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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: M.W. 
Datum:   11-12-17 10:47

Schützenkompanien sind in der Zeit, wo es sie laut Chroniken gar nicht gegeben hat, sogar mit dem "Reichsadler samt Hakenkreuz" am Schützenrock aufgetreten:

http://www.dietiwag.at/img2/mit_reichsadler_350.jpg

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Erstaunter 
Datum:   11-12-17 05:32

@ Webmaster,
was den Tiroler "Freiheitskampf" betrifft rennst du mit der Ansicht bei mir offene Türen ein.
Helden waren Hofer und Co. aus meiner Sicht keine , sondern verblendente Dummköpfe, die sich in ihrer Naivität vor den Karren der Habsburger und der Kirche spannen ließen.
Objektive Darstellung dieser dunklen Geschichte gab es 200 Jahre auch keine, weil bewusst diese Zeit mit Hofer verherrlicht wurde und der einzige halbwegs objektive Zeitzeuge , Joseph Daney , totgeschwiegen wurde.
Auch ich halte von den Schützenvereinen und ihren Aufmärschen mit " Bewaffnung " nichts.
Es ist halt eine Tatsache, dass die Verblendeten nicht aussterben, deswegen mein Bezug zu den Amis und sich viele gerne vor den politischen Karren einiger weniger spannen lassen.
In Tirol halt vor den der schwarz türkisen Politiker samt Kirche und auch der blaue.
Eine Folge der Denkunwilligkeit großer Teile der Bevölkerung und des Hangs zum Herdentrieb.
Ändern wird sich das nie!

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Wipptaler 
Datum:   11-12-17 00:01

Was die Amis machen ist hier egal!

Das was die Tiroler Schützen als Kultur hochhalten ist alles dar'stunken und dar'logen!

Ein Saufverein ist das und nichts anderes!!!!

Und wenn man gleich davon reden, wer hat den den Tiroler Freiheitskamp angeführt? Die Kirche! Weil es wieder mal um Geld und Macht gegangen isch!
https://derstandard.at/1237229163811/Was-1809-in-Tirol-wirklich-geschah-


Erstaunter schrieb:

> @ webmaster,
> Nicht nur, dass sich der Stumpfsinn über Jahrzehnte und
> Jahrhunderte haltet , im Gegenteil die amerikanischen Militär-
> und Veteranenfeiern sind auch nicht besser.
> Verglichen mit denen sind die Heldenfeiern der Schützen direkt
> harmlos.
> Man kann hinsehen wo man will, überall brauchen sie das ,
> leider!



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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Erstaunter 
Datum:   10-12-17 13:27

@ webmaster,
Nicht nur, dass sich der Stumpfsinn über Jahrzehnte und Jahrhunderte haltet , im Gegenteil die amerikanischen Militär- und Veteranenfeiern sind auch nicht besser.
Verglichen mit denen sind die Heldenfeiern der Schützen direkt harmlos.
Man kann hinsehen wo man will, überall brauchen sie das , leider!

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 Re:
Autor: Hannes 
Datum:   10-12-17 11:34

Frage:
Haben Tiefenthaler und Forcher schon irgendwo Stellung genommen oder haben sie sich vor Scham verkrochen?

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 Re:
Autor: Bürger 
Datum:   09-12-17 07:59

Bums, das hat wieder gesessen!
Jetzt fehlt nur noch ein Foto der Schitzn bei genau solch einer Feier und das Lügengbäude der ewig gestrigen Schitzn stürzt krachend zusammen.
Kann man erfahren wo diese "Heldenehrung" stattgefunden hat?


Anm. Webmaster:

Das war wohl eine Vorgabe der Kreisleitungen für die einzelnen Gemeinden.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: webmaster 
Datum:   09-12-17 07:38

Es ist nicht zu verstehen, wie sich dieser "Brauch" der Heldengedenfeiern

http://www.dietiwag.at/img2/programm_heldengedenkfeier1942_800.jpg

so lange halten kann.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Irgendjemand 
Datum:   08-12-17 17:09

https://youtu.be/JVebCilNNYw?t=5628

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Toni 
Datum:   08-12-17 14:33

Mitterer hat die Schützen zerpflückt? Wo? Wann? Du wirst da nix finden.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Irgendjemand 
Datum:   08-12-17 14:00

Wie auch immer, Forcher hat ja auch Mitterer und n.c. kaser verlegt, die das Schützentum und ihre unsäglichen Inhalte nach allen Regeln der Kunst zerpflückt haben.

Mir bleibt weiterhin unverständlich, dass man sich dann ein paar Jahe später mit diesem geschützten Lügenhaufen auf ein Packl haut und sie in einem Grundsatzwerk aus der Verantwortung nimmt.


Toni schrieb:

> Ich will nicht weiter vom Thema ablenken, trotzdem eine kleine
> Anmerkung:
> Raoul Schrott ist nicht der große Wortkünstler, sondern eher
> ein Wortjongleur. Und außerhalb von Tirol nicht halb so berühmt
> wie im eigenen Grätzl.
>
> Zurück zum Thema: Ja, Forcher Michael ist kein originärer
> Forscher, eher ein Nacherzähler, ein Weitervermittler älterer
> Märchen. Damit ideal für die "Aufarbeitung" der
> Schützen-Geschichte.

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Toni 
Datum:   08-12-17 13:28

Irgendjemand schrieb:

> Irgendwie verwundert mich der Michael Forcher. Wie kann man mit
> Raoul Schrott, eindeutig einer der besten lebenden
> deutschsprachigen Wortkünstler und Sprachwissenschafter,
> befreundet sein, dessen Bücher verlegen und dann so einen
> Bullshit veröffentlichen. Also, manchmal kann man echt nur den
> Kopf schütteln.


Ich will nicht weiter vom Thema ablenken, trotzdem eine kleine Anmerkung:
Raoul Schrott ist nicht der große Wortkünstler, sondern eher ein Wortjongleur. Und außerhalb von Tirol nicht halb so berühmt wie im eigenen Grätzl.

Zurück zum Thema: Ja, Forcher Michael ist kein originärer Forscher, eher ein Nacherzähler, ein Weitervermittler älterer Märchen. Damit ideal für die "Aufarbeitung" der Schützen-Geschichte.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Kunstraub 
Datum:   08-12-17 11:12

@ Irgendjemand

Mann schmückt sich eben gerne mit fremder Kunst.

Irgendjemand schrieb:

> Irgendwie verwundert mich der Michael Forcher. Wie kann man mit
> Raoul Schrott, eindeutig einer der besten lebenden
> deutschsprachigen Wortkünstler und Sprachwissenschafter,
> befreundet sein, dessen Bücher verlegen und dann so einen
> Bullshit veröffentlichen. Also, manchmal kann man echt nur den
> Kopf schütteln.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Irgendjemand 
Datum:   08-12-17 11:04

Irgendwie verwundert mich der Michael Forcher. Wie kann man mit Raoul Schrott, eindeutig einer der besten lebenden deutschsprachigen Wortkünstler und Sprachwissenschafter, befreundet sein, dessen Bücher verlegen und dann so einen Bullshit veröffentlichen. Also, manchmal kann man echt nur den Kopf schütteln.



M.W. schrieb:

> Die zentrale - und historisch komplett falsche und
> verharmlosende- Passage darin lautet:
>
> "... benützte das NS-Regime das Ausrücken der Schützen eines
> Ortes zur massiven ideologischen Indoktrinierung, politischen
> Vereinnahmung und Propaganda".

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: tollerfranz 
Datum:   07-12-17 15:27



https://cba.fro.at/series/symposium-tirol-panorama

Freirad: vom zankapfel zum publikumsmagneten

symposium tirol panorama , ist etwas für die langen winternächte, vorallem der 4. teil ist sehr interessant.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: anonymouse 
Datum:   07-12-17 13:05

haumiblau schrieb:


> Wollte ich nicht. Im Gegenteil wollte ich ihn "vertiefen". Aber
> das ist nicht gewünscht, lieber oberflächliche und ziellose
> Anschuldigungen in alle Richtungen; ok, akzeptiere ich. Dein
> Forum, deine Entscheidung.

Ahja. Oberflächliche und ziellose Anschuldigungen. Du wolltest nicht vertiefen sondern fragmentieren indem du versucht hast ein paar Nebenschauplätze aufzumachen und dort, genau, zu wiederholen, anzuöden.


> Was ich nicht akzeptiere: Falls ich wiederkommen sollte, werde
> ich mich sicher zu komplexen Themen nicht "kürzer" fassen,

Um das geht es nicht. Wenn du wirklich etwas zu sagen hast - auch wenn es kontroversiell sein mag - dann kannst du hier sicher 500 qualitätsvolle Worte pro Beitrag posten, ohne daß sich wer aufregt.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: M.W. 
Datum:   07-12-17 11:37

Weil von Forcher und Tiefenthaler die Rede war:

Der Landeskommandant der Tiroler Schützenkompanien hat vor wenigen Tagen ein A4-Blatt an alle Funktionäre verschickt, einen "gemeinsam mit Historiker Dr. Michael Forcher erarbeiteten Textvorschlag" mit dem Titel "Richtigstellung in Schützenchroniken".

Die zentrale - und historisch komplett falsche und verharmlosende- Passage darin lautet:

"... benützte das NS-Regime das Ausrücken der Schützen eines Ortes zur massiven ideologischen Indoktrinierung, politischen Vereinnahmung und Propaganda".

Wahr ist: Die Schützen sind vornean marschiert, in Tracht und zum Teil sogar mit Hakenkreuzbinde am Arm (siehe: http://www.dietiwag.at/img2/neu1a_1939.jpg), die sie sich schon selber übergestreift haben.

Allein an dieser verfälschenden Formulierung (die verführten, missbrauchten Schützen!) sieht man, dass dem Tiffus und dem Forcher noch lange nicht ernst ist. Und dass es nach wie vor ihr Bestreben ist, die Legende aufrecht zu erhalten.

No pasarán.

M.W.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: haumiblau 
Datum:   07-12-17 11:18

Letzter Beitrag, versprochen:

"Wenn du den Schützen-Thread im Alleingang zum Langweiler-Thread machen wolltest, dann hast du dein Ziel erreicht."

Wollte ich nicht. Im Gegenteil wollte ich ihn "vertiefen". Aber das ist nicht gewünscht, lieber oberflächliche und ziellose Anschuldigungen in alle Richtungen; ok, akzeptiere ich. Dein Forum, deine Entscheidung.

"Du wiederholst dich endlos, du ödest an."

Ok, seinen Standpunkt bei Bedarf mehrmals zu erläutern ist heutzutage nicht mehr; ok, akzeptiere ich. Dein Forum, deine Entscheidung.

"Bitte mach einmal Pause. Und falls du wiederkommst, brems dich ein und fasse dich kürzer."

Wenn "ihr" unter "euch" sein wollt (lustigerweise genau das, was ihr bei anderen ja so gern kritisiert), werde ich eine "Pause" machen; ok, akzeptiere ich.

Was ich nicht akzeptiere: Falls ich wiederkommen sollte, werde ich mich sicher zu komplexen Themen nicht "kürzer" fassen, weil ich gerade in der radikalen Verkürzung von Themen, Meinungen etc. (mittlerweile sind wir schon bei 150 Zeichen, die "Politik machen") einen zentralen Grund für den Niedergang eines zivilisierten Miteinanders sehe.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: haumiblau 
Datum:   07-12-17 11:06

@Neuner

""haumiblau" nervt"

Und wieder meinen Zweck erfüllt.
"Nerven" regt zum Nachdenken an, zum Auseinandersetzen mit anderen Meinungen. Wie es im gesellschaftlichen Umgang notwendig ist.
Was glaubst du, wieviel mich "nervt"? Ich versuche dann zu ergründen, warum ich mich davon "genervt" fühle und warum das Gegenüber "nervt".

Ich weiß, ich bin ein unumstößlicher Optimist, pedantisch und arrogant - was dich davon genau "nervt", weiß ich nicht.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: webmaster 
Datum:   07-12-17 11:04

"haumiblau", es reicht.

Wenn du den Schützen-Thread im Alleingang zum Langweiler-Thread machen wolltest, dann hast du dein Ziel erreicht.
Du wiederholst dich endlos, du ödest an.

Bitte mach einmal Pause. Und falls du wiederkommst, brems dich ein und fasse dich kürzer.

Sei so gut.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: haumiblau 
Datum:   07-12-17 10:59

"Haumiblau, ich rätsle immer noch, was du eigentlich mit diesem ganzen Geschwafel (mehr ist es nicht)
bezweckst."

Wenn ich zum "rätseln" (andere sagen "nachdenken") anrege, habe ich meinen Zweck erfüllt. "Geschwafel": alles was der Mensch sagt/schreibt ist "Geschwafel", Sinn oder Unsinn darin zu erkennen obliegt dem Leser/Hörer.

"Es ging darum, daß der Forcher nix finden konnte/wollte/sollte und MW ihm dankenswerterweise
ein bißchen Anschauungsmaterial vorgelegt hat, damit er sich besser zurechtfindet."

Es ging auch um Kritik und zumindest implizit ist behauptet worden, die hier vorgelegten Bilder wären genau das, was der Forcher suche. Und ich wollte (in meinem ersten Beitrag) auf den Unterschied zwischen einer Bilderreihe und einer "wissenschaftlichen" Untersuchung hinweisen und damit die womöglich berechtigte Kritik am Vorgehen Forchers auf zielführendere Bahnen lenken.

"Ob das jetzt "wissenschaftlich" war ist wurscht, das ist ein Blog und keine Dissertation."

Und genau auf diesen Unterschied wollte ich hinweisen (siehe oben).

"Ich würde aber wetten, daß auch eine genaue historische Bewertung und Interpretation der Bilder nur zu einem
marginal anderen Ergebnis, als es MW schon vorweggenommen hat, führen würde."

"Wissenschaftlichkeit" wird eben nicht durch ein Ergebnis definiert, sondern durch die "Methode" (d.h. den "Weg" von den Bildern zum Ergebnis).
Ich weiß, dass ein Apfel vom Baum fällt. Das Ergebnis meines "Hausverstandes" ist also dasselbe wie die "Gesetze" Newtons: sein Ergebnis ist "wissenschaftlich" begründet, meines nicht.

"All das bleibt von deinen Gefühligkeiten am Bergisel etc. völlig unberührt"

Korrekt, das war auch schon wieder ein anderes Thema.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Neuner 
Datum:   07-12-17 10:56

Völlige Übereinstimmung mit "a.offline"!

"haumiblau" nervt.


Und dem Fritz Tiefenthaler hat es die Sprache verschlagen? Sonst immer geil in den Medien, jetzt so schmähstad?
Und der Forcher bringt den Mund auch nicht auf? Lässt vermuten, dass sie am falschen Fuß erwischt worden sind.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: a.offline 
Datum:   07-12-17 09:55

Haumiblau, ich rätsle immer noch, was du eigentlich mit diesem ganzen Geschwafel (mehr ist es nicht)
bezweckst. Es ging darum, daß der Forcher nix finden konnte/wollte/sollte und MW ihm dankenswerterweise
ein bißchen Anschauungsmaterial vorgelegt hat, damit er sich besser zurechtfindet.

Ob das jetzt "wissenschaftlich" war ist wurscht, das ist ein Blog und keine Dissertation.
Ich würde aber wetten, daß auch eine genaue historische Bewertung und Interpretation der Bilder nur zu einem
marginal anderen Ergebnis, als es MW schon vorweggenommen hat, führen würde.

All das bleibt von deinen Gefühligkeiten am Bergisel etc. völlig unberührt.

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: haumiblau 
Datum:   06-12-17 20:14

Aber:
Das TirolPanorama versucht aber auch neue, kritische Ansätze anzubieten. Gerade die "großen Männer" als Holzfiguren finde ich super, wo dann ein Platz frei ist und wo man quasi gezwungen wird, darüber nachzudenken, welche Personengruppen in den bisherigen Geschichtsbildern fehlen (z.B. Frauen). Auch das ist Kritik, weil man eben von alten Mustern, Geschichte zu schreiben und zu erinnern ("große Männer machen Geschichte"), abweicht und diese Muster dekonstruiert.

Zum Hakenkreuz: eben sie haben dem Symbol eine neue Bedeutung gegeben, die es vorher nicht hatte und das bis heute nachwirkt - vielleicht hat es in 100 Jahren wieder eine ganz andere Bedeutung.

War für mich nur ein Beispiel zu zeigen, dass die "Schützen" als Organisation (und jede andere Organisation) heute nicht mehr zwangsläufig genauso ist wie vor 75 Jahren, und die damals nicht genauso wie vor 100 Jahren etc.
Und dass das "Heldengedenken" heute nicht die gleiche Bedeutung hat, das es vor 75 Jahren hatte, obwohl der Begriff gleich geblieben ist. Hier aber mit dem Unterschied, dass der Begriff "Held" - weil eben in der gleichen Bedeutung verblieben, ein "Held" ist immer noch positiv besetzt - problematisch ist und der Bedeutung, die das "Gedenken" heute hat, nicht angemessen ist. Das Problem beim "Heldengedenken" ist also nicht, dass die Nazis die Praxis ebenfalls betrieben haben (der verlinkte Artikel zeigt ganz gut, dass die Praxis an sich keine genuin nationalsozialistische war, sondern alle kriegsführenden Gesellschaften hatten), sondern dass wir heute (richtigerweise) keine "Helden" mehr in den Kriegstoten sehen.
Und hier können wir Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bewältigen, wenn wir in diesem Wissen unsere eigenen "Helden" (Sportler, Popstars, It-Girls, Politiker, Gurus etc.) ebenso einer Kritik unterziehen (die leisten genauso viel und genauso wenig "Heldenhaftes" wie Soldaten im Krieg) und uns fragen, was macht für mich/für uns einen "Helden" aus.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: tollerfranz 
Datum:   06-12-17 18:32

das problem haben wir noch nicht ganz gelöst.
hier ein realistisches beispiel:

ein landes konservator schreibt ein buch über das rundgemälde und die berg isel schlachten, und das in der manier von einem alt nazi.
so , jetzt baut man ein neues museum und was passiert, man recherchiert nicht und schreibt 1zu1 alles ab und publiziert es in allen medien, bücher , internet usw.
jetzt kommt der hammer , nicht nur lehrer, schützen und führungskräfte in diesem land wurden von den leitern der museen gehirngewaschen indem man ihnen keine eigene meinung ließ sondern ihnen sagte wie dieses museum und seine geschichte zuverbreiten ist.
es ist den betreibern und auftraggebern nicht gelungen ein museum zu installieren in dem mit diesen altväterischen legenden aufgeräumt wurde.

zum hakenkreuz der nazis muß man wissen ,das es den deutschen verboten wurde die symbolik der vorangegangenen geschichte zu verwenden, so mußte man nach alternativen suchen und so kamen die nazis zum hakenkreuz ( swastika ).
es gibt auch im internet zitate von hitler , himmler über den islam. ( eigentlich ein wahnsinn in der heutigen zeit, vorallem für rechte . ).
das zum thema wenn man symbole zeitlich im neuen kontext stellt.





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Autor: haumiblau
Datum: 06-12-17 18:06

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re:
Autor: haumiblau 
Datum:   06-12-17 18:06

@tollerfranz

Danke, jetzt verstehe ich auch, was und wie du vieles meinst. Ich gebe dir teilweise auch recht.

"und wenn man immer noch in dieser sprach- und ideologischen vergangenheit lebt , ist diese parole nachwievor so zuverstehen wie sie einst gedacht war."

Hier bin ich eben anderer Meinung: Begriffe, Parolen, Symbole etc. können sich in ihrer Bedeutung ändern (bzw. werden mit neuen Bedeutungen belegt) und zwar so weit, dass die ursprüngliche Bedeutung im praktischen Gebrauch nicht mehr erkennbar ist.

z.B. "Bank": das Geldinstitut hat mit der Sitzgelegenheit heute im Alltagsdenken (d.h. in den normalen, praktischen Gebrauchskontexten) nichts zu tun, obwohl sie ursprünglich ein und dasselbe waren und daher auch die gleiche Bezeichnung in die Gegenwart mitgenommen haben ("Tradition").

oder: das Hakenkreuz als Symbol gibt es seit tausenden von Jahren, aber in den 20er Jahren wurden dem Symbol neue Bedeutungen zugesprochen. Positive auf der einen, negative auf der anderen Seite. Es wurde zum Symbol für den Nationalsozialismus, was es vorher bedeutet hatte (ich kenne es etwa aus der griechischen Kunst) ist für uns, wenn wir es sehen, nicht "von Bedeutung".

Deshalb plädiere ich dafür, nicht nur "Begriffsgeschichten" zu verfassen, sondern die möglicherweise verschiedenen Bedeutungen im jeweiligen Verwendungskontext zu berücksichtigen.

Genauso finde ich, dass die Praxis des "Totengedenkens" legitim ist (auch wenn der NS es sich angeeignet hat) ABER ich finde auch, dass der Begriff "Held" dabei zu verschwinden hat, weil wir eben die Bedeutung, die dabei mitschwingt und die im letzten Scan von M.W. überdeutlich geworden ist, ablehnen sollten.

"zum letzteren : da liegt das problem , es gibt keinen zusammenhang und trotzdem sind sie alle miteinander beim feiern."

Aber sie feiern eben nicht den "Deutschnationalismus" bzw. sind gerade monarchistische Ideologien dezidiert anti(deutsch)nationalistisch (wie du ja auch geschrieben hast, dass Deutschnationale wie auch andere Nationalisten in der "Vielvölker"-Monarchie und in der österr. Politik der Zwischenkriegszeit "Verräter" waren).

"die schützen und ihre geistigen historiker"

Exakt. Eben nicht ALLE Historiker.

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 Re:
Autor: tollerfranz 
Datum:   06-12-17 17:32

zur Hyhmne :

julius mosen - änderte seinen namen, er hieß eigentlich moses.
er trat einer schlagenden burschenschaft bei und schrieb dieses lied im zusammenhang mit der vormärz revolution.

zu los von rom:

georg von schönerer war das vorbild adolf hitlers, schwerster antisemit und vater des späteren nationalsozialismuses.
den name südtirol gab es nicht mal bei den nazis , die bezeichneten diese region mit oberetsch, also alto adige.
die südtiroler schützen sprechen auch auf ihren seiten von volkstumspolitik ( das ist nationalsozialismus pur ).
und wenn man immer noch in dieser sprach- und ideologischen vergangenheit lebt , ist diese parole nachwievor so zuverstehen wie sie einst gedacht war.


zum tirol panorama:

das neue haus am berg isel wurde geschichtlich neu interpretiert. und jetzt wirds kompliziert.
das alte panorama war als jahrmarkts attraktion gedacht und wurde im jahr 1896 eröffnet, man kann in alten zeitungsausschnitten einen kleinen absatz von der eröffnung lesen. keine sensation.
die darstellung ist etwas kurios, vorallem die gefangen sachsen,die padres von stift wilten mit dem bauern raffl und zwei wiener offiziere , die feindlichen armeen sind bayern, das sieht man an der kopfbedeckung und sehe im bild keine übereinstimmung mit der offiziellen geschichte.

der schauplatz tirol ähnelt sehr der wunderkammer von schloß ambras . Zufall?
die kaiserjäger sind auch sehr lustig in ihrem museum , da sieht man einen garibaldi . garibaldi hat die österreichische armee bei der schlacht von solferino vernichtend geschlagen.


zum letzteren : da liegt das problem , es gibt keinen zusammenhang und trotzdem sind sie alle miteinander beim feiern.
die schützen und ihre geistigen historiker spannen einen bogen von 1809 -1917 was ja ein völliger blödsinn ist,
( tirol panorama ) und ab 1918 haben sie extrem große geschichtslücken, die erinnerung setzt dann wieder so um 1948 ein.

den schützen nehme ich zurück.


---------------------------------------------------------------
Autor: haumiblau
Datum: 06-12-17 16:31

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: haumiblau 
Datum:   06-12-17 16:31

@tollerfranz

Danke für die Versachlichung

"1. ich greif sie ja nicht persönlich an , da ich sie ja gar nicht kenne."

Warum bezeichnest du mich dann als "Schütze"?

"2.mag sein das es ein paar gegeben hat die vielleicht nicht auf linie waren, aber warum soviel deutschtum bei den schützen (auch in der gegenwart )."

Kann ich nicht beurteilen, ich kenne die "Schützen" von innen nicht. Was ich öffentlich so mitbekomme: da kann ich nicht zwischen "Deutschtum" und "Tirolertum" unterscheiden. Ich persönlich finde beides unzeitgemäß, möchte es aber auch niemandem verwehren, wenn sich derjenige romantisch-verklärte, völkische (deutsch oder tirolerisch) "Naturzuständ'" ersehnt, sich in der Praxis aber an die Verfassung und geltendes Recht hält.

"3. warum hat man diese hyhmne die von einem sachsen stamt, 1948 als tiroler landeshyhmne auserwählt.( wo man doch im widerstand war.)"

Warum nicht? Geht es in dem Lied doch gerade um DEN romantisch-bürgerlichen Tiroler Mythos, wo für ein Nachkriegstirol sinnstiftende Momente angeboten werden. Kein NS, kein Adel, sondern das fromme, wehrhaft-bäuerliche Tirol, wie man es seit Jahrhunderten zu kennen glaubt, das sich den aufgeklärt-antiklerikal-modernistischen Entwicklungen um es herum widersetzt: genau dieses Tirol scheint man heiligen und wiedereinsetzen zu wollen (und ich rede hier von 1948, nicht von 1809!) Und diese Ideen werden leider heute noch mit "Tirol" und "Tirolern" verknüpft.
Von wem der Text stammt, ist dabei Nebensache. Der Inhalt zählt.

"4.kenne die historiker und uni-prof. gut und keiner hat die eier etwas anderes zuschreiben , als es der regierung recht ist."

Ich habe (auch) andere Erfahrungen gemacht. Aber auch die von dir beschriebenen - deshalb plädiere ich ja gerade für Differenzierung. Jedenfalls ist der "Hofer-Mythos" in vielen Publikationen dekonstruiert und auch in seiner Rezeptionsgeschichte (spätere Deutungen und Inanspruchnahmen) kritisch untersucht worden.

"5. ein bißchen mainstream ,das wars dann auch mit der vergangenheits bewältigung."

Genau HIER soll man meiner Meinung nach auch ansetzen, weil es UNS betrifft. Vor allem sollten wir für UNSER Verhalten HEUTE lernen (Geschehenes können wir nicht mehr ändern) - wenn ich mir den Ton und die Polarisierung in allen Teilen der Gesellschaft anschaue, scheinen wir aus der Vergangenheit aber wenig zu lernen. Und hier kann jeder von uns beginnen und seine persönliche "Vergangenheitsbewältigung" vorleben. Ich versuche es zumindest :).

"6.los von rom , hat nichts mit südtirol zu tun , das wiederum geht auf die deutsch-nationalen zurück , die einen konfessionswechsel zur evangelischen oder altkath. kirche ( utrecht ) forderten. ( was machen die schützen mit dieser tatsache)."

Dadurch dass "Los von Rom" von Südtirolern aufgegriffen worden ist, hat es auch mit Südtirol zu tun. Ob die Parole vorher in einem anderen Zusammenhang verwendet worden ist, verändert diesen Umstand nicht.

"7. das was im neuen tirol panorama ideologisch präsentiert wird hat sehr viel mit diesem deutschtum zutun."

Ich war letztes Jahr dort, hatte aber den Eindruck, dass "Deutschtum" überhaupt keine Rolle spielt, sondern vielmehr ein bisschen "Tirolverklärung", die teilweise kritisch-selbstironisch reflektiert und teilweise alte Muster einfach tradiert.

Aber vielleicht kannst du mir Gründe für deinen Eindruck geben, damit ich deinen Standpunkt nachvollziehen und meine Meinung ändern kann.

"8.deutsch-nationale sind überall gegenwertig ( a.Hofer, südtirol , bischofsweihe, k.und k. monarchie, heimat,schützen, usw)
wenn man bedenkt das deutsch-nationale in der monarchie sowas wie vaterlands verräter waren,frag ich mich was die alle mit dem schützenwesen an sich zutun haben.da stimmt einiges nicht was die geschichte betrifft"

Ich glaube du verwendest "deutsch-national" zu inflationär oder zu undifferenziert. Ich weiß z.B. nicht, wo du zwischen "Hofer", "Südtirol", "Bischofsweihe", "k.u.k Monarchie", "Heimat", "Schützen" irgendwo einen "deutsch-nationalen" Zusammenhang siehst.



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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: haumiblau 
Datum:   06-12-17 16:30

@Subalterner

Danke für den Aufsatz. Ein kulturhistorischer Streifzug durch das "Toten-/Heldengedenken".

