Wagner wegen seiner Schrift "Musik im Judentum" kritisieren? Dort kommen ja arge Ausdrücke antisemitischer Art vor (ich möchte sie nicht zitieren, sonst werde ich wieder ins rechte Eck gedrängt).

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: musensohn 
Datum:   14-11-13 20:18

musensohn schrieb:

> zu Reitmeier!
>
> Nun, dieser Herr Reitmeier ist wirklich die Einfalt in Person,
> wer ihn nicht persönlich kennt (wie ich), kann das ja gut an
> seinem wirklich dämlichen Leserbrief erkennen: ein verstaubter
> alter Mann, der meint, musikalisch mit seinem
> Uralt-langweil-Klimbim irgendjemanden zu beeindrucken. Naja -
> soll er´s meinen, aber die geistige Beschränktheit, durch die
> er nicht begreifen will, worum es geht, die ist schon arg...

Ich habe mich missverständlich ausgedrückt: Ich kenne Herrn Reitmeier eben schon - und seine unerträgliche "blum-dling-dling"-Musik... und einige seiner ehemaligen (Musik-)Schüler, die sich bei seinem Unterricht zu Tode langweilten und und und.
Auch für die sogenannte Volksmusik und deren selbsternannte Hüter gilt:
"...und unter den Talaren - der Mief von tausend Jahren."

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Kitzbühel 
Datum:   14-11-13 11:33

Stimmt, @Schamdienstleister. Angeblich sollen die beiden bald als Anklöpfler unterwegs sein. Dann wird's wirklich glei' dumpa.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Schamdienstleiter 
Datum:   14-11-13 11:23


Bitte, wo siehst Du hier "Spitzenpolitiker"? TIROL ist OBEN??
An der Spitze der Peinlichkeit höchstens...



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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Kitzbühel 
Datum:   14-11-13 11:14

Spitzenpolitiker als Strassenmusikanten, peinlicher Anbiederungsaktivismus... beim Platter verständlich, bei einem Uniprofessor für Altphilologie wohl ein totaler Aussetzer im Denken. Es gibt aber nichts, was der Noble nicht entschuldigen kann.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Korrektor 
Datum:   12-11-13 13:10

@ Niveacreme schrieb:
>
> ...mit abstand das niveauloseste posting im ganzen Forum!

Einspruch, Euer Ehren! Ich hab hier (leider) schon wesentlich Dümmeres lesen müssen...



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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Niveacreme 
Datum:   12-11-13 12:27


...mit abstand das niveauloseste posting im ganzen Forum!

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: musensohn 
Datum:   12-11-13 01:51

zu Reitmeier!

Nun, dieser Herr Reitmeier ist wirklich die Einfalt in Person, wer ihn nicht persönlich kennt (wie ich), kann das ja gut an seinem wirklich dämlichen Leserbrief erkennen: ein verstaubter alter Mann, der meint, musikalisch mit seinem Uralt-langweil-Klimbim irgendjemanden zu beeindrucken. Naja - soll er´s meinen, aber die geistige Beschränktheit, durch die er nicht begreifen will, worum es geht, die ist schon arg...

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Innsbrucker 
Datum:   11-11-13 16:46

Ja, ich wage es und freu' mich auf die Reaktion der Hackbrett-Talibans und Jodel Ayatollhas!


Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: x-beliebiger Bürger 
Datum:   11-11-13 15:53

Benni schrieb:

> Wäre ich Volkmusikkant, würde ich mich maßlos aufregen, dass
> meine geschätzte Volkmusikliteratur missbraucht wurde und ich
> würde mich damit auseinandersetzen.

Lieber Benni, überlege dir, du als ein mit dem vereinseigenen Loden bekleidetes, und zu eigenen Gedankengängen fähiges - somit als suspekt geltendes und nicht voll integriertes - Individuum, wagst es im Gehege des Tiroler Brauchtums artfremde Gerüche zu verbreiten!
Möchtest du wirklich die bittere Bekanntschaft mit dem Kulturverständnis und der Kritiktoleranz des einzigartigen und echten Tirolers (=Trachtler) machen?

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: emwe-fan 
Datum:   11-11-13 14:05


Ma! Der Emwe isch a cooler hund! der watscht die landesregierung durch die gegend - und hellseher ist er a! respekt! ;-)

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: M.W. 
Datum:   11-11-13 11:05

@ Antwort

Hier: Was ich ihr vor Wochen prophezeit habe, beginnt auch Frau Palfrader langsam zu schnallen

http://www.dietiwag.at/img2/palfraderderzeit.jpg


Antwort schrieb:

>Der Kleinbeigebi schreibt in seinem heutigen Blog, die Regierungsparteien hätten in der Samstag-"TT" erklärt,
>sie würden den Standschützenmarsch nicht mehr spielen.
>Kennt jemand den Artikel, in dem die Regierungsparteien irgenwelche derartigen Erklärungen abgegeben haben?
>Ich beziehe die "TT" nicht, und in der Online-Ausgabe habe ich nichts gesehen.

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: A-Ferner 
Datum:   11-11-13 10:41

aus gebi mairs blog vom 11.11. zum faschingsauftakt:


> ... Und dass beide Regierungsparteien, wie in der Tiroler Tageszeitung vom
> vergangenen Samstag geschehen erklären, sie würden den dem NS-Gauleiter
> gewidmeten Standschützenmarsch nicht mehr spielen ist wohl ein weiterer kleiner
> Schritt. Mögen viele kleine und größere Schritte folgen.


die "regierungsparteien" lassen im offiziellen verlautbarungsorgan TT verkünden:

die regierungsparteienkapelle spielt den standschützenmarsch und ähnliches nur
mehr im keller, es war einer der vielen kleinen schritte ins untergeschoß.

..und welche instrumente spielen die grünen in dieser band?
die kleine blockflöte (frei nach den neben der SED in der DDR existierenden parteien,
wie CDU, FDP, Bauernpartei, die blockflöten genannt wurden)
das gleichnis passt.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Antwort 
Datum:   11-11-13 10:23

Der Kleinbeigebi schreibt in seinem heutigen Blog, die Regierungsparteien hätten in der Samstag-"TT" erklärt, sie würden den Standschützenmarsch nicht mehr spielen.
Kennt jemand den Artikel, in dem die Regierungsparteien irgenwelche derartigen Erklärungen abgegeben haben?
Ich beziehe die "TT" nicht, und in der Online-Ausgabe habe ich nichts gesehen.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: demokratur gaga 
Datum:   11-11-13 09:48

http://tvthek.orf.at/programs/70023-Tirol-heute/episodes/7093939-Tirol-heute/7098587--Es-kann-wieder-passieren--Pogromnacht
wo war unser oberhäuptling platter? wurde der nicht eingeladen?

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Pele 
Datum:   11-11-13 08:24

Benni schrieb:

> Wäre ich Volkmusikkant, würde ich mich maßlos aufregen, dass
> meine geschätzte Volkmusikliteratur missbraucht wurde und ich
> würde mich damit auseinandersetzen.
> Aber diese geistige Größe besitzen haben die alten Gralsritter nicht.

Wenn Fahnen wehen, Glocken läuten und das Frühschoppen-Mass kalt ist, haben solche Gedanken keinen Platz.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Benni 
Datum:   11-11-13 08:01

Reitmeirs Engagement bezüglich der Erhaltung und Pflege der Volksmusik steht - wenn man es eben nur auf die Erhaltung anlegt - ausser Streit.
Das Problem ist, dass unsere Volksmusikkultur eben nur aufs Erhalten ausgelegt ist.
In Bayern und anderen Ländern wird von ähnlichen Vereinigungen eben auch die Weiterentwicklung und die Modernisierung der Volksmusik gefördert und gepflegt.
Brixner, Goisern und vor allem die Bayerischen Volksmusikensemlbes wie die Biermösl-Blosn, Wellküren etc. werden bei uns wie Outlaws gesehen und von den Gralshütern der "reinen (arischen) Volksmusik", wie eben dem Reitmeir überhaupt nicht ernst genommen.
Da lieber eben in Nostalige herumzupfen auf der Harfn.
Und statt froh zu sein, dass eine Debatte darüber anbricht, ob nicht eben diese Volksmusik vom NS-Regime mißbraucht wurde und somit auch die handelnden Personen, die das eben vollstreckt haben, kritisch zu beleuchten, glauben Reitmeir & Co., wenn sie sich schützend von diese Typen stellen, dass sie damit der Volksmusik was Gutes tun.
Und da begehen sie einen schweren Irrtum.
Wäre ich Volkmusikkant, würde ich mich maßlos aufregen, dass meine geschätzte Volkmusikliteratur missbraucht wurde und ich würde mich damit auseinandersetzen.
Aber diese geistige Größe besitzen haben die alten Gralsritter nicht.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Tepp Sanzer 
Datum:   10-11-13 21:41

Ahh, der Reitmeir!

ehemalige gymnasiumschützlinge sind der meinung, dass aus seinen politischen andeutungen hervorging, dass dieser volksmusikguru alles andere, als eine links-linke einstellung hat.

erkennbar ist sein totalitäres wesen auch am alpenländischen volksmusikwettbewerb, der eher einen Peter-Reitmeir-Imitationswettbewerb darstellt. durch solche wettbewerbe verkam die volksmusik zur musealen disziplin, da nur als gut galt, was der hohe rat der volksmusikanten um Reibmeir als der wahrheit entsprechend erachteten.

häretische tendenzen wurden gnadenlos abgekanzelt.

die übungsmühen so manchen armen kindes sollten schon vergebens gewesen sein, da die bespielte harfe nicht aus der werkstatt eines bekannten Osttiroler instrumentenbauers stammte und somit der vortrag des kleinen nicht dem vorgegebenen ideal entsprach.

der kleine Bixner wäre vermutlich beim jurygespräch übers knie gelegt und eine weitere betätigung an der steirischen verboten wodren, wenn er an diesem wettspielen teilgenommen hätte.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: bernsteiner 
Datum:   10-11-13 20:11

Noch schwachsinniger als der Liebl-Leserbrief ist jener von Prof. Mag. Peter Reitmeir, Ehrenobmann des Tiroler Volksmusikvereins und glühender Norbert Wallner-Verehrer (siehe TT, 8.11.). Reitmeir behauptet, die Diskussion sei jetzt "kontraproduktiv", denn viele sagen: "Jetzt erst recht!". Dann unterstellt er dem Historiker Wedekind, als "Nicht-Tiroler" "wahrscheinlich keinen Sinn für das wertvolle Kulturgut, das in den verschiedensten Vereinen und Verbänden gepflegt wird", zu haben. Die daran anschließend zitierten Beispiele für europäische Volkskultur offenbaren seinen völlig antiquierten Volkskultur-Begriff:

"Die Engländer haben ihre Beefeaters in ihren Bärenfellmützen, die Schotten ihre Pipebands mit den Dudelsäcken. Bei Festen, z.B. zum Nationalfeiertag am 17. Mai, tritt in Norwegen der König mit seiner Familie in Tracht auf."
Und die Tiroler haben die Trachtenvereine, die Musikkapellen, die Schützen. Eine andere Volkskultur als die der Verbands- und Vereinsmeier gibt's in Reitmeirs Tirol aber nicht.

Reitmeir plagt jetzt die Sorge, die Politik würde nun infolge des Wedekind-Gutachtens die Subventionen für Volkskulturverbände kürzen. Und er beteuert: "Niemand hat im Bereich der Volkskultur etwas mit der NS-Ideologie am Hut (freilich gibt es manchmal, aber sehr selten Auswüchse) ...".

Einfältiger geht's einfach nimmer.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Löblich h 
Datum:   10-11-13 18:42

Ein Liebl war mal in der Umweltabteilung für Naturschutz zuständig. Peinlich, wie sich solche Leute selbst entlarven. Nix kapiert. Auch die Herkunft des Heimatschutzes wäre noch im Detail zu erforschen. Allerdings ist dieser nicht 100e Jahre alt, sondern im 19. Jahrhundert. Zeitgleich mit der konservativ-bürgerlichen Verherrlichung der Volkskultur. Da kommt noch einiges ins Rutschen.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Spaziergänger 
Datum:   10-11-13 18:21

Autor: narkose
Datum: 10-11-13 16:44

Karl100 schrieb: Ein Gutachten zur NS-Vergangenheit

Zu zitierten Leserbief des Herrn Dr. Gerhard Liebl in der TT als ergänzende Anmerkung:

Wenn sich der ehemalige Leiter der Abteilung Umweltschutz und nachfolgend auch Vorstand der Gruppe Raumordnung, Bau und Umwelt in der Tiroler Landesregierung in dieser Form zu Wort meldet, dann ist einfach nur Vorsicht angebracht.
Denn es ist mehr als nur eigenartig dass sich ausgerechnet der einstmals so mächtige "Umweltschützer" des Landes als "Bewahrer jedwelcher Traditionen", auch solcher die mehr als belastet sind, aufspielt. Manchmal wäre es einfach nur "g'scheit" wenn "alte Männer" ihr in der Vergangenheit orientiertes Gedankengebilde bis zur "natürlichen Erledigung" unter Verschluss belassen würden. Damit wäre der psychischen Hygiene des Landes und damit einem modernen "Umweltschutz" weit mehr Rechnung getragen.
Aber das kann man wahrscheinlich von einem "anders G'studierten" wie dem Herrn Liebl eher nicht erwarten. Wär halt vielleicht doch manchmal "gesünder" in einer "Spelunke" über die eigenen Verwirrungen nachzudenken als bei Trachtler-Zeltfesten im Komma-Suff den "Geist" davon fliegen zu lassen.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Trittbrettfahrer 
Datum:   10-11-13 17:50

Rede im Rahmen der Gedenkveranstaltung "75 Jahre Novemberpogrom in Innsbruck"
Verfasst von Markus Kozuh am So., 10.11.2013 - 17:15

http://www.provinnsbruck.at/content/es-ist-so-lange-her-rede-anl%C3%A4sslich-75-jahre-novemberpogrom-innsbruck

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: narkose 
Datum:   10-11-13 16:44

Karl100 schrieb:

>
> Ein Gutachten zur NS-Vergangenheit
>
>
> Thema: TT-Bericht „Tiroler ,Operetten-Monarchie‘“.
>
> Volkskultur und Brauchtum scheinen plötzlich ein Produkt der
> NS-Zeit zu sein, wenn man den Äußerungen und gut bezahlten
> Gutachten verschiedener „Gelehrter“ Glauben schenken will.
> Dabei haben die Begriffe wie Heimat, Brauchtum, Tracht,
> Volkskultur seit Jahrhunderten ihre Bedeutung und fanden und
> finden in Tirol ihre Anwendung und Umsetzung, dem jeweiligen
> Zeitgeist entsprechend – so auch während der NS-Zeit.
>
> Vereine und Personen, die sich beispielsweise dem Volkstanz,
> dem Schützenwesen, der Blasmusik, der Tracht (dem ehemaligen
> Festtagsgewand der Tiroler) verschrieben haben, ins
> nationalsozialistische Eck drängen zu wollen, ist grober Unfug.
> Lederhosen- und Musikantentracht tragende Jugendliche sind mir
> jedenfalls viel lieber als solche, die sich in Spelunken dem
> „Komasaufen“ widmen.
>
> Der Hype um die Aufdecker aller nationalsozialistischen
> Vergangenheiten in der Volkskultur des Landes wird hoffentlich
> wieder schwinden und wir können uns wichtigeren Themen wie der
> nachhaltigen Naturzerstörung in unserem Lande durch Planungen
> und Projektierungen im Tourismus, im Energie- und
> Freizeitbereich widmen.
>
> Ein dem Thema der NS-Vergangenheit vergleichbares Engagement
> von Politik und Wissenschaft in den grundsätzlichen
> Zukunftsfragen des Landes wäre jedenfalls wünschenswert. Ob wir
> unseren engen Lebensraum, unsere Natur und Landschaft in der
> bisherigen Intensität „zupflastern“ können, scheint mir
> wichtiger als die Frage, ob der landesübliche Empfang
> NS-Tradition hat.
>
> Dr. Gerhard Liebl, Obmann des Vereins für Heimatschutz und
> Heimatpflege in Nord- und Osttirol

Dieser Leserbrief von Dr. Gerhard Liebl in der heutigen TT ist so schwachsinnig, dass sich ein Kommentar eigentlich erübrigt. Trotzdem nur ein paar Worte:

Herr Liebl beginnt mit dem typischen antiintellektualistischen Ressentiment: Die "Gelehrten", die "Gschtudierten", wie es hierzulande heißt, kratzen an der Tiroler Ehre. Das setzt er gleich in Anführungszeichen, um seine Meinung auszudrücken. Natürlich sind die bösen "Gelehrten" auch noch "gut bezahlt". Es ist schon absurd: Jetzt wird der Gutachter zum Buhmann gestempelt, nur weil er Mißstände aufgezeigt hat.

Offensichtlich ganz geschichtslos und mit geradezu herzzereißender Naivität werden Heimat, Glaube, Tracht und Co. dann verteidigt. Alles jahrhundertealt, alles unproblematisch, schön und unantastbar.

Irgendwie scheint der Herr Liebl auch in einer Parallelwelt zu leben, wenn er meint, Lederhosen und Dirndl würden gegen Komasaufen helfen. Meine Erfahrung ist: Komasaufen funktioniert trachtentragend fast noch besser. Siehe Zeltfeste.

Und zu guter letzt wird auch noch die Umwelzerstörung bemüht, um zu beweisen, dass die aktuelle Diskussion nicht notwendig sei.

Wenn das die Meinung der führenden Repräsentanten der Tiroler Volkskultur ist, dann ist das ein Ansporn dazu, die Debatte weiter voranzutreiben.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: bisch a Tiroler 
Datum:   10-11-13 16:37

" DIE WAHRHEIT IST DEM MENSCHEN ZUMUTBAR "

Ingeborg Bachmann

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Karl100 
Datum:   10-11-13 16:12


Ein Gutachten zur NS-Vergangenheit


Thema: TT-Bericht „Tiroler ,Operetten-Monarchie‘“.

Volkskultur und Brauchtum scheinen plötzlich ein Produkt der NS-Zeit zu sein, wenn man den Äußerungen und gut bezahlten Gutachten verschiedener „Gelehrter“ Glauben schenken will. Dabei haben die Begriffe wie Heimat, Brauchtum, Tracht, Volkskultur seit Jahrhunderten ihre Bedeutung und fanden und finden in Tirol ihre Anwendung und Umsetzung, dem jeweiligen Zeitgeist entsprechend – so auch während der NS-Zeit.

Vereine und Personen, die sich beispielsweise dem Volkstanz, dem Schützenwesen, der Blasmusik, der Tracht (dem ehemaligen Festtagsgewand der Tiroler) verschrieben haben, ins nationalsozialistische Eck drängen zu wollen, ist grober Unfug. Lederhosen- und Musikantentracht tragende Jugendliche sind mir jedenfalls viel lieber als solche, die sich in Spelunken dem „Komasaufen“ widmen.

