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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: A.T. 
Datum:   26-08-15 16:50

http://tirol.orf.at/news/stories/2728391/



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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: oberland 
Datum:   26-08-15 10:17

@Meister Proper

Sorry, dass ich mich hier nicht richtig ausgedrückt habe. Ich kenne den die Powerwall von Tesla. Der rechnet sich aber nicht, noch nicht. Kaufen kann man den übrigens immer noch nicht. Bei Investitionskosten von mind. €3000 eher €3500 brauch ich ca. 20 Jahre bis ich das durch die Einsparung des Netzkostenanteils beim Strom wieder drin hab.

Und damit das im Winter mit einer Wärmepumpe richtig funktioniert brauch ich -derzeit- von allem mehr.
Mehr Speicherkapazität
Mehr PV-Panels
Mehr (teurere) Elektronik

Wenn Speichersysteme mit 15kWh bei ca. €1500 Investitionskosten sind, dann wird es richtig interessant. Das hört sich noch utopisch an, wird aber sicher in diese Richtung gehen. Energie-autark sein, ohne ein Passivhaus zu haben, senkt Baukosten. Wenn ich vom Passivhaus abkomme, stattdessen nach TBO baue, kann ich mir in etwa die Summe (€25.000) einsparen, die mich eine Wärmepumpe mit PV-Anlage mehr kostet (Ziegel, Dammung, Fenster). Auch "alte" Häuser könnten das (energieautark) dann ohne größere Sanierungsmaßnahmen. Was dann noch bleibt, sind die Netzkosten beim Kauf und Verkaufs meines Stromes. Und das muss das Speichersystem abdecken, in einer Zeit, die der realistischen Lebensdauer von Batterien entspricht.

lg

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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: Luxx 
Datum:   25-08-15 17:52

@ Talbauer
Bitte denks noch eimal durch: die eingesetzte Energie (Aufbereitung des Erdöls für Kunstdünger und Bearbeitung etc) ist höher als die Energie, die eine Biogasanlage gewinnen kann. Punkt.
Dazu kommt, dass es ein weiterer Intensivierungsschritt in der Landwirtschaft ist usw

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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: Meister Proper 
Datum:   25-08-15 13:25

@ oberland schrieb:
>
> Persönlich bin ich ja ein Fan von Wärmepumpen in EFh und
> Kleinwohnanlagen. Die benötigten Strommengen sind relativ
> klein, PV Anlagen lassen sich am Hausdach realisieren,
> Speicherelemente werden sicher auch in den nächsten 10 Jahren
> auf den Markt kommen. Allerdings sind die Investitionskosten
> hoch. Aber hier sind wir weit weg von der Tiroler
> Energiepolitik!

Gibt's doch schon: Man muß das Rad nicht neu erfinden
http://www.teslamotors.com/powerwall



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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: Talbauer 
Datum:   25-08-15 11:14

Mir geht es nur um die Bioökonomie. Dass sich der Spaß nur via Subventionierung rechnet, sehen wir in Deutschland.

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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: oberland 
Datum:   25-08-15 11:03

@LuX @Talbauer

Bin mir nicht sicher, aber vergleicht Ihr hier völlig verschiedene Dinge?
Biogasanlagen haben sich gerechnet, als der Gaspreis hoch war, dieser ist aber nun sehr niedrig, die Produktion von Biogas kostet aber immer gleich viel. Niemand dachte, dass die Energieträger nochmal so billig werden.
Erdagas ist zwar für den Endverbraucher nun günstig, aber für Stromerzeuger rechnet es sich nun nicht mehr, da die Strompreise ebenfalls niedrig sind. Anlagen, die aus Gas Strom erzeugen werden reihenweise abgeschaltet, davon bekommen wir nur relativ gar nichts mit.

Das ganze ist ganz stark mit dem Fracking in Amerika zu vergleichen, lohnt sich bei hohen Ölpreisen, derzeit ist es aber ein negatives Geschäft, die Firmen werden reihenweise Pleite gehen.