@M.W.

Die Tradition der "Heldengedenken" finden sich im Aufsatz, den Subalterner verlinkt hat. Die NS-Instrumentalisierung ist ein Teil davon.
Danke für deinen Scan, der über die Praxis Aufschluss gibt (der BdM soll schmücken).



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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Armin W. 
Datum:   06-12-17 16:26

Subalterner schrieb:

> https://goo.gl/7srPoA
>
> ...und immerfort....

Danke für den Linl. Lesenswert, vor allem die Einschätzung des Verfassers.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Subalterner 
Datum:   06-12-17 16:13

https://goo.gl/7srPoA

...und immerfort....

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Tiroler 
Datum:   06-12-17 16:10

Da stehen aber Tiefenthaler und der Forcher supernackt da!

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: M.W. 
Datum:   06-12-17 15:37

Das ist die Tradition, in der die "Heldengedenken" stehen:

http://www.dietiwag.at/img2/heldengedenktag_900.jpg

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Spaziergänger 
Datum:   06-12-17 15:03

Eigentlich ists eine Farce und zeugt von unbeabsichtigter Einsicht dass der Intellekt und die Wahrnehmung von realen Fakten nicht ausreichen um sich halbwegs vernünftig und vor allem sachgerecht der eigenen Geschichte zu stellen.
Ein "Heldengedenken" ist grundsätzlich auch "mit Blut beheftet". In unterschiedlicher Größenordnungen und mit jeweils abweichenden Opferzahlen. Und um die Letzteren sollte es bei einer Beurteilung von geschichtlichen Zeitabläufen in erster Linie gehen.
Nicht um das "Recht haben" auf einen "Freiheitskampf", einen "Volksaufstand" oder beispielsweise bei einer unreflektierten und unterwürfigen Teilhabe an einer diktatorischen Staatsführung.

Und daher ist es notwendig und unausweichlich dass sich eine Gesellschaft, ein Staat (Land), Organisationen und jede(r) Einzelne sich von Zeit zu Zeit einer Beurteilungsprüfung über Geschehenes stellen und diese dann mit entsprechender Sorgfalt ausführen.

Wenn man dies unterlässt, unterdrückt oder einfach als "lästig" beseite schiebt, dann wird man von der "Geschichte" einfach irgendwann eingeholt und sie erdrückt dann mit ihren Lasten die Gegenwart bzw. untergräbt sie den Blick auf die Zukunft.

Die Tiroler Schützen der Gegenwart irren seit Jahrzehnten auf den Pfaden des "Wegschauen", des "Verleugnen", des "Kleinredens", des "Verdrängen" und des "Geschichtsfälschen" herum. Und schaffen es bis heute nicht nur im Ansatz ihre ideologischen "Spruchbänder" abzuhängen bzw. diese auf etwaige Fehlinterpretationen und Irrtümer zu überprüfen.

Und da gilt dann keine Ausrede. Auch nicht auf historische "Lücken", auf mangelnde "Unterlagen" oder "fehlende Nachweise".

Es ist Alles vorhanden und dies seit "Ewigkeiten". Und man muss gar nicht krampfhaft nach Belegen suchen - diese sind in unzähliger Weise registriert und archiviert. Ja teilweise "versteckt" oder irgendwo "abgelegt", aber deswegen nicht verloren.

Wir leben im 21. Jahrhundert und die Zeit der Aufklärung sollte eigentlich bei jedermann/jederfrau schon längst angekommen sein. Und die "heldenreichen Schlachten am Bergisel" oder die "auch Wohltaten des tausendjährigen Reiches" sind von jedwelcher Verherrlichung oder Rechtfertigung auszuschließen. Sie sind ein historischer Fakt, jedoch kein Anlaß um sie irgendwie noch als "Monstranz" vor sich her zu tragen.

Daher ist das ganze "Herumgesülze" und "Geeiere" um die Geschichte der Tiroler Schützen eine Farce und zeugt nur davon dass sie noch immer nicht in der Gegenwart, geschweige denn in der zu erwatenden Zukunft angekommen sind. Also sind sie ein unobjektiv rückwärts gerichtetes Relikt, dessen Notwendigkeit nicht einmal mit einem einfachen "Grasausläuten" begründet werden kann. Ganz abgesehen von "Aufmärschen" und anderweitigen Selbstdarstellungen.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Gloggenhofer 
Datum:   06-12-17 14:07

Die Tiroler, welche sich 1809 gegen die Fremdherrschaft der Bayern und Franzosen erhoben und sie z.T. massakrierten werden als Helden und tapfere Krieger hochgeehrt.
Jugoslawen, Griechen, Italiener und Franzosen, die sich gegen die Nazibesatzung wehrten und dasselbe taten, werden als Partisanen ,Banditen und blutrünstige Bestien bezeichnet.
Diese Frage legte ich ganz naiv einer Stammtischrunde von Schützenoffizieren und ihrem Kuraten in den 70-iger Jahren vor. Der Bannfluch verfolgte mich noch lange, zum Stammtisch wurde ich nie mehr eingeladen.

@ Werner
Die Melodie von " Zu Mantua in Banden" wurde vom kommunistischen Arbeiterlied" Dem Morgenrot entgegen" geklaut.Als die Natterer Musikkapelle in den 80-iger Jahren den Andreas-Hofer- Marsch auf dem Roten Platz in Moskau spielten, wurden die Musiker enthusiastisch gefeiert.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Höttinger 
Datum:   06-12-17 12:49

Total d'accord, 'tollerfranz'.

Das Tirol-Panorama ist heute das Zentrum der ideoligischen Tiroler Historie, der Rückzugsort (Bewahrungsort) der unheilvollen Tradition, die jederzeit - wie Instant-Kaffee - aufgelöst und eingesetzt werden kann.
Deswegen ist diese Betonwatsche vom Wilhelm so wichtig.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: tollerfranz 
Datum:   06-12-17 12:14




1. ich greif sie ja nicht persönlich an , da ich sie ja gar nicht kenne.
2.mag sein das es ein paar gegeben hat die vielleicht nicht auf linie waren, aber warum soviel deutschtum bei den schützen (auch in der gegenwart ).
3. warum hat man diese hyhmne die von einem sachsen stamt, 1948 als tiroler landeshyhmne auserwählt.( wo man doch im widerstand war.)
4.kenne die historiker und uni-prof. gut und keiner hat die eier etwas anderes zuschreiben , als es der regierung recht ist.
5. ein bißchen mainstream ,das wars dann auch mit der vergangenheits bewältigung.
6.los von rom , hat nichts mit südtirol zu tun , das wiederum geht auf die deutsch-nationalen zurück , die einen konfessionswechsel zur evangelischen oder altkath. kirche ( utrecht ) forderten. ( was machen die schützen mit dieser tatsache).
7. das was im neuen tirol panorama ideologisch präsentiert wird hat sehr viel mit diesem deutschtum zutun.
8.deutsch-nationale sind überall gegenwertig ( a.Hofer, südtirol , bischofsweihe, k.und k. monarchie, heimat,schützen, usw)
wenn man bedenkt das deutsch-nationale in der monarchie sowas wie vaterlands verräter waren,frag ich mich was die alle mit dem schützenwesen an sich zutun haben.da stimmt einiges nicht was die geschichte betrifft.


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Autor: haumiblau
Datum: 06-12-17 11:23

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: anonymouse 
Datum:   06-12-17 12:05

Auf der Heide blüht ein kleines Blümelein, und das heißt haumiblau....:))
Summe ich gerade vor mich hin....



Nachricht bearbeitet (06-12-17 12:09)

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: haumiblau 
Datum:   06-12-17 11:55

@Bullerei

Was hast du? Ich habe die Fotos doch gewürdigt? Nicht? Und ich würde die Diskussion gern weiterführen und neue Aspekte einbringen.
Habe ich die Verbandelung der Schützen mit dem NS-Regime (oder irgendeinem anderen politischen System) irgendwo bezweifelt? Nein.
Versuche ich ein gewisses Maß an Differenzierung einzubringen? Ja.

Du scheinst mir auch fähig, Geschichte differenzierter zu sehen, wie dein sinnvoller Beitrag nach den Schimpftiraden zeigt :).
Du solltest mich also eigentlich verstehen.

@Werner

Ja, so alle paar Monate/Jahre singe oder summe ich das Lied wirklich - meist wenn ich irgendwo damit konfrontiert werde (so wie jetzt gerade - geht dir das Lied im Moment nicht durch den Kopf?).
Häufiger habe ich aber z.B. "die Internationale" im Kopf, ohne ein Kommunist/Sozialist/etc. zu sein.
Oder auch "Alles da! Interspar" ohne jemals dort eingekauft zu haben. Im Moment auch viele Weihnachtslieder, obwohl ich nicht das Christkind bin.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Werner 
Datum:   06-12-17 11:35

Werter "haumiblau" (welch tödelhafter Nick!),

du singst echt "Zu Mantua in Banden"?

ZITAT: 3. singe ich das Lied "Zu Mantua in Banden" nicht oft und wenn dann weil es wirklich eine tolle Medlodie hat und auch nur wenn ich alleine bin (eigentlich summe ich es eher)

Wie sagt Lili Marlen im Faßbinder-Film zu ihrem Wehrmachts-Hit "Vor der Laterne, vor dem großen Tor ..."?:
"Ich sing ja nur ein Lied, ein Lied."

(Jaja, tolle Melodie. Und der Rest geht uns nix an, gelt, haumiblau.)

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Bullerei 
Datum:   06-12-17 11:35

@haumiblau
Lass das Gesülze Mann!

Die Foto sind so eindeutig, dass sich jede weitere Diskussion darüber erübrigt.

Oder bist du einer jener Typen, die die Diskussion sozusagen auf einen Nebenweg lenken wollen, um vom eigentlichen Problem, dass die Schützen als der Tiroler Traditionsträger schlechthin in ihrer Gesamtheit willfähige Büttel der Nazi waren, ablenken soll?

PS:
Mein Großvater waren auch ein Nazi. Nach 1945 hatte er aber begriffen, dass sie damals auf's falsche Pferd gesetzt hatten. Aber nicht wegen dem Holocaust etc, sondern vor allem wegen der eigenen Verluste, den Zerstörungen, dem Kriegsdienst etc.
Und wie in so vielen Familien war keine vernünftige Diskussion darüber möglich.
Standardargument war immer, "Alles unterm Hitler war nicht schlecht","Unterm Hitler haben wir Arbeit bekommen", etc.
Stimmt!
Aber der Rest war dermaßen ungeheuerlich, dass es sich einfach verbietet, "das Gute" nur zu erwähnen.
Aber der Unterschied zu den Schützen?
Mein Großvater war weder Schütze noch eine Person des öffentlichen Lebens. Er war ein einfach Mensch, denn ich trotzdem hoch geachtet habe.
Weil?
Weil nach meinem Rechtsverständnis Schuld persönlich nachzuweisen gewesen wäre. Und dafür gab es überhaupt keinen Anhaltspunkt.

Aber er bleib zeitlebens ein zumindest in Gedanken der Ideologie verbundener Nazi......

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: haumiblau 
Datum:   06-12-17 11:23

@tollerfranz

"kleiner nachsatz für sie .
warumsingt ihr schützen das lied " zu mantua in banden?"

Warum gibt es überall diese Polarisierung und warum wird man ständig persönlich angegriffen? Warum werde ich plötzlich für dich zum "Schützen", wenn ich in meinen Augen ungerechtfertigte Vereinfachungen und Verallgemeinerungen versuche zu differenzieren?
Gibt es für dich nur Schwarz und Weiß? Links und Rechts? "Schützen" und Schützen-"Vernaderer"?

Und nochmal für dich:
1. bin ich kein Schütze
2. sympathisiere ich nicht mit den Schützen (wenn du meine Beiträge etwas sorgfältiger liest, wirst du sogar merken, dass ich ihnen im Gegensatz sogar eher kritisch gegenüberstehe, ihnen aber grundsätzlich keine so große Bedeutung beimesse wie viele andere hier vermeintlich; ich bin aber genauso kritisch der Schützenkritik gegenüber :))
3. singe ich das Lied "Zu Mantua in Banden" nicht oft und wenn dann weil es wirklich eine tolle Medlodie hat und auch nur wenn ich alleine bin (eigentlich summe ich es eher)
4. Kenne ich es, weil ich es - jetzt wirklich - in der Volksschule gelernt habe
5. Verstehe ich das Lied heute aus seiner Zeitgebundenheit heraus (d.h. das Lied ist für mich ein historisches Phänomen und keine Offenbarung oder gar eine Wahrheit)

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: haumiblau 
Datum:   06-12-17 11:10

@ M.W.

"Du forderst Sachlichkeit - und lässt diese selber am meisten vermissen."

Ich versuche Sachlichkeit zu wahren, bin aber auch nur ein Mensch (und als solcher bin ich immer subjektiv gebunden). Wenn ich irgendwo zu "unsachlich" bin oder wenn irgendwo andere Meinungen herrschen, bin ich für Diskussionen aber immer offen :).

"Nirgendwo habe ich behauptet, eine wissenschaftliche Arbeit abzuliefern. Das ist 1. nicht meine Intention und 2. nicht meine Job."

Genau das habe ich auch gesagt. (siehe mein Eintrag vom 5.12.17, 11:20Uhr)

"Ich habe 50 Foto-Dokumente vorgelegt *...*"

Das ist sinnvoll und ist von mir auch nicht kritisiert worden.

"*...* welche die unheilvolle Verstrickung der Schützen, vieler Schützen, der überwältigenden Mehrheit der Schützen, in das politische System der NS-Zeit unwiderlegbar beweisen. Und ich habe mit Recht sie als Quasi-Vorfeldorganisation der NSDAP im Gau Tirol-Vorarlberg bezeichnet. Nicht mehr und nicht weniger."

Darüber kann man umgekehrt aber diskutieren - nichts anderes mache ich hier. 50 Fotos "beweisen" eben nicht "unwiderlegbar", dass die "überwältigende Mehrheit der Schützen" mit dem politischen System verstrickt sind. Aber sie zeigen deutlich, dass die "Schützen" oder vielleicht sogar die "überwältigende Mehrheit der Schützen" NICHT verboten oder gar im Widerstand gewesen sind. Und das allein ist auch schon sinnvolle Aufklärungsarbeit.
Und ich habe versucht zu zeigen, dass auch beides "wahr" sein kann: rechtlich verboten, praktisch instrumentalisiert.

"Und habe die Schützen und den von ihnen bestellten und vom Land bezahlten Historiker dafür gerügt, dass sie nichts zusammenbringen, weil sie nichts zusammenbringen wollen. Sie spielen auf Zeit, wollen das Thema aussitzen."

Auch das ist legitim. Und ich wollte nur darauf hinweisen, dass es auch andere historische Fragestellungen gibt, die die werten Herren wohl eher interessieren dürfte. Wie etwa, wie von mir vermutet, die rechtliche Stellung der Schützen als Organisation, damit sie "ihre Wahrheit" belegen können. Dass sie dabei nichts Brauchbares finden ist ebenso bezeichnend.

"Damit ihnen das nicht gelingt, war diese Fotostrecke notwendig. Hier wurde ein Pflock eingeschlagen. Herr Forcher wird nicht mehr dahinter zurückkönnen."

Diese deine Pflöcke habe ich auch (meistens) gut und wichtig gefunden und nirgendwo kritisiert.

"By the way: Wenn er wirklich schriftliche Dokumente sucht, wird er auf weit Ärgeres stoßen als von mir (bisher) veröffentlicht."

Das kann ich nicht beurteilen, bin aber auf jeden Fall gespannt.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: tollerfranz 
Datum:   06-12-17 10:58

du hast etwas übersehen, nämlich das 11jahre im alten rundgemälde mit meiner volksschulzeit nichts zutun haben.
und ich gib hr. wilhelm recht ,wenn er behauptet das hr. forcher noch auf viel übleres stoßen wird ,falls er die absicht hat, wirklich mal zu recherchieren.
kleiner nachsatz für sie .
warumsingt ihr schützen das lied " zu mantua in banden? "




haumiblau schrieb:

Ich glaube, du kritisierst hier das Bild, das dir in der Volksschule damals geboten wurde, ohne die jüngeren Entwicklungen mitbekommen zu haben (oder wahrhaben zu wollen).

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: M.W. 
Datum:   06-12-17 10:44

@ haumiblau

Du bist (hinter den Stauden heraus) furchtbar gescheit. Wenn deine Auslassungen in diesem Thread nicht wären, wüssten die User gar nicht, was war und was ist.

Du forderst Sachlichkeit - und lässt diese selber am meisten vermissen.

Nirgendwo habe ich behauptet, eine wissenschaftliche Arbeit abzuliefern. Das ist 1. nicht meine Intention und 2. nicht meine Job.

Ich habe 50 Foto-Dokumente vorgelegt, welche die unheilvolle Verstrickung der Schützen, vieler Schützen, der überwältigenden Mehrheit der Schützen, in das politische System der NS-Zeit unwiderlegbar beweisen. Und ich habe mit Recht sie als Quasi-Vorfeldorganisation der NSDAP im Gau Tirol-Vorarlberg bezeichnet. Nicht mehr und nicht weniger.

Und habe die Schützen und den von ihnen bestellten und vom Land bezahlten Historiker dafür gerügt, dass sie nichts zusammenbringen, weil sie nichts zusammenbringen wollen. Sie spielen auf Zeit, wollen das Thema aussitzen.
Damit ihnen das nicht gelingt, war diese Fotostrecke notwendig. Hier wurde ein Pflock eingeschlagen. Herr Forcher wird nicht mehr dahinter zurückkönnen.

By the way: Wenn er wirklich schriftliche Dokumente sucht, wird er auf weit Ärgeres stoßen als von mir (bisher) veröffentlicht.

M.W.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: haumiblau 
Datum:   06-12-17 08:56

@bernsteiner

Wenn du weißt, wo sie liegen, solltest du dem armen Historiker helfen.
Nachdem M.W. schreibt, er suche in Wien und Berlin nach Dokumenten, rate ich einmal mutig ins Blaue und vermute mal, es geht Forcher nicht um Fotos aus dem Familienalbum, sondern vor allem um offizielle Rechtspapiere (Gesetze, Verordnungen etc.) - dass er dort (Berlin, Wien) keine Fotos vom Tiroler Alltagsleben findet, weiß er wahrscheinlich selbst.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: haumiblau 
Datum:   06-12-17 08:51

@tollerfranz 18:11

"1809 war kein freiheitskampf, sondern ein rein auf religjösen motiven basierendes schamüzel."

"Freiheitskampf" ist sicherlich ein ideologisch besetzter Begriff, aber deine Deutung als "Scharmützel" und "religiös motiviert" ist genauso wenig differenziert. Außerdem kann ein Ereigniskomplex sowohl "Freiheitskampf" als auch ein "auf religiösen Motiven basierendes Scharmützel" sein - ein "entweder...oder" stellt sich nicht zwangsläufig. Wenn man "Freiheitskampf" als Auflehnung gegen eine in den Augen der handelnden Akteure illegitime politische Macht definiert, dann scheint mir der Begriff auf 1809 schon zuzutreffen - aus welchen Gründen diese Auflehnung geschieht (religiös!?) ist dabei für den heuristischen Begriff sekundär.
Und: die Verklärung als "Freiheitskampf" ist - wenn nicht in der breiten Bevölkerung - so doch bei historisch interessierten und versierten zur Genüge bekannt. Ebenso natürlich viele andere "Freiheitskämpfe" in der Geschichte.

"gegner waren bayern und sachsen unter teilweiser französischer führung , wobei viele französisch klingende namen trotzdem bayern waren."

Die Trennung in "Franzosen" und "Bayern/Sachsen" tut bei der Frage nach "Freiheitskampf" oder nicht wenig zur Sache. Aber bei der historischen Betrachtung dieser Zeit spielt vor allem ein "Frankreich - Deutsche Länder"- oder "Frankreich - Rest Europas"-Dualismus eine Rolle, der auch eine gewisse Berechtigung hat; dass er zu kurz greift, liegt in der Natur der Sache (so wie jede Aussage über Historisches immer zu kurz greifen muss, weil 'Wirklichkeiten' immer zu komplex für einfache Begriffe oder Gegenüberstellungen ist) Dass vor allem bayrische Beamte/Soldaten in Tirol agiert haben, wird aber auch in keiner umfassenderen Darstellung verschwiegen.

"nachdem napoleon in europa besiegt wurde , war a.hofer kein held in tirol, das wiederum brachten deutsch-nationale kräfte von wien nach tirol ( schönerianer ), deshalb auch der glaube das ein französisches heer in tirol gekämpft hätte.
die nazis machten dann den deckel drauf und aus dem raffl bauer wurde dann der judas von tirol .
11 jahre arbeit im alten riesenrundgemälde hinterläßt seine spuren und was da ins neue tirol panoramavon der universität, dem land tirol und den historikern hinein interpretiert wurde , der blanke horror."

Dass "Helden" und "Mythen" nicht in die Welt fallen, sondern 'gemacht' werden ist klar. Dass jede Zeit ihre eigenen Deutungen von historischen Begebenheiten und ihre eigenen Helden hat, ebenfalls. Aber dass die Figur Andreas Hofer und die sog. "Freiheitskriege" heute nicht kritisch betrachtet (und aufgearbeitet) würden ist in meinen Augen blanker Unsinn. Besorg dir mal die Publikationen von der Uni Innsbruck der letzten 20 Jahre zum Thema und besuch mal das neue TirolPanorama - dass hier der Mythos des 19. Jahrhunderts unreflektiert tradiert wird, wie du es andeutest, ist wirklich haltlos. Sogar der Wikipedia-Eintrag (den ich mir gerade eben mal angeschaut habe) zeigt ein deutlich kritischeres und differenzierteres Bild als du hier unterstellst.

Ich glaube, du kritisierst hier das Bild, das dir in der Volksschule damals geboten wurde, ohne die jüngeren Entwicklungen mitbekommen zu haben (oder wahrhaben zu wollen).

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: bernsteiner 
Datum:   06-12-17 08:28

Wie unfähig muss ein "Historiker" sein, der die in öffentlichen Archiven zuhauf liegenden Quellen über die NS-Verstrickungen der Schützen seit fünf Jahren nicht findet ... Oder will er vielleicht nichts finden?

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: der "spechtler" 
Datum:   05-12-17 20:06

"Historika", warum so süffisant zynisch?

kann man die geschichtliche Aufarbeitung, Schützen während der NS Zeit nicht auch etwas kultivierter diskutieren?
M.W : vielleicht könntest du auch einmal Kompanien recherchieren, die in dieser unseligen Zeit, aus welchem Grund auch immer, nicht mehr ausgerückt sind!?
eine Versachlichung der Diskussion könnte der geschichtlich wichtigen Aufarbeitung, die viel zu lange hintangehalten, ja totgeschwiegen wurde, nur nützen.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Historika 
Datum:   05-12-17 19:34

Stimmt es, dass M.W. gerne den Klängen des Badenweiler Marsches lauscht und dazu genüsslich einen kleinen Braunen schlürft?
War nur eine Frage!
Es gilt die Unschuldsvermutung!!!!!!!!!!!!!!

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: trend 
Datum:   05-12-17 18:57

Die ÖVP-Vorfeldorganisation Katholischer Tiroler Lehrerverein hat in der Grundschule seit Kriegsende ganze Arbeit geleistet. Die Andreas Hoferei sitzt tief, der fürchterliche Liedtext "Auf zum Schwur" in eigener Tiroler Fassung ist nicht auszurotten.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: tollerfranz 
Datum:   05-12-17 18:11


nein , es ist schon lange an der zeit diese geschichtslügen aufzuarbeiten oder richtig zustellen.
es ist natürlich nicht einfach von heute auf morgen die menschen auzuklären woher das alles kommt was wir über die geschichte tirols wissen oder nicht wissen.

ich fang mal gleich damit an:

1809 war kein freiheitskampf, sondern ein rein auf religjösen motiven basierendes schamüzel.
gegner waren bayern und sachsen unter teilweiser französischer führung , wobei viele französisch klingende namen trotzdem bayern waren.
nachdem napoleon in europa besiegt wurde , war a.hofer kein held in tirol, das wiederum brachten deutsch-nationale kräfte von wien nach tirol ( schönerianer ), deshalb auch der glaube das ein französisches heer in tirol gekämpft hätte.
die nazis machten dann den deckel drauf und aus dem raffl bauer wurde dann der judas von tirol .
11 jahre arbeit im alten riesenrundgemälde hinterläßt seine spuren und was da ins neue tirol panoramavon der universität, dem land tirol und den historikern hinein interpretiert wurde , der blanke horror.




Autor: Klaus
Datum: 05-12-17 17:38

@ tollerfranz

War das ironisch gemeint?


Ich stimme "Brixental" auf jeden Fall zu.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Klaus 
Datum:   05-12-17 17:38

@ tollerfranz

War das ironisch gemeint?


Ich stimme "Brixental" auf jeden Fall zu.

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: tollerfranz 
Datum:   05-12-17 16:39

spitze Brixental, mehr solche menschen wie dich, die kapieren was in tirol seit gnerationen falsch läuft.

Autor: Brixental
Datum: 05-12-17 16:22schrieb:


Bin erst jetzt auf diese für mich schockierende Dokumentation gestoßen und bin der Meinung, daß die Geschichte der stolzen, wehrhaften, unbeugsamen Tiroler umgeschrieben werden muß.

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Brixental 
Datum:   05-12-17 16:22

Bin erst jetzt auf diese für mich schockierende Dokumentation gestoßen und bin der Meinung, daß die Geschichte der stolzen, wehrhaften, unbeugsamen Tiroler umgeschrieben werden muß. Was hat man uns denn jahrzehntelang für einen Blödsinn erzählt ... Das kann auch nicht ohne Folgen bleiben, wenn das Selbstverständnis eines Volkes oder eines Landes auf Lügen aufgebaut ist. Dafür wurden die wirklichen Widerständler kaum gewürdigt. Ich kann zwar persönlich nichts dafür, aber ich schäme mich für dieses Lügenkonstrukt - heute würde man fake news sagen.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: M.W. 
Datum:   05-12-17 13:22

Gloggenhofer schrieb:

> Waren die Schützenkompanien von 1939 bis 1945 überhaupt
> ausrückungsfähig? Nach dem Anschluss 1938 galt ja die
> allgemeine Wehrpflicht vom 18. bis 45.Lebensjahr, die Männer
> wurden sofort zur Wehrmacht eingezogen und kamen bald an die
> Front. Ältere Männer kamen zum Volkssturm. Die männliche Jugend
> musste in der HJ oder anderen NS-Orgisationen die Freizeit
> verbringen, wo nahmen da die Kompanien ihre Schützen her? Gibt
> es aus dieser Zeit keine Fotos?



Doch, gibt's.

Hier die erste Tranche sozusagen: http://www.dietiwag.at/index.php?id=5130

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: tollerfranz 
Datum:   05-12-17 13:12

die nazis waren gute schauspieler und inszenierten immer ihre veranstaltungen , auch wurden ja nicht alle eingezogen ,den man brauchte ja auch die in zivilberufen tätigen in der heimat.

----------------------------

.Autor: Gloggenhofer
Datum: 05-12-17 12:03schrieb:

Waren die Schützenkompanien von 1939 bis 1945 überhaupt ausrückungsfähig? Nach dem Anschluss 1938 galt ja die allgemeine Wehrpflicht vom 18. bis 45.Lebensjahr, die Männer wurden sofort zur Wehrmacht eingezogen und kamen bald an die Front. Ältere Männer kamen zum Volkssturm. Die männliche Jugend musste in der HJ oder anderen NS-Orgisationen die Freizeit verbringen, wo nahmen da die Kompanien ihre Schützen her? Gibt es aus dieser Zeit keine Fotos?

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Gloggenhofer 
Datum:   05-12-17 12:03

Waren die Schützenkompanien von 1939 bis 1945 überhaupt ausrückungsfähig? Nach dem Anschluss 1938 galt ja die allgemeine Wehrpflicht vom 18. bis 45.Lebensjahr, die Männer wurden sofort zur Wehrmacht eingezogen und kamen bald an die Front. Ältere Männer kamen zum Volkssturm. Die männliche Jugend musste in der HJ oder anderen NS-Orgisationen die Freizeit verbringen, wo nahmen da die Kompanien ihre Schützen her? Gibt es aus dieser Zeit keine Fotos?

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: haumiblau 
Datum:   05-12-17 11:20

"Wahrscheinlich soll Wilhelm dem Forcher auch noch das Buch schreiben, oder?"