Der Hype um die Aufdecker aller nationalsozialistischen Vergangenheiten in der Volkskultur des Landes wird hoffentlich wieder schwinden und wir können uns wichtigeren Themen wie der nachhaltigen Naturzerstörung in unserem Lande durch Planungen und Projektierungen im Tourismus, im Energie- und Freizeitbereich widmen.

Ein dem Thema der NS-Vergangenheit vergleichbares Engagement von Politik und Wissenschaft in den grundsätzlichen Zukunftsfragen des Landes wäre jedenfalls wünschenswert. Ob wir unseren engen Lebensraum, unsere Natur und Landschaft in der bisherigen Intensität „zupflastern“ können, scheint mir wichtiger als die Frage, ob der landesübliche Empfang NS-Tradition hat.

Dr. Gerhard Liebl, Obmann des Vereins für Heimatschutz und Heimatpflege in Nord- und Osttirol

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Trittbrettfahrer 
Datum:   10-11-13 15:59

Ich betätige mich auch immer wieder !! Ich weiss nur dass sich einige der Kapellmeister vorzeitig verabschiedet haben.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Walter 
Datum:   10-11-13 15:58

Die Rechten rund um FPÖ-Graf schätzen den "Standschützen-Marsch" auch sehr - siehe ihre rechtspopulistische Plattform "unzensuriert":
http://www.unzensuriert.at/content/0010058-Mut-zur-Treue-Lieder-und-M-rsche-aus-S-dtirol

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: M.W. 
Datum:   10-11-13 15:51

Passt.

Ich habe geschrieben, dass sich Platter immer wieder betätigt. Von "im Sinne des Verbotsgesetzes" steht bei mir nichts. Genau lesen.

Ja, wäre interesaant zu erfahren, was (abseits der Tagesordnung: Talk im Foyer; CD-Produktion „Homeland“; Tiroler Bläserwoche 2013; 2014/15 Wertungsspiele und Landeswertungsspiel; Sitzordnungen im Blasorchester;
Impulsreferat mit Diskussion: „Lampenfieber! Keine Angst vor der Angst" usw.) in Völs über Tanzer und den Standschützen-Marsch so geredet wurde.

M.W.



Nicht Günther schrieb:

> Lieber M.W.
> Ja wir können festhalten, nun ist er wieder zu einem polit.
> Statement geworden und als solches nicht mehr tragbar, aus
> basta.
> Nur den dümmlichen Hosenlatterer Platter oder den von mir als
> passabelsten ÖVPler wahrgenommenen Töchterle als NS-Lieder
> Interpret oder etwas derart darzustellen ist falsch. Wenn sie
> es jetzt nochmal täten wärs anders.
> Über die Herkunft des Standschützen-Liedes selbst weiß man nix
> genaues, aber nach dem Durchlesen ihrer Antwort sehe ich auch
> ein, dass es wirklich kein Lied aus dem 19. Jh. sein muss.
> Und das mit der Stimme aus dem Gauleiter-Hofer Marsch war von
> mir wirklich unglücklich ausgedrückt, meine Politische
> Präferenz liegt im (in Tirol sehr schlecht vertretenen) Feld
> links der Mitte. Mich hat erstaunt, dass solch prekäres
> Material noch erhalten ist, auch wenn es sich um Archive von
> Kapellen handelt.
> Aja ich bin Mitglied beim BV, aber kein Kapellmeister und somit
> gestern nicht dabei :) .. werde aber mal fragen, ob da was
> besprochen wurde.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Nicht Günther 
Datum:   10-11-13 15:22

Lieber M.W.
Ja wir können festhalten, nun ist er wieder zu einem polit. Statement geworden und als solches nicht mehr tragbar, aus basta.
Nur den dümmlichen Hosenlatterer Platter oder den von mir als passabelsten ÖVPler wahrgenommenen Töchterle als NS-Lieder Interpret oder etwas derart darzustellen ist falsch. Wenn sie es jetzt nochmal täten wärs anders.
Über die Herkunft des Standschützen-Liedes selbst weiß man nix genaues, aber nach dem Durchlesen ihrer Antwort sehe ich auch ein, dass es wirklich kein Lied aus dem 19. Jh. sein muss.
Und das mit der Stimme aus dem Gauleiter-Hofer Marsch war von mir wirklich unglücklich ausgedrückt, meine Politische Präferenz liegt im (in Tirol sehr schlecht vertretenen) Feld links der Mitte. Mich hat erstaunt, dass solch prekäres Material noch erhalten ist, auch wenn es sich um Archive von Kapellen handelt.
Aja ich bin Mitglied beim BV, aber kein Kapellmeister und somit gestern nicht dabei :) .. werde aber mal fragen, ob da was besprochen wurde.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: M.W. 
Datum:   10-11-13 11:12

"Hellau!" klingt zwar sehr rheinländisch, war/ist aber sehr wohl in Tirol gebräuchlich zum Beispiel als "Jubelschrei" nach der Musterung. Im Ötztal zogen die achtzehn-, neunzehnjährigen "Spielbuben", als sie von der Musterung kamen, mit bodenlangen bunten Bändern an der Rückseite des Hutes durch Dorf und riefen zum Schwenken dieses Hutes "Hellau! Mir Einundzwanziger" (z. B. die 1921 Geborenen).

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Trittbrettfahrer 
Datum:   10-11-13 10:39

"Hellau" ist ein Narrenruf aus dem deutschen Raum und wird lokal verschieden interpretiert, teilweise auch als Hirtenruf. Dass "Hellau" in ein Tiroler Lied Einzug gefunden hat kann man auch so erklären:
"Hitullio" kann vom Wortklang her mit Hitler assoziiert werden:

Hitullio! Und solls zum Kampfe gehn, mir Buam fürchtn's nit,
Hitullio! Hitullio schrein miar dann au(f) und gehn gar freudig mit.
Hitullio! Das Auge glänzt uns hell, den Stutzen in der Hand.
Hitullio! Hitullio! Mei Land Tirol, du bist mei Hoamatland!

http://de.wikipedia.org/wiki/Narrenruf
Narrenrufe bestehen im Regelfall aus zwei Teilen, wobei der erste Teil meist ein zu würdigender Eigenname (vorwiegend der Name der Karnevalshochburg) ist, dieser wird vom Vorrufer angegeben. Der zweite Teil ist die Antwort auf den ersten Teil und stellt meist den eigentlichen Narrenruf dar, dieser wird von der anwesenden Narrenschar mitgetragen.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: M.W. 
Datum:   10-11-13 09:18

@ "Nicht Günther"

Gehe ich falsch in der Annahme, dass du mit dem Blasmusikverband zu tun hast und vielleicht sogar gestern in der Blaike warst?

Egal.

Zum "Standschützen-Marsch":

1. Im "Liederbuch für Front und Heimat des Gaues Tirol-Vorarlberg" von 1942 ist das Lied "Hellau! Mir sein Tirolerbuam" erstmals abgedruckt. Es hat zu der von dir zitierten ersten Strophe noch eine zweite und eine dritte. Letztere geht so:

"Hellau! Und solls zum Kampfe gehn, mir Buam fürchtn's nit,
Hellau! Hellau schrein miar dann au(f) und gehn gar freudig mit.
Hellau! Das Auge glänzt uns hell, den Stutzen in der Hand.
Hellau! Hellau! Mei Land Tirol, du bist mei Hoamatland!

Es ist also durchaus als Kampflied (zumindest im Kontext des grässlichen Gauliederbuches) zu verstehen.

2. Ich bezweifle, dass dieses Lied ein altes "Tiroler Schützenlied" aus der Zeit um 1860 ist, wie der Herausgeber Joseph Eduard Ploner das behauptet. Jedenfalls taucht es nirgendwo vor 1926 auf. Die Nazis waren ja Spezialisten darin, ihre Propagandamittel künstlich aus der tiefsten Vergangenheit herzuleiten.

Dieses Lied "Hellau! Mir sein Tirolerbuam" war angeblich das Lieblingslied von Gauleiter Hofer. Wohl deswegen hat sein ihm untertänigst ergebener Gaumusikleiter Sepp Tanzer das Lied im Trioteil seines "Standschützen-Marsches" verwendet. Die Widmung des Marsches "in Dankbarkeit" an den "Gauleiter und Reichstatthalter Parteigenossen Franz Hofer" passt dazu.

Der "Standschützen-Marsch", 1942 komponiert, meint natürlich die Standschützen von 1942. Es ist quasi deren Hymne, die in der Folge bei allen möglichen NS-Brauchtumsveranstaltungen 'rauf und runter' gespielt wurde.

3. Ich bin mir sicher, dass dieser "Standschützen-Marsch" in Zukunft bei offiziellen Anlässen nicht mehr gespielt wird. Aber das war ich mir bereits bevor Platter und Palfrader das geahnt haben. Ob es die Kapellmeister "draußen" in Zukunft noch wagen werden, den Parademarsch des Gauleiters aufs Programm zu setzen, z.T. - wie man hört - "grod zfleiß", das werden wir sehen.
Ich bin nicht für ein Verbot des "Standschützen-Marsches", sondern für einen Verzicht darauf.

Keine Frage: Bisher war es kein politisches Statement, ihn zu spielen. Da gebe ich dir völlig recht. Von jetzt an aber, da die Geschichte dahinter bekannt ist, ist das Spielen ein politisches Statement. Ein ganz übles.


4. Zu "Dem Land Tirol die Treue" habe ich schon anderswo im Forum das Meinige gesagt. Die Musik ist harmlos, der Text schlicht schwachsinnig:

"Ein Kranz von Bergen stolz und hoch erhoben /
umringt die Heimat mein Tiroler Land. /
Die Gipfel strahlen hell in ihrem Glanze /
und leuchten weit von steiler Felsenwand."

Die Gipfel strahlen im Glanze - wessen? Im Glanze der Heimat? Hä? Im Glanze der Berge?
"Die Gipfel .. leuchten weit von steiler Felsenwand" - ? Geht's noch?

Der Gebrauch des Liedes ist es, der es diskreditiert.
Schau dir in den Zeltfesten oder auf Youtube die gegrölten Versionen an, schau dir an, welche rechten Kameraden das singen und vor allem, wie inbrünstig unsere Politiker, die dieses Land, dem sie angeblich die Treue halten, beispielsweise an Finanzhaie in den USA vercrossbordert haben.

Da wird mir übel: http://www.youtube.com/watch?v=i_Twb9URV8k


M.W.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Wolfgang Wallner 
Datum:   10-11-13 06:57

Wenn Herr Nicht Günther so viel nicht verstehen kann, habe ich einen Vorschlag:

Wie wäre es, wenn Sie Ihre Betrachtungsweise darauf einjustieren, was der Mensch Tanzer damals, als er den Marsch mit Widmung für Gauleiter Hofer schrieb, gemeint hat und bewirken wollte? Und was diese Art Musik damals bei jenen Menschen angerichtet hat, die keine begeisterten Nazis waren?

Sie versuchen, mit der Sichtweise von heute Dinge zu verharmlosen. Wenn für Sie nur den Badenweiler Marsch oder der Gauleiter-Hofer-Marsch belastet sind, haben Sie einiges nicht verstanden.

Bei kaum einer Publikation aus jener Zeit, egal ob Musik, Buch, Film, gab es KEINEN politischen Hintergrund, so oder so. Die 'unschuldige' Feststellung, dass man nicht wisse, was man gegen den Standschützenmarsch haben könne, wäre bei einigem (eventuell auch empathisch unterlegten) Nachdenken leicht beantwortet, bzw. sogar gar nicht gestellt worden.

Tanzer war ganz offensichtlich ein begeisterter Nationalsozialist.
Seine Musik aus jener Zeit - siehe Widmung - entspringt dieser Geisteshaltung.

Wer diese Musik heute noch als 'offizielle Tiroler Musik' durch die Welt posaunt (find' ich ja extrem erstaunlich, dass Sie tatsächlich nur die Herkunft der Posaunen-Stimme in Wallung zu versetzen scheint), nimmt billigend in Kauf, dass diese Geisteshaltung weiter getragen wird.

Und: Erklären Sie mir doch den qualitativen Unterschied zwischen dem 'Gauleiter-Hofer-Marsch' und dem Standschützenmarsch, der dezidiert Gauleiter Hofer gewidmet ist?

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Frustrierter Grünwähler 
Datum:   10-11-13 00:03

In aller Öffentlichkeit den rechten Arm heben und HH schreien ist Wiederbetätigung und strafbar nach dem Verbotsgesetz.
In aller Öffentlichkeit Hakenkreuzfahnen aufhängen und NS-Uniformen tragen ist Wiederbetätigung und strafbar nach dem Verbotsgesetz.
In aller Öffentlichkeit Nazilieder grölen ist Wieder.....eh schon wissen
In aller Öffentlichkeit Nazihymnen spielen ist .....
und:
Zu hinterfragen ist, was ein Politiker tut, wenn er in aller Öffentlichkeit den Standschützenmarsch bläst......

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Zeitzeuge 
Datum:   09-11-13 21:26

Als Zillertaler Zuhörer wurde der Standschützenmarsch immer wieder vortrefflich vom Kapellmeister Jörg Höllwarth aufgeführt, welcher ein Schüler von Herrn Tanzer gewesen sein soll?
Wenn man life bei diesen Auftritten dabei war, dann hatte man schon das Gefühl, dass diese Ausführungen ein emotionalen Höhepunkt darstellten, auch was die Ankündigung dazu anbelangte?

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Nicht Günther 
Datum:   09-11-13 21:15

P.S. Märsche mit eindeutigem politischem Statement (in Richtung NS) sind für mich z.B der Badenweiler-Marsch oder der "Gauleiter-Hofer Marsch", auf dessen Existenz ich durch sie aufgeklärt wurde.
Wie haben sie es eig. geschafft, von diesem Marsch eine Posaunen-Stimme zu bekommen? Finde ich sehr spannend
Grüße

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Nicht Günther 
Datum:   09-11-13 21:01

Dadurch, dass hier so gut wie keiner weiß warum es im Standschützenmarsch geht, hier der Text.

1.Hellau! Miar sein’s Tiroler Buam, sein lustig alle Zeit,
Hellau! Miar liabn inser Land in Unglück, Freud und Leid.
Hellau! Miar rufen’s in die Welt, dass es ein jeder heart:
Hellau, hellau! Mein Land Tirol, du bist uns alles Wert.
2.Hellau! Miar bleiben deine Buam, måg’s gehen wie es will.
Hellau! Wir stehen für di(ch) ein, uns ist koan Opfer z’viel.
Hellau! Miar schreien no a mål mit gånzer groaßer Kråft:
Hellau, hellau! Mein Land Tirol, du bist uns alles Wert.

Es handelt sich um ein Tiroler Schützenlied entstanden um 1860, nichts mit NS zu tun. Auch die Standschützen haben offensichtlich per se nichts mit der NS zu tun, bis darauf, dass sie propagandistisch für eine Volksarmee missbraucht wurden.
Ich kann auch nicht verstehen, was Herr Wilhelm gegen "Dem Land tirol die Treue" hat, die beiden offiziellen Strophen sind weder natilonalistisch noch verhetzend noch irgendwas anderes. Zitat des Komponisten Pedarnig:
"Dass das Stück jetzt bei den jungen Menschen so beliebt ist, erstaunt mich sehr. Es erfüllt mich aber in gewisser Weise auch mit Freude - vorausgesetzt, der Marsch wird nicht missbräuchlich, etwa nationalistisch, verschandelt und verwendet." (Wie von H. van Staa)
Vielleicht ist ihre unterschwellige Abneigung gegen Blasmusik begründet dadurch, dass sie in Tirol oft in Verbindung mit der ÖVP auftritt, was ich ebenfalls absolut nicht gut finde!

Zurück zum Standschützenmarsch: Diesen zu spielen war und ist in letzter Zeit nie ein politisches Statement gewesen da die Verbindung zum NS in den Köpfen der Musikanten und auch Zuhörer bis vor kurzem nie da war. Er wird jetzt bei öffentlichen Anlässen nicht mehr gespielt werden, das mediale Echo wäre viel zu groß. Die einzelnen Musikkapellen werden das nicht tun, da sie nicht einsehen warum. Sie wollten nie damit eine politische Aussage treffen und haben es auch nie gemacht.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: joachim 
Datum:   09-11-13 17:21

Landeshauptmann.
Hauptmann - auch so ein Wort aus der Militärsprache.
In Deutschland gibt es das Wort schon lang nicht mehr.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Proud Mary 
Datum:   09-11-13 15:21

@ Guat aufgstellt? schrieb:

> Trittbrettfahrer schrieb:
>
> > Heute findet/fand ein Treffen der Tiroler Kapellmeister in
> der
> > Völser Blaike statt... :-)
>
> Hoffentlich war der derzeit amtierende Gaumusik-leiter G.P.
> auch dabei, und jemand hat ihm erklärt, was Sache ist?
>


Keine Gefahr, der Günni hat sich ja längst der Zukunft gewidmet, und zupft mit Nadine den 40(!) Jahre alten Hadern "Proud Mary" - Ob ihm schon einmal jemand den Text übersetzt hat...? (I left a good Job in the City...)

Am einfachsten wär es doch, ihm einfach sein Tatinstrument, das Flügelhorn, abzunehmen!
Haben sie nicht früher in den "guten alten Zeiten" auch die Kirchenglocken konfisziert zum Kanonengiessen?
(Aber wer soll dann noch dem Petz den Marsch blasen?)



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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: der unmündige bürger 
Datum:   09-11-13 15:19

Ende November findet in Innsbruck in der messe der verbandstag der burschenschaften statt. Das wäre eine Gelegenheit für die musikkapelle, zur Begrüßung der Freunde den marsch zu spielen.

u.b.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Guat aufgstellt? 
Datum:   09-11-13 15:08

Trittbrettfahrer schrieb:

> Heute findet/fand ein Treffen der Tiroler Kapellmeister in der
> Völser Blaike statt... :-)

Hoffentlich war der derzeit amtierende Gaumusik-leiter G. P. auch dabei, und jemand hat ihm erklärt, was Sache ist!



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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: joachim 
Datum:   09-11-13 15:05

@Platter und töchterle:
Ich würde vorschlagen, wenn die zwei je wieder den standschützenmarsch spielen, dann bitte hingehen und ihnen einfach die instrumente abnehmen!

@Luis schintlholzer:
Unglaublich, dass so ein begräbnis noch 1989 sattfinden konnte!
Was ist/war eigentlich die Nahkampfspange in Bronze? Wie viele menschen muss man dafür im "nahkampf" umlegen? Und wie viele für die Nachkampfspange in Silber, und wie groß war die anzahl der getöteten bei der goldenen? Eine plakative frage, ich will es gar nicht wissen!