Persönlich bin ich ja ein Fan von Wärmepumpen in EFh und Kleinwohnanlagen. Die benötigten Strommengen sind relativ klein, PV Anlagen lassen sich am Hausdach realisieren, Speicherelemente werden sicher auch in den nächsten 10 Jahren auf den Markt kommen. Allerdings sind die Investitionskosten hoch. Aber hier sind wir weit weg von der Tiroler Energiepolitik!

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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: Talbauer 
Datum:   25-08-15 10:34

Na ja, Luxx, mach dich noch mal schlau drüber, wie Pflanzen funktionieren. ;)


Aber zurück zum Thema, weil es so schön passt - Erdgas sticht Holz aus:

http://www.tt.com/wirtschaft/10419192-91/biowärme-imst-häufte-verluste-von-144-mio.-an.csp

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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: Luxx 
Datum:   27-07-15 15:07

Hallo Talbauer!

Ich habe nicht die Energiewerte berücksichtigt, sondern den Aufwand der Erzeugung einiger, weniger Produktionsfaktoren dem meist unterstellten Ertrag des Stromes gegenüber gestellt. (zB 400Kg Kunstdünger wird oft genannt - ist weniger als deine 150Kg N).
Alles andere ist ja pure Theorie und unterstellt immer 100% Wirkungsgrad - oder gar einen Überschuss, wie deine Formulierung erwarten ließe...
Also "Biogas" ist ja meist aus konventioneller Intensivlandwirtschaft und daher ist fast immer nur diese Betrachtung zulässig.
Wie gesagt, Nachhaltigkeit, Grundwasserproblematik, Lebensmittelverdrängung und sogar die banale CO2-Bilanz schauen noch viel nachteiliger für diese Energieumwandlung aus und relativiert die Wirtschaftlichkeit ohne den Förderschwachsinn.

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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: Talbauer 
Datum:   27-07-15 13:17

Hallo Luxx,

erste Frage: Welche Art von Dünger? Biogasanlagen erzeugen ihren Dünger hauptsächlich selbst.

Aber als erstes sollten wir mal mit der richtigen Einheit rechnen: Joule.

150 kg N Dünger entsprechen zb 7,2 GJ. Die Gasausbeute pro ha beträgt ungefähr 4.000 m³ und der Brennwert 36 MJ/m³. Macht also 144 GJ. Wirkungsgrad bei der Verstromung: 30%, macht also 43 GJ.

Also unter'm Strich ist die Energiebilanz immer positiv. Gleichzeitig ist sie aber ineffizient, so lange es keine Nutzung der Abwärme gibt.

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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: pleitei 
Datum:   27-07-15 12:46

Förderungsgelder sind zweckgebunden. Abgeholt werden sie fleißig.
Die Endabrechnung stimmt auch. Eine geförderte Leerverrohrung findet immer eine Verwendung. Hauptsache die Bauwirtschaft lebt und der Arbeitsmarkt floriert.

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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: Oberländer 
Datum:   27-07-15 11:49

Das soll jemand glauben? Heute in der TT steht (offensichtlich als Reaktion auf den Schilda-Artikel von MW), dass jetzt Erdgasleitungen im Oberland gebaut werden, aber ab 2050 keines mehr fließen soll in diesen Leitungen.
Hahaha!

Für dreißig oder weniger Jahre (bis die Tigas in Mandarfen und in Kaunerberg angelangt ist) werden teure Rohre verlegt um dann stillgelegt zu werden.
Mir könnt ihr vieles erzählen, aber DAS nicht.

Denn das wäre fahrlässige Krida der Tigas, nichts anderes.

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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: Luxx 
Datum:   25-07-15 08:55

Für den Talbauer habe ich ein wenig zur Energiebilanz von Biogas zusammen getragen (die CO2 Bilanz schaut noch weit schlimmer aus):

Ertrag Energiemais:
14.000 KWh/Hektar

Energieaufwand:
200l Diesel (10KWh/l) + Strom in der Raffinerie (ca 5KWh/l) ergibt 3.000 KWh
400Kg Dünger brauchen weitere 800Kg Öl, als ca 12.000 KWh

Hier fehlen jetzt natürlich alle anderen Verbräuche (von der Traktorenerzeugung bis zur Biogasanlage), die komplette Logistik für alles und alle Umweltauswirkungen usw

Quellen dazu sind mühsam zusammen zu suchen, zB:
http://www.mysnip.de/forum-archiv/thema-569-394811/Rechnung+zum+Energieaufwand+E-Mobilitaet_Oel-Raffinerie.html

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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: giaco 
Datum:   22-07-15 21:20

Plakativer oder noch zugespitzter geht es wohl kaum als an diesem Beispiel von MW im Ötztal.