1. Wie gesagt: (fast) nur Polemik hier. Aber ein bisschen den Frust von der Seele schreiben und auf jemanden hinhacken tut gut, gell? :)
2. Er könnte auch unter seinem Namen eines schreiben. Aber darum geht es Herrn M.W. offenbar auch nicht.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Ex 
Datum:   05-12-17 11:13

Wahrscheinlich soll Wilhelm dem Forcher auch noch das Buch schreiben, oder?

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: haumiblau 
Datum:   05-12-17 09:23

@Apfelmännchen
"... was auch heute noch praktiziert wird:
rechtlich ist vieles verboten, praktisch kommen die "Täter" mit milden Strafen davon und werden politisch instrumentalisiert. Das beste Beispiel sind die Anhänger der identitären Bewegung, die anscheinend zu blöd sind um zu merken, dass sie nur Fischfutter sind!"

Seit es "Recht" gibt, gab und gibt es dieses Missverhältnis zwischen Theorie und Praxis und wird es auch immer geben.
Dass die "Identitäre Bewegung" ein gutes Beispiel dafür sei, glaube ich dafür weniger :)
1. Ist sie meines Wissens nach nicht "verboten"
2. Scheint mir das "Identitärenwesen" vom "herrschenden System" auch nicht instrumentalisiert.
3. Hat das "Identitärenwesen" weder Tradition (als Institution) noch Rückhalt in der Bevölkerung, sodass mir eine Instrumentalisierung (am Recht vorbei) wenig förderlich scheint.

Oder kannst du mir erläutern, wie du das meintest?

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Apfelmännchen 
Datum:   05-12-17 09:11

haumiblau schrieb:

> Damit wäre eben in gewisser Hinsicht beides richtig:
> "rechtlich" hätte es ein Verbot geben können und "praktisch"
> hat man das herrschende System unter- und gestützt.

... was auch heute noch praktiziert wird:
rechtlich ist vieles verboten, praktisch kommen die "Täter" mit milden Strafen davon und werden politisch instrumentalisiert. Das beste Beispiel sind die Anhänger der identitären Bewegung, die anscheinend zu blöd sind um zu merken, dass sie nur Fischfutter sind!

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: haumiblau 
Datum:   05-12-17 09:02

"Du meinst echt, Bierrechnungen sagen mehr als Bilder, die hitlergrüßende Schützen zeigen???"

Kommt auf die Fragestellung an: Wenn mich interessiert, wie viel ein Bier kostet/gekostet hat, hilft mir ein Bild von hitlergrüßenden Schützen nicht viel :).

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: haumiblau 
Datum:   05-12-17 08:59

@Knallköpfe

"Die ganze Diskussion wegen "wissenschaftlich" ist doch nur noch lächerlich.
Mein Hausverstand sagt mir, dass mindestens 80% der Tiroler Nazi waren."

Dein "Hausverstand" ist eben NICHT "Wissenschaft", weshalb eine Sache "wissenschaftlich" nicht zu begründen sein kann, obwohl es für den Hausverstand sonnenklar ist.
Man kann Geschichte immer hausverstandlich betrachten und deuten oder eben wissenschaftlich - weder ist das eine schlechter als das andere noch besser. Es ist nur eine andere Art.

"Und nun die Frage: warum sollten die Nazi solche lupenreinen völkische Vereinigungen den verbieten?"

Genau! Das ist auch die Frage, die ich mir immer stelle, wenn ich von den angeblichen Verboten höre/lese. Trotzdem gäbe es auch ein paar Argumente, die für ein Verbot gesprochen hätten. Die Schützen waren wohl nicht von Anfang an und in ihrer Gesamtheit "deutschnational", es war sicherlich auch ein starkes österreichisch-monarchistisches Element dabei, das den "Anschluss" nicht begrüßt hat. (Hier wäre es interessant zu untersuchen, ob es innerhalb der Schützen einen Generationenkonflikt gab: ob "junge" Deutschnationale "alte" christlichsoziale Österreichpatrioten und Monarchisten an der Spitze abgelöst haben.) Und außerdem hatte die NSDAP vergleichbare Parteiorganisationen, denen die "zivilen" Vereine ein Dorn im Auge hätten sein können.
"Völkisch" war eben damals keine homogene Gesinnung und politische Richtung, sondern war so vielfältig (und einfach eine grundlegende Weltanschauung) wie heute "demokratisch". So wie die NSDAP in den Anfängen auch nicht die einzige nationalistische Partei war, sondern nach und nach die anderen politischen Strömungen aufgesaugt hat. "Völkische" Vereine konnten also ohne weiteres in Konkurrenz zu anderen "völkischen" Ideologien stehen, bevor man sich zusammenraufte.

Und: auch wenn die Schützenvereine FORMAL verboten worden wären, hätte man gleichzeitig das "Schützenwesen" informell (Personen, Tracht) weiterbestehen lassen und instrumentalisieren können - was offensichtlich geschehen ist. Damit wäre eben in gewisser Hinsicht beides richtig: "rechtlich" hätte es ein Verbot geben können und "praktisch" hat man das herrschende System unter- und gestützt.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: media 
Datum:   05-12-17 08:52

mag schon sein; man kann aber auch alles solange unter den Teppich kehren bis die letzten Zeitzeugen ausgestorben sind. Ebenso ist es Fact, dass ein Bild mehr Aussagekraft besitzt als tausend Worte, zumal diese immer sehr subjektiv sind und nahezu immer gesteuert werden. Also ein Bild ist auf jeden Fall besser als jede "Bierrechnung."

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Oberlandler 
Datum:   05-12-17 08:50

Bilder sagen bekanntlich mehr als tausend Worte und was können wir diesen entnehmen? Das Schützenwesen wurde in Tirol nicht in den Untergrund gedrängt im Gegenteil sie waren sehr präsent bei diversen Naziaufmärschen und standen offenbar begeistert Spalier für den Führer und Gauleiter. Die Wahrheit stellt sich also völlig anders dar als von den Schützen dargestellt.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Hans 
Datum:   05-12-17 08:45

Mei, bischt du gscheit, Martin Lang! Das haben wir alles nicht gewusst, was du da dozierst ;)))
Laut M.W. ist Herr Forcher seit fünf Jahren dran an der Erforschung und hat noch nichts (null) zusammengebracht.

Du meinst echt, Bierrechnungen sagen mehr als Bilder, die hitlergrüßende Schützen zeigen???

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Martin Lang 
Datum:   05-12-17 08:35

Eine – wenn auch respektable und Bände sprechende – Bildergallerie ist, mit Verlaub, noch keine Geschichte, im Sinne von „history“ mit einer „story“. Erst eine solche macht Geschichtsschreibung, also die Darstellung historischer Ereignisse im Medium der Sprache, zu Geschichtsschreibung. Die „story“ muss erst geschrieben werden. Sie wird zugleich immer Konstrukt bleiben; wer immer sie schreibt, trägt deutlich merkbar oder auch unmerklich seine Perspektiven ein. Geschichtsschreibung generiert sich nicht nur aus bildlichen Quellen, sondern aus allen nur irgendwie auffindbaren anderen Quellen auch: Archivalien aller Art, ja sogar Bierrechnungen und Lieferscheine, ggf. Zeitzeugen. Es handelt sich ja nach wie vor um eine zeitgeschichtliche Fragestellung. Diese wird uns aber sehr bald entgleiten, da die letzten Zeitzeugen im Begriff sind, auszusterben. Das Ganze ist mehr als nur die Summe der Teile. Eine „history“ mit der dazugehörigen „story“ ist unglaublich aufwendig und braucht Zeit. Und Geduld.



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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: M.W. 
Datum:   05-12-17 08:02

Die FPÖ weiß schon, was sie an den Schützen hat:

http://www.dietiwag.at/img2/fpoe_schuetzen.jpg

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Werner 
Datum:   05-12-17 07:35

Eigentlich müsste Herr Tiefenthaler ALLEN Kompanien unverzüglich jetzt diese erschütternde Bilder-Sammlung zusenden. Oder per Mail den Link: http://www.dietiwag.at/index.php?id=5130

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Knallköpfe 
Datum:   05-12-17 01:25

Die ganze Diskussion wegen "wissenschaftlich" ist doch nur noch lächerlich.
Mein Hausverstand sagt mir, dass mindestens 80% der Tiroler Nazi waren. Im Sinne von Zustimmung nicht von Parteibuch.
Davon werden sicherlich die Hälfte bei den Schitzn gewesen sein.
Und nun die Frage: warum sollten die Nazi solche lupenreinen völkische Vereinigungen den verbieten?
Schade Forcher, dass du dich auch von deren Nachfahren hast korrumpieren lassen. Schade!
Zur Erinnerung: obwohl in Innsbruck jüdische Menschen einfach erschlagen wurden, starb Hofer nach dem Krieg vollkommen unbehelligt im Bett.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: valligiani 
Datum:   04-12-17 22:51

Forcher konnte das nicht finden! Die Freunde der Wirtschaftsbosse im Lande (z.B. in Sölden) wussten mit Unterstützung unseres kurz vor der Wahl stehenden " gut aufgestellten LH's " dies zu verhindern!

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Oberlandler 
Datum:   04-12-17 22:39

Das tut fast schon weh wie Markus Wilhelm hier die Schützen und den vom Land beauftragten "Historiker" Michael Forcher hier vorführt! Aber die Vorgehensweise hat in Tirol ja Tradition wie man anhand der Missbrauchsskandale im Skisport ebenfalls bestens sieht: Schweigen, ignorieren, leugnen wo es geht und hoffen das bald viel Gras über die Sache wächst... Tiroler Land - scheinheiliges und falsches Land!

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Bestattung 
Datum:   04-12-17 20:10

Au weia!
Ist das peinlich!

Das Archiv ist ein Hund! Die Speichellecker und Selbstbediener haben also Tradition!

DIe Maders und Pertls waren also immer schon so!

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: webmaster 
Datum:   04-12-17 19:36

Zur Erinnerung: Es geht um die aktuelle Fotostrecke zur Vorgeschichte "unserer" Schützen.

http://www.dietiwag.at/index.php?id=5130

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Wenns 
Datum:   04-12-17 19:32

Danke. Die endlose Bilderfolge gibt einen ganz tiefen Einblick. Einige Aufnahmen sind fast nicht auszuhalten. Ich verstehe nicht, wie das so lange umgelogen werden konnte und teilweise noch wird.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Wattens 
Datum:   04-12-17 16:39

medium schrieb:

> in Nordtirol scheinen zwei Charaktere sehr ausgeprägt zu sein.
> Die Dummheit im Umgang mit der Geschichte und dem noch viel
> verheerenderen gesellschaftlichen Problem durch das Fehlen an
> Unrechtbewusstsein gegenüber den Greueltaten der
> Naziverbrecher. Beides haben die seit Jahrzehnten im Land
> dominierenden Schwarzen zu verantworten. Waren viele ihrer
> Großväter und Väter doch zumindest "Hochjubler" dieser
> Verbrecher und eine Aufarbeitung wurde bis heute nicht
> ernsthaft in Angriff genommen.


Richtig.
Aber wenn die Geschichte der Traditionsverbände wirklich aufgearbeitet würde, dann würde man Günther Platter das Fundament entziehen. Mit dem Sturz Sepp Tanzers und der notwendigen Diskreditierung des Standschützenmarsches sowie nun der ach so schneidigen Schützentradition wackelt der Boden unter Platters Füßen eh schon bedenklich. Er muss anfangen sich zu überlegen, ob er diese Mitläufer aller Regime wirklich bei jedem Sackhupen dabei haben will. Ob ihm Tiefenthaler langsam aber sicher nicht mehr schadet als nützt.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: medium 
Datum:   04-12-17 16:28

in Nordtirol scheinen zwei Charaktere sehr ausgeprägt zu sein. Die Dummheit im Umgang mit der Geschichte und dem noch viel verheerenderen gesellschaftlichen Problem durch das Fehlen an Unrechtbewusstsein gegenüber den Greueltaten der Naziverbrecher. Beides haben die seit Jahrzehnten im Land dominierenden Schwarzen zu verantworten. Waren viele ihrer Großväter und Väter doch zumindest "Hochjubler" dieser Verbrecher und eine Aufarbeitung wurde bis heute nicht ernsthaft in Angriff genommen.

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 Re:
Autor: haumiblau 
Datum:   04-12-17 16:23

@Apfelmännchen

"Wo liegt das Problem?
Die "Wissenschaft" kann sich die Fotos von dieser Seite herunter ziehen."

Genau DAS ist eben NICHT "Wissenschaft". Und genau DAS dürfte auch das Problem sein, wieso man "wissenschaftlich" wirklich Probleme haben könnte, an relevante Informationen zu kommen.

Was wir hier vor uns haben, sind eben nur digitale Bilder, die KEINERLEI Hinweise über ihre Herkunft geben.

Da braucht es Originalbilder und Informationen, woher die Bilder stammen, wo sie gelagert/gefunden worden sind. Wer sie womöglich gemacht hat? Wo sie womöglich aufgenommen worden sind? Etc. Es geht darum, den Entstehungskontext und das was sie zeigen zu rekonstruieren. Und hierzu braucht es möglichst zuverlässige Informationen über den "Weg" der Bilder vom Damals in die Gegenwart. M.W. könnte hier vorangehen und den Leuten, die eine wissenschaftliche Aufarbeitung zu verfolgen vorgeben, die Fotos zur Verfügung stellen samt den Informationen, woher er sie bekommen hat.

Wie gesagt: ich möchte hier weder die Schützen in Schutz nehmen noch die Authentizität der Bilder noch die Notwendigkeit einer historischen Neubewertung der Schützen in der Öffentlichkeit anzweifeln. Mir geht es nur darum zu sagen, dass die "Geschichtswissenschaft" Ansprüche hat, die über das bloße Vorhandensein dieser Bilder und die persönliche Interpretation derselben hinausgeht.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Kornfeld Kofel 
Datum:   04-12-17 15:37

Beobachter schrieb
> Seh ich anders. Der Standschützenmarsch wird tatsächlich von
> manchen Kapellen zufleiß gespielt.

Stimmt, zumeist aber bleibt es unter der Schwelle, daß man ihn nur fast spielt. Oder halt lästert. Aber man führt ihn nicht mehr auf, und mit der Zeit wird es dann normal, daß man ihn nicht aufführt, und so erledigt sich das mit der Zeit.
Das ist der beste Weg, das Werk loszuwerden, und ähnlich wird es bei den Schützen sein (hoffentlich).

Die Leute begreifen leider nicht, daß und wie sehr sie in diesen Dingen vom in Einzelaspekten deutlich untoten NS-Regime verarscht werden. Selbst intellektuell hochaktive Persönlichkeiten. Argumente bringen wenig, leider, bleibt nur der vom Landesverband vorgeschlagene Verzicht.
Ähnlich wird es bei den Schützen sein, hoffe ich.

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 Re:
Autor: Apfelmännchen 
Datum:   04-12-17 15:34

Wo liegt das Problem?
Die "Wissenschaft" kann sich die Fotos von dieser Seite herunter ziehen.

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 Re:
Autor: haumiblau 
Datum:   04-12-17 15:26

@Höttinger

Wissenschaft ist ein gesamtgesellschaftliches Anliegen und Unterfangen und so wie Ihnen bei Bedarf Quellenmaterial von Institutionen ausgehändigt wird, sollte man auch als Privatperson Quellenmaterial aushändigen, wenn es gebraucht wird - ganz ohne Sekt und Torte jeweils.

Aber hier scheint sowieso nur polemisiert zu werden.

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 Re:
Autor: haumiblau 
Datum:   04-12-17 15:23

@PK

Mein Kommentar war auch keine Kritik an M.W., sondern sollte nur zeigen, dass "Wissenschaftlichkeit" eben mehr als die Aneinanderreihung von Fotos ist. So wie zweites (die Dokumentation bzw. Archivierung) auch völlig legitim ist. Ich wollte nur jenen zu denken geben, die meinen, damit wäre der vermeintliche Anspruch Forchers schon erledigt.
Eben weil die Fotos erst der Anfang von "wissenschaftlicher" Arbeit sein können.

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 Re:
Autor: Höttinger 
Datum:   04-12-17 15:20


> Autor: haumiblau
> Datum: 04-12-17 14:13 schrieb.
>
>Also lassen Sie dem Herrn Forcher die Fotos (samt
> Provenienzbelegen) zukommen, dann kann er beginnen.
>

Ja, genau. Und eine große Torte und eine Flasche Sekt soll M.W. dem Forcher auch noch schicken ...

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: haumiblau 
Datum:   04-12-17 15:16

@Otto

Ob mir das zu wenig ist, ist irrelevant. Ich habe gesagt, ich persönlich finde die Fotos bezeichnend.
Aber: Wissenschaftlichkeit ist mehr als der spontane Eindruck, den ich beim Anblick bekomme und erfordert auch eine kritische Analyse der Bilder.
Die von ihnen angesprochenen Sujets sind auch jene, die ich für "bezeichnend" halte. Aber es gibt auch Fotos, auf denen ich die unterstellte Beziehung zwischen den Schützen (als Organisation/Verein) und NSDAP nicht sehe.
Und, ja es geht noch danke.

@Apfelmännchen

Die "hingebogene" Wissenschaft ist in ihrer Gebogenheit zumindest zu erkennen, das Auge des Betrachters nicht.

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 Re:
Autor: P.K. 
Datum:   04-12-17 15:13

M.W. erhebt glaub ich nirgendwo den Anspruch auf "Wissenschaftlichkeit", sondern nur auf "Dokumentation". Und diese Bilderstrecke sagt mehr aus als alles was bisher über die Schützen geschrieben wurde. Da wurde dem Schützen-For cher echt was vorgelegt! Chapeau!

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 Re:
Autor: tollerfranz 
Datum:   04-12-17 15:00

zeigen sie mir ein buch, das historisches wissenschaftliches über das land tirol beinhaltet.
ein plagiat jagt das andere und alle sind so gescheit, ob das die uni oder dieser forcher, alles die gleichen partei freunde.



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Autor: haumiblau
Datum: 04-12-17 14:13 schrieb.

Die Fotos und Zeitungsausschnitte hier sind aber auch nicht "historisch" im Sinne von wissenschaftlich. Sie können (und sollen) der Ausgangspunkt einer wissenschaftlichen Arbeit sein. Also lassen Sie dem Herrn Forcher die Fotos (samt Provenienzbelegen) zukommen, dann kann erbeginnen.


Einige Fotos sind natürlich bezeichnend, aber ohne Hinweise zu Herkunft der Fotos und dem Kontext ihrer Aufnahme nicht wirklich "wissenschaftlich"-

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Otto 
Datum:   04-12-17 14:37

@ haumiblau

Dir ist das immer noch zu wenig? Hakenkreuzbinden an den Schützenjankern, Hakenkreuze am Revers des Schützenrocks, Hitlergrüßende Schützen ohne Ende usw.

Ja, sag, geht's noch?

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Apfelmännchen 
Datum:   04-12-17 14:19

haumiblau schrieb:

> Einige Fotos sind natürlich bezeichnend, aber ohne Hinweise zu
> Herkunft der Fotos und dem Kontext ihrer Aufnahme nicht
> wirklich "wissenschaftlich".

Wissenschaft lässt sich "hinbiegen", das Auge des Betrachters nicht.

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: haumiblau 
Datum:   04-12-17 14:13

Die Fotos und Zeitungsausschnitte hier sind aber auch nicht "historisch" im Sinne von wissenschaftlich. Sie können (und sollen) der Ausgangspunkt einer wissenschaftlichen Arbeit sein. Also lassen Sie dem Herrn Forcher die Fotos (samt Provenienzbelegen) zukommen, dann kann erbeginnen.
Außerdem belegen die meisten Fotos die unterstellte enge Verbindung von Vereinen mit der NSDAP nicht: Schützen vor Hakenkreuzfahnen beweisen genauso viel oder wenig wie ein Foto von irgendjemanden heute, wo im Hintergrund ein Parteiplakat abgebildet ist. Hier muss schon der Kontext ermittelt werden (Parteiveranstaltung, Vereinsveranstaltung, öffentlicher Raum, privater Raum etc.).

Einige Fotos sind natürlich bezeichnend, aber ohne Hinweise zu Herkunft der Fotos und dem Kontext ihrer Aufnahme nicht wirklich "wissenschaftlich".

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Mittlerer Zillertaler 
Datum:   04-12-17 13:31

Forcher ist so ein guter Historiker wie Tiefenthaler ein progressiver Schützenkommandant ist.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: tollerfranz 
Datum:   04-12-17 13:11

hr. forcher ist ein märchenschreiber und kein historiker.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: KeinSchütze 
Datum:   04-12-17 12:38

Mensch Tiefenthaler!
Bist so deppert oder bist auch ein "Übriggebliebener", der immer noch nicht erkannt hat, was es geschlagen hat?
Du wirst nicht als "der schneidige Landesschützenkommandant" in die Analen der Geschichte eingehen sondern als der größte Geschichtsfälscher und Verharmloser!
Schon beim Bekanntwerden der Nazivergangenheit des Landeshauptmann Wallnöfer hätte eine öffentliche Diskusssion einsetzen müssen.
Dann die Nazivergangenheit des Nazikapllmeisters samt seiner Gaumusik!
Doch sie lernen nichts dazu.
Sie glauben immer noch alles aussitzen zu können.

Man darf gespannt sein, wie es im ORF, der TT und der Krone etc weiterhin totgeschiwegen wird.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: a.offline 
Datum:   04-12-17 12:37

idee schrieb:

> Was ich mich frage? Wie blöd müssen erst die Auftraggeber eines
> Herrn Forcher sein, wenn dieser nicht einmal fähig ist,
> Archivmaterial über die unsägliche Nazivergangenheit der
> Tiroler Schützen zu finden.

Ungefähr so "blöd" wie die Leute die einst den subalternen Landesschandi zum Verteidigungsminister machten.
Also gar nicht blöd. Aber auch nicht anständig.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Hmh 
Datum:   04-12-17 12:21

Bumsdi - Dieser Eintrag hat wohl eine "Dauerwiederbetätgiung" von der Landesregierung und den dortig angeblich demokrtisch gekrönten Häuptern, bis hin zu den roten und grünen Bundespräsidenten, flankniert durch den Adabei-Adel und den gesamten Klerus, enttarnt

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Höttinger 
Datum:   04-12-17 12:18

Der Schützen-For(s)cher findet nix. Und M.W. findet. Seltsam, seltsam.

Kann der Bund der Tiroler Schützenkompanien jetzt weiter so tun, als wäre nichts gewesen?

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Tiroler Landjunkerin 
Datum:   04-12-17 12:16


Meckerziege beschreibt die Freizeitbeschäftigung der bewaffneten Alkis sehr ausführlich...... "schei en, fressen....." bei diesen Tätigkeiten gehen sicherlich keinerlei politische und gesellschaftliche Gefahren aus.
Was ich aber schon sehe bzw. glaube ist, dass die Schützenmitglieder eine leicht manipulierbare Masse zu sein scheint und permanent instrumentalisiert werden.
Und diese instrumentalisierung bemerken diese Schützenhüte nicht, leider.
Sie sind in ihren Vereinen einer permanenten intellektuellen Inzucht ausgesetzt.



Meckerziege schrieb:

> Verstehe alle Bedenken sehr gut, ist auch sehr gut formuliert
> und argumentiert.
>
>
> Nicht umsonst spricht man über die "Schützentätigkeit" von
> Folklore, "schei.en, fressen, saufen,furzen, brunzen (wo es
> sich gerade ergibt) usw.
>
> (kontrolliert) austoben und grölen, eine unmittelbare Gefahr
> geht von ihnen aber nicht aus.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Irgendjemand 
Datum:   04-12-17 11:29

Die Wahrheit steckt oft in der Klammer. Man tobt sich eben in einer kontrolliert faschistoiden Umgebung aus. Das ist kein jugendlicher Überschwang, das ist gelenkte politische Jugendarbeit.

Die Gefahr ist natürlich unmittelbar, wenn ein Gauland in einer Parteitagsrede der AfD den Strache als Berater lobt und solche Vereine wie die Schützen die Wahrheit verdrehen und verleugnen um ihre politischen Ziele zu pushen.



Meckerziege schrieb:


>... (kontrolliert) austoben und grölen, eine unmittelbare Gefahrgeht von ihnen aber nicht aus.

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: trend 
Datum:   04-12-17 10:40

Würde es so wie @Meckerziege sehen.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Daniela 
Datum:   04-12-17 10:34

Diese einzigartige Dokumentation gehört unbedingt in die Jungschützen-Schulung.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Meckerziege 
Datum:   04-12-17 10:34

Verstehe alle Bedenken sehr gut, ist auch sehr gut formuliert und argumentiert.
Mich nerven diese bewaffneten Alkoholiker auch usw.
Aber: Ich behaupte, dass über 80 % dieser Figuren Mitläufer sind und bei den Schützen einfach ihre sonst trostlose und sinnentleerte Freizeit verbrachten und aktuell noch immer verbringen.
Für irgendeine eigene Ideologie sind sie nicht fähig, sie vertreten das, was ihnen eingeredet wird und darin sehe ich die einzige Gefahr für die Gesellschaft.

Nicht umsonst spricht man über die "Schützentätigkeit" von Folklore, "schei.en, fressen, saufen,furzen, brunzen (wo es sich gerade ergibt) usw.
Brauchtum und Tradition sind nur vorgeschobene Metapher, im Prinzip können sich diese Käuze in ihren Vereinslokalen (kontrolliert) austoben und grölen, eine unmittelbare Gefahr geht von ihnen aber nicht aus.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: M.W. 
Datum:   04-12-17 09:59

trend schrieb:

> @idee hat recht, willfährige Tödel. Marschieren als
> Freizeitgestaltung.


"Tödel", das ist mir zu verharmlosend. So sollte man das nicht abtun. Da gehts um mehr als ein paar Deppen.
Hier geht es um die Identität, auf die dieses ganze Tirolertum aufgesetzt ist.
Die sind nicht als "Tödel" mitmarschiert bzw. vorne dran, sondern ganz bewusst. Und nicht (nur) Leute mit niedrigen IQ.
Bitte nicht vorschnell in die vorbereitete Schublade stecken. Das Thema ist viel größer.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: trend 
Datum:   04-12-17 09:17

@idee hat recht, willfährige Tödel. Marschieren als Freizeitgestaltung.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Otto 
Datum:   04-12-17 09:15

webmaster schrieb:

> NEU:
>
> Bild-Doku über unsere braven, tapferen, patriotischen
> Schützenkompanien, die es zwischen 1938 und 1945 angeblich gar
> nicht gegeben hat:
>
> http://www.dietiwag.at/index.php?id=5130



Diese riesige Bilddokumentation ist der Todesstoß für die bisherige Art der landesübl(ich)en Geschichtsbetrachtung.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: idee 
Datum:   04-12-17 08:40

Was ich mich frage? Wie blöd müssen erst die Auftraggeber eines Herrn Forcher sein, wenn dieser nicht einmal fähig ist, Archivmaterial über die unsägliche Nazivergangenheit der Tiroler Schützen zu finden. Sucht dieser "Kulturbegabte" nach M.W. doch glatt dort nach historischen Unterlagen, wo man schlichtweg nichts finden kann, weil die Bedeutung der Schützen weder im Nazi-Berlin noch im Nazi - Wien, nur irgend eine Bedeutung hatte. Vielmehr waren sie nur willfährige Tödel (wie heute?) und dienten in erster Linie dem Missbrauch der Macht eines der größten Verbrechensregime der Menschheit. Danke für das Bildmaterial, das allein spricht Bände und nur ein Verleugner oder ein Idiot wird sich der Wahrheit verschließen können.

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 Forcher
Autor: versoffener Jurist 
Datum:   04-12-17 08:17

Vor allem aber wollen wir hoffen, dass "unser Historiker" und Pensionist Michael Forcher seine Forschungseinkünfte vom Land Tirol brav dem Finanzamt und der die Pension auszahlende Stelle meldet, damit die notwenigen steuerlichen und pensionsrechtlichen Maßnahmen getroffen werden können: (Zitat) "Der Tiroler Haus- und Hof, Wald- und Wiesenhistoriker Michael Forcher soll im Auftrag und Sold des Landes erforchen, ob es zwischen 1938 und 1945 überhaupt Tiroler Schützenkompanien gegeben hat oder ob sie, wie es gerne heißt, allesamt verboten und aufgelöst und sogar in den Untergrund gezwungen waren. Der Gute sucht seit fünf Jahren nach Dokumenten … und findet, sagt er, keine. Dem Manne kann geholfen werden ..."