@ Video zum landesempfang jänner 2013:
Eine einzige militärisch-militaristische aufführung: soldaten in tracht, Befehlsempfänger, blinden schießgehorsam demonstrierend. Bumm! Applaus! 2013.

@ MWs ansage vor zwei wochen, der standschützenmarsch wird bei offiziellen landesanlässen nicht mehr gespielt werden:
Gratuliere Markus, heute in der "TT" rudern sie zurück!
"Auf Distanz zu Tanzers Gau-Marsch. Die Richtlinien für den landesüblichen Empfang sollen überarbeitet werden." ("TT", S. 15)

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Trittbrettfahrer 
Datum:   09-11-13 13:56

Heute findet/fand ein Treffen der Tiroler Kapellmeister in der Völser Blaike statt... :-)

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Otto 
Datum:   09-11-13 13:24

Och, ist das eine lauwarme Antwort vom Minister Töchterle. Nur weil er nicht mehr aus kann, will er den Standschützenmarsch nicht mehr spielen. Aber keine Einsicht in der Sache - und schon gar kein Wort der Entschuldigung fürs bisherige Nazimarsch-Blasen. Selten ist ein Neopolitiker anfangs so überschätzt worden wie der Stubaier.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Auch Oberland 
Datum:   09-11-13 13:05

Ich denke, dass viele viele Leserbriefe bei der TT landen, die Redaktion aber nur ganz wenige (wenn überhaupt) abdruckt. Das Thema ist doch für die ÖVP höchst unangenehm, also versucht die TT es ihr vom Leib zu halten.

Die Postings hier im Forum zeigen doch, dass das Thema viele beschäftigt.
Und weil die Politiker das mitbekommen, beginnen sie zu handeln: Tanzer-Straße? Futsch! Tanzer-Musikschule? Futsch! Usw.
Die TT bildet nicht die öffentliche Meinung ab, sondern nur die veröffentlichte Meinung.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Oberland 
Datum:   09-11-13 12:21

Wie sehr das die Tiroler interessiert, sieht man wohl daran, dass man beim Durchschauen der Webseite von TT.com im Moment überhaupt nichts dazu findet - weder über den 75. Jahrestag, noch so etwas wie eine Berichterstattung bzgl. dem Standschützenmarsch.
Andererseits könnte es auch sein, dass die "TT" so eine Berichterstattung gar nicht will - wieso auch immer.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: ÖVP nein danke 
Datum:   09-11-13 11:54

http://tirol.orf.at/news/stories/2613844/
wenn der landeshauptmann, der in geschichte schwach bewandert sein muss, den marsch weiter zum besten gibt, sollte er nicht nur bestraft, sondern seinen hut nehmen.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Hötting 
Datum:   09-11-13 11:47

Das hieße, für Tanzer, Ploner & Co. war die Zeit nach 1945 wirklich so etwas wie eine zweite Verbotszeit (wie von 1933 - 1938), wie der Wissenschafter Gerhard Glanz ausgeführt hat.
Vielleicht hängt das Sepp-Tanzer-Gemälde in brauner Uniform heute noch im Hause seines Sohnes???



M.W. schrieb:


> Wie man hört, war Sepp Tanzer auch später noch stolz auf seine
> Zeit im Gaumusikamt.
> Ein Bild, das ihn als Gaumusikleiter mit Hakenkreuzbinde zeigt,
> hing sogar - für Besucher sichtbar - bis vor kurzem in seinem
> Haus in Kramsach.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: tirolo normalo 
Datum:   09-11-13 11:46

@Heinz P.

Und wie egoistisch, ihn unbedingt trotzdem spielen zu wollen....
--------------------------------

wer will das?

Quelle bitte

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Freiwillig 
Datum:   09-11-13 11:21

http://tirol.orf.at/news/stories/2613844/

Ja wenn´s jetzt schon im Taroler ORF gschrieben wird (erstaunt ich bin!), dass der Hofer einer der übelsten Sorte war, ja denn werdens doch aufwachen und endlich Taten folgen lassen oder? Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: x-beliebiger Bürger 
Datum:   09-11-13 10:46

Zum 100. Geburtstag von Albert Camus und zur Nacht der Gewalt gegen Juden und zur Sinnfrage der Seite´dietiwag.com`.

Camus vergleicht uns Menschen mit der mythologischen Figur des Sisyphos. Dieser arme Kerl muss einen schweren Stein immer aufs Neue einen Berg hinaufrollen. Der Stein rollt nämlich stets wieder hinunter, sobald Sisyphos oben angekommen ist. Unser Leben gleicht nach Camus also einer «Sisyphusaufgabe», einem sinnlosen Unterfangen, ohne Zweck und ohne Erfolg. Nun aber kommt der Clou. Camus meint nämlich: «Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen».
Wie bitte? Warum zum Teufel soll dieser Sisyphos glücklich sein, fragt man sich. Camus meint, Sisyphos erkenne, dass der Fels allein seine Sache ist: «Sein Schicksal gehört ihm». Darin bestehe sein Glück. Dasselbe gelte für uns Menschen: In einem gottlosen Universum gibt es keinen Plan, ausser wir Menschen schmieden ihn. Der bewusste Mensch ist, wie Camus schreibt, «Herr seiner Tage» und seines Schicksals Schmied. Der absurde Mensch lebt selbstbestimmt, hellwach, leidenschaftlich, neugierig und intensiv. Und er lehnt sich immer wieder gegen sein absurdes Schicksal auf: «Es gibt kein Schicksal, das durch Verachtung nicht überwunden werden kann», schreibt Camus. In dieser revoltierenden Haltung bestehe «die einzige Würde des Menschen».
Zugleich ist die Revolte das Fundament von Camus’ gefühlsbasierter Ethik der Menschlichkeit: Die Empörung angesichts von Unmenschlichkeit und Leid führe den Menschen aus der Einsamkeit heraus zur Solidarität mit seinen Mitmenschen. In der Revolte werde der Mensch vom «solitaire» zum «solidaire» und kämpfe für etwas, das ihn mit allen Menschen verbindet – die menschliche Würde.

http://www.srf.ch/kultur/literatur/albert-camus-zum-glueck-hat-das-leben-keinen-sinn

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: M.W. 
Datum:   09-11-13 09:43

Sepp Tanzer hätte sie 1945 oder 1946 oder 1947 oder irgendwann später bis zu seinem Tode 1983 zurücknehmen können. Oder das Werk sperren lassen können. Aber es war ihm nicht danach!

Wie man hört, war Sepp Tanzer auch später noch stolz auf seine Zeit im Gaumusikamt.
Ein Bild, das ihn als Gaumusikleiter mit Hakenkreuzbinde zeigt, hing sogar - für Besucher sichtbar - bis vor kurzem in seinem Haus in Kramsach.

M.W.



om schrieb:

> mw schrieb:"Eine Widmung, die nach wie vor aufrecht ist!"
> Wie soll die Widmung denn verschwinden? Und was soll das dann
> bewirken?

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: om 
Datum:   09-11-13 08:49

mw schrieb:"Eine Widmung, die nach wie vor aufrecht ist!"
Wie soll die Widmung denn verschwinden? Und was soll das dann bewirken?

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Heinz P. 
Datum:   09-11-13 08:08

Wie vernagelt oder verbohrt muss man sein, wenn man nicht einsehen kann, dass DAS nicht mehr geht: Einen Nazi-Marsch eines Obernazis (Tanzer) zu spielen, der einem Kriegsverbrecher "gewidmet" (das heißt: geschenkt/zugedacht) ist!

Und wie egoistisch, ihn unbedingt trotzdem spielen zu wollen.
Wenn man, wie jetzt, die Geschichte dieses Musikstückes kennt, ist es eine mutwillige, absichtliche, oder zumindest in Kauf genommene Verhöhnung der Millionen Opfer dieses grauenhaften Regimes.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: tirolo normalo 
Datum:   09-11-13 07:09

Ewige schade Ernst, daß du dich an den hervorragenden Darbietungen unserer zum Teil hochklassigen Musikkapellen leider nicht erfreuen kannst weil das in deinem Schädel einzemmentierte Feindbild es nicht erlaubt. Vielleicht ist ja ein posttraumatisches Erlebnis in früher Kindheit die Ursache deiner feindseligen Reflexe...

Ich wünsche dir jedenfalls aufrichtig, daß du dich, wenn schon nicht an der zünftigen Musik und den schneidigen Tiroler Schützen, dann vielleicht auf anderem Gebiet laben und erfreuen kannst...

nichts für ungut

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Ernst 
Datum:   09-11-13 00:25

tirolo normalo schrieb:

> Ja, mich erschüttert es auch immer wieder, wenn sie "gewisse
> Traditionen fotsetzen", indem sie ausrücken und
> Musikdarbietungen zum Besten geben...
>
> furchtbar, entsetzlich, no-go...

.........................................................................

Alles ganz normal in Tirol, für einen Schnaps in den Tiroler "Talibani-Schitzen" Gotteskrieger oder "Blasmusi" Trachtler Schädel, es wird ausgerückt.

War beim Kaiser, Dollfuß, Schussnig oder Schickelgruber Brauch,bei letzterem mit feuchten Augen vor Freude, jetzt bei Seilbahn oder Tourismus Mafia, das geistige Erbe der Väter wird brav befolgt, wie es aussieht bis zum "Jüngsten Gericht." in Tarrol.
...........................................
Sepp Schluiferer aktueller den je.

http://www.sagen.at/doku/techet/dersprechendetotenkopf.html



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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: ferdl 
Datum:   08-11-13 21:03

Wenn man also einen Marsch von Sepp Tanzer zufällig den Standschützen Marsch öffentlich aufführt, oder wie Pallter und Töchterle mit Instrument mit musiziert ist das also Wiederbetätigung ? Was können die beiden Typen dafür dass der Komponist sein Werk dem Gauleiter Hofer gewidmet hat ? Und bei der ganze Selbstgerechtigkeit und Überheblichkeit um was geht's eigentlich ? Soll man den Marsch jetzt einstampfen und nicht mehr spielen (für meine ein total hoffnungsloses Unterfangen ) oder

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: x-beliebiger Bürger 
Datum:   08-11-13 19:00

Karli schrieb:

> Jessas! Es gibt ein Bild von mir (1958) da bin ich in Lederhose
> und Strickjacke abgebildet und trag eine Palmstange (!).
> Hoffentlich bekommt das nie eines meiner Kinder zu Gesicht -
> ich weiss nicht wie die damit umgehen könnten: der leibhaftige
> Vater - ein reaktionärer Nazi!!!!



Auch von mir gibt es solche Fotos aus dieser Zeit. Ich habe kein Problem damit, diese meinen Kindern zu zeigen.
Ich bin sehr froh, dass ich, so wie du, nach dieser schrecklichen Zeit geboren wurde. Ich hätte u. U. heute ein Problem mit meiner NS-Vergangenheit, weil ich mit Sicherheit zu feige gewesen wäre, Widerstand zu leisten und vermutlich vom Räderwerk des NS-Systems erfasst worden wäre. Solch aberwitzige Postings wie das deine, tun einfach weh. Wer weiß, was sich deine deiner Kindern noch für Fragen stellen müssen?

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Karli 
Datum:   08-11-13 18:24

Jessas! Es gibt ein Bild von mir (1958) da bin ich in Lederhose und Strickjacke abgebildet und trag eine Palmstange (!). Hoffentlich bekommt das nie eines meiner Kinder zu Gesicht - ich weiss nicht wie die damit umgehen könnten: der leibhaftige Vater - ein reaktionärer Nazi!!!!

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: anton adler 
Datum:   08-11-13 17:29

"Die Augen der "Schitzen" leuchteten vor Freude und Begeisterung" noch viel mehr
als sie dann einrücken mussten und auf den schlachtfeldern elendig verreckten.
wer mehr glück hatte kam in gefangenschaft und durfte, falls er überlebte, dann halbverhungert und
krank aber bestimmt mit "leuchtenden Augen vor Freude und Begeisterung" heimkehren.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: soso 
Datum:   07-11-13 19:05

A. schrieb:

>
>
> im wiki als "persönlichkeit" geführt
>
>
> http://de.wikipedia.org/wiki/Bad_Hofgastein
>

na stell dir vor, bei "Braunau am Inn" steht Hitler auch unter den Persönlichkeiten? Und jetzt willst für diese Personen eine eigene "Untergruppe" beantragen? Oder was willst du uns damit sagen?

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: A. 
Datum:   07-11-13 17:13



im wiki als "persönlichkeit" geführt


http://de.wikipedia.org/wiki/Bad_Hofgastein



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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: pupp's forgotten memory 
Datum:   06-11-13 14:24

@ Werner schrieb:

> Und die SPÖ steht brav dabei (= daneben) wie eh und je.
>
> Sie ist neben dem Wallnöfer gestanden und neben dem Partl,
> neben dem Weingartner und dem van Staa und jetzt neben dem
> Platter.
>
> Aber heut in der TT reißt der Pupp die Pappn auf und meint, das
> sei nicht mehr zeitgemäß.
> Mein Gott, sind das Helden in der SPÖ! - Eine Schande für alle
> alten Sozialisten.

Dabei war der Herr Pupp immerhin schon 22, als die SP sich einmal genauso heimattümelnd im Wahlkampf versuchte (1984 - unter Ernst Fili), die haben sogar ein Rezeptbüchlein für "Tiroler Rezepte" (z. B. "Bauerngugelhupf") herausgegeben! Also nicht mit schweren Steinen schmeissen im Glashaus der Geschichte, sondern die Erinnerung pflegen... Die AK hatte es auch einmal mit diesem Konzept versucht, und ist darauffolgend - nona - SCHWARZ geworden.



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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Anichstraße 
Datum:   06-11-13 08:51

@ Antwort:
Es gibt eine dritte Möglichkeit - und diese hat sich jetzt 70 Jahre "bewährt": Einfach die Nase zuhalten!



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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Antwort 
Datum:   06-11-13 08:42

Wenn braune Scheisse dampft, dann heisst das, dass braune Scheisse vorhanden ist.
Soll man dann still bleiben und warten, dass jemand hineintritt und die braune Scheisse verbreitet?
Oder soll man auf die braune Scheisse hinweisen, damit sie endlich weggeräumt wird?

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: eifen 
Datum:   05-11-13 18:39

tirolo normalo schrieb:

> Ich frage mich an dieser Stelle immer wieder, warum Leute die
> uralte braune Scheiße mit Kraft und Gewalt am Dampfen halten
> müssen.


Die braune scheisse dampft von alleine. Derzeit artikulieren halt mehr Leute, dass es ihnen auffällt.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Calus 
Datum:   05-11-13 18:09

@korinthencacker:
>wieso schande für die alten sozialisten? das waren doch die, die nach 45 das national- davor einfach >weggestrichen haben.

Das war echt gut!!

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Prozession 
Datum:   05-11-13 18:05

@ Ernst schrieb:

> tirolo normalo schrieb:
>
> > @ernst
> >
> > ich bin mir sehr sicher daß in jener schrecklichen Zeit gewiß
> > nicht nur so mancher Schütze und Musikant sondern auch
> > Bauarbeiter, Krankenschwestern oder Schullehrer den
> > Versprechungen der braunen Verbrecher erlegen sind.
>
>
> http://austria-forum.org/af/AEIOU/Volksbefragung/Bilder_Volksbefragung
>
> Die "Schitzen" am gleichen Platz, aber am 9. März 1938, für
> Schussnigg.
>
> Beim Schickelgruber war's der 5. April 1938

Die laufen doch jedem hinterher, der ihnen ein (beliebiges) Fähnlein in den Wind hängt!
Da lob ich mir den "Bockerer"...!



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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: femme fatale 
Datum:   05-11-13 17:51

@ Antwort schrieb:

> Glücklicherweise gibt es keinen Bauarbeiter-Verband, der
> ausrückt, um einen dem Gauleiter Hofer gewidmeten Marsch zu
> pfeifen. Aber wer weiß, vielleicht gründet Platter so einen Verband.

Kann ja noch werden, wenn sie aus politischer Hygiene, bzw. Arbeitsplatzsicherungsgründen den Hr Gauleiter zum
geachteten Bauleiter umbenennen...!
Der Bodner platzt eh aus allen Nähten seit seinem Landtags-Engegement



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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: tirolo normalo 
Datum:   05-11-13 17:51

Ich frage mich an dieser Stelle immer wieder, warum Leute die uralte braune Scheiße mit Kraft und Gewalt am Dampfen halten müssen. Vielleicht läßt sich ihr erbärmliches Dasein einfach besser ertragen, indem sie Feindbilder konstruieren. Oder, das ist mein Verdacht, sie wollen einfach nur vom eigenen Unvermögen ablenken, wenn sie von den ersaufenden Flüchtlingen vor Lampedusa achselzuckend zum Musikantenstadl zappen.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Antwort 
Datum:   05-11-13 17:21

Glücklicherweise gibt es keinen Bauarbeiter-Verband, der ausrückt, um einen dem Gauleiter Hofer gewidmeten Marsch zu pfeifen. Aber wer weiß, vielleicht gründet Platter so einen Verband.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: tirolo normalo 
Datum:   05-11-13 16:55

Ja, mich erschüttert es auch immer wieder, wenn sie "gewisse Traditionen fotsetzen", indem sie ausrücken und Musikdarbietungen zum Besten geben...

furchtbar, entsetzlich, no-go...

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Ernst 
Datum:   05-11-13 15:35

tirolo normalo schrieb:

> @ernst
>
> ich bin mir sehr sicher daß in jener schrecklichen Zeit gewiß
> nicht nur so mancher Schütze und Musikant sondern auch
> Bauarbeiter, Krankenschwestern oder Schullehrer den
> Versprechungen der braunen Verbrecher erlegen sind.


http://austria-forum.org/af/AEIOU/Volksbefragung/Bilder_Volksbefragung

Die "Schitzen" am gleichen Platz, aber am 9. März 1938, für Schussnigg.

Beim Schickelgruber war's der 5. April 1938

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Antwort 
Datum:   05-11-13 15:18

Es gibt aber heute keinen Verband der Bauarbeiter, Krankenschwestern usw., die heute noch gewisse Traditionen fortsetzen würden.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: tirolo normalo 
Datum:   05-11-13 15:07

@ernst

ich bin mir sehr sicher, daß in jener schrecklichen Zeit nicht nur so mancher Schütze und Musikant, sondern auch Bauarbeiter, Krankenschwestern oder Schullehrer den Versprechungen der braunen Verbrecher erlegen sind.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Charlie 
Datum:   05-11-13 14:43

Von "oben" wenig zu erwarten

Wenn es schon den Obrigkeiten nicht aufstößt, dass sie hier Nazi-Brauchtum und -propaganda musikalisch ständig neu aufwärmen, dann schlage ich eine Reaktion von unten vor. Wie wäre es, wenn die einzelnen Musikkapellen diesen Marsch einfach aus ihrem Repertoire nähmen? Oder sich die einzelnen MusikerInnen weigerten, den Standschützenmarsch einzustudieren und zu spielen?
Traut euch nur - das kann euch schließlich niemand verordnen.
meint
Charlie

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Ernst 
Datum:   05-11-13 12:53

tirolo normalo schrieb:


>
> schneidige Schitzn, sapperlot...