Die politischen Redereien vom energieautonomen Tirol bis 2050.
Das Gerede, dass man Tirol von fossilen Energieträgern unabhängig machen will/ muß.

Gasleitungen für russisches! durch die Ukraine! geleitetes Gas bis hinauf nach Obergurgl-Hochgurgl, damit es in den alpinen Wellnesstempeln schön behaglich bleibt.
Gleichzeitig ein sinnvolles, ökologisches, ökonomisch durchkalkuliertes, reginonales Kraftwerk an der Gurgler Ache, das wirklich der Autonomie dient, mit allen legalen aber auch illegalen Mitteln durch die Tiroler Landespolitik verhindern.
Das Kraftwerk in Tumpen, wo all die Punkt nicht zutreffen, und das in allen relevanten Belangen durchgesaust ist, dass wird von der Felippe! durchgepeitscht. Aber da ist ja auch die Tiwag mit an Bord.

Und dann möchte man noch die Gurgler und Venter Ache in einem sinnlosen (ökonomisch und ökologisch) Megaprojekt in das höchst gefährdete Kaunertaler Staubecken ableiten.
Wo es für ein energiepolitisch überholtes, niemals mehr rentables Pumpspeicherkraftwerk Platzertal nicht gebraucht wird.
Weil schon mehr als genug Wasser zwischen unsicheren Hängen da ist.
Dieses überschüssige Ötztaler Wasser würde dann an den Laufkraftwerken durch das Oberland herunter abgearbeitet.
Kraftwerke die teilweise in die USA - Cross Border verleast sind, und die dann den ganzen Kajak und Raftsport sowie den Outdoortourismus des Oberlandes im Sommer zum erliegen bringen würden.

Und diese ganze schwarze Scheiße nennt sich Tiroler Energieautonome Politik.
Und diese ganze schwarze Scheiße glauben die selber?
Und der Tupfen auf dem i in dieser ganzen schwarzen Scheiße ist auch noch Grün!

Was soll man da noch sagen?
Gehts scheißen?



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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: Zentralmatura 
Datum:   22-07-15 14:50

Hartberg in der Steiermark - Stopp dem Gasnetz-Ausbau!

Der dortige Gemeinderat beschließt keinen Gemeindegrund für den Bau von Gasleitungen zur Verfügung zu stellen.

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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: Technokrat 
Datum:   22-07-15 10:39

Bei aller Liebe zur Technik, es stellt sich die Frage:

Wer hat denn da den Wasserstoff ins Konzept geschummelt?
Und warum?

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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: bisslwisser 
Datum:   21-07-15 14:15

Edelweiss Nix schrieb:

.... Bin schon gespannt ob sie meine Anregung für Brückenwindräder übernehmen :-) Bei uns
> in Tirol gibt es so viele Brücken, die dafür geeignet wären,
> dass man den Wind nutzt, der unten durch pfeift.
> Gerade unter der Europabrücke würde sich das anbieten - eine
> ganze Reihe von Windrädern hintereinander quer zur
> Fahrbahnrichtung unten an die Brücke drangehängt - so eine Art
> Windlaufkraftwerk :-)
>
> Wenn man sie eng genug aneinander reiht fliegt da auch kein
> Vogel dran....

das kommt heraus, wenn expertinnen ideen haben...
http://www.solarify.eu/2015/07/19/752-windkraft-unter-brucken/



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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: Hmh 
Datum:   21-07-15 14:04

Edelweiss Nix schrieb:

> Werner schrieb:
>
> > Was immer von der tiwag.org veröffentlicht wird, die
> > Betroffenen ziehen nur den Kopf ein und warten bis es vorüber
> > ist.
>
> Die TIWAG hat halt selber keine Visionen. Bin schon gespannt ob
> sie meine Anregung für Brückenwindräder übernehmen :-) Bei uns
> in Tirol gibt es so viele Brücken, die dafür geeignet wären,
> dass man den Wind nutzt, der unten durch pfeift.
> Gerade unter der Europabrücke würde sich das anbieten - eine
> ganze Reihe von Windrädern hintereinander quer zur
> Fahrbahnrichtung unten an die Brücke drangehängt - so eine Art
> Windlaufkraftwerk :-)
>
> Wenn man sie eng genug aneinander reiht fliegt da auch kein
> Vogel dran.
>
> Die TIWAG sollte sich mit der Asfinag zusammen tun und so ein
> Projekt ausarbeiten, die alte Lady Bridge gehört eh bald
> saniert oder verstärkt (sofern die Tiroler Mautschreier und
> Autobahnblockierer eine Zusammenarbeit nicht versaut haben)
> :-)

Finde ich eine wirklich sehr gute Idee, aber nicht nur für Tirol, sondern für ganz Österreich bzw Europa und die ganze Welt
Schade um jeden Tag wo dies nicht umgesetzt wird - am Besten fängt man Morgen in Griechenland mit dem Projektieren an

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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: Edelweiss Nix 
Datum:   21-07-15 13:28

Werner schrieb:

> Was immer von der tiwag.org veröffentlicht wird, die
> Betroffenen ziehen nur den Kopf ein und warten bis es vorüber
> ist.

Die TIWAG hat halt selber keine Visionen. Bin schon gespannt ob sie meine Anregung für Brückenwindräder übernehmen :-) Bei uns in Tirol gibt es so viele Brücken, die dafür geeignet wären, dass man den Wind nutzt, der unten durch pfeift.
Gerade unter der Europabrücke würde sich das anbieten - eine ganze Reihe von Windrädern hintereinander quer zur Fahrbahnrichtung unten an die Brücke drangehängt - so eine Art Windlaufkraftwerk :-)

Wenn man sie eng genug aneinander reiht fliegt da auch kein Vogel dran.

Die TIWAG sollte sich mit der Asfinag zusammen tun und so ein Projekt ausarbeiten, die alte Lady Bridge gehört eh bald saniert oder verstärkt (sofern die Tiroler Mautschreier und Autobahnblockierer eine Zusammenarbeit nicht versaut haben)
:-)

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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: Werner 
Datum:   21-07-15 11:12

Es gibt nicht nur keine Energiepolitik im Land, sondern auch keine Diskussion über dieses Zukunftsthema.

Was immer von der tiwag.org veröffentlicht wird, die Betroffenen ziehen nur den Kopf ein und warten bis es vorüber ist.

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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: zefix 
Datum:   21-07-15 10:00

so etwas wie eine wirkliche energiepolitik gibt es nicht in diesem lande und hat es auch schon lange nicht mehr gegeben.

die energiepolitik heißt weiterwurschtln und halt hie und da eine neue überschrift erfinden.

so gesehen passt die ausweitung des tigas-netzes bis hintertux und galtür eh genau zum schlagwort "energieautonom 2050", heißt: hat damit nichts zu tun.

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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: PresserätIn 
Datum:   21-07-15 08:34

http://tirol.orf.at/news/stories/2721945/


Zitatauszüge:

"Bis zum Jahr 2050 will Tirol energieautonom sein . Dazu soll der Energiebedarf massiv reduziert und der Anteil sauberer, erneuerbarer Energie erheblich gesteigert werden. Die Grünen sehen erhebliches Potenzial in der Solarenergie."

"Trendwende seit 2005

Ganz Tirol arbeite an der Energiewende."

"Gespannt sei der Landtagsabgeordnete auch auf den Bericht der TIWAG. Die TIWAG wurde vom Landtag aufgefordert, zu prüfen, inwieweit in den Bereichen der Sonnen – und Windenergie investiert werden kann."