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: trend 
Datum:   04-12-17 08:13

Die laufen hinter jeder Fahne her, heutzutage als Vorfeldorganisation der ÖVP halt hinter der türkis-schwarzen. Bis wieder eine andere Zeit kommt. Dann hinter der nächsten. Hinten drin steuern den Laden die Pfaffen. Wie immer.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: webmaster 
Datum:   04-12-17 07:57

NEU:

Bild-Doku über unsere braven, tapferen, patriotischen Schützenkompanien, die es zwischen 1938 und 1945 angeblich gar nicht gegeben hat:

http://www.dietiwag.at/index.php?id=5130

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Beobachter 
Datum:   01-12-17 10:15

Kornfeld Kofel schrieb:

> ray hat völlig recht, es steht aber zu erwarten, daß die
> meisten Kompanien da mitziehen. Nicht aus Angst vor Markus
> Wilhelm, sondern weil das Landeskommando es gesagt hat.
> Eine weitere Parallele zum Standschützenmarsch, übrigens. Es
> wird zwar gemurrt, aber gehorcht.

Seh ich anders. Der Standschützenmarsch wird tatsächlich von manchen Kapellen zufleiß gespielt. Siehe zuletzt die Zillertaler in München beim Oktoberfest 2017! Und der Landeskommandant Tiefenthaler mit seinem Herumschwanzeln um den Landeshauptmann wird halt auch nicht wirklich ernstgenommen draußen in den Dörfern.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Kornfeld Kofel 
Datum:   01-12-17 09:49

ray hat völlig recht, es steht aber zu erwarten, daß die meisten Kompanien da mitziehen. Nicht aus Angst vor Markus Wilhelm, sondern weil das Landeskommando es gesagt hat.
Eine weitere Parallele zum Standschützenmarsch, übrigens. Es wird zwar gemurrt, aber gehorcht.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Beobachter 
Datum:   01-12-17 08:12

Ein Anfang, mehr nicht.
Und auch da muss man erst in der Praxis sehen, wer sich dran hält (aus Angst vor M.W. vielleicht) und wer grad extra (= jetzt erst recht!) Heldengedenken abführt ... dem M.W. z'fleiß zum Beispiel.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: na bravo 
Datum:   30-11-17 15:35

In meinem Heimatdorf heißt das schon lange Gefallenengedenken. So oder ähnlich wird es wohl auch in vielen anderen Gemeinden gehandhabt werden.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: ray 
Datum:   30-11-17 15:24

Mal sehen wie viele Kompanien sich zu Fleiß nicht daran halten. Bestes Beispiel ist der Standschützebarsch. Nach dem Motto mir sein mir und jetzt erst recht....

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: M.W. 
Datum:   30-11-17 12:51

Ja, das ist schon allerhand, welchen Aufwand und welche Interventionen es braucht, um nur einmal das Allerselbstverständlichste zu erreichen!

http://www.dietiwag.org/blog/index.php?datum=2017-11-30

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: ortograf 
Datum:   30-11-17 12:47


schön - daumen hoch
hoffen wir dass es auch bei den funktionären und vor alle, in den köpfen der leute ankommt

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: media 
Datum:   30-11-17 12:37

Gratulation! Gut Ding braucht Weil; oder steter Tropfen höhlt den Stein und die ewig "Gestrigen"!

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 Re:
Autor: Wilten 
Datum:   30-11-17 09:09

Gut Ding braucht Weil!


webmaster schrieb:

> Der Bund der Tiroler Schützenkompanien reagiert und schafft die
> "Helden" ab:
>
> http://www.dietiwag.org/blog/index.php?datum=2017-11-30

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 Re:
Autor: webmaster 
Datum:   30-11-17 08:52

Der Bund der Tiroler Schützenkompanien reagiert und schafft die "Helden" ab:

http://www.dietiwag.org/blog/index.php?datum=2017-11-30

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 Re:
Autor: Argusauge 
Datum:   12-11-17 07:28

Um auch einmal etwas positives zu posten.
Wenn jemand sich die Zeit nimmt, auf den Völser Kalvarienberg zu spazieren, der wird vor dem Aufstieg eine Brontetafekl der Schützenkompanie Völs finden.

Diese Tafel wurde anläßlich 50 Jahre Frieden in Österreich angebracht.
Ich finde das ist auch einmal erwähnenswert.
Eine Gedenktafel in dieser Art und Weise habe ich von anderen Institutionen noch nirgends gesehen.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Edelweiß 
Datum:   11-11-17 21:59

https://www.tirolerkaiserjaeger-innsbruck.at/kaiserj%C3%A4gerschie%C3%9Fen/

Wo hört Spass auf und fängt ernst an?

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: gilfert 
Datum:   11-11-17 21:25

ad: M.W.

Eine direkte Stellungnahme von Fritz Tiefenthaler habe ich nicht gefunden. Gibt es eine solche?

Die vor nicht allzu langer Zeit stattgefundene "Neudefinierung" gewisser schützeninterner Grundsätze hat sich dem Thema jedenfalls nicht angenommen. Welchem Schützenselbstbild verdanken wir überhaupt die Vereinnahmung des Gedenkens an die Opfer der Weltkriege? Gerade das Schützenwesen erlebte ja in der NS-Zeit eine spezielle Förderung.

Die Omnipräsenz der Schützen bei allen wichtigen kulturellen Festen spricht weniger für deren besonderen kulturellen Wert als vielmehr für deren kostümträchtigen Beitrag. Die Verquickung mit dem Gedenken an die Gefallenen und Getöteten der beiden Weltkriege mit dem Schützenwesen ist in jedem Fall überdenkenswert, im Grunde Unsinn.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: M.W. 
Datum:   11-11-17 10:53

Ein sehr gutes Beispiel dafür, wie es auch gehen könnte. "Kriegsopfergedenkfeier" statt "Heldengedenken".

Zur Nachahmung empfohlen, lieber Fritz Tiefenthaler: http://www.dietiwag.at/mat/Kameraden_Frieden.pdf

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Peda 
Datum:   10-11-17 16:53

tollerfranz schrieb:

> helden sind menschen die leben retten und nicht vernichten.


Danke, Franz, das seh ich auch so.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: tollerfranz 
Datum:   10-11-17 15:03

helden sind menschen die leben retten und nicht vernichten.

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 Re:
Autor: gilfert 
Datum:   08-11-17 18:59

ad: agent orange

Kann es sein, dass du denkst, "Opfer" seien weniger "wert" als "Helden"?

Der Stempel "Held" prangt inflationär gebraucht heute schon auf jedem Sportler, wenn er ein Weltcuprennen gewonnen hat oder auf einem, der nach einem Unfall nicht davon fährt, sondern sich (selbstverständlich!) um Verletzte kümmert.

Die Opfer der totalitären Regime der Vergangenheit gehören in den Fokus gerückt, indem man sie eben auch mit dem richtigen "Wort" anredet. Die "Helden" von damals sollten endlich verblassen. Kriegsopfer sind keine Helden, sie hatten auszuführen, zu ertragen, zu sterben, seltenst aus eigenem Antrieb (und eben diese sind ja wohl erst recht keine "Helden" gewesen). Widerständler hätten den Begriff "Held" schon eher verdient, "tragische Helden" zumeist.

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 Stanley Milgram
Autor: brass 
Datum:   07-11-17 14:08


> BtT: Was denn anderes als Helden sind Opfer und Überlebende
> (die nicht Täter waren) in Krieg, Diktatur und Gewalt?
>

Das ist ein wichtiger Punkt.

Wichtig wäre allerdings auch, den heutigen Kenntnisstand nicht ganz zu ignorieren - wir wissen heute nicht nur, was alles sein hat können und also sein kann, sondern auch in sehr gutem Detail warum.

Wir wissen, wie schmal der Grat, dünn der Lack etc. - und auch, welche Faktoren die Gefahr erhöhen. Wir wissen das aus Experimenten von US-Psychologen, deren Bekanntheitsgrad ruhig höher sein könnte, vor allem Philip Zimbardo und Stanley Milgram. Wir wissen das seit den 60er Jahren und ignorieren es seit jeher.

Deshalb habe ich großes Verständnis für den Ärger mancher Leute, die die fragliche Zeit erlebt haben und sich in den vergangenen Jahrzehnten viel anhören haben müssen, sofern man das Thema aus welcher Motivation immer nicht überhaupt ausgeblendet hat.
Das hat auch dazu geführt, daß wir über dieses wichtige Thema viel weniger erfahren haben, als wir hätten erfahren können.

Kein Verständnis habe ich aber dafür, Routinen und Folklore, die das Nazi-Regime etabliert hat, um unsere Tradition zu mißbrauchen und zu verzerren, weiterzuführen. Ich war entsetzt darüber, wie unendlich lang es gedauert hat, den Standschützenmarsch aus dem Repertoire zu bekommen (wenigstens weitgehend und fast überall).
Hier braucht es noch viel Einsatz von Geist, um unsere Tradition zu reinigen.

Das Wort Held ist hier nicht das Problem, will mir scheinen, immerhin propagiert auch Zimbardo in seinem sehr lesenswerten und sehr dicken Werk „The Lucifer Effect“ ein Heldentum, allerdings ein sehr sorgfältig definiertes.
Das Buch gibt es auch auf deutsch, die parallel etablierte website mit Videos und anderem leider nur mehr zum Teil.

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 Re:
Autor: agent orange 
Datum:   06-11-17 21:42

gilfert schrieb:

> ad agent orange.
>
> Wovor hast du Angst?


Vor nicht viel. Nur von Verlust von Arbeitsplatz und Repressalien gegen die Familie. Ich habe nicht einmal einen Multitrac den man mir anzünden könnte. Trotzdem werde ich in Deckung bleiben.

BtT: Was denn anderes als Helden sind Opfer und Überlebende (die nicht Täter waren) in Krieg, Diktatur und Gewalt?


Anm. M.W.:
"Opfer und Überlebende (die nicht Täter waren) in Krieg, Diktatur und Gewalt" sind ... na, was denn? Sie sind Opfer und Überlebende (die nicht Täter waren) in Krieg, Diktatur und Gewalt. Nicht mehr und nicht weniger.

PS. Ich habe keinen Multitrac, sondern einen sog. Schlepper, Baujahr 1983.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: M.W. 
Datum:   06-11-17 11:15

Noch einmal:

Es geht nicht um das Verhalten der Wehrmachtsangehörigen zu Hitler und zu den Verbrechen des Regimes.

Es geht (mir) hier einzig und allein um das Verhalten der Heutigen zu den Verbrechen auch der Wehrmacht und um das alle Täter miteinschließende Prädikat "Helden".

M.W.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Karl100 
Datum:   06-11-17 10:03

Und gerade deshalb gibt es dieses Forum indem jeder seine Meinung kundmachen kann. Herr Wilhelm ist der Vermittler der aber auch seine Meinung schreiben kann. Egal ob sie irgendwem passt oder nicht. Und wenn man hier versucht die unselige Zeit unserer Vergangenheit unter dem Tisch zu kehren so erkennt man, dass diese Vergangenheit noch lange nicht aufgearbeitet ist und noch in sehr vielen Köpfen herumschwirrt. Wer ein Held ist muss jeder für sich selbst beantworten.





Autor: Weiter wie gewohnt
Datum: 06-11-17 07:19

Herr Wilhelm hat seine Meinung. Und die Bevöl

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Der_Sepp 
Datum:   06-11-17 09:23

Solange der grün-liberale Meinungsterror die undifferenzierte Jubelpost für US-und alliierte Gräueltaten während und nach dem 2. Weltkrieg darstellt, solange darf auch den eigenen Großvätern gedacht werden.
Sie waren nicht alle Helden, sie waren bei weitem aber auch nicht alle Nationalsozialisten.
Das schwer verzerrte Geschichtsbild, das seit Kriegsende gelehrt wird, trägt nichts zu einer ausgewogenen politischen Bildung, geschweige denn zu einer vorausschauenden und Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen vermögenden Bevölkerung bei.

In einer Zeit, in der Bündnispolitik und Aufrüstung gerade in Europa dieselben kriegsprovozierenden Blüten treibt, wie zu Anfang des 20. Jahrhunderts sollten wir alles daran setzen, ein friedliches europäisches Miteinander zu erreichen.
Das Habsburgerreich ist an den Bünden und der Vernachlässigung der Diplomatie zerbröselt.
Dass die Generation des ersten Weltkriegs ein Wiedererstarken des Österreichischen Nationalstaates befürwortete kann ihr niemand übel nehmen. Die kritische Lektüre der Staatsverträge von Saint Germain und Versailles als "Nachschau" und die politische Entwicklung zum 1. WK sei hiermit empfohlen.

Wer Hitler, SS und Rassismus als "PopUp" der 30er Jahre betrachtet möge sich schleunigst darüber informieren, wie es so weit kommen konnte, dass derart radikale Strömungen in einer Bevölkerung (die vor allem von Armut und kriegsgeschädigten Vätern gebeutelt war) überhaupt Fuß fassen konnten.
Alles andere stellt das ideologisch verblendete Weltbild unserer Generation "Schlafwandler" dar, die vor lauter Kleinkrieg um Nebensächlichkeiten den Blick aufs Wesentliche verloren haben.


Wenn in diesem Forum nicht um Flüchtlinge diskutiert werden darf, dann wäre es schön, wenn es auch von der ewigen Nazikeule verschont bliebe. DerTiwag.org und seinen Förderern bleiben genügend aktuelle Schweinereien zur Aufdeckung übrig.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: trend 
Datum:   06-11-17 08:44

Zu diesem Thema hat die Bevölkerungsmehrheit leider gar keine Meinung.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Munde 
Datum:   06-11-17 07:36

Hätten wir einen Landeshauptmann mit Hirn und mit einer politischen Haltung und nicht einen pardon Waschlappen, würde er diese unheilvollen Inszenierungen von HELDENGEDENKEN abstellen.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Weiter wie gewohnt 
Datum:   06-11-17 07:19

Herr Wilhelm hat seine Meinung. Und die Bevölkerungsmehrheit eine andere. Punkt.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: trend 
Datum:   06-11-17 07:01

Die ÖVP ist der politische Flügel der Kath. Kirche. Die Caritas eine Organisation derselben. Von denen kommt kaum etwas in dieser Richtung.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Karl100 
Datum:   06-11-17 00:52

Als Held der heutigen Zeit hätte ich diejenigen gesehen die gegen den derzeitigen Rechtsruck in Österreich aufgetreten wären. Von den Vertretern vieler Organisationen, Caritas, den Kirchenvertretern usw. hörte man überhaupt nichts. Es ist eigentlich kein gutes Zeichen, da sie ja sonst überall ihre Meinungen kundtun.

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 Re:
Autor: xxxxxx 
Datum:   05-11-17 23:11

xxxxxxxxxx

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 Re:
Autor: Wilten 
Datum:   05-11-17 12:45

Herr Oberstschützenmeister Platter, Herr Landeskommandant Tiefenthaler!

Undifferenziertes Heldengedenken, wie es von den Tiroler Schützenkompanien betrieben wird, subsumiert auch Typen wie diese unter "Helden": http://www.dietiwag.at/index.php?id=4900

Danke wirklich sehr dafür!

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 Re:
Autor: M.W. 
Datum:   05-11-17 11:05

Stefan Dietrich (Telfs) schreibt auf Facebook dazu:

„Bitte auch die positiven Entwicklungen beachten! In Telfs gibt es z. B. schon lange kein „Heldengedenken“ mehr. Hier gedenkt man öffentlich der Opfer von Krieg, Diktatur und Gewalt.“

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 Re:
Autor: Werner 
Datum:   05-11-17 08:42

Es geht NICHT um die Haltung der Altvorderen zum Hitler-Regime ... sondern "nur" um die Haltung der Heutigen zum Nationalsozialismus.
Und wer heute noch von der Hitler-Soldaten pauschal als Helden spricht ("Heldengedenken"), hat ein Riesenproblem mit der historischen Wahrheit.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: gilfert 
Datum:   04-11-17 22:34

ad agent orange.

Wovor hast du Angst?

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: agent orange 
Datum:   04-11-17 17:48

M.W. schrieb:

> agent orange, der Feigling bist du.
>
> Ich stehe für das, was ich geschrieben habe, mit meinem Namen.
> Du versteckst dich feige hinter einem depperten Nick und hast
> daher wenig Berechtigung über Mut irgend etwas zu sagen.
>
> M.W.


Wie Recht du hast!

Ändern werde ich daran aber nichts. Niemand wüsste besser als du, warum nicht.
Und ich werde weiter als "Feigling" (von denen ich in meiner Wutrede keine Silbe geschrieben habe) über Mut reden.
Als Urenkel und Enkel von Antihelden danke ich dir für die Gelegenheit dazu.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: trend 
Datum:   04-11-17 16:01

Den Seelensonntag gibt es schon seit der Zeit vor dem Dritten Reich. Er hatte seinen Sinn. Doch wie gesagt wurde er mehr oder weniger zu einer schwarzen Parteiveranstaltung umfunktioniert. Da marschiert jetzt hauptsächlich schwarze Kernwählerschicht und der Bürgermeister quatscht vor dem Denkmal alljährlich den gleichen unreflektierten Unsinn. Das Nachspiel im Gasthaus mit allen sogenannten Traditionsvereinen zahlt allenorts der Steuerbürger.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Hmh 
Datum:   04-11-17 15:28

Eine wahrlich bisher schon so schwer zu tragende Last durch unsere noch immer nicht aufgearbeitete Vergangenheit, wird durch diesen neuerlichen Eintrag schon beinahe UNTRAGBAR und das im wahrsten Sinne des Wortes.
Nur die Verantwortlichen Politiker scheinen diese Last noch immer nicht wirklich zu spüren und die Medien bleiben dazu weiter "TAUB-STUMM"!

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: M.W. 
Datum:   04-11-17 12:29

agent orange, der Feigling bist du.

Ich stehe für das, was ich geschrieben habe, mit meinem Namen. Du versteckst dich feige hinter einem depperten Nick und hast daher wenig Berechtigung über Mut irgend etwas zu sagen.

M.W.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: agent orange 
Datum:   04-11-17 12:04

Lustig, wie sich die Moralischen hier und heute über die Altvorderen empören.
Ich wünsche euch, dass ihr nie in die Situation kommen mögt, ein Held sein zu müssen (über den sich dann hundert Jahre später Bessermenschen im warmen Wohnzimmer empören).

Mich wundert ja, wie die Nachkommen der Antihelden-Urgroßeltern sich in ihrem Drang zur Selbstgeisselung (oder geht es eh nur um die "Anderen"?) von Seppuko abhalten lassen. Dürfte ein ähnliches Paradoxon sein, wie die Intoleranz der "Toleranten" den Intoleranten gegenüber...

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 Re:
Autor: Mittlerer Zillertaler 
Datum:   04-11-17 11:51

MW schreibt im Artikel, der 20. Juli solle – wenn schon – ein Heldengedenktag sein. Warum? Stauffenberg & Co. waren ebenfalls Nazis, die halt nicht Hitler wollten, sondern eine andere Führung. Keine Helden. Ich schlag dafür den 22. Februar vor, der Tag, an dem Sophie und Hans Scholl sowie Christoph Probst hingerichtet wurden.


Anm. M.W.

Dein Vorschlag ist schwer okay.
Ich hab geschrieben "wenn schon und stellvertretend der 20. Juli". Also "wenn schon" und "stellvertretend".
Und das soll nicht nur für Scholl und Probst gelten, sondern auch für viele, viele andere, deren kein Landeshauptmann und kein Landesschützenoberfuzzi gedenkt.



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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Wattens 
Datum:   04-11-17 11:48

Ja, wenn eine Organisation wie die Schützen völlig sinnbefreit ihr Dasein fristen muss, dann kommen die Kompanien halt auf sowas. Das ist dann Tradition, weil seit dem III. Reich Tradition. Zum Schpeiben, Herr Tiefenthaler.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Sebastian G. 
Datum:   04-11-17 11:29

Heldengedenken ohne Helden ist wie Berggipfel ohne Berg oder Blumenstrauß ohne Blumen. Abschaffen!

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Argusauge 
Datum:   04-11-17 11:06

Es ist eigentlich fast nicht möglich, gegen die Behauptung, dass am Sonntag den falschen Helden gedacht werde, anschreiben.
Weil es eigentlich so wie es dargestellt wird, stimmt.

Aber trotzdem, ich erinnere mich an meinen Vater. Ein einfacher Mann, der weder Held noch Freiwilliger im 2. Weltkrieg war.
Auch dass er auf der falschen Seite gekämmpft hatte stimmt.
Die Frage aber, ob er es sich aussuchen konnte und warum er glaubte, seine Heimat verteidigen zu müssen, muß schon erlaubt sein.

Weswegen ist er also letztendlich für mich doch ein Held?
Weil er nach meinem Wissen sauber geblieben ist. Er war eben auch im Krieg kein Tier sondern ein charakterfester, aufrechter Tiroler.
Und deshalb ist er für mich, für uns ein Held. So wie wahrscheinlich die meisten anderen auch.
Das er für die Nazi war stimmt aber auch. Und die Antwort war ganz einfach. "Der Hitler hat uns Arbeit und Brot gegeben"
Und deshalb kann man ihm gedenken.
Denn den anderen, die auf der "richtigen" Seite gekämpft haben, wird ohnehin von deren Angehörigen gedacht.
Insofern kann ich mit den Heldengedenkfeiern recht gut leben.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Wattens 
Datum:   02-11-17 11:32

trend schrieb:

> Am kommenden Sonntag rücken die ÖVP-Traditionscluster allenorts
> aus, der ehemals sinnvolle Seelensonntag wurde zur
> scheinheiligen Parteiveranstaltung verpolitisiert.


Und wahrscheinlich wieder HELDENGEDENKEN landauf landab.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: trend 
Datum:   02-11-17 10:53

Am kommenden Sonntag rücken die ÖVP-Traditionscluster allenorts aus, der ehemals sinnvolle Seelensonntag wurde zur scheinheiligen Parteiveranstaltung verpolitisiert.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Klaus 
Datum:   02-11-17 10:45

@ Hanspeter Prandstätter Axams

Es geht hier und dem M.W. nicht um das Verhalten der Eltern/Großeltern, sondern "nur" um das Verhalten der heutigen Schützen zu ihrer Geschichte in der Nazi-Zeit, wo sie - Faktum! - halt überall dabei waren.

Dazu sollten sich Tiefenthaler und Co. bekennen. Das ist (ob man will oder nicht) halt auch Teil ihrer Tradition.

Hanspeter, verstanden?

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Hanspeter Prandstätter Axams 
Datum:   02-11-17 10:39

Zum beitrag vom „obergrichtler“

Auf dem punkt gebracht-dem ist nichts hinzuzufügen!!!

Aber trotzdem-es ist schon erstaunlich wie die meisten nach 45 geborenen gewusst hätten wie mann sich „korrekt“ verhalten hätte(und es natürlich auch getan hätten ohne rücksicht auf persönliche verluste wie familie oder freunde,verwante...)!!

Diese meisst aus einer sorglosen persönlichen wohlstandsoase heraus komentierten aussagen, treiben mir gelinde gesagt die zorrnesröte ins gesicht!!
Ein wenig mehr verständnis für unsere grosseltern und ihre nicht einfache situation und auch ein bisschen mehr respekt stünde uns gut zu gesicht!

Und ja ich bin auch sehr stolzes mitglied bei den tiroler schützen-trotzallem und jetzt erst recht!!

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 Re: Zum 92. Geburtstag des Meisters in voller Länge: Schützengraben!
Autor: bataillon.at 
Datum:   24-09-17 19:10

Egger schrieb:
> Du hast recht, Markus, die Lüge vom Verbot in der Nazi-Zeit
> wurde inklusive Rechtschreibfehler von den Schützen selbst in
> Wikipedia eingestellt. Hier die die Originalvorlage:
>
> http://www.bataillon.at/wb/media/schuetzen_schule/Geschichte_%20d_Tiroler_Schuetzen.pdf

@egger
Dass jemand die HP "bataillon.at" so genau durchsucht, hab ich gar nicht gedacht.
Danke für den Hinweis, hab den "Fehler" herausgenommen.



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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Ober'Grichtler 
Datum:   23-09-17 19:42

@H.L
16-09-17 22:08

Bei Texten über Südtirol ist der historische Zusammenhang zu beachten: Bis 1918 und darüber hinaus bezeichnete Südtirol oftmals sämtliche Landesteile Tirols südlich des Brenners, insbesondere auch das heutige Trentino.

quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_S%C3%BCdtirols

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Ober'Grichtler 
Datum:   23-09-17 18:02

Zusatz zu meinem Post:

Natürlich musste mein Großvater, nachdem er von Südtirol geflohen war bei der NS einrücken, er war ja im "Deutschen Reich"!

Nachdem er im Krieg Sanitäter war, hat er mir sogar fast das Leben gerettet, das war 1967;-)

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Ober'Grichtler 
Datum:   23-09-17 17:57

Autor: perspectare 
Datum:   01-09-17 05:54



Dass die Südtiroler im Krieg besonders nach "Deutschsein" lechzten, erklärt sich nicht nur aber hauptsächlich auch aus der italienischen Besetzung.

Die italienische Besatzung erfolgte durch Mussolini aber durch den Austausch von Süditalienern nach Norden (ua. auch Südtirol) bzw Norditaliener (ua. Südtiroler)
nach Süditalien. Mein Großvater hätte vermutlich nach Süditalien müssen, entschied sich aber mit dessen Frau und Kindern (darunter meiner Mutter, geb. 38 in Meran) 1940 zur Flucht nach Nordtirol.

Man muss sich schon einmal vorstellen, was es für (einfache) Menschen bedeutete, wenn sie plötzlich auf Ämtern nur noch italienisch sprechen durften, sie sogar Untergrundschulen einrichten mussten, um überhaupt deutsch unterrichten zu können.
Meine Mutter erzählt, dass das folgendes bedeutet hätte: Jede/r hätte einen Dolmetscher benötigt, welcher ihm wieder erzählen konnte, was ihm einfiel.
Bei der Entscheidung der Flucht nach Nordtirol hatte mein Großvater folgendes entscheiden: Entweder Flucht und alles Hab und Gut zu hinterlassen oder in Südtirol bleiben.

Ob Mussolini ein weniger brutales Regime als Hitler war darf wohl bezweifelt werden.

Und dann kommt Hitler samt Hofer und verspricht, ja lügt ihnen vor, nun sei die italienische Besatzung mehr oder weniger zu Ende.


Alle die sich ein klein bisschen mehr mit der Materie beschäftigen wollen, seien aus der ORF Thek die Zeitzeugeninterviews über den ersten Weltkrieg empfohlen.

Darum möge sich mancher hier schon ein klein wenig überlegen, ob es angebracht ist, gedankenlos gegen die Schützen als ein wichtiges Bindeglied der deutschstämmigen Bevölkerung in Südtirol zu hetzen.

Diese Kritik gilt insbesonders auch jenen, die diese Diskussion überhaupt erst in Gang gesetzt haben.

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: H.L. 
Datum:   16-09-17 22:08

Zu Ihrer Information : vor dem Zusammenbruch der Monarchie im Jahr 1918 verstand man unter " Südtirol" das Gebiet der heutigen Provinz Trient! Also von Salurn abwärts bis zum Gardasee...

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: anonymouse 
Datum:   05-09-17 17:09

Keinzobl schrieb:


> Da wurden auf beiden Seiten Menschen für Ideen ermordet!
>

Ideen? Welche Ideen bitte?

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 Re:
Autor: Keinzobl 
Datum:   05-09-17 16:11

Der Stadtchronist von Landeck kapiert´s auch nicht:

Ich möchte das heldenhafte Engagement der Landecker Standschützen
den Besuchern in Erinnerung bringen,
hob Stadtchronist Georg Zobl kürzlich bei der von
ihm konzipierten historischen Ausstellung in der
Rathausgalerie hervor.

Da wurden auf beiden Seiten Menschen für Ideen ermordet!


http://www.tt.com/kultur/kunst/13395837-91/ausstellung-erinnert-an-landecks-standsch%C3%BCtzen.csp

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: tollerfranz 
Datum:   02-09-17 22:55

Autor: LH Zirl
Datum: 02-09-17 13:26


http://www.tirolensien.at/index.php/component/k2/itemlist/category/425-deutschtirol-und-welschtirol?start=20

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: LH Zirl 
Datum:   02-09-17 13:26


> Autor: perspectare schrieb:

> 1905 spricht man im tiroler landtag von einer abspaltung
> südtirols ( autonomie ). da gab es noch keine weltkriege .


Gehört ja nicht zum "Heldengedenken"; - würde aber die "Verlogenheit" der Landesgeschichtsvermittlung aufzeigen, falls dieses Abspaltungsgespräch 1905 tatsächlich im Tiroler Landtag stattgefunden hat.
Gibt es Dokumente oder ist es nur eine nicht bewiesene Behauptungen?
Ich ersuche um Beweise.