Auf die Tiroler "Schitzn" ist und war immer Verlass.

1938 am 5. April war der Schickelgruber in Innsbruck total begeistert.
Die Augen der "Schitzen" aus Patsch, Rinn und Mils leuchteten vor Freude und Begeisterung dem Führer entgegen,
So das Vorarlberger Tagblatt am 6.Okt. 1938

http://anno.onb.ac.at/pdfs/ONB_CPtC.pdf

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Schwarzfahrer 
Datum:   05-11-13 12:46

Dazu fällt mir eine wahre Begebenheit ein: Anlässlich einer Feierlichkeit im großen Rahmen haben Schützen und Musikkapelle kurzfristig Informationen betreffend den Programmablauf ausgetauscht. Dabei wurde vereinbart, dass zum Schluss die Landeshymne gespielt wird. Der Schützen-Obmann kündigte dies als Moderator am Ende mit nachfolgenden Worten an: "So, und jetzt spieln ma no oan auf!" Die Landeshymne artete zum patriotischen Chaos aus: Das Publikum erwartete Unterhaltungsmusik, die Musikkapelle ist teilweise gestanden, teilweise gesessen...

Hihihihi!

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: tirolo normalo 
Datum:   05-11-13 12:40

http://www.youtube.com/watch?v=CuNSjtDiGyg

schneidige Schitzn, sapperlot...

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: ausn dorfblattl 
Datum:   05-11-13 11:58

ich geb nur mehr der feuerweh was. die musigler und schützn kommen zu mir schon lange nicht mehr fechten.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: wrobel 
Datum:   05-11-13 11:55

Ich dachte, der gestrige Gemeindetag war eine Art Arbeitstreffen. Selbst hier musste eine Schützenkompanie ausrücken um die Herren Bürgermeister Tirols zu begrüßen. Also wirklich vorwärts schauende und visionäre moderne Menschen sind das nicht.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Schwarzfahrer 
Datum:   05-11-13 11:41

Die NAZI waren zumindest so gscheit dass sie keine neue Partei gegründet sondern bestehende Strukturen umgebaut und zurechtgestutzt haben. Für die ÖVP wäre es ebenfalls angebracht das Wort "Volk" raus zu streichen :-)


korinthenkacker schrieb:
> wieso schande für die alten sozialisten? das waren doch die,
> die nach 45 das national- davor einfach weggestrichen haben.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Werner 
Datum:   05-11-13 11:38

Protest!

Es gab natürlich viele wirkliche anständige, kämpferische Sozialisten, die unter Dollfuß, Schuschnigg und Hitler verfolgt wurden! Nationalsozialisten haben sich erst ab 1945 unter die SPÖ-ler gemischt.
Bitte keine Verallgemeinerungen. Danke.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: korinthenkacker 
Datum:   05-11-13 11:24


wieso schande für die alten sozialisten? das waren doch die, die nach 45 das national- davor einfach weggestrichen haben.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Werner 
Datum:   05-11-13 10:53

Und die SPÖ steht brav dabei (= daneben) wie eh und je.

Sie ist neben dem Wallnöfer gestanden und neben dem Partl, neben dem Weingartner und dem van Staa und jetzt neben dem Platter.

Aber heut in der TT reißt der Pupp die Pappn auf und meint, das sei nicht mehr zeitgemäß.
Mein Gott, sind das Helden in der SPÖ! - Eine Schande für alle alten Sozialisten.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: D.R. 
Datum:   05-11-13 10:45

Wenn sich einer oder eine ganze Partei mit fremden Federn schmückt.......
Der Gebi hat tatsächlich nichts begriffen
War es nicht der M.W der das alles ins Rollen gebracht hat!

Mir wird übel wenn ich so etwas lese: http://networkedblogs.com/QJMlz
Zitat: "Und ganz unabhängig davon wünsche ich mir einen andere politischen Umgang mit der Tiroler Geschichte und der Erinnerung an sie. Irgendwie ist es dabei schon putzig, wenn in der Tiroler Tageszeitung lapidar berichtet wird, die SPÖ sei für die Aberkennung der Ehrungen für den ehemaligen NS-Gaumusikleiter Sepp Tanzer - wo sie ihm selbst doch die Auszeichnungen verliehen hat, zuletzt noch 2008 die Ehrung mittels einer Schulbenennung. Ich finde, da sollte nicht ganz unerwähnt bleiben dass es schwarz-grün brauchte, um diese Ehre wieder abzuerkennen.

Der letzte Satz ist einfach eine FRECHHEIT!!

Gebi, nimm DEINE ganze unfähige Meute und geh wieder dorthin woher du gekommen bist!! Dazu brauchte ich ganze 2 Minuten und nicht 2 Tage


Talbauer schrieb:

> Kleinbei-Gebi hat natürlich nichts begriffen. So wie immer.
>
> Da hat er seinen offiziellen Tiroler Auftritt:
>
> http://www.youtube.com/watch?v=CuNSjtDiGyg
>
>
> Wäre mir neu, wenn die Grünen daran etwas ändern wollen, die in
> der Sache an sich auch verdächtig still sind. Bei
> Kleinbei-Gebi, dem Opportunisten, war das nicht anders zu
> erwarten, bei Baur zum Beispiel hätte ich's mir anderes
> erwartet.

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Talbauer 
Datum:   05-11-13 10:23

Kleinbei-Gebi hat natürlich nichts begriffen. So wie immer.

Da hat er seinen offiziellen Tiroler Auftritt:

http://www.youtube.com/watch?v=CuNSjtDiGyg


Wäre mir neu, wenn die Grünen daran etwas ändern wollen, die in der Sache an sich auch verdächtig still sind. Bei Kleinbei-Gebi, dem Opportunisten, war das nicht anders zu erwarten, bei Baur zum Beispiel hätte ich's mir anderes erwartet.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Talbauer 
Datum:   05-11-13 08:49

Sie haben es natürlich nicht richtig verstanden und noch weniger haben sie Schlüsse daraus gezogen, aber unruhig sind's geworden. Vielleicht keine Reaktion und schon gar keine Proaktion, aber einen diffuse Aktion?

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Antwort 
Datum:   05-11-13 08:20

So so, sie haben zwar nicht gesagt, dass sie es kapiert haben. Aber aus ihrem Benehmen kann man schließen, dass sie es kapiert haben.
Aha, weil sie es kapiert haben, haben sie am 26. Oktober den Trachten- und Kapellenauflauf organisiert.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: :eifen 
Datum:   04-11-13 23:19

Antwort schrieb:

> Wedekind widerspricht sich in diesem Interview. Einerseits sagt
> er, es hätte keine unmittelbare Reaktion des Landes auf sein
> Gutachten gegeben. Andererseits sagt er, zumindest die
> Auftraggeber (und das war wohl das Land) hätten das Gutachten
> verstanden, das zeige ihm ihre Reaktion.
> Was jetzt? Hat das Land reagiert oder hat es nicht reagiert?

Wedekind wird eine mittelbare Reaktion des Landes beobachtet haben. ---> "So wie sie das Land benimmt, werden sie es kapiert haben."

Es gab aber laut seiner Aussage keine unmittelbare Reaktion. --> Land zu Wedekind: "Wir haben es kapiert!"



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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Talbauer 
Datum:   04-11-13 22:18

Alles gut und recht, nur Wedekinds Wissenschaftsverständnis ist etwas altbacken.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: giaco 
Datum:   04-11-13 21:51

Im "Echo" die Berichte über die Phantasietrachten der Nationalsozialistin Pesendorfer, und in der "TT" ein großes Interview mit Wedekind über die Tiroler "Operetten-Monarchie".

Der Eisbrecher MW hat die Schneise geschlagen, und die behäbigen Dampfer probieren zumindest einmal Fahrt aufzunehmen.

Nur der Moloch ORF Tirol steuert unbeirrt in die falsche Richtung. Vielleicht sollte man dem Osttiroler Kapitän mal den Unterschied zwischen rückwärts gewandt und rückschauend, aber vorwärtsgewandt erklären.



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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Antwort 
Datum:   04-11-13 18:01

Wedekind widerspricht sich in diesem Interview. Einerseits sagt er, es hätte keine unmittelbare Reaktion des Landes auf sein Gutachten gegeben. Andererseits sagt er, zumindest die Auftraggeber (und das war wohl das Land) hätten das Gutachten verstanden, das zeige ihm ihre Reaktion.
Was jetzt? Hat das Land reagiert oder hat es nicht reagiert?

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: zefix 
Datum:   04-11-13 17:08

nicht schlecht.

die politik wird sich hüten so zu tun, als hätte sie es gelesen.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: M.W. 
Datum:   04-11-13 15:40

Hier das bemerkenswerte Interview der Tiroler Tageszeitung mit dem Gutachter Michael Wedekind als PDF:

http://www.dietiwag.at/mat/Interview_Wedekind.pdf

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Retrograder Amnesist 
Datum:   04-11-13 13:07

Das trifft den Nagel auf den Kopf...


L.S. schrieb:


> Er macht es lediglich aus seiner unfassbaren, unausrottbaren
> Dummheit heraus.



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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: freiwillig 
Datum:   04-11-13 11:29

L.S. schrieb:

> Also ich muss einmal, auch wenn es in diesem Forum wohl nicht
> so gerne gesehen wird, eine Lanze für Landeshauptmann Günther
> Platter brechen.
>
> Nein, er macht das mit dem Standschützenmarsch nicht
> absichtlich oder gar um zu provozieren. Und ich bin mir sicher,
> er macht es auch nicht aus Ignoranz.
> Er macht es lediglich aus seiner unfassbaren, unausrottbaren
> Dummheit heraus.

HAHAHAHAHA...! :-)

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: L.S. 
Datum:   04-11-13 11:12

Also ich muss einmal, auch wenn es in diesem Forum wohl nicht so gerne gesehen wird, eine Lanze für Landeshauptmann Günther Platter brechen.

Nein, er macht das mit dem Standschützenmarsch nicht absichtlich oder gar um zu provozieren. Und ich bin mir sicher, er macht es auch nicht aus Ignoranz.
Er macht es lediglich aus seiner unfassbaren, unausrottbaren Dummheit heraus.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Wolfgang Wallner 
Datum:   04-11-13 09:32

Mag ja sein, dass 'die in Wien sich schon oft getäuscht haben'. Möglicherweise aber nicht so oft wie der Tiroler Platter.

Aber so weit ist man in Wien schon klar im Kopf, dass man es entsetzlich findet, wenn ein österreichischer Landeshauptmann die Nazi-Verbrecher hoch leben lässt und dabei ihre Opfer verhöhnt.

Aus Unwissenheit kann's ja nicht sein.
Aus purer Dummheit also?
Oder aus bösartiger Ignoranz?
Oder ganz bewusst, um auch im rechten Lager Stimmen zu fischen.

Aus welchem Grund auch immer Platter so handelt - es ist ekelhaft und widerwärtig.

Wolfgang Wallner, Wien

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: bernsteiner 
Datum:   04-11-13 09:11

Ein großartiges Interview von Wedekind! Er nennt die Dinge klar beim Namen.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Hans 
Datum:   04-11-13 08:50

Nicht schlecht das Interview mit dem Gutachter Wedekind heute in der TT, auch wenn er es vermeidet "Trottel" zu sagen, wo "Trottel" gesagt werden müsste.

http://www.tt.com/home/7404045-91/tiroler-operetten-monarchie.csp

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: tirolo normalo 
Datum:   04-11-13 08:11

Wo genau sieht der Musikant die großartige soziale Leistung wenn mit öffentlichen Förderungen vollgestopfte Vereine aus höchst eigennützigen Motiven Zelt- und Speibfeste veranstalten?

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Munde 
Datum:   04-11-13 08:07

"Musikant", dein Beitrag beginnt zwar polemisch, ist aber doch um einige Sachlichkeit bemüht, darum will ich auch nur einen einzigen polemischen Satz (eine Frage) dazu schreiben: Bitte, wie meinst du das, dass sich Tirol "ohne Schützen nach dem Krieg sicher nicht so gut erholt" hätte?

Es gibt immer Themen, die wichtiger sind als das, worüber man gerade redet.

Hier geht es meines Erachtens um zwei Spitzenpolitiker, falsch, um zwei Politiker in Spitzenpositionen, die in ihrer Unbedarftheit dauernd einen Nazimarsch beklatschen und auch selbst blasen. DAS ist doch von dem Mist, den sie sonst bauen (du nennst: "Stichwort Agrar, Stichwort Bildung, Stichwort Zukunftsentwicklung"), nicht zu trennen.

Solche Politiker machen solche Politik.
M.W. hat es auf den Standschützenmarsch zugespitzt, weil es hier am offensichtlichsten ist, für jede/n, der/die das sehen will.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Musikant 
Datum:   03-11-13 23:47

Bitte diskutierts amal den Muttertag!
Bitte diskutierts mal über die Kirchensteuer!

Aber bitte nehmts nicht dauernd Tanzer und den Standschützenmarsch als Punching-Ball für all die unaufgearbeitete Nachkriegszeit in Tirol her! Denn ohne die Traditionsverein wie Schützen, Musikkapellen & Co., welche sicher zu Hitlerzeiten zu Propagandazwecken missbraucht wurden, hätte sich Tirol nach dem Krieg sicher nicht so gut erholt.

Wieviel an sozialen Leistungen diese Vereine seit dem Krieg bis heute insgesamt erbracht haben, ist wohl in Zahlen gar nicht zu benennen und würde wohl den einen oder anderen Ex-Geschäftsführer der Tiroler Lebenshilfe beeindrucken.

Zu offiziellen Anlässen wird der Marsch wahrscheinlich eh nicht mehr gespielt werden, weil Herrr M. W. (ob zurecht oder nicht, kann jeder selber beurteilen) viel Wirbel um das Thema gemacht hat.

Ich persönlich finde, dass Tirol und Österreich viel größere Probleme haben als einen LH und einen Minister, die einen Marsch spielen.

Stichwort Agrar, Stichwort Bildung, Stichwort Zukunftsentwicklung - das sind die themen, die uns prägen sollten und über die wir uns noch gedanken machen sollten - und nicht über Sachen, die 80 Jahre her sind, die keiner mehr rückgängig machen kann und wo viel Manipulation und Ängste im Spiel waren.

Mfg
ein Musikant

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Würdenträger 
Datum:   03-11-13 16:18

Die sog. Eliten der ÖVP und "grün Lackierten" (die gehören jetzt ja auch dazu)und Stützen der Gesellschaft glauben halt immer noch, Kunst sei unpolitisch, deshalb auch diese Kapriolen.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: bernsteiner 
Datum:   03-11-13 14:49

Und es ist ein offenes Geheimnis, dass 2008 insbesondere LH van Staa die Umbenennung der Landesmusikschule Kramsach in "Sepp-Tanzer-Landesmusikschule Kramsach" anregte, weil man in Tirol angeblich auch so etwas haben müsse wie die Südtiroler, die Sepp Thaler, einst Mitglied des "Völkischen Kampfringes für Südtirol" und überzeugter Nazi, mittels einer "Sepp-Thaler-Musikschule" in Auer huldigen.

Van Staa ist wirklich ein Dinosaurier.

Ich glaub, die Israelitische Kulturgemeinde hat schon genug gesagt, jetzt sind wir am Wort!


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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: beschämend 
Datum:   03-11-13 14:35

Das nur als Anmerkung. Der Auftraggeber der Verbrechen an den Innsbrucker Juden war Gauleiter Franz Hofer, ein Mörder, dem Sepp Tanzer "in Dankbarkeit" den "Standschützenmarsch" widmete - den wiederum Platter und Töchterle ohne Wissen & Background spielen.



beschämend ist das, eine gemeinheit den opfern gegenüber.
die zwei herren sollen ihren hut nehmen. so was aber auch.
warum meldet sich kein vertreterin oder vertreter der israelitschen kultusgemeinde zu wort?
unglaublich!

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: bernsteiner 
Datum:   03-11-13 14:07

Apropos 9. November: Hier sollte man auch des Gestapo-Schergen Ferdinand Obenfeldner (verstorben 2009) gedenken, Innsbrucker SPÖ-Bürgermeisterstellvertreter von 1962-1985. Siehe http://www.novemberpogrom1938.at/d/Taeterkreis.html#Quelle

"profil" widmet diesem Verbrecher in der heute erschienenen Ausgabe einen Artikel (S. 30f.).

Van Staa verteidigte vor nicht allzulanger Zeit dessen Ehrungen:

"Die von der Stadt Innsbruck veranstalteten*15* Geburtstagsfeierlichkeiten für den früheren Gestapo-Beamten, ehemaligen stellvertretenden Innsbrucker Bürgermeister und Ehrenbürger der Stadt Innsbruck*16*, Ferdinand Obenfeldner (SPÖ), sorgten für Rücktrittsforderungen des Simon-Wiesenthal-Centers an verschiedene Politiker, darunter auch van Staa. Der Landeshauptmann wurde deswegen auch vom israelischen Historiker Efraim Zuroff kritisiert.*17* Obenfeldner hatte 1938 im Rahmen des Novemberpogroms in Innsbruck eine Verhaftung durchgeführt*18**19*. In einem Brief an das Simon-Wiesenthal-Zentrum erklärte van Staa, Obenfelder habe sich in jahrzehntelanger Tätigkeit im Sozialbereich stark engagiert und nie etwas von seiner Biografie verleugnet. Zudem habe niemand die Behauptung aufgestellt, Obenfelder habe sich in der NS-Zeit etwas zuschulden kommen lassen. Er, van Staa, habe sich immer von Nationalsozialismus klar distanziert und verurteile sowie verabscheue die grausamen Verbrechen dieser Zeit.*20*"

(Quelle: wikipedia, Artikel "van Staa")

Das nur als Anmerkung. Der Auftraggeber der Verbrechen an den Innsbrucker Juden war Gauleiter Franz Hofer, ein Mörder, dem Sepp Tanzer "in Dankbarkeit" den "Standschützenmarsch" widmete - den wiederum Platter und Töchterle ohne Wissen & Background spielen.

Hans schrieb:

> Markus, lass dich nicht provozieren. Es ist nur als Ablenkung
> gedacht, wenn jemand sagt, es gibt Wichtigeres. Die Toten von
> Lampedusa werden hier schamlos missbraucht, um von den
> Standschützenfreunden Platter und Töchterle abzulenken.
>
> Bin neugierig, was die zwei Herren zurm 75. Jahrestag des 9.
> November 1938 in Innsbruck zu sagebn haben werden. Glaubwürdig
> wird es auf keinen Fall sein, wenn sie sonst andauernd den
> Nazimarsch spielen.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: fehlerteufelchen 
Datum:   03-11-13 14:01

leute mit charkter würden sich bei der Israelitischen kultusgemeinde entschuldigen.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Hans 
Datum:   03-11-13 12:57

Markus, lass dich nicht provozieren. Es ist nur als Ablenkung gedacht, wenn jemand sagt, es gibt Wichtigeres. Die Toten von Lampedusa werden hier schamlos missbraucht, um von den Standschützenfreunden Platter und Töchterle abzulenken.