Trendwende bereits seit 2005 - Na dann PROST

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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: Talbauer 
Datum:   20-07-15 22:31

Na, Luxx, dann müssen deine Berechnungen besser sein, als alles, was es bisher gab.
Also mal raus damit.
Aber dass die Photosynthese nix bringt, dass musst du erst mal der Natur erklären. ;)

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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: steckdose 
Datum:   20-07-15 20:43

Ich nehme an dass die tigas im Zusammenhang mit dem bbt eine neue EU-nord-süd Leitungstrasse aus Förderungsgeldern lukriert hat.
D.h die tigas schneidet zukünftig bei einem EU-Projekt kräftig mit.
von daher ist auch eine Neuorientierung der tiwag zu erwarten.

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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: Luxx 
Datum:   20-07-15 19:46

Ach Talbauer! Schon einmal nachgerechnet?
Kunstdünger und Diesel auf den Feldern braucht mehr Energie als Biogas bringt. Gleich wie die Verarbeitung von Öl mehr Strom braucht, wie nötig wäre, um Elektrofahrzeuge direkt zu betrieben...

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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: Michael Pauli 
Datum:   20-07-15 19:08

Unverständlich ist für mich dass man sich mit 5000 PV Anlagen schmückt, denen man teils (bis 5 kwp) die Tarife abgräbt.

Also ich als PV Besitzer will nicht von der Politik vereinnahmt werden, nachdem es in Imst nur durch mediales Echo und des Ökozentrums gelungen ist einen passablen Einspeistarif zu erhalten.

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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: Talbauer 
Datum:   20-07-15 17:20

Biogas, wenn gut vemacht, ist schon effizient. Der fossile Input ist auch bei den hardcore Anlagen in Deutschland relativ gering. Ob nachhaltig, steht auf einem anderen Blatt. Sie sind keine CO2 Senke!

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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: maximilian 
Datum:   20-07-15 17:15

Würde mich mal interessieren, wieviel fossile Energie versteckt in einem Kubikmeter "Biogas" steckt
(Anlage, Wartung, Personal, Anlieferung usw.), da bleibt vermutlich nicht viel übrig von der Bio-Energie-
Bilanz. Das ist dann eher ein "Energie"-Wäsche - analog zur Geldwäsche - aus fossil mach bio.
UND: aus billigen Importstrom mach teueren Biostrom (-oder -gas), die Differenz verbleibt schon in den
"richtigen" Händen.

Überhaupt ist der Slogan der Landesregierung "bis 2050 energieautark" interessant, wenn man das im richtigen
Licht betrachtet: keine Windenergie, Solarförderung kürzen, Ausbau der "Bio"-Energie (=umetikettierte fossile Energie), und natürlich Wasserkraft (nur Tiwag, Kleinanlagen unerwünscht).
Was fällt auf? Das Geld beleibt/wandert immer/immer mehr in "schwarze" Hände. Kein Wunder wenn der LH so wunschdenkt, und die grünen(=schwarze 2. Reihe) Dödel überlauern das nie! Für die Vaupen in jedem
Fall eine Win-Win-Möglichkeit.

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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: Munde 
Datum:   20-07-15 17:06

Geh, komm, das bisserl Bio-Gas ist doch nur ein kosmetischer Anteil - etwas für die Schönfärbung des schmutzigen Erdgasgeschäfts.
Darauf sollte man wirklich nicht hereinfallen.

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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: Spassvogel 
Datum:   20-07-15 15:49

http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/oesterreich/tirol/1450696/Tigas-verdoppelt-BiogasAktivitaet


Zitat:
..."Die Tigas - sie macht mit 77 Mitarbeitern einen Umsatz von 200 Millionen € - hat sich in den vergangenen Jahren Zugang zu skandinavischen Erdgasfeldern verschafft. Zugang zum Rohstoff Gas erhält sie aber auch durch Abfall. In Schlitters im Zillertal ist sie seit 2007 mit 48,7 Prozent der größte Anteilseigner an der Bioenergie Schlitters GmbH. (Unternehmer Josef Kröll hält 38,4 Prozent, die Restanteile entfallen auf die Maschinenring Service GmbH und die Arge Kompost.)"...