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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Irgendjemand 
Datum:   02-09-17 13:13

Du kannst das alles aber nicht an dieser einen Frage aufhängen.

Die erste Zusatzfrage ist: Hat sich am Empfinden der Soldaten zwischen Rekrutierung und Fronteinsatz etwas geändert?

Eine allgemein anerkannte literarische Antwort:
https://de.wikipedia.org/wiki/Im_Westen_nichts_Neues



Jünger schrieb:


> Die Frage ist, ob sie sich selbst anders empfanden als wir sie heute sehen.

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: anonymouse 
Datum:   02-09-17 12:32

Jünger schrieb:

> Die Frage ist ja, ob
> das Gedenken an die einfachen Soldaten, die armen Schweine
> sozusagen, sich ändern muss. Kann man ihnen das Heldentum nicht
> lassen? wissend das es heute anders ist und der Begriff
> ausgenutzt wurde.

Die sind einfach nur tot und inzwischen Humus. Denen kannst du nichts mehr lassen oder wegnehmen.
Lassen oder wegnehmen kannst du nur den Lebenden was, zum Beispiel das Konstrukt vom "Kriegsheldentum".
Und die, denen du es gern lassen möchtest sind genau die, die es ausnutz(t)en.



Nachricht bearbeitet (02-09-17 12:34)

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Jünger 
Datum:   02-09-17 10:29

lass mich das ergänzen: Meine Äußerung bezog sich nicht auf die Nazis oder Nationalsozialismus sondern auf die Zeit davor, also eigentlich die KuK-Zeit. Ernst Jünger war ja im 1. WK an der deutschen Westfront . Die Nazis haben die Einstellung der Leute missbraucht, und sehr viele waren als Täter dabei und haben bei den Verbrechen mitgemacht. Dass diese zu verurteilen sind, brauchen wir nicht diskutieren. Der Thread geht ja aber auch um die Schützen und die Gefallenen des WK1. Die Frage ist ja, ob das Gedenken an die einfachen Soldaten, die armen Schweine sozusagen, sich ändern muss. Kann man ihnen das Heldentum nicht lassen? wissend das es heute anders ist und der Begriff ausgenutzt wurde. Die Frage ist, ob sie sich selbst anders empfanden als wir sie heute sehen. Deshalb habe ich die krasse Aussage von Jünger ja gebracht. Dass man sieht, was da teilweise empfunden wurde. Ich wollte das einbringen in die Diskussion.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Joe 
Datum:   02-09-17 09:48

Übel, übel, "Jünger".

"Beseelt von etwas"? Ja, vom NS.

Ernst Jünger, den du zitierst, war ein 150%iger.

Es gab auch Leute, die mitgemacht haben. Um diese geht es. Nein, wir sind nicht "langweilige Pensionserwarter"! Du vielleicht.






Jünger schrieb:

> Man sollte aufhören, frühere Zeiten mit heutigen Maßstäben zu
> messen. was die Menschen bewegt hat, können wir heute nicht
> mehr wirklich ergründen, oder? nur noch vermuten - und das muss
> nicht unbedingt stimmen, was wir vermuten. Muss wirklich jeder
> ein armer Heiter gewesen sein? Oder waren diese Menschen noch
> beseelt von etwas, was wir heute nicht mehr haben?
> Schlussendlich dreht sich die Frage um den Sinn des Lebens - 90
> Jahre ein Spießbürger-leben zu haben oder etwas wagen!
> "Manchen macht der Krieg halt einfach Spaß" meinte Ernst
> Jünger. Wir sind alle nur noch langweilige Pensionserwarter
> ....

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Jünger 
Datum:   02-09-17 02:32

Man sollte aufhören, frühere Zeiten mit heutigen Maßstäben zu messen. was die Menschen bewegt hat, können wir heute nicht mehr wirklich ergründen, oder? nur noch vermuten - und das muss nicht unbedingt stimmen, was wir vermuten. Muss wirklich jeder ein armer Heiter gewesen sein? Oder waren diese Menschen noch beseelt von etwas, was wir heute nicht mehr haben? Schlussendlich dreht sich die Frage um den Sinn des Lebens - 90 Jahre ein Spießbürger-leben zu haben oder etwas wagen! "Manchen macht der Krieg halt einfach Spaß" meinte Ernst Jünger. Wir sind alle nur noch langweilige Pensionserwarter ....

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: tollerfranz 
Datum:   01-09-17 08:40

Autor: perspectare
Datum: 01-09-17 05:54

Herrschaften, bitte zumindest ein klein bisschen die Kirche im Dorf lassen!


1905 spricht man im tiroler landtag von einer abspaltung südtirols ( autonomie ). da gab es noch keine weltkriege .
an der innsbrucker uni waren 30% italienische rektoren ( jus.med.usw.)
schutzmacht von österreich war 1930 nebenbei italien.
sogar die nazis die die presse in südtirol dann 1943/ 44 übernahmen verwendeten den begriff ober- etsch .
wie sie erkennen können ist die geschichte tirols ein einziges propaganda märchen.


also lassen wir die kirche im dorf

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: perspectare 
Datum:   01-09-17 05:54

Herrschaften, bitte zumindest ein klein bisschen die Kirche im Dorf lassen!

Dass die Südtiroler im Krieg besonders nach "Deutschsein" lechzten, erklärt sich nicht nur aber hauptsächlich auch aus der italienischen Besetzung.

Man muss sich schon einmal vorstellen, was es für (einfache) Menschen bedeutete, wenn sie plötzlich auf Ämtern nur noch italienisch sprechen durften, sie sogar Untergrundschulen einrichten mussten, um überhaupt deutsch unterrichten zu können.

Ob Mussolini ein weniger brutales Regime als Hitler war darf wohl bezweifelt werden.

Und dann kommt Hitler samt Hofer und verspricht, ja lügt ihnen vor, nun sei die italienische Besatzung mehr oder weniger zu Ende.

Alle die sich ein klein bisschen mehr mit der Materie beschäftigen wollen, seien aus der ORF Thek die Zeitzeugeninterviews über den ersten Weltkrieg empfohlen.

Darum möge sich mancher hier schon ein klein wenig überlegen, ob es angebracht ist, gedankenlos gegen die Schützen als ein wichtiges Bindeglied der deutschstämmigen Bevölkerung in Südtirol zu hetzen.

Diese Kritik gilt insbesonders auch jenen, die diese Diskussion überhaupt erst in Gang gesetzt haben.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: trend 
Datum:   31-08-17 07:36

Keiner. Reine Huldigung. Unterwerfung sichert den Vorteil des Bestehenden. Selbst Übergänge schafft man problemlos.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Hmh 
Datum:   30-08-17 22:52

Wo ist noch ein Unterschied zu finden von damals und zur heutigen Berichterstattung der TT zum Treiben des heutigen "Regimes"?

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: tollerfranz 
Datum:   30-08-17 13:48

Autor: M.W.
Datum: 30-08-17 10:58


Heute Teil 2:

https://www.salto.bz/de/article/28082017/aufarbeitung-2

ans forum:
unbedingt lesen.!!!!!!!!!

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: M.W. 
Datum:   30-08-17 10:58


Heute Teil 2:

https://www.salto.bz/de/article/28082017/aufarbeitung-2

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: tollerfranz 
Datum:   30-08-17 10:54

Autor: M.W.
Datum: 29-08-17 10:51

Salto (Südtirol) nimmt das Thema "Schützen und Nationalsozialismus" auf und bringt eine zweiteilige Artikelfolge.

Heute Teil 1: https://www.salto.bz/de/article/27082017/aufarbeitung-1


super bericht unbedingt lesen !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Irgendjemand 
Datum:   29-08-17 15:22

Karl100, du könntest ja mithelfen und aufhören diesen absoluten Wahnsinn als "unrühmliche Zeiten" zu bezeichnen. Wacker Innsbruck macht grad eine unrühmliche Zeit durch, Nationalsozialismus und Krieg sind so jenseits von dieser Bezeichnung, dass man hinter deinem Post eher ein Herabspielen des Themas vermutet.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Karl100 
Datum:   29-08-17 13:50

Dazu kann ich den Südtirolern nur gratulieren. Im Norden ist man leider derzeit nicht bereit eine geschichtliche Aufarbeitung dieser unrühmlichen Zeit durchzuführen. Schade, denn es könnte vieles ein für allemal geklärt werden und das Schützenwesen hätte einen ehrlichen Platz in unserer Geschichte und Gesellschaft. So, werden die Schützen und deren Kompanien immer ins rechte Licht gestellt. Was aber meist gar nicht der Fall ist.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: M.W. 
Datum:   29-08-17 10:51

Salto (Südtirol) nimmt das Thema "Schützen und Nationalsozialismus" auf und bringt eine zweiteilige Artikelfolge.

Heute Teil 1: https://www.salto.bz/de/article/27082017/aufarbeitung-1

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: trend 
Datum:   29-08-17 09:39

KTV soll heißen KTLV, Katholischer Tiroler Lehrerverein, eine der schlimmsten Organisationen im Land. Surfen im Netz hiezu fördert einiges zutage und erklärt vieles.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: ... 
Datum:   29-08-17 09:28

noch ein Schmankerl aus dem WP-Artikel

...
Dabei spielte eine Rolle, dass die Staatsfinanzen Österreichs nach den Kriegen der letzten Jahrzehnte und durch die verstärkte Rüstungspolitik vor dem Bankrott standen. Dies zwang zu einem Kriegsbeginn im Jahr 1809. Die Reorganisation der Armee war noch nicht abgeschlossen.

Die neuen Landwehreinheiten waren schlecht ausgebildet und unzureichend bewaffnet.
...

Jetzt wird mir klar, dass es "Helden" gewesen sein mussten,
wer sonst lässt sich schlecht ausgebildet und unzureichend bewaffnet zu einem Angriffskrieg schicken? Tödel?

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: trend 
Datum:   29-08-17 09:21

Ja, und sie plärren bei den Prozessionen nach wie vor "Auf zum Schwur, Tirolerland", am lautesten der schwarz-scheinheilige Bürgermeister hinter dem Himmel und seine Helfer vom KTV, und diese trichtern den Kindern in der Volksschule den Unsinn ungeniert weiter ein. Systemerhaltung, die Vorteile des Bestehenden gilt es, weiter zu genießen.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: ... 
Datum:   29-08-17 09:12

1809, was lese ich da?

Österreich begann den Krieg ...

Ich dachte immer, die Schützen hätten die HEimat VERTEIDIGT gegen die bösen Angreifer.
Wo man hin schaut, bröckelt das ganze Märchen zusammen.

Quelle
https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCnfter_Koalitionskrieg



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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: tollerfranz 
Datum:   25-08-17 16:20

Autor: Kornfeld Kofel


ich spotte nicht über 1809, sondern die obrigkeit die diese geschichten aufrecht erhalten.

die schützen sollten sich ernsthaft mit ihren chefs auseinander setzen denn von diesen herren ernten sie den spott.
es vermischt sich die geschichte über einen zeitraum von mittlerweile 200 jahre , und 1809 wird nur als vorwand verwendet.
wenn die schützen ihre kaisertreue so beschwören , frag ich mich warum deutsch-national ( los von rom , fpö ,) diese waren in der monarchie vaterlandsverräter.
wenn die schützen schon so religijös sind , frag ich mich warum ein wechsel zur evangälischen oder altkath. kirche
( los von rom , fpö ).
wenn die schützen 1809 ihre heimat verteidigten gegen sachsen und bayern,frag ich mich warum die landeshyhmne aus sachsen stammt und von den schützen gesungen wird.
das sind alles irrtümer die immer noch aufrecht erhalten werden aus welchen motivgründen auch immer.
falls sie es als spott gemeint haben , war es nicht so gemeint sondern als anregung sich mal realistisch mit den parolen und geschichts- interprätationen auseinander zusetzen.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Kornfeld Kofel 
Datum:   25-08-17 15:39

tollerfranz schrieb
>
> vorallem sollten sie die diskussion führen warum man im
> 21.jahrhundert immer noch in einer geschichtslüge weiter lebt
> wo viele menschen schon längst wissen das man 1809 die goldene
> ananas gewonnen hat, um 1900 durch deutsch-nationale mißbraucht
> ( ideologisch ) und später dann von den nazis verarscht wurde
> und diese pseudo- tradion wird 2009 nochmal groß gefeiert mit
> all den alten parolen , also bitte diskutieren sie.

So sehr ich darin mit Ihnen übereinstimme, daß die NS-Zeit anders betrachtet werden muß, als es heute in den verschiedenen Traditionsverbänden geschieht, so sachlich falsch ist es, in dieser Weise auf 1809 zu spotten.
Zu Spott Anlaß gibt der Umstand,
daß die Erinnerung von Habsburg und dann von den Nazis noch einmal deutlich kräftiger verzerrt wurde und eine ganze Gesellschaft munter und freudig mitgetan hat (insofern nämlich, als der Auslöser der Aufstände 1809 bekanntlich der Versuch der bayrischen Vasallen Napoleons war, in Axams Truppen auszuheben (die Kinder mitzunehmen), man sich also nicht besonders kriegerisch zeigen, sondern die Söhne am Hof halten wollte, anstatt sie in Napoleons Kriegen zu wissen - während die Regimes zur Zeit der Weltkriege den Leuten etwas ganz anderes suggerieren wollten,
daß die "Helden" von 1809, die meisten der großen Namen, Wirtsleute waren, die Habsburg insgeheim einspannen wollte, um Aufruhr zu stiften, sie aber klar im Stich gelassen hat, woraufhin man sich überraschenderweise in der Treue zum Kaiser bestärkt fühlte.
Die Kaisertreue dieser Leute könnte auch heute noch Anlaß zu Spott geben, aber leider spottet man lieber über 1809. Also nicht daß es mich emotional sehr träfe, aber es ist Energieverschwendung, weil man dem Spottenden recht leicht den Boden unter den Füßen wegziehen kann.
Man kann auch darüber spotten, daß Andreas Hofer möglicherweise alkoholkrank war, wenn es auch Geschmackssache ist, sollte darüber aber nicht vergessen, daß der Mann besser italienisch gesprochen hat als die meisten von uns.
Wie sich dieser letztgenannte Umstand mit bestimmten Wendungen der jeweiligen Propaganda der beiden Weltkriege verträgt, kann sich jeder selber überlegen.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Mittlerer Zillertaler 
Datum:   25-08-17 13:46

Als Vereinschronist kann ich sagen, dass man bei der Beschäftigung mit der Zeit von (1934)-1938-1945 auf taube Ohren stößt. Da heißt es, wenn man etwa in einem Jahresbericht anlässlich eines Jubiläums darüber berichten will, schnell einmal "Na, des brauchma nit, des interessiert eigentlich niemanden. Such lieber a paar lustige alte Fotos..."

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Otto 
Datum:   24-08-17 15:44

Die Schützen beschäftigen sich nicht mit dem Thema NS, schreibt der ulkige w4.

Als ob das jemand anderem mehr schaden würde als den Schützen, wenn sie sich nicht damit beschäftigen!

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: tollerfranz 
Datum:   24-08-17 14:27

Autor: w4neu
Datum: 23-08-17 22:27 schrieb:

Die Diskussion - so emotional sie auch hier geführt wird - beschäftigt in unseren Kompanien - zumindest bislang - niemanden, wie ich in diversen Gesprächen eruieren konnte. Es mag nun die Bundesleitung nur Ruhe bewahren.
-------------------------

vorallem sollten sie die diskussion führen warum man im 21.jahrhundert immer noch in einer geschichtslüge weiter lebt wo viele menschen schon längst wissen das man 1809 die goldene ananas gewonnen hat, um 1900 durch deutsch-nationale mißbraucht ( ideologisch ) und später dann von den nazis verarscht wurde und diese pseudo- tradion wird 2009 nochmal groß gefeiert mit all den alten parolen , also bitte diskutieren sie.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: trend 
Datum:   24-08-17 11:58

Ob sich dumpfe Schädel intern mit etwas befassen oder nicht, spielt keine Rolle. Bewußtseinsbildung wirkt nur von außen und dafür umso intensiver. Nur Geduld.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: ...... 
Datum:   24-08-17 10:58


> w4neu schrieb:
>
> > Die Diskussion - so emotional sie auch hier geführt wird -
> > beschäftigt in unseren Kompanien - zumindest bislang -
> > niemanden, wie ich in diversen Gesprächen eruieren konnte. Es
> > mag nun die Bundesleitung nur Ruhe bewahren.

Ihre Haltung erinnert an kleine Kinder, die ernsthaft daran glauben, wenn sie die Augen zumachen, kann man sie nicht sehen.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Irgendjemand 
Datum:   24-08-17 10:36

Hehe, genau das ist ja das Problem, deshalb muss man euch diese Diskussion aufzwingen. Wenn ihr das selbst machen würdet hättet ihr Kontrolle, so schiebt man halt die Schützen vor sich her.


w4neu schrieb:

> Die Diskussion - so emotional sie auch hier geführt wird -
> beschäftigt in unseren Kompanien - zumindest bislang -
> niemanden, wie ich in diversen Gesprächen eruieren konnte. Es
> mag nun die Bundesleitung nur Ruhe bewahren.

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Willi 
Datum:   24-08-17 08:03

versoffener Jurist schrieb:

> Meinen solche Marken?
>
> http://www.ebay.at/itm/Deutsches-Reich-Briefmarken-1944-Tiroler-Landesschutzen-Mi-Nr-897-898-/162617325559?hash=item25dcbf77f7:g:XY0AAOSwuMZZDZ8z

Ja, genau!

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: w4neu 
Datum:   23-08-17 22:27

Die Diskussion - so emotional sie auch hier geführt wird - beschäftigt in unseren Kompanien - zumindest bislang - niemanden, wie ich in diversen Gesprächen eruieren konnte. Es mag nun die Bundesleitung nur Ruhe bewahren.

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: versoffener Jurist 
Datum:   23-08-17 22:14

Willi schrieb:

(...)
> Aber zum Thema: Ich glaube, dass im dritten Reich eine Briefmarke mit den Tiroler Schützen herausgegeben wurde. Vielleicht hab ich das im Buch "1000 Jahre Tirol" gelesen, ich hab es gerade nicht in Griffweite.

Meinen solche Marken?

http://www.ebay.at/itm/Deutsches-Reich-Briefmarken-1944-Tiroler-Landesschutzen-Mi-Nr-897-898-/162617325559?hash=item25dcbf77f7:g:XY0AAOSwuMZZDZ8z

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Willi 
Datum:   23-08-17 14:56

trend schrieb:

> Der Fragebogen für das Jungschützenabzeichen in Gold ist
> passive Körperverletzung.

Hihi, das erinnert mich an das Buch von Helmut Schinagl, "Die Älpler und ihre Lustbarkeiten", wo er berichtet, dass es schon "spontane Selbstexhumierungen" gegeben hätte,
wenn Schützen einem Friedhof zu nahe kommen.

Aber zum Thema: Ich glaube, dass im dritten Reich eine Briefmarke mit den Tiroler Schützen herausgegeben wurde.
Vielleicht hab ich das im Buch "1000 Jahre Tirol" gelesen, ich hab es gerade nicht in Griffweite.



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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Willi 
Datum:   23-08-17 14:54

trend schrieb:

> Der Fragebogen für das Jungschützenabzeichen in Gold ist
> passive Körperverletzung.

Hihi, das erinnert mich an das Buch von Helmut Schinagl, "Die Älpler und ihre Lustbarkeiten", wo er berichtet, dass es schon "spontane Selbstexhumierungen" gegeben hätte,
wenn Schützen einem Friedhof zu nahe kommen.

Aber zum Thema: Ich glaube, dass im dritten Reich eine Briefmarke mit den Tiroler Schützen herausgegeben wurde.
Vielleicht hab ich das im Buch "1000 Jahre Tirol" gelesen, ich hab es gerade nicht in Griffweite.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Kolsaß 
Datum:   23-08-17 13:12

Das vergönne ich dem untätigen Vorstand der Tiroler Schützen, dass sie von der eindeutig rechtsextremen Seite unzensuriert vereinnahmt werden. Selber schuld. (https://www.unzensuriert.at/content/0024229-Tiroler-und-Salzburger-Schuetzen-Vom-Wehrverband-zum-Traeger-heimatlicher)

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: R.A. 
Datum:   20-08-17 15:12

Beim Aufrufen dieses Beitrages hat die Moser Holding die immer gleich lautende Meldung:

WIR SIND GLEICH WIEDER FÜR SIE DA!
Roboter
Wir arbeiten gerade an technologischen VERBESSERUNGEN UND NEUEN FUNKTIONEN, um Ihnen ein noch besseres Erlebnis auf unserer Plattform zu ermöglichen.
Die Seite steht Ihnen in Kürze wieder im vollen Umfang zur Verfügung.
VIELEN DANK für Ihre Geduld!

HTTP Error 500

Wenn die Trottel-Times all diese Verbesserungen und neuen Funktionen umgesetzt hätte, die ständig gemeldet werden, dann wäre die TT die beste Online-Plattform ever...

Das "Erlebnis" ist da, aber im negativen Sinne.





impuls schrieb:

> Ha Ha! dem Land Tirol die Treue!
>
> http://www.tt.com/panorama/verbrechen/13337489-91/erfolg-f%C3%BCr-sch%C3%BCtzen-bei-waffenregistrierung.cspimp



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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: impuls 
Datum:   20-08-17 08:37

Ha Ha! dem Land Tirol die Treue!

http://www.tt.com/panorama/verbrechen/13337489-91/erfolg-f%C3%BCr-sch%C3%BCtzen-bei-waffenregistrierung.cspimp

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: anonymouse 
Datum:   19-08-17 19:24

Heise schrieb:

>.......

Reinhard Olt (Autor des Artikels bei Heise) macht demnächst
https://www.youtube.com/watch?v=Xwbbq2dqTSY



Nachricht bearbeitet (20-08-17 07:55)

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 Re:
Autor: Heise 
Datum:   19-08-17 19:11

https://www.heise.de/tp/features/Stachel-im-Fleisch-der-Politik-3807752.html


Was soll dieser depperte Link hier?

Über den Autor dieses schrägen Schützen-Artikel:

http://www.suedtiroler-freiheit.com/grosse-auszeichnung-fuer-prof-dr-reinhard-olt/


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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: trallala 
Datum:   19-08-17 17:31

Ein sinnloser Kasperlverein, für Ewiggestrige !
Wenn ihr schon Kämpfer sein wollt, dann kämpft gegen die Armut.
Hilfe für Hilfsbedürftige ist angesagt.
Anstatt euren Holzbrügel durch die Gegend zu tragen,
helft lieber den älteren Menschen den Einkauf Heim zu tragen.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: tollerfranz 
Datum:   19-08-17 09:02

alles erstunken und erlogen was schützen geschichtlich von sich geben.

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 Re: Standschützen sind Schützen, wie wir sie heute verstehen
Autor: Klaus 
Datum:   19-08-17 08:41

Lustig ist doch, dass die Schützenkompanien oft Chroniken bis zurück ins 15. Jahrhundert haben, aber über die Jahre 1934 bis 1945 absolut nichts finden können. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

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 Re: Standschützen sind Schützen, wie wir sie heute verstehen
Autor: Absam 
Datum:   19-08-17 07:34

Fahnenträger schrieb:

> Ballern die Schützen beim Schießen auf eine Ehrenscheibe
> wirklich auf das Bildnis des Geehrten?


Auf die Scheibe mit dem Bild des Geehrten natürlich.
Man kanns nicht verstehen, sondern nur zur Kenntnis nehmen.

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 Re: Standschützen sind Schützen, wie wir sie heute verstehen
Autor: Fahnenträger 
Datum:   15-08-17 21:05

Ballern die Schützen beim Schießen auf eine Ehrenscheibe wirklich auf das Bildnis des Geehrten?

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Standschützen sind Schützen, wie wir sie heute verstehen
Autor: Klaus 
Datum:   15-08-17 17:16

188 Postings zum Schützen-Artikel im "STANDARD":

http://derstandard.at/2000062622049/Tiroler-Schuetzen-arbeiten-Nazivergangenheit-auf

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Standschützen sind Schützen, wie wir sie heute verstehen
Autor: Hopfgarten 
Datum:   15-08-17 15:26

Für einen schnellen Eindruck bzgl. heutiger Schützen empfehle ich einen Blick auf die Homepage der Langkampfner Schützen (erst vor ein paar Jahren gegründet; Günther Platter = Ehrenhauptmann), siehe v.a, die letzten Bilder:

http://www.schuetzenkompanie-langkampfen.at/portfolio/jahreshauptversammlung-22-02-2013/

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 Re: Standschützen sind Schützen, wie wir sie heute verstehen
Autor: Herbst 
Datum:   15-08-17 15:14

Dazu:

http://www.dietiwag.at/img2/himmler_400.jpg

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 Re: Standschützen sind Schützen, wie wir sie heute verstehen
Autor: Fahnenträger 
Datum:   15-08-17 13:52

Kann mir jemand die Unterscheidung zwischen Schützen und Gilde erklären?

Gilde: Historie? Vereinsstruktur? Förderung?

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 Standschützen sind Schützen, wie wir sie heute verstehen
Autor: versoffener Jurist 
Datum:   15-08-17 13:11

w4 schrieb:

> @ Versoffener Jurist: Hier herrscht wohl eine gewisse historische Unkenntnis vor. Der Begriff Standschützen ist älter
> als der Nationalsozialismus. Auch wenn sich Gauleiter Franz Hofer desselben später bedient hat, diskreditiert das den
> Begriff nicht, zumal er ja lediglich zum Ausdruck bringt, dass es sich dabei um Schützen handelt, die eine Schießausbildung
> und regelmäßige Übung auf Schießständen absolvieren. Insofern ist es auch unsinnig, es quasi als verwerflich darzustellen,
> dass die Schützen auch in der Kriegszeit "vormilitärische Ausbildung" betrieben haben.

(...)

so, so, und die Standschützen, vulgo Schützen im heutigen Sinn, defilierten am 28. Juli 1943 in Innsbruck in Tracht mit Stopselgewehren?
Etwas grundsätzliches, auch an die Historiker: Die häufigsten Fehler in den Forschungen zur NS Zeit sind:
- kleben an Begriffen: Standschützen sind keine Schützen. Falsch: Standschützen sind Schützen, wie wir sie vor 1938 und nach 1945 verstehen.
- Hierarchien in der NS Zeit gehen von oben nach unten. Zu wenig: sie gehen auch seitlich und über persönliche Schienen;
- Die Standschützen im 1. Weltkrieg sind etwas anderes:
Falsch: Die k. u. k. Armee im 1. Weltkrieg bestand aus 5 Heereskörpern:
gemeinsames Heer (Österreich - Ungarn)
Landwehr (Österreich)
Honved (Ungarn)
Landsturm
und die Standschützen nur in Tirol und Vorarlberg, Südtirol, die sich aus den Schützenverbänden rekrutierten und militärisches Material erhielten. Sie standen auch unter dem Kommando des Landesverteidigungskommandos. Genau an diese knüpft Gauleiter Hofer an. Hofer wusste die "Tiroler Befindlichkeiten" genau zu bedienen.

Genau diese 3 Punkte vergessen die Historiker. Sie kleben an Begriffen wie Schützen sind nicht Standschützen, sie kennen nur eine Hierarchie, die von oben nach unten, sie wissen wenig um militärische Organisation. Dabei gäbe es publiziertes Material mehr als genug.
Zur militärischen Ausbildung eine Zeitungsnachricht, zur schnellen Erfassung mit den Suchworten: Himmler und Standschützen hervorgehoben.
http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=kwk&datum=19441214&query=%22Standsch%c3%bctzen%22+%22Himmler%22&ref=anno-search&seite=3

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 Re: Besuch im Berggau Tirol
Autor: Mittlerer Zillertaler 
Datum:   15-08-17 13:03

Der Schreiber ist ein Guter. Wäre prädestiniert, den ganzen braunen Schützenhaufen mal aufzuarbeiten.

Munde schrieb:

> Horst Schreiber über den Besuch Adolf Hitlers am 5. April in
> Innsbruck:
>
> (...)
> "Alle Glocken der Stadt verkündeten um 18 Uhr die Ankunft Adolf
> Hitlers mit seinem Tross am Innsbrucker Hauptbahnhof, in dem
> sich u.a auch der Reichsführer SS Heinrich Himmler befand. Nach
> den üblichen durchinszenierten Begrüßungszeremonien, diesmal
> mit Schützenkompanien als Tiroler Spezifikum, begab sich Hitler
> gegen 19 Uhr ins Landhaus, wo er unter anderem von 60
> Hitler-Pimpfen mit „hellen Fanfarenklängen" feierlich empfangen
> wurde."
> (...)