Bin neugierig, was die zwei Herren zurm 75. Jahrestag des 9. November 1938 in Innsbruck zu sagebn haben werden. Glaubwürdig wird es auf keinen Fall sein, wenn sie sonst andauernd den Nazimarsch spielen.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Teilzeitwienerin 
Datum:   02-11-13 18:07

Ernst schrieb:
> Ein bisschen Geschichte, für polit. Einfaltspinsel,
> Marschbläser, wie Platter, Toechterle & Co.
>
> http://www.malingesellschaft.at/publikationen/andere-verlage/weitere-titel/harald-walser-die-illegale-nsdap-in-tirol-und-vorarlberg-1933-1938
>


In diesem Zusammenhang muß auch daran erinnert werden, daß die Nazis bereits VOR 1933 (also vor dem Verbot durch Dollfuß' Ständestaat-Regime) gerade in Tirol erstaunlich stark waren, wie das Ergebnis der letzten Wahl in der Ersten Republik, der Innsbrucker Gemeinderatswahl vom 23. April 1933, deutlich zeigt, bei der die Nationalsozialisten 41 Prozent (!) der Stimmen erhalten haben.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: malcolm X 
Datum:   02-11-13 14:54

ein gewisser oder eine gewisse Ch. P. (ich tippe Christoph Platzgummi) - erinnert ihr euch noch: Möchtegern-Bürgermeister von Innsbruck - hat hier dreimal gepostet.

Zuerst warf er MW Ewiggestrigkeit sowie Unterstützung aus Deutschland vor.

Jemand wie MW, der enge Verbindungen der derzeitigen politischen Führung (ÖVP) zu Protagonisten aus der Nazizeit (Tanzer, Ploner, Hofer, ...) aufdeckt, als ewiggestrig zu bezeichnen, deutet auf Schwachsinn und/oder Bösartigkeit hin.

In seinem nächsten Posting legte er noch eins drauf: Er sagte, es würden Methoden der Nazis angewendet, Leute mit Dreck zu bewerfen, in der Hoffnung, etwas würde hängenbleiben.

Lieber Ch. P., oder sollte ich Christoph Platzgummi sagen? MW hat Frau Palfrader nicht gezwungen, Nazi-Liedgut mit öffentlichen Mitteln zu unterstützen, auch hat MW Platter und Töchterle nicht zum Singen bzw. Spielen des von Tanzer für Gauleiter Hofer komponierten Marsches gezwungen. MW hat dankenswerterweise Fakten an die Öffentlichkeit gebracht, die hochbezahlte Journalisten von "KRONE", "TT" und "TIROL HEUTE" ignorieren, zumindest jedoch nicht berichtet haben und immer noch nicht berichten.

im letzten Posting hat Ch. P. seinem Dr.-Titel (Dr. Christoph Platzgummi) alle Ehre gemacht: Er hat Marc Aurelius zitiert: "Unser Leben ist, wozu unser Denken es macht".

Bitte, lieber Ch. P., erzähl' uns aus deinem Leben!

Weiters fordert Ch. P. MW auf, bei sich selbst auszumisten, danach kommt die unterschwellige Drohung, dies wäre von ihm gut gemeint.


peace
malcolm X

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: strader wald 
Datum:   02-11-13 07:39

Zitieren:

korinthenkacker

- drittens ist das eine künstlerische intervention (eine saugute nebenbei).


! . !
-

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Ch.P. 
Datum:   01-11-13 20:42

Du meinst, Platter und Töchterle in einem Atemzug mit Himmler und Gauleiter Hofer nennen zu dürfen.
Hm... kennst Du von Marc Aurel ein sehr gutes Zitat?

"Unser Leben ist, wozu unser Denken es macht.

Fang also bei Dir selber an auszumisten, und das ist von mir gut gemeint, es würde Dir viel besser gehen!

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: korinthenkacker 
Datum:   01-11-13 17:56


sinnerfassend lesen ist wahrscheinlich zuviel verlangt? steht eigentlich alles in dem artikel.

- erstens ist banksy brite.
- zweitens geht der erlös für das beild an eine aidshilfe-gruppe.
- drittens ist das eine künstlerische intervention (eine saugute nebenbei).
- viertens: welches "delikt"?

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: imperialism 
Datum:   01-11-13 17:29


Immerhin sind die Hüter der Freiheit intensiv beschäftigt, den Rest der "unterjochten" Menschheit per Drohnen und Flächenbombardements zu "befreien" - siehe Kuwait! Wie sieht es denn dort mittlerweile bei Menschenrechten etc. aus? Oder gar bei den besten Freunden der Ölindustrie - den Saudis?

Sorry für die Abschweifung, das hat jetzt mit Tirol, Töchterle & Platter wirklich nichts zu tun, aber den Preis für diese "Entwicklungen" zahlen Sie jeden Tag beim Tanken oder Heizölkauf..!



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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Verkehrte Welt 
Datum:   01-11-13 17:05

es ist schon komisch, hierzulandde wird man zumindest abgemahnt, abgewatscht oder gar eingesperrt für so ein Delikt, aber der international bekannte Graffity-STar Banksy macht noch Millionen damit:
http://www.bloomberg.com/news/2013-10-30/banksy-donates-nazi-doctored-landscape-to-help-aids-group.html

615.000,00 € für ein übermaltes Kitschbild (ob das am Ende nicht auch noch der Gauleiter Hofer ist)?
Also, den Heiligen Kommerz beherrschen sie ja perfekt, unsere amerikanischen Freunde, die Moral eher nicht...?



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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: --- 
Datum:   01-11-13 14:44

:-!

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Wattens 
Datum:   01-11-13 12:42

100 Posts zum Thema in zwei Tagen ist nicht ohne.

Bin mir ziemlich sicher, dass der Standfschützenmarsch in Anwesenheit hoher Politiker künftig nicht mehr gespielt wird.
Trotzdem muss die Diskussion weitergehen. Der Tag der offenen Tür im Landhaus zeigt, dass es dringend nötig ist,

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Georg 
Datum:   01-11-13 12:39

Ah, hasch da iatz a hergfundn, tirolo normalo. Mit dein Senf hasch ins grad no gfahlt.
Bisch wieder amol weit dernebm. Obr Hauptsach dei Maul redet.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: tirolo normalo 
Datum:   01-11-13 12:32

Wenn Johann Strauss den Donauwalzer damals einem Verbrecher gewidmet hätte...

... wäre es dann ein weniger geniales Musikstück und dürfte nach Wilhelm-Maßstäben weltweit nicht mehr aufgeführt werden?

was bildet ihr euch ein?

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: buonarotti 
Datum:   01-11-13 12:03

--- schrieb:

> DUSCH.....buonarotti hat soeben den ersten Preis in der
> Kategorie *Dümmer gehts nimmer* gewonnen:)))! DUSCH

noname will duschen. soll er.
für preisverleihungen ist ein tusch üblicher. aber ich brauch den preis eh ned.

b.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: --- 
Datum:   01-11-13 11:46

DUSCH.....buonarotti hat soeben den ersten Preis in der Kategorie *Dümmer gehts nimmer* gewonnen:)))! DUSCH

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: patriot 
Datum:   01-11-13 11:45

bärige vertreter haben wir. von geschichte 000000000 ahnung. hauptsache fest geblasen. dazu beifall? gehts noch? das ist ein debakel.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: habed'ehre 
Datum:   01-11-13 11:37

hätte man früher von den grünenInnen einen aufschrei gehört, so stoßen sie jetzt mit dem schnapsstamperl zusammen.... zu zeiten des standschützenmarsches wäre es hochverrat gewesen...

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Talbauer 
Datum:   01-11-13 11:17

Noch mal auf den Punkt gebraucht, in meinen Augen: Platter und Co. bedienen sich in einigen Bereichen der gleichen propagandistischen Methoden wie die NSDAP.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: buonarotti 
Datum:   01-11-13 10:37

M.W. schrieb:

> "buonarotti" schrieb, mein Text "richtet sich gegen ein
> musikstück aufgrund von parteimitgliedschaft usw. seines
> verfassers".
>
> Dann hast du aber meinen Text nicht gelesen.

doch doch. hab ich.

> Auf den "Standschützen-Marsch" sollte künftig verzichtet
> werden:
>
> a) weil er vom einschlägig beleumundeten Gaumusikleiter Sepp
> Tanzer stammt (das ist eine hohe NS-Funktion im Gau
> Tirol-Vorarlberg), darüberhinaus war er Leiter des Referats
> Volksmusik in der Reichsmusikkammer.

eben. "parteimitgliedschaft usw."

> b) weil er (1942) für den vom Gauleiter Hofer eingerichteten
> Nazi-Standschützenapparat geschrieben worden ist

eben. "parteimitgliedschaft usw."

> c) weil er dem Kriegsverbrecher und Judenmörder Gauleiter Franz
> Hofer gewidmet ist

eben. "parteimitgliedschaft usw.". mit der leitenden mitgliedschaft zur nsdap waren eben u.a. auch morde verbunden.

> Okay?

okay?

>
> zu "Dem Land Tirol die Treue":
> 1. Spielt in einer anderen Liga und hat nichts mit dem Thema
> Tanzer-Hofer-Platter zu tun.

"das Thema Tanzer-Hofer-Platter"? - okay: du willst platter und töchterle im kontext von tanzer und hofer darstellen, I C, aber platter ist ein spießiger, konservativer regionalpolitiker, kein neo-nazi, auch kein neu-alt-nazi.
das thema ist abgehakt. du hast es aufgebracht, es ist besprochen. was willst du noch erreichen? dass der standschützenmarsch nicht mehr gespielt wird? (rel. aussichtslos.) dass er nicht mehr bei offiziellen anlässen gespielt wird? (naja: nicht ganz aussichtslos.) dass er (bei offiziellen anlässen) nur mehr mit antifaschistischem bewusstsein gespielt wird? (aussichtslos.) dass alle, die den standschützenmarsch heute noch spielen, sich danach oder davor von den nazis distanzieren? (aussichtslos, auch nicht unbedingt wünschenswert.) es ist ein marsch. marschmusik ist marschmusik ist marschmusik. der text dazu ist dumm, aber relativ harmlos im vergleich zu anderen texten.

> 2. Widerlicher als die Komposition mit dem haarsträubend dummen
> Text sind nur noch die Aufführungen dieses Musikstücks von
> Pedarnig und die Bedeutung, die dieser Dreck in den letzten
> Jahren erlangt hat. Da hast du vollkommen recht.

na wenigstens da sind wir einer meinung.

b.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: M.W. 
Datum:   01-11-13 09:53

Muss ich das wirklich buchstabieren:

Mir geht es nicht um Himmler, Hitler, Hofer, sondern um Platter und Töchterle. Sind dir diese zwei nicht heutig genug?

(Wenn du dir nur den Zinnober vom Tag der offenen Tür im Landhaus anschaust, siehst du, wie bis zum Arsch, zum Standschützenm-Arsch, wir in dieser Scheiße stecken.)

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Ernst 
Datum:   01-11-13 09:50

Ein bisschen Geschichte, für polit. Einfaltspinsel, Marschbläser, wie Platter, Toechterle & Co.

http://www.malingesellschaft.at/publikationen/andere-verlage/weitere-titel/harald-walser-die-illegale-nsdap-in-tirol-und-vorarlberg-1933-1938



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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Ch.P. 
Datum:   01-11-13 09:33

Lieber M.W
natürlich will ich nicht Dich als Person angreifen
mir geht es um das ewig gestrige und das immer da nachgehechelt wird wo auch die Deutschen was tun.
Ich hatte einfach die Hoffnung dass Du dazu beiträgtst in das Jetzt zu schauen.

Mein persönlicher Eindruck ist dass gerade auf diesem Forum genau so gearbeitet wird
wie damals die Nazis arbeiteten ..zuerst mal mit Dreck beschmeissen, irgendwas wird schon kleben bleiben
und dann voller Fanatismus weiter machen ohne nach zu denken

Damit meine ich auch diesmal nich Dich lieber M.W.
sondern erbitte nur Deine Hilfe

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Talbauer 
Datum:   01-11-13 09:09

Der fährt doch ein klassisches Ablenkmanöver. Denke nicht, dass Güntherle und Töchterle den Gauleiter huldigen, aber sie stehen auf seine Form der Propaganda.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: --- 
Datum:   01-11-13 08:51

Also ich glaube und *hoffe* doch, das Ch.P. seine aufrichtige Bewunderung für M.W. zum Ausdruck bringen will, alles andere wäre nämlich ganz schön DANEBEN!!!

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: M.W. 
Datum:   01-11-13 07:23

liebe(r) Ch.P.,

(ohne Zynismus:) ich würde gerne verstehen, was du mir mit deinem Posting sagen willst.
Willst du ausgerechnet mir (!) vorwerfen, dass ich "wegschaue"? Ist es das?

Ich bitte um deine Ausführungen.

M.W.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: ³ 
Datum:   31-10-13 22:42





Falsch, wir wissen, was für dreckiger Verbrecher Gauleiter Hofer war. Wenn nun Platter und Töchterle diesen Gauleiter huldigen ist es mir nicht egal.
Seien wir uns ehrlich, wenn jemand von der FPÖ und BZÖ diesen Marsch gespielt hätte, dann wäre eine RIESENAUFSCHREI im Lande, der sich bis Israel und Amerika erweitern würde.
Wie tief kann man denn noch sinken?

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Ch.P. 
Datum:   31-10-13 21:41

Ja ja und was machst Du lieber M.W. und viele andere Autoren
schon wieder...wenn das in Deutschland wäre !!!!
Könnten alle den Hut nehmen ja ja
und der Wagner darf auch in Deutschland nicht mehr gespielt werden ???

Was seid ihr denn nur solche vorgestrigen Leute ??
Schaut mal was jetzt gerade mit Europa passiert und schaut wirklich hin,
den eines Tages werden die Jüngeren euch vorwerfen dass ihr alle weggeschaut habt

Sollte diesen ganzen Artikel wirklich der Markus (ohne deutsche Kollegen) verfasst haben
dann hab ich jetzt tatsächlich verblüfft und hab mich in ihm ordentlich getäuscht

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: klassikliebhaber 
Datum:   31-10-13 18:03

Auch unsere Brider im Siden kiefeln an diesem Thema...

http://www.tageszeitung.it/2013/09/01/braune-volksmusik/?fb_action_ids=10152572880299240

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Antwort 
Datum:   31-10-13 15:34

Der Meinung bin ich auch. Wegen seiner Geschichte, vor allem wegen seiner Widmung, hat der Marsch bei offiziellen Anlässen nichts verloren.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Spaziergänger 
Datum:   31-10-13 15:26

Die Auf- bzw. Nachbearbeitung der Geschichte ist ein mühsames Unterfangen. Doch selbiges zu unterlassen, nur weil manche "a Ruah haben wollen", ist weitaus bedenklicher, als sich auch manchmal mit scheinbaren "Nebenschauplätzen der NS-Zeit" zu beschäftigen.

Ein Musikstück (Marsch) ist grundsätzlich noch nichts Verbotenes, doch wenn es (er) mit soviel an "brauner Soße" behaftet ist, dann hat es (er) bei offiziellen Veranstaltungen nichts verloren. Oder geht's dabei auch um Tantiemen für die Nachkommen??

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: M.W. 
Datum:   31-10-13 15:11

"buonarotti" schrieb, mein Text "richtet sich gegen ein musikstück aufgrund von parteimitgliedschaft usw. seines verfassers".

Dann hast du aber meinen Text nicht gelesen.

Auf den "Standschützen-Marsch" sollte künftig verzichtet werden:

a) weil er vom einschlägig beleumundeten Gaumusikleiter Sepp Tanzer stammt (das ist eine hohe NS-Funktion im Gau Tirol-Vorarlberg), darüberhinaus war er Leiter des Referats Volksmusik in der Reichsmusikkammer.

b) weil er (1942) für den vom Gauleiter Hofer eingerichteten Nazi-Standschützenapparat geschrieben worden ist

c) weil er dem Kriegsverbrecher und Judenmörder Gauleiter Franz Hofer gewidmet ist

Okay?

zu "Dem Land Tirol die Treue":
1. Spielt in einer anderen Liga und hat nichts mit dem Thema Tanzer-Hofer-Platter zu tun.
2. Widerlicher als die Komposition mit dem haarsträubend dummen Text sind nur noch die Aufführungen dieses Musikstücks von Pedarnig und die Bedeutung, die dieser Dreck in den letzten Jahren erlangt hat. Da hast du vollkommen recht.
Siehe dazu, was ich vor siebeneinhalb Jahren dazu geschrieben habe: http://www.dietiwag.at/index.php?id=2450

M.W.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: buonarotti 
Datum:   31-10-13 14:36

M.W. schrieb:

> buonarotti schrieb:
>
> "aber alle, die den marsch heute noch spielen, mehr oder minder
> der nazi-wiederbetätigung zu zeihen, ist völliger unsinn."
>
> Mit Unterstellunghen lässt sich's offenbar leichter
> argumentieren.

wer unterstellt wem was?

> Ich zeihe niemanden, der diesen Nazimarsch vom Tanzer spielt,
> der Wiederbetätigung, nur eines großen Mangels an Sensibilität.
>
> Ist mein Text wirklich so unklar?

nein, aber er richtet sich gegen ein musikstück aufgrund von parteimitgliedschaft usw. seines verfassers.

> Ich denke, es ist ein No-go, dass der "Standschützen-Marsch" in
> Hinkunft noch bei offiziellen Anlässen (bei denen ein
> Regierungsvertreter anwesend ist) gespielt wird. Und das wird
> so kommen, das trau ich mich zu garantieren.

mag sein, kann sein, soll sein. ist mir aber relativ egal. mich stört das quasifaschistische gegröle bei "dem land die treue" weit mehr.

> Was die Musikkapellen im Land anlangt, bin ich auch keineswegs
> für ein Verbot.

will das wer im ernst? hat das wer gesagt?