Der Abwasserkanal vom Zillertal auswärts und die Gasleitung in Zillertal einwärts, teilweise parallel zum Gas - äh Radlweg, gebaut vom Erlkönig, als Dankeschön an die Schwesterpartei des Privatmanns - POLITISCHES RECYKLING PUR


Oder aber ist der "tiwag.org Artikel" vielleicht doch ein Zeitungsente?

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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: Spassvogel 
Datum:   20-07-15 15:26

korinthenkacker schrieb:

> Spassvogel schrieb:
>
> > Vielleicht ist dieser Artikel gemeint?
> >
> https://www.tt.com/politik/landespolitik/10281644-91/energiewende-und-ein-brief-an-juncker.csp

>
> dass man die fossilen energieträger mir erdgas zurückdrängen
> will steht da aber nirgends? oder seh ich das bloß nicht?

Ja du siehst schon richtig, aber...
nicht nur mit Erdgas, auch mit Europäischen Förderungen und mit der ehemaligen Finanzkraft der Hypo Tirol Bank und mit dem Geld der Tiroler Leut und dem Olympia Stadel und usw.

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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: Talbauer 
Datum:   20-07-15 15:14

Die haben doch null Ahnung vom Energie-Business. Sollten mal nach Dänemark fahren oder nach Norwegen. Und selbst die werden das nicht schaffen, obwohl Norwegens meist verkauftes Auto der Tesla ist.

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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: Karwendel 
Datum:   20-07-15 15:05

Zitiert von der ÖVP-Facebook-Seite:

"Für die Tiroler Energiewende – weg von Kohle, Gas, Öl und Atomstrom und hin zur erneuerbaren Energie - ist die Wasserkraft die unverzichtbare Säule, deren ökologisch verträglichen Ausbau wir auch in Zukunft konsequent vorantreiben werden", bekräftigt Tirols Landeshauptmann heute einmal mehr.

(15. Juli 2015)

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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: Zornkonto 
Datum:   20-07-15 13:36

Feiner Unterschied: Die Schildbürger stellten sich bloß dumm.

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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: Retrograder Amnesist 
Datum:   20-07-15 13:34

@Unterlandla,

was ist da unverständlich ...? :-0)

Diese "paar Kilometer" bedeuten für die TIGAS massive Einnahmenverluste, weil dieses Gas billiger ist und dann auch billiger abgegeben werden müsste.

Derzeit hat die TIGAS das Monopol und kann verlangen, was immer sie will ...





Unterlandla schrieb:

> Unverständlich ist für mich auch dass die TIGAS sich scheut
> endlich an das österr. Gasnetz angeschlossen zu werden. Es geht
> um ein paar Kilometer von Leogang bis Hochfilzen.



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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: korinthenkacker 
Datum:   20-07-15 13:34

Spassvogel schrieb:


>
> Vielleicht ist dieser Artikel gemeint?
> https://www.tt.com/politik/landespolitik/10281644-91/energiewende-und-ein-brief-an-juncker.csp
>
> "Tirol hat die Trendwende beim Energieverbrauch geschafft und
> wirbt in Brüssel für Wasserkraft und Schneekanonen."
>
> Oder ist das Tiroler Polit-Kryptologie?


dass man die fossilen energieträger mir erdgas zurückdrängen will steht da aber nirgends? oder seh ich das bloß nicht?

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: Spassvogel 
Datum:   20-07-15 12:24

korinthenkacker schrieb:

> haben das platter oder felipe das so gesagt? wo steht das?
> bitte um info!

Vielleicht ist dieser Artikel gemeint?
https://www.tt.com/politik/landespolitik/10281644-91/energiewende-und-ein-brief-an-juncker.csp

"Tirol hat die Trendwende beim Energieverbrauch geschafft und wirbt in Brüssel für Wasserkraft und Schneekanonen."

Oder ist das Tiroler Polit-Kryptologie?

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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: korinthenkacker 
Datum:   20-07-15 11:58

haben das platter oder felipe das so gesagt? wo steht das? bitte um info!
>
> Dass Platter und die unbedarfte Felipe neuerdings Erdgas als
> NICHT-fossilen Energieträger propagieren, erinnert mich an den
> greisenilen Alt-LH van Staa, der vor vielen Jahren,
> Schulkindern und laufender Kamera den Vorteil der
> Wasserkraftnutzung darin sah, dass man zur Energiegewinnung
> kein Wasser verbrennen müsse!