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Fn 
Datum:   15-08-17 12:09

Schitze schrieb:

> Ein Glick, dass ins die Schitzn schitzn, auch insere Brieder im
> Sieden!

😁
na, na:
Schitzn schitzn Schitzn!
so hoaßt des.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: F.N. 
Datum:   15-08-17 11:53

Vielen Dank. Hab mich auch immer gefragt, warum in den ganzen Gemeindebüchern und Chroniken solche Bilddokumente partout nicht zu finden sind. In privaten Archiven (=Fotoschachteln) kann man genug davon entdecken.
Da beließ man es halt lieber bei ein paar Floskeln über "Völkerringen", "Weltenbrand", "harte Zeiten" usw.

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 Re: Besuch im Berggau Tirol
Autor: Heinz 
Datum:   15-08-17 10:58

@ x-y ...

Dann schick halt einen Scan an den Webmaster.

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 Re: Besuch im Berggau Tirol
Autor: x-y-gelöst 
Datum:   15-08-17 10:26

An Heinz !

Vielleicht kann der webmaster dir diesen Wunsch erfüllen.
Wenn nicht, kann ich dir dieses Buch zum Kauf empfehlen.
Es gibt Auskunft über die Opfer , Täter und Gegner der Nazis in Tirol und Südtirol.
Beispielhaft z.B. über Luis Trenker , der ein Leben lang so getan hat als ob er nicht Mitglied der NSDAP war.
Dieser Schmähdandler und Günstling der Nazis.
Damit da keine Zweifel aufkommen, ich verdiene mit der Empfehlung NICHTS.



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 Re: Besuch im Berggau Tirol
Autor: Birml 
Datum:   15-08-17 09:58

Heinz schrieb:

> Kannst du bitte einen Scan von diesem Bild ins Forum stellen?

Das wäre Wiederbetätigung :-) - und Du der Anstifter!

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 Re: Besuch im Berggau Tirol
Autor: Heinz 
Datum:   15-08-17 09:49

x-y-gelöst schrieb:

> Im Buch von Horst Schreiber - Nationalsozialismus und
> Faschismus in Tirol und Südtirol
> herausgegeben im Studienverlag findet man im Kapitel Brauchtum
> ( Seite 149 -152 ) einen interessanten Beitrag
> und ein " nettes Bild" von einem wackeren ,bärtigen Schützen
> mit Hakenkreuzbinde
> neben dem Gauleiter sitzend.
> Es zeigt das Nazischwein Hofer auf einem Wiesenfest in Volders.
> "Er gibt sich volksnahe und fördert als Oberschützenmeister
> Brauchtum und Schützenwesen" steht neben dem
> Bild. Und weiters wird bemerkt" dass die häufigen
> Feierlichkeiten die Bevölkerung
> in eine ständige Festlaune versetzen" sollen.
>


Kannst du bitte einen Scan von diesem Bild ins Forum stellen?

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Irgendjemand 
Datum:   15-08-17 09:42

Am 9. September werden anscheinend neue Leitlinien präsentiert.

http://derstandard.at/2000062622049/Tiroler-Schuetzen-arbeiten-Nazivergangenheit-auf

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: w4 
Datum:   15-08-17 08:04

@ Versoffener Jurist: Hier herrscht wohl eine gewisse historische Unkenntnis vor. Der Begriff Standschützen ist älter als der Nationalsozialismus. Auch wenn sich Gauleiter Franz Hofer desselben später bedient hat, diskreditiert das den Begriff nicht, zumal er ja lediglich zum Ausdruck bringt, dass es sich dabei um Schützen handelt, die eine Schießausbildung und regelmäßige Übung auf Schießständen absolvieren. Insofern ist es auch unsinnig, es quasi als verwerflich darzustellen, dass die Schützen auch in der Kriegszeit "vormilitärische Ausbildung" betrieben haben. Die Landesverteidigung bzw. die Unterstützung derselben war natürlich auch nach der (defacto)Aufhebung des Landlibells nach den napoleonischen Wirren ein wichtiges Anliegen. So gab es dann zwar mit den Kaiserjägern "offizielles Militär", das von Wien aus gelenkt wurde, aber nebenher gab es ein ausgeprägtes Schützenwesen mit unzähligen Schießständen und klar militärischer Komponente. Man hat diesbezüglich also nur dort angeschlossen, wo man 1918/19 aufgrund des verlorenen Krieges aufhören musste.

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 Re: Besuch im Berggau Tirol
Autor: Munde 
Datum:   15-08-17 08:01

Horst Schreiber über den Besuch Adolf Hitlers am 5. April in Innsbruck:

(...)
"Alle Glocken der Stadt verkündeten um 18 Uhr die Ankunft Adolf Hitlers mit seinem Tross am Innsbrucker Hauptbahnhof, in dem sich u.a auch der Reichsführer SS Heinrich Himmler befand. Nach den üblichen durchinszenierten Begrüßungszeremonien, diesmal mit Schützenkompanien als Tiroler Spezifikum, begab sich Hitler gegen 19 Uhr ins Landhaus, wo er unter anderem von 60 Hitler-Pimpfen mit „hellen Fanfarenklängen" feierlich empfangen wurde."
(...)

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 Re: Besuch im Berggau Tirol
Autor: Fahnenträger 
Datum:   15-08-17 06:42

Kontrolldruck vs. Kontrolldichte

Platter schickt Soldaten auf den Brenner, um den Kontrolldruck zu erhöhen. Diesen Auftrag zur Abschreckung von illegalen Grenzgängern kann er seinen Schützen erteilen, Tiefenthaler hat ihm die Schützeb zur Unterstützung bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise angeboten, für eine show am Brenner sind sie besser zu gebrauchen und vor allem billiger als das Bundesheer!

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 Re: Besuch im Berggau Tirol
Autor: Klaus 
Datum:   14-08-17 19:45

Hoffentlich erkennt keiner seinen Vater oder Großvater auf den Bildern.Oder ist das dann der *i*Ritterschlag*/i*?

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 Re: Besuch im Berggau Tirol
Autor: x-y-gelöst 
Datum:   14-08-17 19:19

Im Buch von Horst Schreiber - Nationalsozialismus und Faschismus in Tirol und Südtirol
herausgegeben im Studienverlag findet man im Kapitel Brauchtum ( Seite 149 -152 ) einen interessanten Beitrag
und ein " nettes Bild" von einem wackeren ,bärtigen Schützen mit Hakenkreuzbinde
neben dem Gauleiter sitzend.
Es zeigt das Nazischwein Hofer auf einem Wiesenfest in Volders.
"Er gibt sich volksnahe und fördert als Oberschützenmeister Brauchtum und Schützenwesen" steht neben dem
Bild. Und weiters wird bemerkt" dass die häufigen Feierlichkeiten die Bevölkerung
in eine ständige Festlaune versetzen" sollen.



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 Besuch im Berggau Tirol
Autor: versoffener Jurist 
Datum:   14-08-17 18:10

Standschützenbataillon Lienz - Bericht

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=alp&datum=19440401&seite=5&zoom=33&query=%22Standsch%C3%BCtzen%22&ref=anno-search

wie üblich: 101 Mann, 6 Marktenderinnen, 20 Jungschützen, Bericht vom 01. April 1944, kein Aprilscherz

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 Re: Besuch im Berggau Tirol
Autor: Hmh 
Datum:   14-08-17 18:06

Rein Optisch ist bis heute eigentlich alles gleichgeblieben, ganz unabhänging von den opportunen Heldenverehrungen würde ich meinen, so wie man auch auf diesen Zeitungsbildern gut sehen kann

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 Besuch im Berggau Tirol
Autor: versoffener Jurist 
Datum:   14-08-17 18:01

hier der link, mit Fotos:

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=dib&datum=19430728&seite=4&zoom=33&query=%22Standsch%C3%BCtzen%22&ref=anno-search

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 Besuch im Berggau Tirol
Autor: versoffener Jurist 
Datum:   14-08-17 18:00

und es wird einiges klar. Hier der link zum Artikel:

http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwg&datum=19420620&query=%22Sch%c3%bctzenwesen%22&ref=anno-search&seite=3

Standschützen = Schützen = vormilitärische Ausbildung immerhin stammte der Artikel vom 20. Juni 1942. Tipp an die Historiker folgt im nächsten post

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: webmaster 
Datum:   14-08-17 17:20

Bitte zurück zum Thema.

Das Thema lautet: Die Tiroler Schützen können sich immer noch nicht von Heldenehrungen (Soldaten des I. und II Weltkrieges) lösen und verbreiten in vielen Chroniken nach wie vor die Geschichtslüge, sie wären in der NS-Zeit verboten gewesen.

In Wahrheit wurden sie nie vorher und nachher so hofiert wie zwischen 1938 und 1945.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Heinz 
Datum:   14-08-17 17:17

"w4" du hast die Plattform verwechselt.

Du gehörst auf "unzensuriert.at". Da liebt man solche Leute.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Spassvogel 
Datum:   14-08-17 15:20

webmaster schrieb:

> http://derstandard.at/2000062622049/Tiroler-Schuetzen-arbeiten-Nazivergangenheit-auf


Ist das nun als medialer Aufschrei zu werten, oder nur als eine weitere, durch dieses Forum historisch bereits berühmt gewordene, "Schützenhilfe"?

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: ... 
Datum:   14-08-17 15:16

@ w4:

http://cdn4.thr.com/sites/default/files/imagecache/scale_crop_768_433/2012/04/dawson_crying.jpg

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: anonymouse 
Datum:   14-08-17 14:39

Ah w4, jetzt kommt also die Nummer mit der Opferrolle. Pech, das kennen wir schon.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: w4 
Datum:   14-08-17 13:21

Fünfter Kommentar gelöscht - man vermerke: Der Webmaster, der "DIE größte Disskussionsplattform Tirols" betreibt, zensiert beinhart - wohlgemerkt ohne sachliche Rechtfertigung - und nimmt dann nicht einmal dazu Stellung. Schon sehr beeindruckend.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: webmaster 
Datum:   14-08-17 13:16

http://derstandard.at/2000062622049/Tiroler-Schuetzen-arbeiten-Nazivergangenheit-auf

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Kufsteiner 
Datum:   14-08-17 10:24

Richtig, es ist dieser schmutzige tiefe Boden, der Morast der an den Sohlen klebt, der alles so dumpf und lähmend macht in diesem Land. Mit "Tradition" kann man Reaktionäres gut verkaufen. Kein Wunder dass die Hälfte der Schützen heute Strache wählt ...

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Schitze 
Datum:   13-08-17 20:09

Ein Glick, dass ins die Schitzn schitzn, auch insere Brieder im Sieden!

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Saggen 
Datum:   13-08-17 19:56

w4 schrieb:

> Warum werden Kommentare gelöscht, die weder juristisch von
> Belang noch beleidigend anderen Forumsteilnehmern gegenüber
> sind? Das erscheint doch einigermaßen befremdlich.


Vielleicht weil du arg rechten Scheiß schreibst.
Du bist beim Abwerzger sicher bssser aufgehoben. Pfiati!

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: anonymouse 
Datum:   13-08-17 18:17

w4, könnte es sein, daß man anfängt sie für einen Kampfposter zu halten?
Das wäre allerdings sehr schlecht für sie, weil sie dann niemand mehr für voll nehmen würde.....

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: w4 
Datum:   13-08-17 17:58

Warum werden Kommentare gelöscht, die weder juristisch von Belang noch beleidigend anderen Forumsteilnehmern gegenüber sind? Das erscheint doch einigermaßen befremdlich.

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 Re:
Autor: Völser 
Datum:   13-08-17 16:27

An Gloggenhofer !
Obacht Franz !
Was soll deine „Erkenntnis“ von den einflussreichen Schützen.
Ist ja alles bekannt.
Oder die Bemerkung, dass das M.W.wurscht sein „dürfte“.
Wer des Lesens mächtig ist, hat sofort festgestellt, dass ihm das zu Recht wurscht ist.
Ach ja, dein Eintrag entspricht genau deinen Nacherzählungen der Redaktionsmeinung, welche man im Kleinformat
„ Leserbrief „ nennt.
Kümmere dich gefälligst um deinen Freund Hans. Der hat jetzt ein gröberes Problem.
Nachdem ihr ja beide nur durch die Partei zu euren Posten gekommen seit, um dann nach Jahrzehnten
der Mitgliedschaft auszutreten und die „ neue Freiheit „ zu genießen,seit ihr ja Brüder im Geiste.
Du kannst ihm sicher einen Rat geben, nachdem zu" ja überall mitreden kannst ".( Echo-Interview)

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Hans 
Datum:   13-08-17 15:51

Das Schlimmste ist die mittransportierte Ideologie. Die ist ein ganz schlechter Boden für die gesellschaftliche Entwicklung im Lande. Aufgrund dieses ideologischen "Gatsches" hat Tirol auch nicht einen einzigen Intellektuellen von Rang. Der Bodendreck macht es.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: ... 
Datum:   13-08-17 15:18

w4 schrieb:

> @ ...: Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass die paar Bildln
> von anno Schnee irgendjemanden, der aus Überzeugung in einem
> Verein aktiv ist, innerlich auch nur im geringsten erschüttern.

Die nicht. Da ist bei den meisten Hopfen und Malz verloren. Aber heuer ist doch der Ausbildungskurs ausgefallen wegen fehlendem Nachwuchs. Anscheinend will kaum mehr jemand zu den Schützen.

Das mit den Schützen erledigt die Biologie. Braucht nur ein paar Jahrzehnte.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: w4 
Datum:   13-08-17 15:06

@ ...: Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass die paar Bildln von anno Schnee irgendjemanden, der aus Überzeugung in einem Verein aktiv ist, innerlich auch nur im geringsten erschüttern.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: ... 
Datum:   13-08-17 14:42

w4 schrieb:

> Was war, das war. Was ist, das ist. Das eine hat mit dem
> anderen nichts zu tun. Dieses linke Schützen-Bashing
> beeindruckt jedenfalls außerhalb der grün-linken Sektierer
> niemanden.

Muss wirklich weh tun, dokumentiert zu bekommen, dass die für Tradition, Freiheit und Vaterland stehenden Schützen brav jedem Herrscher jeglicher Ideologie brav hinterherdackeln, solange sie ihre Salven schießen dürfen...

Euer Mythos beruht auf einer Lüge. Der Hofer hat am Berg Isel auch nur fast gewonnen. Dealts damit.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: w4 
Datum:   13-08-17 14:35

Was war, das war. Was ist, das ist. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Dieses linke Schützen-Bashing beeindruckt jedenfalls außerhalb der grün-linken Sektierer niemanden.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Wattens 
Datum:   13-08-17 14:28

Der wichtigste Satz im Artikel (neben der unanfechtbaren Foto-Dokumentation) lautet:
"Die Schützen wurden nie entnazifiziert."

Daran krankt dieses Brauchtum bis heute.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: trend 
Datum:   12-08-17 19:21

Bilderbuchdorftrottel, perfekt.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: anonymouse 
Datum:   12-08-17 18:53

webmaster schrieb:

> Weitergeleitet an uns:
>
> Der Andreas Hofer - Bund Tirol informiert: Da hetzt einer
> (dietiwag.org Markus Wilhelm)) ganz schön gegen die Schützen.


Genau Das ist alles, was sie an dieser Diskussion verstehen konnten.Bilderbuchdorftrottel.Schade, dass nur mehr so wenig Kriegsteilnehmer leben, die hätten's ihnen schon gesagt, wie das mit dem Heldentum ausschaut.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Schriftführer 
Datum:   12-08-17 18:33

Das wording für die Schützen ist noch nicht fertig.



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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Klaus 
Datum:   12-08-17 18:21

@ Wipptaler

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

Außer vielleicht zum Schweigen der Schützen-Kapos: Indem sie schweigen, sagen sie sehr viel.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: webmaster 
Datum:   12-08-17 13:25

Weitergeleitet an uns:

Der Andreas Hofer - Bund Tirol informiert: Da hetzt einer (dietiwag.org Markus Wilhelm)) ganz schön gegen die Schützen.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Wipptaler 
Datum:   12-08-17 09:46

Zur Person meines "Vorredners" hier:
Matuella ist Obmann des einschlägig bekannten Andreas-Hofer-Bundes.

Zum Inhalt:
1. Es geht nicht um die Organisationsform. Der Standschützenverband war eine Art Dachverband unter dem die Kompanien weiterhin existierten mit Hauptmann, Obmann usw.

2. Die Schützenkompanien sind "brav" für das faschistische Regime ausgerückt, zu zigtausenden sogar wie die Aufmärsche bei den Landesschießen 1938, 1939, 1940, 1941, 1942, 1943 und 1944 gezeigt haben.

3. Die Fotos sprechen eine deutliche Sprache, da hilft keine Geschichtsklitterung und kein "Wording".

4. Alles halb so wild. Ist ja längst Geschichte. Schlimm ist nur, dass sie nicht zur Kenntnis genommen wird.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Ing. Winfried Matuella 
Datum:   12-08-17 08:42

Soweit mir bekannt ist, wurden nach dem Anschluss Österreichs 1938 in Tirol alle Schützenkompanien und Trachtengruppen im NS- geprägten, etwa 100.000 Mitglieder zählenden "Standschützenverband Tirol Vorarlberg zwangsvereint, dem der Gauleiter Hofer vorstand. So wurden auch fünf Jahre später (1943) die Südtiroler Schützen, die ja unter Mussolini verboten waren nach dem Einmarsch deutscher Truppen in Italien auch in den Standschützenverband eingeordnet. Alle diese Schützenkompanien wurden sodann im NS -geführten Standschützenverband zusammengeschlossen und im Herbst 1944 in eine militärische Formation umgewandelt. Man könnte, da die ursprüngliche Organisationsform nicht mehr gültig war, wie z.B. die freie Wahl der Offiziere, die Statuten usw., sicher von eine Art der Auflösung oder von einer Umformung sprechen.

Ein weiteres Beispiel wäre das Verbot der Studentenverbindungen auch wenn sie deutschnational gesinnt waren. Sie wurden alle in den Nationalsozialistischen Studentenbund (mit eigener Uniform) vereint. 1936 entzog der Nationalsozialistische Studentenbund allen Studentenverbindungen die Anerkennung. Ab 1938 auch in der "Ostmark". Obwohl sie im Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund zwar in einer anderen Form weiterlebten, betrachteten sie sich, da ihnen ihre ursprüngliche Form verboten und ihre Häuser beschlagnahmt wurden, als aufgelöst.



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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Telfs 
Datum:   12-08-17 07:49

Ich glaube, dass hier die Schützen-Führung versagt hat, wenn so viele Chroniken bei den Kompanien immer noch Geschichtslügen verbreiten. Wie soll der kleine Funktionär auf Ortsebene gescheiter sein als die Herren in der Zentrale?

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Joe 
Datum:   12-08-17 07:04

@ w4

Quaquaqua! Es geht nicht darum, was für dich belanglos ist oder nicht. Du quatschest einfach am Thema vorbei und scherst dich nichts um das was andere hier sagen und was hier Thema ist, nämlich: Die Geschichtslüge der heutigen Schützen. Nicht mehr, nicht weniger.

Nicht dass deren Väter/Großväter der NSDAP als Staffage gedient haben, sondern dass das Gegenteil ("Verbot", "Verfolgung" ...) behauptet wird.
Hast mich?



w4 schrieb:

> Letztlich handelt es sich um eine Angelegenheit, die völlig
> belanglos ist und lediglich künstlich hochgespielt wird.
(...)

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Argusauge 
Datum:   12-08-17 06:02

Es würde schon reichen, wenn die Schützen generell vom Totengedenken anstatt von Heldenverehrung sprechen würden.
Denn klar ist, dass in letzter Konsequenz kein einziger Tiroler Kaiserjäger freiwillig den Heldentod in Galizien starb.

Dazu stellt sich mir eine andere, interessante Frage die ich letzthin gehört habe,.
Warum sind den diese "Helden made by schützen" so freudig und mit klingenden Spiel 1914 entgegen dem Tiroler Landlibell zum kollektiven Sterben nach Galizien gezogen?

Wer trug den dafür letztendlich die Verantwortung?

Denn wenn ich richtig liege, ist das Tiroler Landlibell der Heiligenschrein der Schützen schlechthin!

Diese Dinge ( neben den von MW angeführten Lügen) hätte die Schützenführung längst aufarbeiten müssen.
Nun wird es halt hier erledigt.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: w4 
Datum:   12-08-17 01:37

Letztlich handelt es sich um eine Angelegenheit, die völlig belanglos ist und lediglich künstlich hochgespielt wird. Vereine jeglicher Art haben immer und überall zu jeder Zeit danach getrachtet, ihr eigenes Dasein zu sichern. Ob in Republik oder Monarchie, ob in Demokratie oder Diktatur, ob im 19., 20. oder 21. Jahrhundert, ob in Japan, Kolumbien oder Österreich. Das ist eine historische Tatsache, die aus dem historischen Kontext zu betrachten ist und an der nichts anstößig ist. Wer überleben wollte, hat sich eben angepasst, das war unter Kleopatra oder Ludwig XIV. ebenso der Fall wie auch später. Daraus leiten sich keine strafbaren Handlungen oder sonstwelche rechtlichen Konsequenzen ab. So what? Was hier betrieben wird, ist einzig und allein linke Propaganda zur Destabilisierung der hiesigen Gesellschaft, sonst gar nichts.
Und unsere Gefallenen, die an allen Fronten unter härtesten Bedingungen ihren Kopf hingehalten haben, werden wir uns auch nicht schlechtreden lassen. Im Krieg gibt es keine politischen oder ideologischen Geplänkel (das hat Wilhelm II. damals vollkommen korrekt formuliert) sondern nur den unbedingten Willen, den Feind zu schlagen, um die eigene Heimat vor Schaden zu bewahren. Unsere Helden bleiben es auch, da kann das links-grüne Geiferer-Segment von sich geben, was es will.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: tollerfranz 
Datum:   11-08-17 18:04

Autor: Herbst
Datum: 11-08-17 17:51

tollerfranz schrieb:

> die geschichte ist leider eine andere als man bis jetzt
> geglaubt hat.


Warum "leider"?


weil warscheinlich auch viele bei den schützen sind, im glauben an die gute sache.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Herbst 
Datum:   11-08-17 17:51

tollerfranz schrieb:

> die geschichte ist leider eine andere als man bis jetzt
> geglaubt hat.


Warum "leider"?

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: tollerfranz 
Datum:   11-08-17 17:34

das ganze schützenwesen ist eine einzige geschichtslüge, die nur zur macht erhaltung einer , bzw . einer zweiten partei dient.

die schützen sind geschichtlich in sachen andreas hofer und südtirol völlig daneben.
sie suggerieren uns immer ein heimatliches tirol gefühl , sind aber deutschnationale oder altnazis .

drahtzieher dieser deutschnationalen gesinnug in der neuzeit ist , herwig van staa er und seine gesinnungsgenossen sind für den schwachsinn am berg isel ( tirol panorama ) verantwortlich.

auch wird uns immer wieder diese teilung und unsere brüder in südtirol ein bild vermittelt das noch in die zeit der nationalsozialisten zurück führt. schützen in südtirol sind immer noch nazis.
____________________________________________

für alle schützen die es immer noch nicht wissen:
____________________________________________


die tiroler landeshyhmne wurde von einem sachsen geschrieben.

die parole - los von rom - vom deutschnationalen georg von schönerer ( hitlers vorbild ) , die zum konfessionswechsel von der röm.kath. kirche zur evangelischen oder altkath.kirche aufruft.

am berg isel wurde keine schlacht gewonnen und tirol war 6 jahre von bayern besetzt.

es wird von diesen herren ( auch seitens der geiwi ) gelogen was das zeug hält.

die geschichte ist leider eine andere als man bis jetzt geglaubt hat.

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 Re:
Autor: Gloggenhofer 
Datum:   11-08-17 15:03

Mit der Kritik am Tiroler Schützenwesen ist sogar der erzkonservative Bischof Paulus Rusch in Ungnade gefallen. Als er nämlich anlässlich des Bildersturmes in der Theresienkirche auf der Hungerburg, wo der Maler Max Weiler die Kreuzigung Christi durch Tiroler Schützen darstellte, erwähnte, dass es mit der Vaterlandstreue der Tiroler Schützen nicht weit her sei, haben sie doch vor allen jeweiligen Machthabern: dem Kaiser, Dollfuß, Hitler, Bethouart paradiert und Ehrensalven geschossen, wurde er sogar von höchster Regierungsseite angefeindet und bei einer Kircheneinweihung im Unterland rückten die Schützen nicht aus, die Musikkapelle spielte beim Empfang den Kaiserschützenmarsch mit dem Trio" Und kommt der Feind ins Land herein und sollt`s der Teufel selber, selber sein."
Der Einfluss der Schützen ist in Tirol nicht zu unterschätzen, was aber Markus Wilhelm ziemlich wurscht sein dürfte!



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 Re:
Autor: zefix 
Datum:   11-08-17 13:25

und der landeskommandant tiefenthaler hat nicht die eier stellung zu nehmen zur konkreten doku?

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 Re:
Autor: Oberland 
Datum:   11-08-17 11:44

Leider ist das Verhalten der Schützen keine Nebensächlichkeit. Dazu sind sie vielzu präsent und dominierend in Tirol.
Die von ihnen transportierte Geisteshaltung belastet ganz allgemein das Klima. Kein Wunder, dass Ausländerfeindlichkeit und Intoleranz so um sich greifen können in der Gesellschaft.

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 Re:
Autor: Munde 
Datum:   11-08-17 10:08

Perfekt getimet jetzt vor dem Alpbacher Trachtenauflauf und dem (schwer antifeministischen) Hohen Frauentag. Volltreffer.

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 Re:
Autor: Markus Wilhelm 
Datum:   11-08-17 09:10

Lieber Martin Lang,

entschuldige, ich wiollte mich da nicht einmischen, aber bei soviel Fehleinschätzung der Person Fritz Tiefenthaler durch dich muss ich was dazu sagen.
Ich kenne Fritz Tiefenthaler seit 1967.
Im Interview mit Irene Heiß sagt F.T. (im ersten Satz), dass er "immer schon sehr kritisch" gewesen sei. Komisch, dass das nie jemandem aufgefallen ist. Nein, war er nicht. (Andere in seiner Klasse: ja.)
Meiner Meinung nach war er völlig unkritisch und ist auch - entgegen deiner Behauptung - alles andere als ein Intellektueller. (Was ja keine Abwertung ist.)
Mit den 68ern (F.T. im Interview) hatte er nie was auf dem Hut. Er war schon als Gymnasiast bei den Schützen.

Aber das ist alles nebensächlich.
Entscheidend ist, was er seit 2013 (!) getan hat oder nicht getan hat.
Die "Aufarbeitung" ist nicht passiert. Es gibt keine Publikation. Und es wurden auch keine Zwischenergebnisse präsentiert.
Und die "Heldengedenken" (die er vielleicht abschaffen wollte) gibt es landauf landab bei vielen Schützenfesten nach wie vor.

Trotzdem glaube ich nicht, dass er gescheitert ist, sondern, schlimmer, dass er die versprochene Neuausrichtung gar nicht gewollt hat.

Ich habe lange genug zugeschaut, mit ihm auch reichlich Korrespondenz geführt, aber nach mehr als vier Jahren Nebelwerfen musste ich jetzt was vorlegen. Übrigens war ich für meine Doku nicht einmal in einem Archiv (außer meinem eigenen), d.h. es müssen Massen von Sachen auffindbar sein über die Schützen in der NS-Zeit, wenn man nur ein bisschen will.

M.W.