> Aber sehr für einen Verzicht. Angesichts der
> Geschichte dieses Musikstücks.
>
> M.W.

und was ist mit "dem land Tirol die treue"? stört dich das weniger?

ich bin halt auch dafür, dinge inhaltlich zu analysieren, die "der NSDAP-mitgliedschaft unverdächtig" sind.
b.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: oppohornist 
Datum:   31-10-13 14:27

kommt davon, wenn man gedankenlos für die Vaupen ins rohr pustet. da haben sich die zwei richtigen getroffen: ein Landeshauptmann, der so schön sein instrument bläst, ist gold wert - dös mögn de Schitzn und de Grachtler. Töchterle hat sich blamiert. das muss mit aller schärfe gesagt werden.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: gloggenhofer 
Datum:   31-10-13 14:22

@Kirchturm, Bischof Rusch war schon auf der rechten Zillerseite, hat aber vorher den Tiroler Schützen wegen ihrer Rolle im dritten Reich kräftig die Leviten gelesen!

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Al Haida 
Datum:   31-10-13 14:10


Und die armen Bärentaler sind wieder leer ausgegangen! Darum musste der Jörgl häufig auf die blauen Jeans zurückgreifen...



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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: korinthenkacker 
Datum:   31-10-13 13:44

interessant auch, was man zu Frau Pesendorfer noch findet. damals war Kärnten auch noch BZÖ-regiert.

http://www.kleinezeitung.at/kaernten/2708279/echte-tracht-kommt-gross-mode.story

Zitieren:

Echte Tracht kommt groß in Mode

Vor 60 Jahren startete man in Kärnten die Trachtenerneuerung, die bis heute nicht abgeschlossen ist. 1951 entstand das St. Veiter Bürgerkleid, zahlreiche neue Trachten folgten.
Im Oktober 2009 wurde die Saualmtracht präsentiert

Dass Leopold Resch, Kärntens bedeutendster Brauchtums- und Trachtenmaler, 1911 im Auftrag der Landsmannschaft den Entwurf für den Kärntner Anzug schuf und wenig später das Blaupunktdirndl gestaltete, kann nicht über ein Trachtensterben hinwegtäuschen, das bereits zur Jahrhundertwende eingesetzt hatte. Zwischen den beiden Weltkriegen jedoch widmete sich die Innsbrucker Volkskundlerin Gertrud Pesendorfer der Trachtenforschung und sammelte die Ergebnisse in fünf Trachtenmappen, welche die Basis der Trachtenerneuerung darstellten.

In Kärnten stand die Wiege dieser Trachtenerneuerung in der Ländlichen Hauswirtschaftsschule Hunnenbrunn. Unter der Patronanz von Franz Koschier, dem damaligen Leiter des Kärntner Heimatwerkes, wurde hier 1951 der Prototyp für das St. Veiter Bürgerkleid genäht, das oft als Hochzeitsgewand verwendet wurde. Bis heute ist das Heimatwerk der Tracht und ihrer Erneuerung verpflichtet, was nicht zuletzt Koschiers Nachfolger Wolfgang Lattacher zu verdanken ist, der sich als Obmann des Brauchtumsvereins Heimatwerk nach wie vor für alles Trachtige stark macht. "In vielen Regionen gab es keine eigenen Trachten, doch das Bedürfnis der Menschen nach einem Gemeinschaftskleid war groß. Und so entstanden neue Trachten nach streng festgelegten Kriterien. So muss beispielsweise der Konnex zur Tradition erhalten bleiben", sagt Lattacher, der in den letzten Jahren so manches wunderschöne Gewand aus der Taufe heben konnte. Wörtherseetracht, Hemmalandtracht, Saualmtracht, Längseetracht, Kraiger Tracht oder Zollfelder Dirndl sind nur ein paar Beispiele gelungener Trachtenerneuerung. Mit der Tracht der Zimmerleute entstand sogar ein Gewand für eine Berufsgruppe. Lattachers jüngstes Baby, das Karawankendirndl, wird im Heimatwerk gerade fertiggestellt.

Gleichzeitig wurde Althergebrachtes bewahrt und behutsam modernisiert. Das Sakko des Kärntner Anzugs ziert heute ein flotter Stehkragen. Die Stoffe sind leichter und luftiger, die Jacke ist etwas länger geworden, die Ärmel werden tiefer gesetzt, was die Bewegungsfreiheit erhöht. Den Kärntner Punkt gibt es nicht nur auf blauem, sondern auch auf grünem, rotem oder grau-schwarzem Grund. Auch mit einfachem Leinen müssen sich die Trachtenträger nicht mehr zufriedengeben. Längst hat kostbare Seide Eingang in die Tracht gefunden.
Tracht & Alltag

Tracht ist beliebt. Das beweisen die vielen Trachtengruppen, wo man zu besonderen Anlässen gerne in eine festliche Tracht schlüpft. Im Kärntner Alltag ist die Tracht aber kaum präsent. Da schielt Lattacher ein wenig neidisch ins Salzkammergut. "Dort ist das Tragen der Tracht im Alltag eine Selbstverständlichkeit."


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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Innsbrucker 
Datum:   31-10-13 13:36

Zur Info:
Das Innsbrucker Rundgemälde, das ja bekanntlich die Nachstellung der Bergiselschlacht zeigt, wurde u.a. von
Michael Zeno Diemer gestaltet.
Man sieht dort die einzelnen Schützen in einer "Sonntagstracht" kämpfen, was natürlich historischer Humbug ist.
Zu Diemer:
Michael Zeno Diemer (1867 - 1939) pflegt bereits während seiner Studienzeit in München intensive Kontakte zu Tirol. 1893 malt er ein Gletscherdiorama für die Weltausstellung in Chicago. Es ist deshalb naheliegend, daß er den Auftrag für die "Schlacht am Bergisel" erhält, obwohl er zu diesem Zeitpunkt erst 27 Jahre alt ist. Diemer ist Spezialist für panoramatische Darstellungen und Luftaufnahmen. Im Ersten Weltkrieg dient er als Flieger. Die verheerenden Folgen des Nationalsozialismus, für dessen Ideen er sich bereits in den 20er Jahren empfänglich zeigt, erlebt er nicht mehr.

Übrigens war auch Defregger nicht unbeiteiligt:
Als Professor und väterlicher Mentor des jungen bayrischen Malers Michael Zeno Diemer wacht er darüber, daß die Geschichtsvision in der "Schlacht am Bergisel" die richtige ist.

Nun mein Schluss:
Pesendorfers Engagement für die Tracht und die damit verbundene "Neugestaltung" ist ja auch Ausdruck einer zeitlich national geprägten Zeit, in der ein verkitschtes und absolut romantisierendes Bild des Bauernstandes in der gesamten Gesellschaft der damaligen Zeit bestanden hat.
Insofern erscheint es mir schlüssig zu sein, dass sie mit ihren Trachten ein wenig auch nachgeholfen hat, den Mythos des Germanisch-Deutschen Volkes und dessen unterschiedlich-regionale Ausprägungen hochzuhalten; eben aus einem speziellen Zeitbewusstsein heraus.


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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Antwort 
Datum:   31-10-13 13:17

Ich hab dieses Interview im Echo gelesen und fand es sehr informativ. Allerdings weiß ich nicht, ob Frau Wallnöfer wirklich recht hat mit der Behauptung, Pesendofer bzw. die Nazis hätten die Tracht neu geschaffen, denn die alten Trachten hätten keine Taillie, kein Mieder, keine weissen Blusen gehabt. Ich vergleiche das mit einem von Kasparides (gestorben 1926) gemalten bild:

http://tinyurl.com/nqrb265


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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: M.W. 
Datum:   31-10-13 13:01

Die Volkskundlerin Elsbeth Wallnöfer klärt über die Hintergründe der heutigen Trachten auf. Klartext:
http://www.dietiwag.at/img2/elsbethwallnoefer.jpg

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Kirchturm 
Datum:   31-10-13 13:00

War der Bischof damals leicht auf der falschen Seite vom Zillertal?

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: caligula 
Datum:   31-10-13 12:35

wenn der horizont nicht vorhanden ist man oben.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: M.W. 
Datum:   31-10-13 11:35

buonarotti schrieb:

"aber alle, die den marsch heute noch spielen, mehr oder minder der nazi-wiederbetätigung zu zeihen, ist völliger unsinn."

Mit Unterstellunghen lässt sich's offenbar leichter argumentieren.
Ich zeihe niemanden, der diesen Nazimarsch vom Tanzer spielt, der Wiederbetätigung, nur eines großen Mangels an Sensibilität.
Ist mein Text wirklich so unklar?
Ich denke, es ist ein No-go, dass der "Standschützen-Marsch" in Hinkunft noch bei offiziellen Anlässen (bei denen ein Regierungsvertreter anwesend ist) gespielt wird. Und das wird so kommen, das trau ich mich zu garantieren.

Was die Musikkapellen im Land anlangt, bin ich auch keineswegs für ein Verbot. Aber sehr für einen Verzicht. Angesichts der Geschichte dieses Musikstücks.

M.W.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: gloggenhofer 
Datum:   31-10-13 11:27

Als in den 60.iger Jahren Bischof Rusch eine Zillertaler Gemeinde besuchte, spielte die Musikkapelle den Kaiserschützenmarsch mit dem Trio" Und kommt der Feind ins Land herein und solls der Teufel selber sein..."
Der damalige Landeskapellmeister S.Tanzer ordnete daraufhin an, diesen Marsch bei offiziellen Empfängen nicht mehr zu spielen.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: buonarotti 
Datum:   31-10-13 11:27

ich mag marschmusik an sich nicht gern, aber ich tu mir schwer mit der verdammung des sog. "standschützenmarschs" hier. ja, ein unter den nazis gefeierter und geförderter komponist hat ihm dem nazi-gauleiter gewidmet. ich denk, es ist wichtig, das zu wissen (danke an markus wilhelm), aber alle, die den marsch heute noch spielen, mehr oder minder der nazi-wiederbetätigung zu zeihen, ist völliger unsinn. wir hätten dann viele wiederbetätiger im land. (ja, ich finds gut, dass die landesmusikschule nicht mehr nach tanzer benannt ist.)

der standschützenmarsch hat einen text ("Hellau! Miar sein’s Tiroler Buam, sein lustig alle Zeit ..."), der text ist deutlich älter (stammt offenbar aus dem 19.jh.) und an klugheit leicht zu überbieten, aber ich empfinde ihn als relativ harmlos. (obwohls natürlich auch hier mehr oder weniger kriegerische varianten gibt.) offenbar haben aber zu tanzers standschützenmarsch viele menschen den text eh nicht im ohr; der marsch wird offenbar normalerweise ohne gesang gespielt. und dann ist es ein musikstück wie tausende andere auch. ihn zu spielen ist nicht wiederbetätigung, mit dem vorwurf macht man sich lächerlich.

weit schlimmer finde ich das bei vielen konzerten gespielte und gegrölte "dem land tirol die treue". der komponist und texter florian pedarnig ist zwar der nsdap-mitgliedschaft unverdächtig (geb. 1938), aber wenn das mit text gegrölt wird, wie das in tirol üblich ist (bei konzerten, bei bällen, ...), kommt mir jedes mal das kotzen. (pedarnig war offenbar in mehrern funktionen nachfolger tanzers, hat sich aber - nach manchen web-seiten - mittlerweile von einige strophen des liedes distanziert.)

der text hat m.e. mit neutirolerischer nazi-wiederbetätigung deutlich mehr zu tun als das (ab-)spielen von tanzers standschützenmarsch. "rote glut", "letztes lebewohl", "gleicher takt / fester schritt", "deutsches unterland", "auge bricht", "schlagen wir zurück" ...

1. Ein Kranz von Bergen stolz und hoch erhoben
umringt die Heimat mein Tiroler Land.
Die Gipfel strahlen hell in ihrem Glanze
und leuchten weit von steiler Felsenwand.

Refrain:
|: Du bist das Land dem ich die Treue halte,
weil du so schön bist mein Tiroler Land :|

2. Ein harter Kampf hat dich entzwei geschlagen,
von dir gerissen wurde Südtirol.
Die Dolomiten grüßen uns von ferne
in roter Glut zum letzten Lebewohl.

Refrain

3.Doch wir Schützen halten fest zu sammen
mit gleichem Takt und auch mit festen Schritt.
Wir werden immer für einander da sein
bis uns das Auge einmal bricht.

Refrain

4.Und sollten wir auch einst im Kampfe sterben,
für Glaube, Heimat und für's Vaterland.
Tiroler Treue, sie wird nie verderben,
besonders nicht im deutschen Unterland.

Refrain

5.Du bist ein Teil von meinem Herz geworden,
ja wir beloben - wir beschützen Dich,
wir lassen uns von niemanden verjagen,
wer's wagen wird, den schlagen wir zurück.

Refrain

Das Erbe uns'rer Väter wir beschützen,
wir steh'n zusammen furchtlos und getreu
und bei dem Herzen Jesu wir geloben,
wir bleiben uns'rer Heimat ewig treu.

Refrain

---

ich denk, den fall tanzer sollte man abhaken. interessanter wär der fall "dem land tirol die treue".

b.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Dealer 
Datum:   31-10-13 10:49

G. schrieb:

> Ein ehemaliger Innenminister und ein aktueller
> Wissenschaftsminister spielen eine Nazikomposition!
>
> In Deutschland wären beide ihr Amt schneller los als sie den
> Artikel auf dietiwag.at lesen könnten.


Wenn das HC Strache gemacht hätte und nach solchem Aufzeigen hier noch weiter machen würde, dann würden man ihn geteert und gefedert aus dem Land jagen und in der Times auf dem Titelblatt bringen.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Blaskonzert 
Datum:   31-10-13 10:44

@ Martina schrieb:

> Wie mucksmäuschenstill die Grünen doch sind in dieser Causa.
> Waren die früher nicht gern demonstrativ antifaschistisch unterwegs?

Die wurden inzwischen schon "eingedämmt" und haben wohl eingesehen,
daß sie vom Tuten & Blasen keine Ahnung haben!



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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Martina 
Datum:   31-10-13 10:04

Wie mucksmäuschenstill die Grünen doch sind in dieser Causa.
Waren die früher nicht gern demonstrativ antifaschistisch unterwegs?

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: historie 
Datum:   31-10-13 09:55

Ja, in Deutschland gibt es auch noch Journalisten und Medien die solche Typen zu Fall bringen. Hierzulande beschränken sich die sog. Medienpfeiffen (experten) aufs Kriechertum, einfach Nichtskönner und dazu noch ohne Mut. Einfach erbärmliche Figuren!

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: G. 
Datum:   31-10-13 09:26

Ein ehemaliger Innenminister und ein aktueller Wissenschaftsminister spielen eine Nazikomposition!

In Deutschland wären beide ihr Amt schneller los als sie den Artikel auf dietiwag.at lesen könnten.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Verdross 
Datum:   31-10-13 09:02

Das ist heftig!

webmaster schrieb:

> Das tut man einfach nicht!
>
> http://www.dietiwag.at/img2/toechterle_platter.jpg



Aber Töchterle wird sich verkriechen und sich nicht dazu äußern.
Er möchte ja unbedingt wieder Minister werden und dann auch noch Bundespräsident.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Verdross 
Datum:   31-10-13 08:13

Da will man an die an der Dolomitenfront verheizten Standschützen des 1. WK anknüpfen. Auch pervers genug.

Aber Sepp Tanzer hatte wohl vor allem die Standschützen von Gauleiter Hofer im Auge, die zu Tausenden hinter Hakenkreuzfahnen am Rennweg vor den Nazibonzen auf- und abmarschiert sind.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: HM 
Datum:   31-10-13 08:10

hierher übertragen vom Webmaster:

... und welchen geistigen Hintergrund hat die Standschützenkaserne in Innsbruck Kranebitten?

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Hollunderbusch 
Datum:   31-10-13 08:09

@ "na ja"

Kein Mensch versucht, den jungen Menschen ein schlechtes Gewissen einzureden. Wo liest du das heraus?
Ein Nazimarsch eines Nazikomponisten für einen Nazigauleiter soll heute nicht mehr gespielt werden. Das ist alles.
Was tut daran so weh?



naja... schrieb:


>
> ständig wird versucht, der jungen generation von mitmenschen
> ein schlechtes gewissen einzureden. Einen marsch zu spielen und
> dann alle "beteiligten" (zuhörer und musiker) in die pfanne zu
> werfen und zu sagen: "pfui nazis oder naziverherrlicher oder
> was auch immer" - das kann's doch nicht sein.
>
> Platter & Co. machen sich mit ihren landesüblichen empfängen
> zum affen, das ja. Aber so manch poster hier in diesem forum
> sollte die kirche dann doch im dorf lassen. Auch wenn der ein
> oder andere wildeste nazitraditionen hochleben sieht, so ist es
> halt doch nur ein marsch und ein schnapserl - vom naziregime
> sind wir -   ! ! ! G o t t s e i d a n k ! !
> !   - lichtjahre entfernt!
> Und wenn wir wirklich alles lassen bzw. abschaffen sollten, was
> mit den nazis auch nur im entferntesten in verbindung zu
> bringen ist, ja dann gut nacht!
>
>
> Ich glaube, wir haben andere probleme. hier eines meiner
> lieblingszitate dazu:
>
> *i*"Anders gesagt: Hunger, Seuchen, Durst und andere
> armutsbedingte Lokalkonflikte zerstören jedes Jahr fast genauso
> viele Männer, Frauen und Kinder wie der Zweite Weltkrieg in
> sechs Jahren. Für die Menschen der Dritten Welt ist der Dritte
> Weltkrieg unzweifelhaft in vollem Gang."*/i* - Jean Ziegler

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: webmaster 
Datum:   31-10-13 08:01

Das tut man einfach nicht!

http://www.dietiwag.at/img2/toechterle_platter.jpg

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Aufarbeiter 
Datum:   31-10-13 07:14

Wahnsinn!

Die selbsternannten Humanisten, Moralisten und Gutmenschen hier wenden sich selbstverständlich achselzuckend ab wenn vor Lampedusa beinahe täglich Flüchtlinge ersaufen, zappen gelangweilt weiter zum Musikantenstadel wenn vom unvorstellbaren Elend in Syrien berichtet wird...

...aber schreien entrüstet auf wenn ein Musikstück gespielt oder eine Gams nicht waidgerecht erlegt wird.

widerlich

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Calus 
Datum:   31-10-13 05:00

@historie: Gut, dann seit germanischen Zeiten.
@strader wald: Ob der Gauleiter deshalb im Bett starb, weil es zu viele Gleichgesinnte in der Justiz gab spielt vordergründig für den Beweis von persönlicher Schuld oder Unschuld keine Rolle.