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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: Roland 
Datum:   20-07-15 11:51

Wallnöfer wollte ja auch groß ins Kohlekraftwerkgeschäft einsteigen - http://www.dietiwag.org/index.php?id=1690

Reden und Tun sind bei der Tiwag schon lange zwei paar Schuhe.

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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: webmaster 
Datum:   20-07-15 11:40

Hat uns grad jemand aufmerksam gemacht auf diese schöne TIWAG-Annonce von 2005:

http://www.dietiwag.at/img/glauser-tiwag-anzeige.jpg

Im Text heißt es:

„Andere müssen Kohle, Öl, Gas oder Uran verbrennen, um Strom zu erzeugen ... Wir Tiroler können
unsere Energie selbst erzeugen. Aus heimischer Wasserkraft. Sauber, kostengünstig,
zuverlässig. Tiroler Wasserkraft.“

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: von der Alpensüdseite 
Datum:   20-07-15 11:06

Höttinger schrieb:
> Wenns noch depperter ginge, würden Platter und Felipe es sich
> noch depperter machen.

Dass Platter und die unbedarfte Felipe neuerdings Erdgas als NICHT-fossilen Energieträger propagieren, erinnert mich an den greisenilen Alt-LH van Staa, der vor vielen Jahren, Schulkindern und laufender Kamera den Vorteil der Wasserkraftnutzung darin sah, dass man zur Energiegewinnung kein Wasser verbrennen müsse!

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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: Höttinger 
Datum:   20-07-15 10:48

Wenns noch depperter ginge, würden Platter und Felipe es sich noch depperter machen.

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: Joe 
Datum:   20-07-15 09:56

Erdgas aus Sibirien auf die Rofenhöfe! Das nenn ich grüne Politik!

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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: Hmh 
Datum:   20-07-15 09:06

"Bauernschlauheit" der Extraklasse und auch nur möglich, da es immer mehr den Anschein macht, dass die Opposition und die Medien in diesem Land, auch Teil dieses Systems sind.
Aber hat auch eine über jahrzehnte, noch politisch geförderte Vettern- und Günstlingswirtschaft, schon längst das ganze Land verfilzt und macht es sich ein kleines aber feines Klientell samt Anhang und Dienerschaft, auf Kosten des "Rests dieses Landes", immer gemütlicher. Trotz schon lange himmelschreiender Inkompetenz und Unfähgkeit dieser "Klientelmacht" bleibt alles (noch) weiter ruhig.
Doch irgendwann wird dieses, meist nicht einmal den Grundsätzen der kaufmännsichen Regeln, errichtetes "Regime", trotz des weiter über Jahrzehnte bestehenden, wohl auch aus der früheren Not heraus enstandenen, sklavischem Fleisses, des "Rest dieses Landes", dieses immer gieriger werdende "System Tirol", nicht mehr ausgleichen und damit ernähren können. Man kann nur hoffen, dass hier nicht irgendwann ein "Kartenhauseffekt" entstehen wird?

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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: Luxx 
Datum:   20-07-15 09:02

Das Ziel Geld zu verdienen ist auch bei den Landesbetrieben wichtiger als sonstige Ansätze (Nachhaltigkeit, Infrastruktur, Gemeinnützigkeit, etc.)
Der Bedarf der Landesführung an diesem finanziellen "Spielraum" steht über allem. Dem entsprechend gestalten sich Methoden und Personalfragen.

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 Re: Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: Unterlandla 
Datum:   20-07-15 08:07

Unverständlich ist für mich auch dass die TIGAS sich scheut endlich an das österr. Gasnetz angeschlossen zu werden. Es geht um ein paar Kilometer von Leogang bis Hochfilzen.

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 Bei uns in Schilda: Energiepolitik auf Tirolerisch
Autor: webmaster 
Datum:   20-07-15 07:04

Dieser Thread bezieht sich auf diesen Artikel:

http://www.dietiwag.at/index.php?id=45700



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