Martin Lang schrieb:

> Ich finde es super, dass die Sache diskutiert wird. Was
> besseres kann gar nicht passieren. Aber Fritz Tiefenthaler ist
> das falsche Ziel. Der ist, mit Verlaub, einer der wenigen
> Intellektuellen unter den Schützen, und der hat kein Interesse,
> etwas unter den Tisch zu kehren. Ich kann es nur so
> dokumentieren: https://www.youtube.com/watch?v=Ir6OknhdJ-s
>
>
> Höttinger schrieb:
>
> > ... und warum bringt er dann nichts zusammen in FÜNF (!!!)
> > Jahren? Von den immer noch stattfindenden Heldenehrungen gar
> > nicht zu reden. M.W. hat recht: Man will nicht!
> >
> >
> > Martin Lang schrieb:
> >
> > > Nein! Man kann über die Schützen denken, wie man will. In
> > > diesem Fall tun sie Fritz Tiefenthaler Unrecht. Das ist
> nicht
> > > in Ordnung.
> > >
> > >
> > >

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Martin Lang 
Datum:   11-08-17 08:33

Ich finde es super, dass die Sache diskutiert wird. Was besseres kann gar nicht passieren. Aber Fritz Tiefenthaler ist das falsche Ziel. Der ist, mit Verlaub, einer der wenigen Intellektuellen unter den Schützen, und der hat kein Interesse, etwas unter den Tisch zu kehren. Ich kann es nur so dokumentieren: https://www.youtube.com/watch?v=Ir6OknhdJ-s


Höttinger schrieb:

> ... und warum bringt er dann nichts zusammen in FÜNF (!!!)
> Jahren? Von den immer noch stattfindenden Heldenehrungen gar
> nicht zu reden. M.W. hat recht: Man will nicht!
>
>
> Martin Lang schrieb:
>
> > Nein! Man kann über die Schützen denken, wie man will. In
> > diesem Fall tun sie Fritz Tiefenthaler Unrecht. Das ist nicht
> > in Ordnung.
> >
> >
> >

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Höttinger 
Datum:   11-08-17 08:15

... und warum bringt er dann nichts zusammen in FÜNF (!!!) Jahren? Von den immer noch stattfindenden Heldenehrungen gar nicht zu reden. M.W. hat recht: Man will nicht!


Martin Lang schrieb:

> Nein! Man kann über die Schützen denken, wie man will. In
> diesem Fall tun sie Fritz Tiefenthaler Unrecht. Das ist nicht
> in Ordnung.
>
>
>

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Martin Lang 
Datum:   11-08-17 07:39

Nein! Man kann über die Schützen denken, wie man will. In diesem Fall tun sie Fritz Tiefenthaler Unrecht. Das ist nicht in Ordnung.



Höttinger schrieb:

> Man müsste die Schützen vor solchen Verhinderern wie Fritz
> Tiefentaler schützen. Weil die Oberen nichts tun, sitzen die
> unteren in der Kacke. Wie soll der siebte Trachtenzwerg von
> links in einem Oberländer Dörflein die Geschichte
> "aufarbeiten"? Da muss wohl die Landesorganisation tätig
> werden. Aber der mit dem LH verhaberte Tiefentaler will halt
> den Ball flach halten und hat wahrscheinlich gehofft, dass das
> Gewitter abzieht, Jetzt steht er selber nicht mehr nur im Regen
> sondern voll unter der Traufe.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Höttinger 
Datum:   11-08-17 07:28

Man müsste die Schützen vor solchen Verhinderern wie Fritz Tiefentaler schützen. Weil die Oberen nichts tun, sitzen die unteren in der Kacke. Wie soll der siebte Trachtenzwerg von links in einem Oberländer Dörflein die Geschichte "aufarbeiten"? Da muss wohl die Landesorganisation tätig werden. Aber der mit dem LH verhaberte Tiefentaler will halt den Ball flach halten und hat wahrscheinlich gehofft, dass das Gewitter abzieht, Jetzt steht er selber nicht mehr nur im Regen sondern voll unter der Traufe.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Peter S. 
Datum:   11-08-17 06:48

Ich hab den Link der Schützen-Dokumentation dem Obmann unserer Kompanie geschickt, vielleicht hilfts. Es ist eine ganz dunkle Tradition, die da gepflegt wird (1. WK, Dollfußzeit, Hitlerzeit). Zum Grausen. Warum schaffen die es nicht, hier reinen Tisch zu machen? - Ich vermute, weil sie dann gar nichts mehr haben ... außer Zeltfestgelagen ...

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Argusauge 
Datum:   11-08-17 05:18

Dieser Volltreffer von MW wird gleich wie seinerzeit beim Standschützenmarsch, hoffentlich die längst überfällige Vergangenheitsbewältigung der Schützen in Gang setzen.

Warum die der Landeskommandant diese dermaßen vehement verhindert hat wird sich wohl nur ihm erschließen.

Für alle, die wie weiter unten angeführt, seinerzeit die Filme in der Wagnerschen Buchhandlung über das Gauschießen gesehen haben, war längst klar, dass es sich bei der Verbotsgeschichte der Schützen um eine Lüge oder zumindest um Geschichtsfälschung handeln musste.

Unabhängig davon muss es aber Dokumente geben, die irgendwie die Chronisten der einzelnen Kompanien angewiesen oder zumindest angeleitet haben, dieses "Opfermärchen" in der Chronik aufzunehmen.
Sonst würde sich diese Mär wohl nicht durch's ganze Land in den Chroniken wiederfinden.

Das Österreich nach Kriegsende nur noch Opfer und alle NSDAP Mitglieder ratzfatz im Widerstand waren ist ja ebenfalls hinlänglich bekannt.

Ich persönlich würde mir wünschen, dass es ähnlich wie seinerzeit beim Standschützenmarsch, eine öffentliche Veranstaltung gibt, in welcher das Thema allseits beleuchtet und diskutiert werden kann.

In diesem Sinne: " Mander, es isch Zeit, sogar höchste Zeit"!

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: bunga&bunga 
Datum:   10-08-17 21:37

160.000 Bilder aus Tirols Geschichte ....!
Frage an die Archivare : Sind dort auch Fotos aus der Schützen-DOKU von Markus Wilhelm...???
Bitte ! Danke !

http://tirol.orf.at/news/stories/2859323/



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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Spassvogel 
Datum:   10-08-17 19:57

Da wundert es nicht, mehr wenn die große Bildungsreform seit Jahrzehnten bereits verschoben wird
Wahrscheinlich wird unsere Nachkriegsgeschichte mit enormen Auswirkungen auf unsere Gesellschaft komplett umgeschrieben werden müssen, mit noch nicht absehbaren Folgen auf unser tägliches Leben in einer vermutlich komplett geänderten Wertegemeinschaft - vorher sind wir wohl auch nicht Europa reif und tauglich

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Schamschung 
Datum:   10-08-17 19:43

Kein kostenpflichtiges, mit Steuergelder überhäuftes Presseblatt schafft es, diese Geschichte aufzuarbeiten.
Wieso dann ein M.W.
Einfach so nebenbei.
In seiner Freizeit.
Ich versteh das nicht.

Jedenfalls ein großes Danke an M.W.
Der Artikel ist mir jedenfalls eine kleine Unterstützung wert.

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 Re: "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: Spaziergänger 
Datum:   10-08-17 18:14

Ja iatz wia....iatz wiss' ma selber nimma genau wia's eigentlich wirklich war...

Klar is, dass es "da Hofer" war.

Zerscht 1809 da Weinhändler Anderl aus Passeier Tal, der so glorreich "insre Hoamat varteidigt hot" und nachher der Franz, da Gauleiter, der drauf g'schaut hat dass mir trotz des Verbots vom GröfaZ, alleweil brav aufmarschier'n hab'n können.

Leicht hab'n mir's nia g'hobt, alleweil irgendwia auf da "falschen Seit'n", nia eppas "Richtig's gwunnan", aber trotzdem "nia valurn", eben "nix G'wisses woaß ma".
Aber Hauptsach' fesch und zünftig und "wehrhaft" war'n mir, sein mir und werd'n mir alleweil und in Ewigkeit - Amen.

Und auf die Chronik und Aufklärung "schei.. ma" - !!!!

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Saggen 
Datum:   10-08-17 17:58

Schöne dichte Dokumentation. Unwiderlegbar.

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Hmh 
Datum:   10-08-17 16:21

..."Die Schützen wurden auch nie entnazifiziert!"....

Was man immer vermutet hatte, wurde nun erschreckend dokumentiert
Es braucht in Tirol also einen Wilhelm, um endlich aufzuräumen und nun vielelicht doch endlich aufzuwachen? - eigentlich ein sofortiger Rücktrittsgrund der auch heute, wie damals schon, ständigen Schützenabschreiter Regierungen, bis hin zu den Bundespräsidenten - gerade ein Herr Fischer hätte das wissen müssen!

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: webmaster 
Datum:   10-08-17 13:29

Sorry, es geht um diesen "frischen" Artikel:

"Die Tiroler Schützen und ihre Lebenslüge vom Verbot in der NS-Zeit"

Hier nachzulesen: http://www.dietiwag.at/index.php?id=5070

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Telfs 
Datum:   10-08-17 13:27

Da wird Fritz Tiefenthaler aber keine Freude haben. Recht geschieht ihnen - wieso haben sie nichts gemacht bisher!
Tolle Doku!

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: bernsteiner 
Datum:   10-08-17 12:51

Und als Quelle gibt es auch die Filme der "Tiroler Landesschießen" mit Filmmusik von Sepp Tanzer aus der NS-Zeit (in den Beständen der Tiroler Landesmuseen), die vor vier Jahren in der Wagner'schen Buchhandlung öffentlich gezeigt wurden.

Darin wimmelt es nur so von marschierenden Schützenkompanien und würdig dreinglotzenden Schützen in Nahaufnahmen!

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Kufsteiner 
Datum:   10-08-17 12:40

Wie schrieb der große dt. Schrifsteller Wolfgang Koeppen so schön treffend und so schön zynisch nach dem II. Weltkrieg:

"Die SS trägt keinen Totenkopf mehr am Hut."

Auch an den Schützenärmeln sind die Hakenkreuzbinden verschwunden. (Aber ihre Geschichte ist soetwas von NICHT aufgearbeitet!)

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: bernsteiner 
Datum:   10-08-17 11:52

Danke, M.W., für diesen aufklärenden Beitrag über die Schützen im NS! Ich vermute, dass diese Bilder sämtlich oder vorwiegend aus den "Innsbrucker Nachrichten" und anderen Zeitungen stammen. Das heißt, es gibt sehr viel Material alleine in den Zeitungen, die sich jedermann und jede Frau - auch die Chronisten der Schützenvereine - im Ferdinandeum, Stadtarchiv, Universitätsbibliothek usw. kostenlos und sofort anschauen können!

Dann versteht man aber weder den Schützenkommandanten Fritz Tiefenthaler noch den von ihm beauftragten Historiker Michael Forcher, wenn sie sich immer darüber beklagen, dass es über die Rolle der Schützen im Gau Tirol-Vorarlberg (1938-45) kein Material gibt ...

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Gabl 
Datum:   10-08-17 11:35

Volltreffer mit dem Vorderlader!

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Theaterspielser 
Datum:   06-08-17 09:23

https://www.youtube.com/watch?v=2YkNKh6XqhE

zum Thema "heldengedenken"

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Ewig - Morgiger 
Datum:   05-08-17 22:58

Unser (inzwischen verstorbenen) Dorfpfarrer hat, zumindest solange ich ihm noch zugehört habe, also bevor ich
aus der katholischen Kirche ausgetreten bin, bei den Prozessionen und dem obligaten Schützengeballere jedes
mal bei dem "Heldengedenken" an die Gefallenen der beiden Weltkriege am "Kriegerdenkmal" die Formulierung
"Sie kämpften den gerechten Kampf"
verwendet - und fast alle, und natürlich alle Schützen, haben feierlich heroisch dreingeglotzt, ihre Augenbrauen
zusammengezogen und ihr Unterkiefer leicht vorgeschoben...

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: trend 
Datum:   05-08-17 11:49

Geschwafel.

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: gilfert 
Datum:   05-08-17 11:27

ad webmaster:

Fritz Tiefenthaler könnte sich doch einfach an seine Frühzeit bei den Milser Schützen erinnern und der Heldenehrung eine klare Absage erteilen, wie er es in einem Interview aus dem Jahr 2013 mit Stolz auf sein rebellisches Jungsein kundtut https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=Ir6OknhdJ-s Wann er das vergessen hat, bleibt rätselhaft.

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: trend 
Datum:   05-08-17 10:36

Der Fragebogen für das Jungschützenabzeichen in Gold ist passive Körperverletzung.

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 Re: Zum 92. Geburtstag des Meisters in voller Länge: Schützengraben!
Autor: Egger 
Datum:   05-08-17 09:59

Du hast recht, Markus, die Lüge vom Verbot in der Nazi-Zeit wurde inklusive Rechtschreibfehler von den Schützen selbst in Wikipedia eingestellt. Hier die die Originalvorlage:

http://www.bataillon.at/wb/media/schuetzen_schule/Geschichte_%20d_Tiroler_Schuetzen.pdf

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Saggen 
Datum:   05-08-17 09:49

Fake-News werden sogar abgefragt und man muss falsch antworten, siehe Frage 8:
http://tiroler-schuetzen.at/uploads/ls-la_fragen_gold.pdf

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: trend 
Datum:   05-08-17 08:57

Mag schon sein, aber dann eben doch alles von der ÖVP zu verantworten. Das Ergebnis der von mir aufgezeigten widerlichen parteipolitischen Instrumentalisierung des Vereinswesens.

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Helga 
Datum:   05-08-17 08:40

"trend" schau einmal spätabends bei einem Zeltfest der Schützen vorbei und du wirst teilweise ganz viele rechtslastige Tattoos auf deren entblößten Körperstellen finden. Die ÖVP hat das Tor weit aufgemacht mit ihrer Traditionsvereinszucht .... und die FPÖ marschiert hinein!!

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: trend 
Datum:   04-08-17 19:26

Naja, Wörgl ist nicht ganz Tirol, und die FPÖ-Frau wird das Kraut nicht fett machen.

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Mitleser 
Datum:   04-08-17 16:06

trend schrieb:

> Die FPÖ hat bei den Traditionsvereinen keine Chance. (...)


Irrtum, weil beim Kameradschaftsbund in Wörgl und Umgebung immer die FPÖ-NR-Abgeordnete Carmen Schimanek in voller Montur mitmarschiert.

Soviel zu den Ewiggestrigen.

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: trend 
Datum:   04-08-17 10:54

Kein Problem, diese Vorschrift auf "Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt" oder so ähnlich umzuformulieren. Für klerikal-konservative Provinzschädel vielleicht schon.

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: webmaster 
Datum:   04-08-17 09:12

Das Heldengedenken am Kriegerdenkmal ist den Schützenkompanien ja von der Landesleitung vorgeschrieben:

http://www.dietiwag.at/img2/grundsaetze_schuetzen.jpg

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Spaziergänger 
Datum:   04-08-17 02:38

Autor: trend
Datum: 03-08-17 11:28

Dies VP-Einnahme der Schützen ist ja nur ein Teil der Geschichte. Darüber hinaus werden sukzessive Vereine/Gruppen anderer Art ebenso zielorientiert unterwandert.
In den Gemeinden sind die Sport- und Kulturreferenten des Gemeinderats immer VP-ler, bei Unterstützungen/Subventionen kommen immer die VP-Nahen überproportional zum Zug und, wie richtig erwähnt, gibts bei den Jahrshauptversammlungen udgl. immer die "berüchtigen Bürgermeisteransprachen".

Selbiges gilt übrigens auch für die Lions- und Rotary-Clubs, in beiden sind Parteigänger anderen Coleurs so gut wie nirgendwo vertreten. Dafür machen diese Clubs dann zahllose Charity-Veranstaltungen und spenden dann, gönnerhaft, wieder VP-nahen Institutionen (Lebenshilfe, "Rettet das Kind", "Netzwerk Tirol" etc.) einen kleinen Obolus.

Es ist eine so das ganze Land überziehende Seuche von unterwürfigen, parteipolitisch gewollten Abhängigkeiten und es wird noch wohl ewige Zeiten dauern bis dieser "Augiasstall" ausgemistet werden kann - wenn überhaupt.

Der Hohn dabei ist dass WIR ALLE dieses System mit unseren Steuermitteln finanzieren. Eine "Wende" kann nur von außen kommen, d.h. wenn sich die politischen Verhältnisse um uns herum so massiv verändern dass die TirolerInnen einfach einer anderen Geisteshaltung nicht mehr auskommen. Wobei ein "Zeichen" schon jetzt nicht zu übersehen ist: Die Wahlbeteiligung im "heiligen Land" nähert sich europäischen Tiefstwerten und das ist dann selbst für die scheinbar unabdingbar "Herrschenden" eine Gefahr. Denn aus der "stillen Verweigerung" erwächst immer der laute und heftige "Aufstand". Auch wenns, wie bei uns, wahrscheinlich etwas länger dauert. Denn noch ist die "Schmerzgrenze" eine irgendwie erträgliche, aber nur "irgendwie".

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Irgendjemand 
Datum:   03-08-17 22:18

Leider wahr. Eine wunderbare lyrische Zusammenfassung des uralten Problems.



Kontrollstelle Tourismus schrieb:

> Das geht hier auch ganz gut rein:
>
> Erich Kästner: "Denn ihr seid dumm" (1932)
>
> https://archive.org/stream/DieWeltbhne28-21932#page/n185/mode/2up
>
> ...
> Ihr liebt die Leute, die beim Töten sterben.
> Und Helden nennt ihr sie nach altem Brauch.
> Denn ihr seid dumm, und böse seid ihr auch.
> ...

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Zum 92. Geburtstag des Meisters in voller Länge: Schützengraben!
Autor: agent orange 
Datum:   03-08-17 21:46

Hmh schrieb:

> Aber wer hat diesen Eintrag wann gemacht?

Jemand, der hier mitliest oder schreibt, "3" als Provider, und Interesse an einem "Skandal" hat.

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Kontrollstelle Tourismus 
Datum:   03-08-17 21:37

Das geht hier auch ganz gut rein:

Erich Kästner: "Denn ihr seid dumm" (1932)

https://archive.org/stream/DieWeltbhne28-21932#page/n185/mode/2up

...
Ihr liebt die Leute, die beim Töten sterben.
Und Helden nennt ihr sie nach altem Brauch.
Denn ihr seid dumm, und böse seid ihr auch.
...

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: bunga&bunga 
Datum:   03-08-17 13:55

trend schrieb:
> Das alles ist nicht verboten, doch der schwarze Vorsprung für
> andere Gruppen uneinholbar.

...mit einem Wort : "Wir sind guat aufgstellt !" ©Platterer



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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: trend 
Datum:   03-08-17 11:28

Die FPÖ hat bei den Traditionsvereinen keine Chance. Diese wurden in den letzten ca. 40'Jahren systematisch zu Vorfeldorganisationen der ÖVP gepolt. Das geschieht mit Hilfe der Landesdachverbände, Präsident nicht selten UHLH oder ein anderes Regierungsmitglied. Beispielsweise ist mittletweile jede(!) Tiroler Musikkapelle beim (ÖVP)Landesmusikbund, einige standhafte "selbständige" wurden mit geeigneten Mitteln im Lauf der Jahre "katholisch" gemacht. Jedes Bezirksmusikfest mit "heiliger" Feldmesse vorher und Saufzelt den restlichen Sonntag ist eine getarnte Parteiveranstaltung, Schützenfeste, Prozessionen etc. natürlich auch. Die Bürgermeister und Pfarrer sind Schlüsselpositionen.
Mittlerweile geht man daran, in den Gemeinden "Traditionsvereinscluster" zu bilden. Parteimitglieder werden systematisch in die Vereine eingeschleust, oft Gemeindemandatare ausschließlich der ÖVP. Bis zu zehn Traditionsvereine in größeren Gemeinden rücken immer häufiger geschlossen zu Anlässen aus, die teilweise gekünstelt herbeigeführt werden, perfekte Bühne für Bürgermeister und Abgeordnete vor allem in Vorwahlzeiten. Diese Cluster haben da und dort eine gemeinsame Publikation mehrmals jährlich, strotzend vor eigener Gefallsucht.
All das wird aus Steuermitteln großzügig gefördert, "Nichttraditionsvereine" werden bewußt schmal gehalten. Über die Obleute und Jahresversammlungen wird den Mitgliedern eingebleut, wie toll das alles ist, die vielen Vereinsmeier suhlen sich in der Wohlfühlkameradschaft der politischen Instrumentalisierung. Wenn der Bürgermeister bei der Jahreshauptversammlung wie immer den gleichen Schmus redet, brandet danach schreibegleiteter Applaus durch den Saal.
Ein Multiplikator von etwa 4 wirkt über die Vereinsmeier hinaus und gewährt, daß beim nächsten Mal wieder "gut gewählt" wird (inoffizieller Parteijargon).
Das alles ist nicht verboten, doch der schwarze Vorsprung für andere Gruppen uneinholbar.

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 Re: Zum 92. Geburtstag des Meisters in voller Länge: Schützengraben!
Autor: Hmh 
Datum:   03-08-17 11:21

Aber wer hat diesen Eintrag wann gemacht?

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 Re: Zum 92. Geburtstag des Meisters in voller Länge: Schützengraben!
Autor: M.W. 
Datum:   03-08-17 11:19

Aufgrund meines Tagebucheintrags "„In Tirol wurde das Schützenwesen unter den Nationalsozialisten verboten.“ http://www.dietiwag.org/blog/index.php?datum=2017-08-02 hat Wikipedia noch gestern diesen Satz aus dem Schützen-Artikel gelöscht.

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 Re: Zum 92. Geburtstag des Meisters in voller Länge: Schützengraben!
Autor: Reutte 
Datum:   03-08-17 10:25

Ja, die Schützen bilden das Eintrittstor für die FPÖ-Leute. Der Vorarlberger Abwerzger rennt jetzt schon von Fest zu Fest und lässt sich fotografieren für seine Werbung.

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: 007 
Datum:   03-08-17 09:31

Wusste gar nicht dass der Lindner Andrä mit den Schützen etwas zu tun hat - war der nicht immer nur bei den Fussballern?

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: A. 
Datum:   03-08-17 09:10

Dort können alle denkenden Helden fleißig mitzahlen.
Bis jetzt hält sich der Ansturm anscheinend in Grenzen.

http://www.tt.com/panorama/gesellschaft/13276098-91/teures-fundst%C3%BCck-in-f%C3%BCgen.csp

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Tschirgant 
Datum:   02-08-17 17:11

Der Kommentar (Angsthase) war auf den Herrn KARL gemünzt (Der linksextremistische, gewalttätige Brandstifter aus dem Ötztal gehört zur Rechenschaft gezogen, samt Anhang.)

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Tschirgant 
Datum:   02-08-17 17:00

Da hat wohl einer Angst.... ? Daher wohl die Zusammenrottung mit Kostümierung, damit es nicht auffällt.

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Zum 92. Geburtstag des Meisters in voller Länge: Schützengraben!
Autor: Dani 
Datum:   02-08-17 10:15

Sie lassen sich nicht aus ihrem Trott bringen ... die nächste Heldenverehrung durch die Schützen ist schon programmiert. Und was macht der oberste Brauchtumsschützer Günter P.? Wie immer: nichts.

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 Zum 92. Geburtstag des Meisters in voller Länge: Schützengraben!
Autor: Kornfeld Kofel 
Datum:   01-08-17 18:38

schtzngrmm schtzngrmm
tttt
tttt
grmmm
tttt
sch
tzmgrmm tzngrmm tzngrmm
grmmm
schtzn schtzn
tttt
tttt
schtzngrmm schtzngrmm
tssss
grrrt
grrrt
grrrt
scht scht
tttttttttt
scht
tzngrmm tzngrmm
scht scht scht scht scht
grrrrrrrr
t-tt

Wobei Jandl in einem Interview einmal gesagt hat, man könne im Schlußwort "t-tt" unschwer das Wort "tot" erkennen.

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Herbst 
Datum:   01-08-17 17:55

Was du meinen, "Keinschütze"?

Kann man hier nicht diskutieren und sogar Unsinn posten zum Thema "Heldenehrungen" wie dein Kollege Karl weiter unten?

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Keinschütze 
Datum:   01-08-17 16:02

Wenn jemand wie sie Herr Wilhelm bestimmte Themen zur Diskussion nicht zulässt, dann ist das genau die gleiche Zensur wie sie Goebbels im Dritten Reich angeordnet hatte.

Insofern haben sie null Berechtigung, sich auch nur ansatzweise über die FPÖ und ihre politische Positionierung auszulassen.

Denn nach Zensur kommt Diktatur!

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: @karl 
Datum:   01-08-17 14:28

soviel dummheit muß ja furchtbar weh tun - laß dich behandeln, bevor es zu spät ist und du als "dump" in die geschichte eingehst.

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Karl 
Datum:   01-08-17 13:47

Der linksextremistische, gewalttätige Brandstifter aus dem Ötztal gehört zur Rechenschaft gezogen, samt Anhang.

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: M.W. 
Datum:   01-08-17 11:46

Man braucht sich bloß die Kommentare auf der Facebookseite der tiwag.org anschauen, um zu sehen, wie erschreckend stark die Schützen bereits von FPÖ-lern infiltiert sind:

https://www.facebook.com/pg/dietiwagorg-373681112659373/posts/?ref=page_internal

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Irgendjemand 
Datum:   01-08-17 07:45

Mein Großvater hätte dir dafür, dass du seine Freunde missbrauchst und diese Nazisprache verwendest, wortlos eine gescheuert.

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Nudelsieb 
Datum:   01-08-17 07:41

Man darf nicht alles was die Schützen tun verteufeln. Es gibt sehr wohl Kompanien, welche sich in der Gemeinde einsetzen und einen caritativen Zweck dienen - Beispiel fällt mir aber gerade keines ein. Aber die gibt es zweifellos. Wenn man sich dann Schützenkompanie nennen will, um dem sinnlosen Sterben unzähluger Tirolerinnen und Tiroler zu Gedenken ist das schon sehr paradox - vor allem wenn man bedenkt wie sehr die Schützen und Co damals von der NSDAP genutzt und instrumentalisiert wurden.

Heute verkommen Im Prinzip Schützenfeste und Prozessionen oft zu einem Saufgelage. Da die Jungen oft wenig Hirn aber großen Durst haben, geht man zu die Schützen - vor allem wenn man zu blöd für die Musik, zu patschert für die Feuerwehr und zu langsam für den Sportverein ist.

Das Wort "Heldenehrung" würde ich ganz schnell austauschen lassen in "Opfergedenken". Aber der Wille fehlt wohl in Tirols Kompanien ebenso wie die Aufarbeitung der eigenen Geschichte. Das unter den Schützen und Musikapellen von 1933 - 1945 einige fanatische Nazis dabei waren, ist bekannt. Wenn man aber die Geschichte aufarbeiten würde, käme evt. heraus, dass der eigene Uropa kein Held sondern ein Nazi war und von der Kriegszeit profitiert hat - das wollen die Nachkommen natürlich vermeiden. Siehe Aufschrei betreffend Sepp Tanzer.

Unterm Strich sehen wir heute bei Prozessionen nicht anderes wie NS-Propaganda, was eigentlich recht wenig mit "Tiroler Tradition" zu tun hat aber zeigt das Hitler ganze arbeit geleistet hat. Auf Grund der fehlenden Aufarbeitung wird bis heute damit weiter gemacht und oft auch noch der Standschützenmarsch von der Musikkapelle beigesteuert - alle Opfer die auf Grund der Nazis ihr Leben ließen würden sich im Grabe umdrehen. Der eigene Uropa allerdings, der von Hitler und der NSDAP überzeugt war, der freut sich natürlich. Er schaut runter und sieht, dass er alles richtig gemacht hat - immerhin wird er heut noch als Held verehrt.

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: agent orange 
Datum:   31-07-17 23:37

Natürlich ist es für die Angehörigen, Frauen, Brüdern, Schwestern, Kindern, Enkeln, Urenkeln, besser, schöner, politisch korrekter, die Toten als Schergen "des Systems" hinzustellen, gell, ihr moralisch unfehlbaren Übermenschen? Den Toten ist's nämlich egal, welche Zecken auf ihren Gräbern Heissa tanzen.
Pfui Deibl!
PS: Die immerwährende "Erbschuld", ja, die können wir natürlich behalten! Für 1000 Jahre mindestens.

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Schön war es! 
Datum:   31-07-17 22:54

Ihr seid zum nächsten Fest herzlich eingeladen!


http://www.tt.com/panorama/gesellschaft/13272745-91/sch%C3%BCtzen-in-tirol-und-bayern-kein-feindbild-mehr.csp?tab=article

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Goaßobstecher 
Datum:   31-07-17 20:34

Uuuuuiiiii!
Der Wilhelm husst seine hirnlosen Taliban wieder durch die Lande!

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Oberland 
Datum:   31-07-17 18:35

Nehmt ihnen doch nicht das Kranzlniederlegen und Habtachtschreien dazu, sonst haben sie gar nichts mehr.

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Prozessionsanschauer 
Datum:   31-07-17 14:28

Ein wichtiger Teil des Schützenjahres
ist die Teilnahme am Fronleichnamsumzug.

Wer der werten SchützInnen weiss denn um dessen Herkunft
und warum die Teilnahme daran so wichtig sein soll?

Das 'Blutwunder von Bolsena' im dreizehnten Jahrhundert
ist der Anlass für die Einführung von Fronleichnam.
Damals hat ein Priester das Brot (Hostien) gebrochen und darauf
Blut entdeckt. Es war zumindest etwas rotes.