Es spielt aber sehr wohl eine Rolle, wenn man die Geschichte aus dieser Zeit betrachtet.
Und deshalb wäre es längst an der Zeit gewesen, die Geschichte Tirols zwischen 1938 und 1945 umfassend aufzuarbeiten.
Aber wenn man hört, dass Quellen nach wie vor verschlossen bleiben, dass mit beruflichen Nachteilen im Falle von Publikationen gedroht wird, dann ist es um so mehr notwendig, endlich diese Geschichte aufzuarbeiten und nicht nur am Gauleitermarsch festzumachen.
Alleine wenn man sich das wüten der GESTAPO, dokumentiert auf der Homepage des Dokumentationsarchiv des österr. Wiederstandes ( http://www.doew.at/ ) vor Augen führt, dann findet man darin über die GESTAPO in der Herrengasse erstaunlich wenig.
Oder über die Exekutionen im Steinbruch oberhalb Innsbrucks
Oder wer sich den enteigneten jüdischen Besitz in Innsbruck unter den Nagel gerissen hatte.
Oder über die Rolle des Bauernbundes in dieser Zeit
Oder über die Bürgermeister in dieser Zeit usw usw.
Es wird einfach Zeit, den Komplex umfassend anzugehen.
Dieses Problembewusstsein überhaupt geweckt zu haben ist der eigentliche und unbestrittene Verdienst eines Markus Wilhelm und auch eines Alois Schöpf.

Eines hab ich fast vergessen anzumerken: Als Kompromiss sehe ich auch, dass man diesen Marsch bei offiziellen Anlässen nicht spielen sollte.
Diese Empfehlung hätte der Blasmusikverband abgeben können ja fast müssen. Aber wie bereits früher angemerkt, dessen Vertreter bei der seinerzeitigen Podiumsdiskussion in der Thalia machte schon dort eine jämmerliche Figur.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: naja... 
Datum:   30-10-13 23:27

wie gut, dass wir keine anderen probleme haben!

Ich schließe mich dem kommentar von calus vollinhaltlich an!

> Andernfalls, und das betrifft vorwiegend die junge Generation,
> ist es ihnen ohnehin wurscht. Wurscht, was den Marsch betrifft
> und wurscht, was die Zeit zwischen 1938 -1945 betrifft.

ständig wird versucht, der jungen generation von mitmenschen ein schlechtes gewissen einzureden. Einen marsch zu spielen und dann alle "beteiligten" (zuhörer und musiker) in die pfanne zu werfen und zu sagen: "pfui nazis oder naziverherrlicher oder was auch immer" - das kann's doch nicht sein.

Platter & Co. machen sich mit ihren landesüblichen empfängen zum affen, das ja. Aber so manch poster hier in diesem forum sollte die kirche dann doch im dorf lassen. Auch wenn der ein oder andere wildeste nazitraditionen hochleben sieht, so ist es halt doch nur ein marsch und ein schnapserl - vom naziregime sind wir -   ! ! ! G o t t s e i d a n k ! ! !   - lichtjahre entfernt!
Und wenn wir wirklich alles lassen bzw. abschaffen sollten, was mit den nazis auch nur im entferntesten in verbindung zu bringen ist, ja dann gut nacht!


Ich glaube, wir haben andere probleme. hier eines meiner lieblingszitate dazu:

"Anders gesagt: Hunger, Seuchen, Durst und andere armutsbedingte Lokalkonflikte zerstören jedes Jahr fast genauso viele Männer, Frauen und Kinder wie der Zweite Weltkrieg in sechs Jahren. Für die Menschen der Dritten Welt ist der Dritte Weltkrieg unzweifelhaft in vollem Gang." - Jean Ziegler

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: x-beliebiger Bürger 
Datum:   30-10-13 22:20

Spaziergänger schrieb:

>Das Verniedlichen und Hinwegschauen über den Ungeist/die Unzeit des Nationalsozialismus ist ein ständiges >Geschwür in unserer Gesellschaft.

Man kann ein Geschwür durch den Präsident offiziell totschweigen, es strahlend weiß durch die Landesrätin übertünchen lassen, oder es durch einen `(Blasmusik-)Verband` zu verdecken versuchen. Eine braune Weste wird dadurch sicher nicht weiß!

Zur Homepage des BMV:

Wenn der Blasmusikverband auf der HP meint, er gebe keine Empfehlungen ab, ist das absolut verlogen. Platter, als sein Präsident, lebt jedes Mal beim Abspielen des Dankbarkeitsmarsches auf (jüngstes Beispiel -Tirolerbundfeier in Wien) und bekommt dabei glänzende Augen. Das ist mehr als eine Empfehlung, das ist eine klare Aufforderung in der Art: "Da wird weiterhin gspielt wie bisher, was glauben denn der Wilhelm und no a paar so Nachgeborene!".
Der Verband scheint im ehem. herzlosen Innenminister absolut den richtigen Präsidenten zu haben. Es ist ihm offensichtlich die oberflächliche Lackpflege eines Musikers aus seinen Reihen mehr Wert, als ein kleines Zeichen der Einsicht zu setzen, für die mitunter schmerzhaften Töne bzw. vertonten Gesänge aus der Feder des Gaumusikleiters in den Ohren der Nachkommen der Opfer bzw. der noch lebenden, direkt Betroffenen und all jener, die etwas Mitgefühl entwickeln können.

Aber wie schrieb Heinrich Heine 1828 - von @Ernst heute schon zitiert:
>Die Tiroler sind schön, heiter, ehrlich, brav, und von unergründlicher Geistesbeschränktheit. (.......) Es fehlt >ihnen ganz und gar das Gefühl von der Würde der Persönlichkeit.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: ... 
Datum:   30-10-13 21:39

@ Gscheidian:

Vielleicht wird die Kultusgemeinde ruhig gehalten durch irgendwelche Förderungen??

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: strader wald 
Datum:   30-10-13 20:18

Calus schrieb:

> Ansonsten müsste man schon auch einmal diskutieren, warum Franz Hofer letztendlich "friedlich" im Bett sterben konnte und nicht am Galgen endete.

Vielleicht, weil seine in Tirol verbliebenen Mittäter/Maulwürfe ebenso viel Dreck am Revers bis zum letzten Schnaufer haften hatten?

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Ganghofer 
Datum:   30-10-13 20:16

Unglaublich ist, dass der TÖCHTERLE Wissenschaftsminister ist und wohl auch bleiben wird. So einer soll
laut Platter Bundespräsident werden???
Ein Skandal sondergleichen!

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: pfui 
Datum:   30-10-13 19:27

was schon viele politiker das amt kostete zählt in tirol nicht. hier ticken die uhren anders.
platter kann machen was er will, er darf uns weiter mit hölzernen worten nerven.
peinlicher geht es wohl nicht mehr. pfui


Autor: Unglaublich
Datum: 30-10-13 09:29

Gauleiter Hofer und seine Erfüllungsgehilfen hatten beschlossen, dass auch der Gau Tirol-Vorarlberg „judenfrei“ sein sollte.

http://www.tageszeitung.it/2013/09/01/braune-volksmusik/
Die andere Seite des Josef Eduard Ploner wird seit fast zwei Jahren in Nordtirol beleuchtet. Der Ötztaler Aufdecker Markus Wilhelm hat die NS-Vergangenheit mehrerer hochgelobter Tiroler Volksmusikkomponisten medienwirksam aufgearbeitet. Eine zentrale Rolle spielen dabei Josef Eduard Ploner und Sepp Tanzer. Inzwischen sind lange Artikel in „Der Zeit“ oder im Wiener „Standard“ erschienen.

Eine besonders innige Beziehung entwickelten Josef Eduard Ploner und sein Freund und Schüler Sepp Tanzer zu Gauleiter Franz Hofer. Hofer ernannte Tanzer von 1938 bis 1945 zum Gaumusikleiter von Tirol und Vorarlberg und Tanzer dirigierte beim Treffen von Hitler und Mussolini 1940 am Brenner den Badonviller-Marsch, der dem Führer besonders gut gefiel. Auch Sepp Tanzers Biographie findet sich im VSM-Portal.

http://www.novemberpogrom1938.at/d/Taeterkreis.html
Gauleiter Franz Hofer wurde am 27. 11.1902 in Bad Hofgastein geboren, besuchte in Innsbruck die Schule, wurde Kaufmann und war seit 1931 Mitglied der NSDAP. Am 27. November 1932 wird er zum Gauleiter von Tirol befördert, nach dem Verbot der NSDAP im Juni 1933 verhaftet und im August des selben Jahres von SA-Männern gewaltsam befreit. Bis zum Anschluss lebt er in Deutschland, wo er auch die deutsche Staatsbürgerschaft erwirbt. Vom 24. Mai 1938 bis 3. Mai 1945 war er Gauleiter von Tirol und Vorarlberg, weiters NSKK-Obergruppenführer und Reichsstatthalter von Tirol-Vorarlberg. Nach seiner Verhaftung durch die US-Armee am 3. Mai 1945 konnte er im Oktober 1948 nach Deutschland fliehen. In Abwesenheit wird er von einem Münchner Gericht zu zehn Jahren Arbeitslager mit Vermögensverfall verurteilt. Zu seinem Vermögen zählten u.a. die arisierte Villa Schindler am Rennweg 10 in Innsbruck, der Lachof in Kleinvolderberg bei Hall in Tirol und zahlreiche Kunstgegenstände u.a. des Industriellen Friedich Reitlinger aus Jenbach. Die Strafe wird im August 1952 auf drei Jahre und fünf Monate herabgesetzt. Ein österreichisches Gericht verurteilte Hofer 1950 in Abwesenheit zum Tod, jedoch kam es nie zur Vollstreckung der Urteile. Der damalige Tiroler Landeshauptmann Alfons Weißgatterer soll sich für Hofer eingesetzt haben. In Mühlheim an der Ruhr lebt er mit seiner Frau und den sieben Kindern, widmet sich erneut der Kaufmannstätigkeit und stirbt als überzeugter Nationalsozialist am 18. Februar 1975 eines natürlichen Todes unter seinem richtigen Namen. Bei seinem Begräbnis erwiesen ihm Tiroler Schützen die letzte Ehre. (2)


Unglaublich !

Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter

Lernen diese Politiker keine Geschichte ?

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Talbauer 
Datum:   30-10-13 18:58

Mag alles sein, aber es wirft sich dennoch oder gerade deshalb die Frage auf, ob man hier nicht doch insgeheim NS-Ideologien hoch hält.
Die Inszenierung des Staatsfeiertags hat in Tirol schon einen sehr fahlen Beigeschmack. Dieses elende verhaftet sein im Traditionalismus wird dem Land das Genick brechen. Ist witzig, wenn Platter von Tradition und Futurismus spricht. Das eine kann mit dem anderen nicht zusammen existieren. Entweder, oder.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Nicht Günther 
Datum:   30-10-13 18:42

Ich schließe mich großteils Calus an.
Ich kann es verstehen, diesen Marsch bei öffentlichen Anlässen auszusparen, nicht zuletzt, da es provozierend anmutet.
Allerdings besteht die Verbindung von Musikstück und Nazitum nur dann, wenn es auf Grund seiner Widmung oder aus Paopaganda gespielt wird. Das ist heute niemals der Fall, eben - wie schon gesagt - ähnlich dem Feiern des Muttertags. Aufklärung über den Ursprung ist trotzdem IMMER gut, um Dinge differenziert betrachten zu können, deswegen bin ich froh um die Arbeit von Herrn Wilhelm.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: historie 
Datum:   30-10-13 18:19

hallo calus,

die Römer waren hervorragende zivilrechtler (erb-, familien-, sachen- und schuldrecht ), aber keine strafrechtler. das strafrecht ist in seinem ursprung germanisches, dann deutsches und zu guter letzt kirchenrecht (insb. strafprozessrecht). dies nur zu deiner information, wenn man schon glaubt, wissen von sich geben zu müssen.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Dealer 
Datum:   30-10-13 18:07

Im August 2013 ist der Bericht von M. W. in diesem Forum zu Sepp Tanzer und dem Gauleiter Hofer gewidmeten Marsch erschienen.
Zumindest seit dieser Zeit muss der Öffentlichkeit klar geworden sein (und ist damit auch mir erst klar geworden), wie die dunkle Vergangenheit in unsere Zeit noch immer hereinspielt und nicht wirklich aufgearbeitet wurde.

Wenn ich M. W. nun richtig verstanden habe, dann ist er nicht strikt gegen das Spielen dieses Marsches ganz allgemein und grundsätzlich, sondern gegen das Aufführen durch öffentliche Vertreter dieses Landes bzw. zu öffentlichen Anlässen dieses Landes?

In diesem Sinne müsste es sich vor allem bei Politikern, welche dieses No-Go noch immer nicht kapiert haben und noch immer nicht einhalten, auf alle Fälle um ein wissentliches Vergehen handeln und damit auch der Tatbestand der Wiederbetätigung erfüllt sein?

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Otto 
Datum:   30-10-13 17:43

Calus, ich verstehe nicht, was du schreibst.

Du sagst selbst, der Marsch ist vorbelastet. Wenn ich das WEISS, lass ich die Finger davon. Es gibt doch eintausend andere, die ich spielen kann. Warum muss es der dem Gauleiter gewidmete sein? Warum?

Außer "zufleiß" fällt mir nichts ein. Ja, dann sollen sie ihn zufleiß spielen. Und jeder weiß, dass sie es zufleiß tun.

Der Standschützenmarsch war der Parademarsch des NS-Regimes in Tirol.

Eine (zumindest ansatzweise) demokratische Republik sollte die Finger davon lassen.

Das hat nichts mit Kollektivschuld oder Sippenhaftung zu tun, aber viel mit Selbstverständlichkeit.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Calus 
Datum:   30-10-13 17:28

Nach langem, sehr langem Nachdenken:
Ich glaube auch, wie übrigens viele andere, dass es doch etwas überzogen ist, diesen Marsch nicht mehr zu spielen.
Denn alle, die sich nur minimal für ihr Heimat und deren Geschichte interessieren, müssen nun wohl irgendwie mitbekommen haben, dass dieser Marsch sozusagen vorbelastet ist.
Andernfalls, und das betrifft vorwiegend die junge Generation, ist es ihnen ohnehin wurscht. Wurscht, was den Marsch betrifft und wurscht, was die Zeit zwischen 1938 -1945 betrifft.

So weit, so gut.

Ein Verbindung zwischen 80 Millionen Opfern und dem Abspielen eines Marsches respektive Sepp Tanzer herzustellen, wie es Markus Wilhelm macht, halte ich von vorneherein für unzulässig.
Denn dann, wie bereits angeführt, sofort weg mit der Kirchensteuer, dem Muttertag und was weiß ich noch alles.

Im übrigen, und das scheint mir das stärkste Argument zu sein: Seit es ein Strafrecht gibt, also seit den Römern, steht der Nachweis einer Individualschuld als Grundlage für eine Verurteilung über allem - und das aus gutem Grund. Denn sonst sind wir bei der Sippenhaftung. Aber genau die wurde von den Nazis so extensiv und mörderisch vollzogen wie kaum vorher.
Deshalb, mit Verlaub, scheint es mir unzulässig zu sein, eine direkte Verbindung zwischen den Opfern des Naziregimes und einem Marsch herzustellen.

Ansonsten müsste man schon auch einmal diskutieren, warum Franz Hofer letztendlich "friedlich" im Bett sterben konnte und nicht am Galgen endete.
Alles andere, wie beispielsweise, dass sich nur die Fahnen geändert haben, hinter dem der Volkstödel nachspringt, die Art und Weise, wie der Landesgünni auftritt, findet meine ungeteilte Zustimmung.
Da hat sich sei Nazi-Hofers Zeiten wahrlich nichts geändert, insbesondere wohl nicht bei der sogenannten christlichen Volkspartei.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: zefix 
Datum:   30-10-13 17:22

der blasmusikverband kommt sich wohl besonders schlau vor. mal schauen, wie lange er diese unhaltbare position aufrecht erhält ...

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Ernst 
Datum:   30-10-13 17:16

Werner schrieb:

> 24 Seiten (verfasst im September 2013 !!!) zum Thema
> "Landesüblicher Empfang" inklusive Regieanweisung für das
> "Begrüßungsschnapserl", aber kein Wort zur Nazi-Hymne
> "Standschützenmarsch" !!!


Das "Begrüßungsschnapserl" hat halt überall Spuren hinterlassen bei unseren Tiroler Politpfeifen.
Einen hauts auf der Treppe zur Landhaus Garage, der Landes LH Dödel und Minister spielen zünftig auf.
Platter und Töchterle fehlt ganz und gar das "Gefühl**" und begreifen nicht was sie spielen.

...............................................................................................
**Heinrich Heine

Kapitel XI
(aus: Reisebilder, dritter Teil: Italien, Reise von München nach Genua, 1828)
Die Tiroler sind schön, heiter, ehrlich, brav, und von unergründlicher Geistesbeschränktheit. Sie sind eine gesunde Menschenrasse, vielleicht weil sie zu dumm sind, um krank sein zu können. Auch eine edle Rasse möchte ich sie nennen, weil sie sich in ihren Nahrungsmitteln sehr wählig und in ihren Gewöhnungen sehr reinlich zeigen; nur fehlt ihnen ganz und gar das Gefühl von der Würde der Persönlichkeit.



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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: webmaster 
Datum:   30-10-13 16:56

Der Tiroler Blasmusikverband (Präsident: Günther Platter) bettelt geradezu um Verbreitung DIESER Peinlichkeit*:

http://www.dietiwag.at/img2/blasmusikverband_tanzer1.jpg

* Screenshot von heute (30.10.2013; 16:55)

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Munde 
Datum:   30-10-13 16:47

"Klingt für mich schön", soll das ein Argument sein?

Deswegen ist es ja für manche vielleicht ein Opfer, ihn nicht mehr zu spielen. Aber ein ganz kleines im Vergleich zu dem, das andere erbracht haben (z.B. im Widerstand), um die Nazi-Diktatur zu überwinden.

Zynismus ist da völlig fehl am Platz, Herr "marsch"!



marsch schrieb:

> So ein Mist, der Standschützenmarsch klang und klingt für mich
> schön. Damit ich nicht bei jedem Spielen des Marsches ein
> klares Statement abgebe (nämlich, dass mir die Opfer der
> Nazidiktatur wurscht sind. Ca. 80 Millionen an der Zahl)
> bennene ich den Marsch um. Ich spiele ab sofort den "MW-Marsch"
> und gebe damit ein klares Statement ab.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Anita 
Datum:   30-10-13 16:44

"Marsch", dein Statement hast du damit abgegeben. (Zum Speiben!)

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: MC 
Datum:   30-10-13 16:39

Puh! Hab mir jetzt erst den "Landestypischen Empfang" durchgelesen. Die ticken doch alle miteinander nicht mehr ganz richtig.
Bin ich froh, dass in meinem Pass "Österr. Staatsbürger" steht und nicht "Tiroler", ansonsten, müsste ich ihn zurückgeben.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: marsch 
Datum:   30-10-13 16:19

So ein Mist, der Standschützenmarsch klang und klingt für mich schön. Damit ich nicht bei jedem Spielen des Marsches ein klares Statement abgebe (nämlich, dass mir die Opfer der Nazidiktatur wurscht sind. Ca. 80 Millionen an der Zahl) bennene ich den Marsch um. Ich spiele ab sofort den "MW-Marsch" und gebe damit ein klares Statement ab.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: M.W. 
Datum:   30-10-13 15:45

@ Nicht Günther:

So lange man nicht weiß/gewusst hat, was der "Standschützen-Marsch" für eine Geschichte hat, ist/war es kein Problem, ihn zu spielen.
Jetzt, da man dies aber weiß (vom Gaumusikleiter Tanzer geschrieben, die Nazi-Standschützen meinend und dem verbrecherischen Gauleiter gewidmet - bis heute!) ist es in meinen Augen ein No-go, ihn weiter zu spielen.
Außer man will damit ausdrücken, dass einem die Opfer der Nazidiktatur wurscht sind. Ca. 80 Millionen an der Zahl.

Jetzt kann man sich für das eine (nicht spielen) oder das andere (spielen) entscheiden. Beides ist ein klares Statement.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Nicht Günther 
Datum:   30-10-13 15:18

Zunächst einmal ein Dankeschön an Hern Wilhelm für die eindrucksvolle Demonstation der Nazivergangenheit Tanzers!

Einige Punkte müssen hier jedoch eingebracht werden:

Das Spielen dieses Marsches (Standschützenmarsch) als einen Nazi-Akt hinzustellen, ist einfach falsch bzw. überzogen. Ich bin selbst in mehreren Blasorchestern, und ich kann ihnen sagen: Keiner dort hatte bis zu ihrer Kampagne auch nur irgendwie eine Verbindung zum Nazitum oder Gauleiter Hofer mit diesem Marsch im Kopf. Ihn daher nicht mehr zu spielen, wäre so wie den Muttertag nicht mehr zu feiern oder den olympischen Fackellauf nicht mehr durchzuführen, da beides von Nazis initiiert wurde. Heute steckt allerdings absolut NICHTS von dieser Anfangsintention dahinter - weder dort noch in diesem Marsch.

Dass der "Gauleiter-Hofer-Marsch" nicht mehr gespielt wird, dürfte hingegen selbstverständlich sein.

PS.
Ja, Gauleiter Hofer wollte den Mythos um die Standschützen, die VOR dem zweiten Weltkrieg für Tirol kämpften, für sich nutzen. Allerdings wurde auch Andreas Hofer für NS-Propaganda missbraucht und dürfte heute nach ihrer Argumentation auch nicht mehr gefeiert werden

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Werner 
Datum:   30-10-13 15:15

24 Seiten (verfasst im September 2013 !!!) zum Thema "Landesüblicher Empfang" inklusive Regieanweisung für das "Begrüßungsschnapserl", aber kein Wort zur Nazi-Hymne "Standschützenmarsch" !!!

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Talbauer 
Datum:   30-10-13 15:12

Thema Wiederbetätigung: Wer das Horst-Wessel-Lied öffentlich singt, wird verurteilt. Nur mal zum Überlegen...

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: M.W. 
Datum:   30-10-13 15:02

Ist das wirklich so schwer zu verstehen?

Kritisiert werden von mir doch nicht Tanzer und Hofer, sondern Töchterle und Platter. Und diese beiden sind leider höchst gegenwärtig.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Hmh 
Datum:   30-10-13 14:23

Langsam bekommt der Beitrag von M. W. "ÖVP Parteitag am rechten Ort" immer mehr reale und vor allem auch noch hoch aktuelle und zeitnahe Substanz!
http://www.dietiwag.org/index.php?id=4120

Ob auch der Richter das mitbekommt und in seine Urteilsfindung einfließen läßt?
Wenn dieser den Markus verurteilen sollte, ja dann wird man wohl auch die anderen "Wiederbetätiger" verurteilen müssen, und wenn er nicht verurteilt wird, dann wird wohl sein Betrag auch noch tiefere Wahrheitssubstanz haben, als er bereits gezeigt hat?

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Spaziergänger 
Datum:   30-10-13 13:21

Wer aus der Geschichte nicht lernt, dem eröffnet sich auch keine tragbare Gegenwart bzw. Zukunft. Das Verniedlichen und Hinwegschauen über den Ungeist/die Unzeit des Nationalsozialismus ist ein ständiges Geschwür in unserer Gesellschaft. Daher sind wir ALLE selber - und in Folge natürlich auch die von uns gewählten Politiker - angehalten, "unsere Geschichte" so zu analysieren und aufzuarbeiten, dass die "braunen Flecken" zwar nicht als Faktum entfernt werden, sich jedoch nicht mehr als Nährboden für jedwelche Wiederbetätigung breit machen können.

Und höchste Achtsamkeit ist angesagt, denn die Kornblume (als ein "Symbol") - neben so manchen Aufmärschen und gespielten Märschen - wird ja auch schon wieder offen vor sich hergetragen.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Retrograder Amnesist 
Datum:   30-10-13 13:19

Ob der Günti den Inhalt der Broschüre "Landesüblicher Empfang" überhaupt geistig erfassen kann? Geschrieben hat er diese "Anleitung" zur Volksverdummung sicher nicht selber...



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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Sog nit keyn mol 
Datum:   30-10-13 13:18

Die Geschichte der jüdischen Bevölkerung in Tirol
http://www.david.juden.at/kulturzeitschrift/70-75/72-salinger.htm
„In früher Morgenstunde, gegen 1 Uhr nachts am 10. November 1938, wurden vom Gauleiter Hofer die Spitzen der Nazi-Partei, der Polizei und der Gestapo zu sich ins Büro gerufen. Aktionen gegen die Juden hätten sofort zu beginnen und müßten um 6 Uhr früh zu beenden sein.

http://www.youtube.com/watch?v=QEgopg7I4_s

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Talbauer 
Datum:   30-10-13 13:06

Interessante "Logik". Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Rein gar nichts.
Der Unterschied ist halt: Die eigene Geschichte kann man verändern, die von verhungernden Nordkoreanern, die übrigens im gleichen Stil mit Volkstümeleien eingelullt werden, nicht oder kaum.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Aufarbeiter 
Datum:   30-10-13 13:00

Wir wenden uns heute achselzuckend ab wenn Kinder verrecken, aber wir schleimigen Heuchler wissen punktgenau, was die Bauernkalendergebilden und hoffnungslos der Propaganda ausgelieferten Leute damals vor 80 Jahren glauben, tun oder lassen hätten sollen.

Widerlich!

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Talbauer 
Datum:   30-10-13 12:53

Der uralte braune "Scheiß" wird halt bis heute nahezu unverändert.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Aufarbeiter 
Datum:   30-10-13 12:51

Wir alle zappen gelangweilt weiter zum Musikantenstadel, wenn schon wieder in den Nachrichten am Rande von den heute ersoffenen Flüchtlingen vor Lampedusa berichtet wird. Wir wenden uns lieber achselzuckend dem neuesten Computerspiel zu, wenn vom unverstellbaren Flüchtlingsdrama in Syrien berichtet wird. Wir weisen Spendenaufrufe bedauernd zurück, weil doch unser zum Bersten voller Kleiderschrank leider nicht mehr die allerneuesten Herbstmodefarben hergibt. Wir lassen Kinder verhungern, auch weil wir unbedingt die Leasingrate für die drei Nummern zu große Luxuskarosse zusammenkratzen müssen.

Das alles passiert HEUTE!!


Und dann soll mir noch einer sagen, unser vordringlichstes Problem sei es die uralte braune Scheiße "aufzuarbeiten".

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: caligula 
Datum:   30-10-13 12:43

Tirol, ein kleines land, das die große politik und die gesellschaftlichen veränderungen nie verstanden hat. das war zu Andreas-Hofer-Zeiten so, das war im Dritten Reich so, und es ist heute noch so.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Talbauer 
Datum:   30-10-13 12:43

Problem ist halt, Nachgeborener, wenn du ein Fan eines waschechten Nazis bist, bist du möglicherweise auch einer.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: historie 
Datum:   30-10-13 12:15

nachgeborener, du bist einfach dumm, um nicht zu sagen s***dumm!! ich kann zumindest sagen, dass meine ahnen und urahnen nicht zu diesem pack gesindel gehört haben. und deine??

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Nachgeborener 
Datum:   30-10-13 12:06

> Andi schrieb:
>
> > ich finde das Thema ist nun durch - bitte wieder zurück zu
> den
> > wichtigen Sachen.

Finde ich auch. Es soll vermutlich in die Richtung "jeder Tiroler war ein Nazi-Scherge" und zeitgleich "jeder Tiroler ist ein Nazi" gehen. Ausnahme natürlich die "Wilhelmschen Gotteskrieger © Vorposter" und ihre verblichenen Ahnen sowie noch allenfalls lebende Sippenmitglieder, deren Biografie ja zweifellos "blitzsauber" sein muss.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Retrograder Amnesist 
Datum:   30-10-13 11:24

Allerliebster Andi,

wenn für dich dieses Thema durch ist, dann hast du Möglichkeit, diese Seiten einfach nicht zu lesen, gell ...!!!

Aber andere dürfen schon für sich entscheiden, wann ein Thema durch ist, oder?


Andi schrieb:

> ich finde das Thema ist nun durch - bitte wieder zurück zu den
> wichtigen Sachen.



Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Gscheidian 
Datum:   30-10-13 11:21

Sg Herr Wilhelm,

nachdem "das Land" sich ja seit Jahrzehnten erfolgreich gegen jede Form des emanzipierten Erwachsenwerdens wehrt und gefühlt noch immer in den 1960ern steckengeblieben ist - und zwar recht erfolgreich! - wundert mich eines doch sehr: Daß nämlich die israelitische Kultusgemeinde in Tarrol gar so still zu dem ganzen Themenkomplex ist. Wäre das nicht ein Paradebeispiel für eine Frau Esther Fritsch, ihre Stimme zu erheben - und zwar solange bis es weh tut (und es muß weh tun! - sonst wird die Dumpfheit nie überwunden)? Ich meine, die Vertreter der kath. Kirche inkl. Bischof himself waren ja schon immer - mit Verlaub - zu blöd um sich solcher dumpfer Dümmlichkeit entgegenzustellen (die marschieren mit ihrem Himmel ja eher noch mit). Aber die Kultusgemeinde müsste doch laut und deutlich Aufschreien angesichts dieser .... "geistigen Zustände" in Jahre 2013. Ob die hiesige Kultusgemeinde überhaupt davon weiß? Jedenfalls würde deren Stimme wesentlich weiter und lauter gehört werden und würde dieser Schraube eine zusätzliche gute Drehung geben.

(Oder - und so weit wollen wir alle lieber nicht denken - will auch die Kultusgemeinde bei Ihnen nicht anstreifen? Als erkannter und punzierter Systemfeind könnte es ja auch ein NoGo sein, wenn diese sich auf Sie berufen).

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Antwort 
Datum:   30-10-13 11:10

@unglaublich
Die Tiroler Schützen haben tatsächlich am Begräbnis vom Gauleiter Hofer teilgenommen? Ich fass es nicht!
Dann ist es wohl auch kein Zufall, dass der Bund der Tiroler Schützenkompanien ausgerechnet am 20. April (1950)
gegründet worden ist.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: ----------------- 
Datum:   30-10-13 11:00

http://www.dietiwag.org/index.php?id=4290
was darf sich dieser landeshauptmann noch alles erlauben?
www.simon-wiesenthal-archiv.at

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Ganghofer 
Datum:   30-10-13 10:41

Wie schaut es mit anderen hochgelobten Persönlichkeiten aus, z.B. mit dem damals führenden
Architekten Franz BAUMANN?
Eine schonungslose Aufklärung ist das mindeste, was wir den Opfern schuldig sind!

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Ganghofer 
Datum:   30-10-13 10:17

Eines muss man den Deutschen lassen, die Aufarbeitung der NS-Zeit wird dort schonungslos vorangetrieben.
Bis hin zu NS-Täter im Verfassungsschutz usw., in den TV-Kanälen überbieten sich fast täglich die historisch aufgearbeiteten Dokumentation zur NS-Zeit.
Um die Situation in Tirol besser zu verstehen, empfehle ich einen Praxistest. Gehen Sie in irgend ein Gasthaus oder Lokal, wo vor allem die Generation 60+ verkehrt, dann gehen Ihnen die Augen auf!!
Was ich da bis zum heutigen Tag zu hören bekommen habe, erschreckend! Wenn man dagegen hält, ist man alleine auf weiter Flur. Jeder der sich nur irgendwie kritisch äußert, wird schon als Nestbeschmutzer behandelt.
Wie viele sind nach dem Krieg von einem Kreuz zum anderen geschloffen?

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: MC 
Datum:   30-10-13 10:12

Danke und Bravo MW.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Unglaublich 
Datum:   30-10-13 09:29

Gauleiter Hofer und seine Erfüllungsgehilfen hatten beschlossen, dass auch der Gau Tirol-Vorarlberg „judenfrei“ sein sollte.

http://www.tageszeitung.it/2013/09/01/braune-volksmusik/
Die andere Seite des Josef Eduard Ploner wird seit fast zwei Jahren in Nordtirol beleuchtet. Der Ötztaler Aufdecker Markus Wilhelm hat die NS-Vergangenheit mehrerer hochgelobter Tiroler Volksmusikkomponisten medienwirksam aufgearbeitet. Eine zentrale Rolle spielen dabei Josef Eduard Ploner und Sepp Tanzer. Inzwischen sind lange Artikel in „Der Zeit“ oder im Wiener „Standard“ erschienen.

Eine besonders innige Beziehung entwickelten Josef Eduard Ploner und sein Freund und Schüler Sepp Tanzer zu Gauleiter Franz Hofer. Hofer ernannte Tanzer von 1938 bis 1945 zum Gaumusikleiter von Tirol und Vorarlberg und Tanzer dirigierte beim Treffen von Hitler und Mussolini 1940 am Brenner den Badonviller-Marsch, der dem Führer besonders gut gefiel. Auch Sepp Tanzers Biographie findet sich im VSM-Portal.

http://www.novemberpogrom1938.at/d/Taeterkreis.html
Gauleiter Franz Hofer wurde am 27. 11.1902 in Bad Hofgastein geboren, besuchte in Innsbruck die Schule, wurde Kaufmann und war seit 1931 Mitglied der NSDAP. Am 27. November 1932 wird er zum Gauleiter von Tirol befördert, nach dem Verbot der NSDAP im Juni 1933 verhaftet und im August des selben Jahres von SA-Männern gewaltsam befreit. Bis zum Anschluss lebt er in Deutschland, wo er auch die deutsche Staatsbürgerschaft erwirbt. Vom 24. Mai 1938 bis 3. Mai 1945 war er Gauleiter von Tirol und Vorarlberg, weiters NSKK-Obergruppenführer und Reichsstatthalter von Tirol-Vorarlberg. Nach seiner Verhaftung durch die US-Armee am 3. Mai 1945 konnte er im Oktober 1948 nach Deutschland fliehen. In Abwesenheit wird er von einem Münchner Gericht zu zehn Jahren Arbeitslager mit Vermögensverfall verurteilt. Zu seinem Vermögen zählten u.a. die arisierte Villa Schindler am Rennweg 10 in Innsbruck, der Lachof in Kleinvolderberg bei Hall in Tirol und zahlreiche Kunstgegenstände u.a. des Industriellen Friedich Reitlinger aus Jenbach. Die Strafe wird im August 1952 auf drei Jahre und fünf Monate herabgesetzt. Ein österreichisches Gericht verurteilte Hofer 1950 in Abwesenheit zum Tod, jedoch kam es nie zur Vollstreckung der Urteile. Der damalige Tiroler Landeshauptmann Alfons Weißgatterer soll sich für Hofer eingesetzt haben. In Mühlheim an der Ruhr lebt er mit seiner Frau und den sieben Kindern, widmet sich erneut der Kaufmannstätigkeit und stirbt als überzeugter Nationalsozialist am 18. Februar 1975 eines natürlichen Todes unter seinem richtigen Namen. Bei seinem Begräbnis erwiesen ihm Tiroler Schützen die letzte Ehre. (2)


Unglaublich !

Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter

Lernen diese Politiker keine Geschichte ?

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: historie 
Datum:   30-10-13 09:20

@andi

du gehörst wohl auch zu jenen verdrängern und verschweigern, denen es an mindest maß an respekt gegenüber den unzähligen opfern, die auf das konto dieses verbrecherregimes gehen, fehlt. empfehle dir die schriftenreihe "NS-Raubzug durch Europa 1947" zu lesen, vielleicht hilft das, dir dein geschichtsverständnis zu erhellen. Platter halte ich übrigens für so dämlich, dass er selbst das nicht versteht.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: giaco 
Datum:   30-10-13 09:19

Lieber Andi,

nur ein Satz von dir, und doch sagt er alles über dich aus.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Wiltener 
Datum:   30-10-13 09:18

Andi, das Thema ist noch lange nicht durch. Es hat bei uns in Tirol noch nicht mal angefangen, auch nur im Ansatz aufgearbeitet zu werden. Da liegt noch ganz viel Aufklärungsarbeit vor uns.
Ihr Kommentar ist Beweis genug dafür.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Andi 
Datum:   30-10-13 09:07

ich finde, das Thema ist nun durch - bitte wieder zurück zu den wichtigen Sachen!

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: giaco 
Datum:   30-10-13 09:05

Tag der offenen Tür am 28. 10. 2013

"UNGLAUBLICHE OFFENHEIT ist das Motto meiner Regierungsarbeit", aagt Platter im Interview seines Propagandafilmes zu seiner Veranstaltung, bei der übrigens so viele Uniformen und Gestriges zu sehen war, dass einem angst und bange werden hätte können.

...im wahrsten Sinn des Wortes eine UNGLAUBLICHE Offenheit - und mit Nachdruck heute neuerlich von Markus Wilhelm untermauert.



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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Talbauer 
Datum:   30-10-13 08:24

Wenn einer sonst nichts kann, zieht er sich halt eine Uniform an.
Platter ist freilich zu dumm, aber ein Univ. Prof. Dr. Töchterle? Peinlich ohne Ende.

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: hase 
Datum:   30-10-13 08:00

sehr guter artikel, danke markus dass du als einziger beginnst, im misthaufen zu stochern! ich frage mich, was da noch so alles rauskommt in den nächsten jahren.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Gery 
Datum:   30-10-13 07:47

Ich seh da keine böse Absicht dahinter. Es ist einfach nur Dummheit. Und die, die nicht bei der Wahl waren, haben ihn auch gewählt, den Dummen.

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 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Hötting 
Datum:   30-10-13 06:48

In Deutschland müsste ein Minister den Hut nehmen, der immer wieder ein Nazimusikstück spielt.

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: Andreas 
Datum:   30-10-13 06:28

Danke. Passt ja punktgenau zum 75. Jahrestag des Novemberpogroms in Innsbruck.

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Platter und Töchterle huldigen dem Gauleiter
Autor: M.W. 
Datum:   30-10-13 05:35

Dieser Thread gehört zum Artikel

"Wie Günther Platter sich immer wieder betätigt"

http://www.dietiwag.org/index.php?id=4290

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