Heute weiss man, und das weiss auch JEDER Priester, dass es sich
dabei um roten Schimmel aus der Familie der Darmbaketerien handelt,
der auch heute immer wieder vorkommt.

Der Grund warum das erst seit dem 13. Jhd. rot schimmelt ist,
dass das Rezept für die Oblaten geändert wurde,
die vorher aus Sauerteig gemacht worden waren.

Das hindert die Priester nicht daran, dieses von der RKK ja
anerkannte 'Wunder' jährlich zu feiern, auch für die
Schützen ist es einer der ganz wichtigen Termine im Jahr.

Sie dürfen von mir aus alle gehen, aber es ist zu hinterfragen,
wie wichtig das für unsere heutige Gesellschaft ist und wer das
ganze SchützenUNwesen finanzieren soll.
Und wie wichtig diese Märchen genommen werden sollen.

Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, dass es höchste Zeit wäre
diese ganze Folklore, die vielleicht ja einmal einen guten
Grund hatte, zu überdenken.

So wie das Helden-Ehrungs-UnWesen das M.W. großartig beschrieben hat.



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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Alfons 
Datum:   31-07-17 13:29

So ein Schmorn!
Ja ja in Trins sein die Schützen so wichtig dass 2016 der Seelensonntag verschoben wurde!
Warum machen die Trinser Schützen nicht mehr beim gemeinsamen Vereinefest mit?

Trinser Schütze schrieb:

> Ich bin stolzer Trinser Schütze und verteidige meine Heimat!
> Dazu gehört auch die Heldenehrung! Damit man weiß für was man
> sich einsetzt!
> Und als Schütze macht man auch vieles für die Bevölkerung. Wir
> gehen bei Prozessionen mit, wir machen ein Fest für die
> Bevölkerung und wir machen auch Reisen.
> Ohne Schützen wäre Trins ganz langweilig.

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Maria K. 
Datum:   31-07-17 13:13

"Simon", was meinst du?

Wo ist da Hass?
Darf man über die Gedankenlosigkeit solcher HeldenEHRUNGEN noch reden oder nicht?

Bitte um Konkretisierung, Herr Simon, was du meinst.

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Simon 
Datum:   31-07-17 13:07

man kann jetzt so oder so über die Sache denken.
Was mich aber wirklich nachdenklich stimmt, ist, daß jetzt auch hier schon die Haßposter unterwegs sind...
...sich gegenseitig schlecht machen, den jweils anders Denken ins Lächerliche ziehen, den anderen wiederum mangelndes Heimatverständnis zu unterstellen usw...und alles schön anonym.
@MW...ist das in Deinem Sinn???

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: MK 
Datum:   31-07-17 12:53

Super Artikel!
Dazu passend:
Ein gutes, spitz formuliertes Lied von Dominik Plangger. Es lässt sich, weit über die Tore Südtirols hinaus auf viele Bereiche übertragen.

https://www.youtube.com/watch?v=JaQQ2xTUR-4

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Goinger 
Datum:   31-07-17 12:28

Die Schützen:
Das neueste Iphone im Sack (Lederhose), aber im Kopf das Geschichtsbewusstsein von vorgestern ...

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Hardigatti 
Datum:   31-07-17 11:09

Ihr könnt doch nicht einfach den rechten FPÖ-Buberln die Helden der Wehrmacht wegnehmen. Wo denkt ihr denn hin?

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Joe 
Datum:   31-07-17 10:56

Auf Facebook wüten jetzt die FPÖ-Bubis wegen des "Helden"-Artikels.

Das Abwerzger-Bubi Julian Schernthaner faselt dort:

"Jetzt ist es aber irgendwie zu viel des Guten. Wenn ihr euch am Begriff 'Heldengedenken' stößt, dann besetzt ihn eben selbst neu, aber rückt nicht weit hergeholt die Schützen in ein Näheverhältnis zum Nationalsozialismus, das Schützenwesen war zu jener Zeit in Nordtirol nämlich verboten!"

Behauptet (lügt) er einfach.
In Wahrheit wurden die Schützen nie mehr gefördert in Tirol als unter Gauleiter Hofer!

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Saggen 
Datum:   31-07-17 10:44

Genausowenig wie der Blasmusikverband den Musikapellen den "Standschützenmarsch" vom Gauleiterfan Sepp Tanzer auszutreiben vermag, genauso wenig schafft die Schützenleitung, den Kompanien die Heldenehrungen zu verbieten.

Wenn sie es darauf anlegte, würde ihnen der ganze rechte Flügel der Schützen (= FPÖ) abbrechen!

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Ludwig 
Datum:   31-07-17 10:19

@trinser schütze
Da haben's was nicht kapiert. Die freiwillige Feuerwehr oder das Rote Kreuz machen was sagen sinnvolles. Wenn Sie Ihre Heimat, die ja so fad ist wie Sie schreiben, verteidigen wollen, dann machens was gegen die Umweltverschmutzung oder die ganzen Feinstaubdiesel. Das ist die grössere Gefahr als dass die Mongolen in Trins einfallen. Da wären auch Ihre Helden drauf stolz, die sich für irgendwelche Schwachköpfe hinmetzeln haben lassen müssen. Übrigens ein wahrer Held wäre der gewesen, der bei dem ganzen Wahnsinn nicht mitgemacht hätte.

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Tiroler 
Datum:   31-07-17 09:57

@ Trinser Schütz

ja traurig: OHNE Schützen ist lt. dem Trinser Schützen Trins ganz langweilig
...und noch trauriger: OHNE Tracht und Uniform und Gruppenmacht ist so manches Schützerl nur mehr ein MILCHBUBI.
...und am aller traurigsten: Milchbuberln in Gruppen und in Uniform neigen zu Gewalttaten gegen Minderheiten und Schwächere.
.... und ojee, es geht sogar noch trauriger: Milchbuberln in Gruppen und in Uniform brauchen einen Führer, und der ist schnell parat, denn auch der will etwas gelten und etwas zu sagen haben und endlich kein Milchbuberl mehr sein.

Trinser Schütze schrieb:

> Ich bin stolzer Trinser Schütze und verteidige meine Heimat!
> Dazu gehört auch die Heldenehrung! Damit man weiß für was man
> sich einsetzt!
> Und als Schütze macht man auch vieles für die Bevölkerung. Wir
> gehen bei Prozessionen mit, wir machen ein Fest für die
> Bevölkerung und wir machen auch Reisen.
> Ohne Schützen wäre Trins ganz langweilig.



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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Hans 
Datum:   31-07-17 09:45

@ Trinser Schütze

Du verteidigst deine Heimat, ja wie denn, und vor wem? So ein Blödsinn. Aber sonst ist ja nichts los, in Trins.
Wiederspiegelt das durchschnittliche Mitglied dieser gestrigen Vereine. Igitt.....

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Trinser Schütze 
Datum:   31-07-17 09:38

Ich bin stolzer Trinser Schütze und verteidige meine Heimat!
Dazu gehört auch die Heldenehrung! Damit man weiß für was man sich einsetzt!
Und als Schütze macht man auch vieles für die Bevölkerung. Wir gehen bei Prozessionen mit, wir machen ein Fest für die Bevölkerung und wir machen auch Reisen.
Ohne Schützen wäre Trins ganz langweilig.

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Thresie 
Datum:   31-07-17 09:15

Meine Tochter, Mitglied einer FF im Unterland, verweigert die immer im November stattfindende "Heldenehrung"seit einigen Jahren.
Gedenken an die Opfer der Weltkriege wäre wohl die bessere Wortwahl.
In der "Tiroler Manderwelt" stößt man nur auf Unverständnis. Wahrscheinlich ist bei den meisten auch eine Portion Dummheit dabei, aber sicher auch viel politisches Kalkül!

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: bernsteiner 
Datum:   30-07-17 20:15

Bravo, M.W. für diesen ausgezeichneten Beitrag! Absolut wertvoll!

"Die Gefallenen der beiden schrecklichen Weltkriege zu Helden zu verklären heißt, neue falsche Helden zu produzieren für einen zukünftigen verbrecherischen Krieg, ihm neues Kanonenfutter (Drohnenfutter, Bombenfutter, Raketenfutter) zuzuführen."

und:

"Helden – das ist die Ideologie und Diktion des III. Reiches" - und vieler anderer Diktaturen.

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: sesom 
Datum:   30-07-17 18:56

ray schrieb:

> Die Schützen sind gschaftelhuberische, uniformierte,
> hierarchische und rückwärtsgewandte Alpentaliban. Denen würde
> ich gerne mal ein echtes Heldenszenario -sprich Schützengraben-
> wünschen. Mal sehen, ob sie dann noch so wehrhaft wären. Ich
> will als Tiroler nicht mit denen identifiziert werden. Geld
> verschlingen sie auch ohne Ende. Uns hat zB der unsägliche
> Landesfestumzug 1 Million Euro gekostet.


Die intellektuelle Antwort Tirols auf eine Eliteuni: die Schützen

In unserer Gemeinde gingen nur jene zu den Schützen, die bei Feuerwehr, Musikkapelle, Sportunion oder Kirchenchor nicht untergekommen sind.

Eine echte Auslese also ...

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Hölzkopf 
Datum:   30-07-17 18:36

ULHL hatte zig Angebote, sich aus der VanStaaKacke heraus wurschteln zu können.
Der Tödel hat es nicht kapiert, soll er doch in den sauren Apfel beißen dass es ihm seinen dämlichen Nasenintellekt verbiegt.

Werner schrieb:

> Bei wie vielen Heldenehrungen wird UHLH brav und gedankenlos
> schon danebengestanden sein? ("danebengestanden im wahrsten
> Sinn des Wortes)

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: ray 
Datum:   30-07-17 17:46

Die Schützen sind gschaftelhuberische, uniformierte, hierarchische und rückwärtsgewandte Alpentaliban. Denen würde ich gerne mal ein echtes Heldenszenario -sprich Schützengraben- wünschen. Mal sehen, ob sie dann noch so wehrhaft wären. Ich will als Tiroler nicht mit denen identifiziert werden. Geld verschlingen sie auch ohne Ende. Uns hat zB der unsägliche Landesfestumzug 1 Million Euro gekostet.

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Werner 
Datum:   30-07-17 17:40

Bei wie vielen Heldenehrungen wird UHLH brav und gedankenlos schon danebengestanden sein? ("danebengestanden im wahrsten Sinn des Wortes)

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Höttinger 
Datum:   30-07-17 14:55

Die obersten Schützen-Funktionäre schaffen es nicht, diesen hirnlosen "Brauch" der Heldenehrung abzuschaffen, weil ihnen sonst die Hälfte der Schützen (die FP-Wähler) davonlauifen würden. So schauts aus, ganz richtig bemerkt!

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Medienkonsument 
Datum:   30-07-17 12:28

Stimme dem Bericht von Markus Willhelm absolut zu. Und ich bin immer wieder erstaunt, wie diejenigen, die sich der Heldenverehrung hingeben - meist ohne wirkliche Kenntnis der Geschichte - sich dann feucht fröhlich niedersaufen - das mag dann auch zur Heldenverehrung gehören und dann - man kann es ja Land auf Land ab immer wieder sehen - mit halb-angepisster Lederhose nach Hause torkeln. Naja ganz im Geist vom Andreas Hofer, der ja als Weinhändler wohl auch selten nüchtern war (wenn man den nicht geschönten Quellen vertrauen kann.)

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 Re: Das unselige
Autor: Hölzkopf 
Datum:   30-07-17 11:21

>
> Wenn man die Schützen abschaffen soll warum nicht gleich die
> Musikkapellen Feuerwehren ....
>
>
> Schützen Heil!
>
> Zgf. Siber

Von "abschaffen" war nie die Rede! Das Personal von Schützen und Freiwilligen Feuerwehren ist vielfach ident, da kann es schon mal passieren, dass ein Schütze direkt vom Batallionsfest oder Gasthaus zu einem Feuerwehreinsatz gerufen wird. Freiwilligenarbeit steht hoch im Kurs, ist aber unverantwortlich, wenn verkorkste Patrioten bei einem Einsatz sich selber und andere gefährden.

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 Re: Das unselige
Autor: gilfert 
Datum:   30-07-17 11:17

ad webmaster:

Nicht verwunderlich, dass sich der abwerzige Vorarlberger ins Tirolerische hineinschwindeln will. Als Migrant lebt er halt die integrative Idee. Populismus bis zum Umfallen bei den Wahlen im Herbst.

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 Re: Das unselige
Autor: webmaster 
Datum:   30-07-17 10:28

Kein Wunder, dass ausgerechnet der einschlägig auffällige FPÖ-Chef das Stubaier Schützenfest promotet, bei dem gestern so eine "Heldenehrung" stattgefunden hat:

http://www.dietiwag.at/img2/abwerzger_stubai.jpg

(Natürlich will er sich auch bei diesen Leute einhauen.)

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 Re: Das unselige
Autor: Angelika 
Datum:   30-07-17 10:11

Gerade gefunden ... passt auch dazu zur gedankenlosen WK-Verherrlichung: http://www.dietiwag.org/blog/index.php?datum=2015-05-15

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 Re: Das unselige
Autor: Munde 
Datum:   30-07-17 10:04

webmaster schrieb:

> *u*Zugesandt:*/u*
>
>
> Wenn man die Schützen abschaffen soll warum nicht gleich die
> Musikkapellen Feuerwehren Rotes Kreuz
> das Bundesheer oder Sie Herr Wilhelm schaffen sich ab? Habe
> nicht”s gegen Kritik im Land aber Ihnen ist
> ja nicht”s gut genug. Negativ nur Negativ!
>
>
> Schützen Heil!
>
> Zgf. Siber



Ein quasi just-in-time geliefertes Beispiel dafür, wie wenig doch oft unter einem großen Schützenhut steckt.

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 Re: Das unselige
Autor: gilfert 
Datum:   30-07-17 10:00

ad webmaster:

Die Zusendung mag einem verdrossenen Tiroler Schützenherzen zuzuschreiben sein, spiegelt aber doch eine Facette des Tirolererischen Kulturwesens wider. Kritik bedeutet für solche Leute immer Negatives, nichts darf verändert oder gar modernisiert werden, Hinterfragen ist eine Sünde, für die man am besten mit dem Tod bestraft gehört.

Die vielen unabdingbar wichtigen Freiwilligeninstitutionen, die es in unserem Land gibt, in einen Topf mit einem Kostümverein zu werfen zeugt von dieser Gesinnung. Sie, Herr Wilhelm, tun das einzig Richtige: Sie unterziehen eine vielen liebgewonnene Gewohnheit einer Pickerlprüfung, sind dabei genau und respektvoll hinterfragend und erstellen die Expertise, dass da nichts mehr zu retten ist, dass die Gewohnheit aufzugeben ist. Vollkommen nachvollziehbar und notwendig, damit nicht etwas weiter florieren kann, was auch denen weh tun wird, die sich die Schützen immer noch leisten wollen.

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 Re: Das unselige
Autor: webmaster 
Datum:   30-07-17 09:33

Zugesandt:


Wenn man die Schützen abschaffen soll warum nicht gleich die Musikkapellen Feuerwehren Rotes Kreuz
das Bundesheer oder Sie Herr Wilhelm schaffen sich ab? Habe nicht”s gegen Kritik im Land aber Ihnen ist
ja nicht”s gut genug. Negativ nur Negativ!


Schützen Heil!

Zgf. Siber

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Karl100 
Datum:   29-07-17 22:58

Alljenen die hier ihre Meinung kundtun würde ich empfehlen einmal mit ihren Kindern oder Enkel den Innsbrucker Tummelplatz in Amras zu besuchen und sich die Inschriften vieler dort vorhandenen Gedenkstätten den in Kriegen gestorbenen Landsleute durchzulesen. Das waren keine Helden das waren einfache Menschen. Die Schicksale dieser Familien erschüttern und sollen ein Mahnmal sein für "nie wieder Krieg".

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 Re: Das unselige
Autor: Dealer 
Datum:   29-07-17 22:21

@gilfert

Toll zu Ende formuliert und weiter zugespitzt auf den Punkt gebracht
Eine Geschichte, welche man in Bilderbuchform zu Ende bringen könnte, aber welche auch meine Enkel ganz sicher interessieren und rasch verstehen lassen könnte
Da denkt man oft nach, wenn Völker sich auch mit ihrem sie in schweren Zeiten durchtragenden Nationalstolz, ihre Vergangenheit nicht objektiv aufarbeiteten lässt (beispielsweise auch die Serben, viele Muslime etc.,) ob man auch nicht selbst so ähnlich bisher irren konnte und sich somit nicht wirklich seiner Vergangenheit reell gestellt haben könnte?

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: gilfert 
Datum:   29-07-17 21:53

ad dealer:

Die eierlegenden Restnazis und Deutschnationalen der Nachkriegszeit, die den Prozess der Entnazifizierung entweder verschlafen oder geschwänzt haben, wurden sang- und klanglos und mit dem stummen Einverständnis der Mitwisser in die befriedete Gesellschaft "übernommen". Dort war ein Herumflattern als brauner Schmetterling zwar nicht mehr opportun, sogar verboten, doch das Weitergeben von gewohnt-vertrauten Gedanken kann und konnte kaum reglementiert werden. Schon gar nicht auf familiärer Ebene. Die Eier sind geschlüpft, die Raupen durften fressen, zum Fangen war man nach so vielen schlechten Jahren schlicht zu faul. Das Land prosperierte und leistete sich ein wiedererstarktes Brauchtumswesen der paramilitärischen Art, deren soldatisches Outfit und Erscheinungsbild im prosperierenden Tirol gern gefördert wurde, sanktioniert von denen, die vlt der strammen, stolzen Burschenherrlichkeit der HJ und der dirndltragenden BDM-Romantik nachtrauerten.

Es ist endlich an der Zeit, einer Gesinnung, die im Stehen von Reih und Glied ohne inhaltliche oder situative Notwendigkeit mehr Heldentum und Ehrhaftigkeit sieht als in der selbstverantworteten Agität des Individuums, das sich seiner Bedeutung für die Gesamtgesellschaft bewusst ist.

Die Bedeutung des Schützenwesens muss in den privaten Rahmen eines Freizeitvereins übergehen, als Inbegriff des Herzens von Tirol hat es aufgehört zu schlagen. Tirol braucht keine post-weltkriegs- und andreas-hofer-zeit-affinen Trachtler, das können und wollen sich die meisten weder finanziell noch ideell leisten.

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 Re: Das unselige
Autor: Fernpass 
Datum:   29-07-17 21:52

Danke M.W. absolut auf den Punkt getroffen!

Ich habe die Todesnachricht von meinem Urgroßvater vor mir liegen:

Christliche Erinnerung
an den Herrn

XXX XXX

Zugführer im 3. Tiroler Landesschützen Regiment, ausgezeichnet mit der silbernen Tapferkeitsmedaille , Bauer zu XXX,
welcher , geboren in XXX am 8. September 1915 in Russland im 36. Lebensjahr den Heldentod fürs Vaterland gestorben ist.


Wie sah die Heldengeschichte tatsächlich aus:

Vor dem 1. Weltkrieg verkaufte mein Urgroßvater seinen Bauernhof, um einen anderen Hof zu kaufen. Das Geld hat er in einer Kiste verstaut, da das Bankenwesen noch sehr fragwürdig war. Für ihn völlig unerwartet begann der Krieg und er wurde sofort eingezogen und nach Galizien verlegt. Dank der hervorragenden militärischen Leistung der österreichischen Generäle kam er wenige Wochen nach Kriegsbeginn in russische Gefangenschaft.
Mit seinen Kameraden wurde er nach Sibirien verlegt. Die Ruhr brach aus und er pflegte fast ein Jahr lang seine erkrankten Kameraden, bis er selber an dieser Krankheit elend krepierte. Als der Krieg zu Ende war, wollte seine Witwe mit dem Geld vom Hof eine Existenz aufbauen, sie bekam für die Kiste voll Geld zwei Laib Brot!

Der Hof war weg, das Geld wertlos, der Mann krepiert und dann sagt man seiner Frau er sei als Held fürs Vaterland gestorben.

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: gilfert 
Datum:   29-07-17 21:32

ad spaziergänger:

Stimme Ihren Ausführungen vollinhaltlich zu.

Die Idee der Fremdfinanzierung durch Nutznießer der Schützenaufmärsche halte ich für ausgezeichnet, damit wären die Schützen endlich auf einer Ebene mit Schaudarstellern gelandet, deren Tätigkeit ja auch nur mit dem jeweiligen Ticket bestaunt werden kann. Außerdem wäre die Schützentracht mit allem Drum und Dran ebenso Teil eines Theaterfundus im besten Sinn, die sich die Darsteller überziehen, um ihrer Obsession, dem Marschieren, Defilieren und Salvenfeuern zu frönen. Es käme dann auch keinem mehr in den Sinn, dass es innerhalb eines solchen Verbandes Helden zu ehren gäbe.

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Spaziergänger 
Datum:   29-07-17 20:43

Das Tiroler Schützenwesen suggeriert unseren Landsleuten eine Welt die es schon lange nicht mehr gibt bzw. eigentlich niemals so richtig gab.
Eine Welt mit gefälligen Trachtenkostümen, ein Aufmarschszenario für Möchtegerns-Heimatschützer und eine Freizeitbeschäftigung für all jene "Standfesten" die sich vor der Teilhabe/Teilnahme an unbedankter und unbeobachteter Gemeinwohlarbeit drückt.
Jede Hausfrau/Mutter, alle freiwilligen "SystemerhalterInnen" (Rettung, Feuerwehr, Bergwacht, Bergrettung, Initiativen m Sozialbereich, Selbsthilfegruppen, Kulturvereine ..und..und...und), ja selbst Schülerlotsen haben einen weitaus höheren Gemeinschaftsnutzen als diese pseudoparamilitärischen "Traditionspfleger".

Gebräulich eh nur als Farbenspiel-Begleiter für Prozessionen und als Staffage für die unzähligen, unnötigen "landesüblichen" und sonstigen "Empfänge" unserer ParteipolitikdarstellerInnen.

Der ganze Zauber, der ja nicht eigenfinanziert ist, kostet eine große Stange Geld, daher sollte man ihn, wenn schon von einer "Notwendigkeit" gesprochen wird, kostenneutral von den jeweiligen Nutzniessern (Tourismus, Politikdarstellern etc.) finanzieren lassen. Und wenns schon, zwar völlig sinnlos "Gewehrsalven" und "Grasausläuter" braucht, dann genügen auch ein paar knallende Feuerwerkskörper und eine normale "Bittprozession".

Vor allem aber brauchts keine irreführende "Heldenverehrung" für irgendwelche Kriegsteilnehmer. Eine solche stünde weit eher Lebensrettern, Zivilcouragisten und all jenen die bei ihrer Arbeit fürs unbezahlte Gemeinwohl verunglückt sind zu. Aber die tragen ja keine "bärige Talschaftstracht" und treten nicht "so stramm und stolz" auf.

Ironischerweise gibts bei den Schützenkompanien auch viele "Bundesheer-Untaugliche" und "Zivildiener", also beschränkt sich das "Heimat verteidigen" eher wohl aufs "Maul feil halten" was den "unbändigen Wehrwillen" betrifft. Im Übrigen kann man dieses Missverstehen auch sehr gut bei der Marschierqualität erkennen.

Also eher nix oder kaum was von "Helden" - wozu dann eine "Verehrung" oder ein "Gedenken".

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Karl100 
Datum:   29-07-17 19:37

Ich kann den Aufdecker und Schreiber dieses Berichten nur uneingeschränkt recht geben. Manche Schützenkompanien sollten aufpassen nicht ins "rechte" Licht gestellt zu werden.

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Dealer 
Datum:   29-07-17 18:08

gilfert schrieb:

> ad Dealer:
>
> Sehe ich ebenso!
>
> Das Bild des biologischen Werdegangs eines Schmetterlings
> beschäftigt mich. Wann hätte denn das Raupenstadium
> stattgefunden, das die enorme Kraftanstrengung des Verpuppens
> ermöglichte? Welches Blattwerk war denn da so üppig vorhanden,
> dass die Raupe sich so vollfressen konnte? Und warum fehlten
> die natürlichen Fressfeinde, die uns die Puppe erspart hätten?
> Ich

Sehr gute weitere Hilfsnterpretation unserer Gechichte, mit noch größerem Kontext, welchen man aber noch bis zur Eierlegung weiter zurückverfolgen könnte.

- Ich würde das Raupenstadium nach dem Krieg sehen, wo die Blindheit der damligen natürlich wieder freigelassenen Fressfeinde, neben einer vielieicht sogar volkwirtschaftlicher Notwendigkeit dazu, immer schlimmer wurde. Zuerst sah man ganz scharf und tat sich trotzdem sehr schwer handfeste Beweise für ein "fressen" zu finden und dann brauchte man immer stärkere Brillen, bis man schlussendlich blind wurde. Die vielen damals sich verstecken wollenden und müssenden "Schetterlinge" konten sich oft gerade wieder "verpuppen" bevor sie Jemand einfangen konnte und viele legten dann noch ganz ungeniert neue Eier. Die sich dann aus diesen Schmetterlingen mehr und mehr wieder organsierten Einheiten, welche eine Fressfeindtarnung annahmen, wirkten als Beschützer, Brutpfleger, etc - früher noch sehr vorsichtig, oft versteckt und dann immer offener und gewöhnlicher...heute wieder voller Hoffung...

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Karl 
Datum:   29-07-17 17:19

Danke für die gute Aufbereitung dieses Themas. Ich habe mich auch schon lange gefragt warum diese Schützen-
feste ohne diese Heldenehrung nicht auskommen. Anschließend Abmarsch ins Zelt oder noch einen feierlichen
Zapfenstreich, wobei wahrscheinlich die meisten der Beteiligten gar nicht wissen was der bedeutet hat.
Gedenken an die Kriegsopfer erschiene mir eine brauchbare Benennung, aber vielleicht nicht bei jedem Fest
der Schützen obligatorisch. Hier geht es doch in erster Linie darum die Kassa der durchführenden Kompanie
aufzubessern. Es wäre genügend am sogenannten "Seelensonntag" nach Allerheiligen diese Tradition aufrecht-
zuerhalten. Wenn ich denke wie viele jungen Burschen in unserer Gemeinde noch die letzten Wochen des Krieges
zum Kanonenfutter eingezogen wurden, erscheint mir ein Gedenken an die Opfer schon sinnvoll. Aber eben alles
zu seiner Zeit und nicht als Heldenehrung. Es wäre höchste Zeit, dass sich der Tiroler Schützenbund damit
auseinandersetzt.

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: gilfert 
Datum:   29-07-17 17:10

ad Dealer:

Sehe ich ebenso!

Das Bild des biologischen Werdegangs eines Schmetterlings beschäftigt mich. Wann hätte denn das Raupenstadium stattgefunden, das die enorme Kraftanstrengung des Verpuppens ermöglichte? Welches Blattwerk war denn da so üppig vorhanden, dass die Raupe sich so vollfressen konnte? Und warum fehlten die natürlichen Fressfeinde, die uns die Puppe erspart hätten?

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: gilfert 
Datum:   29-07-17 17:09

ad Dealer:

Sehe ich ebenso!

Das Bild des biologischen Werdegangs eines Schmetterlings beschäftigt mich. Wann hätte denn das Raupenstadium stattgefunden, das die enorme Kraftanstrengung des Verpuppens ermöglichte? Welches Blattwerk war denn da so üppig vorhanden, dass die Raupe sich so vollfressen konnte? Und warum fehlten die natürlichen Fressfeinde, die uns die Puppe erspart hätten?
Ich



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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Mutters 
Datum:   29-07-17 17:05

... und der Tiefenthaler steht jeden Sonntag daneben (im wahrsten Sinn des Wortes) und sieht und hört nichts von der "Helden"-Verehrung und ist mächtig stolz auf sich selber.

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Werner 
Datum:   29-07-17 16:18

Ich frage mich:

Ist es Unwissenheit oder Absicht? Wenn ich mir manche Schützen anhöre und anschaue (Tattoos!), dann fürchte ich, dass einige hier ihrer rechten Weltanschauung frönen. Der Großteil marschiert vermutlich einfach gedankenlos mit. So wie immer schon.

Auf diesen Beitrag antworten
 
 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Dealer 
Datum:   29-07-17 16:06

Für sehr viele Menschen hat sich die Vergangenheit bereits wiederholt, nur ist es für die Öffentlichkeit noch nicht sichtbar geworden und schaut diese (noch) ganz bewußt einfach weg.
Wenn man dieses Forum hier sieht, wo von der Vergangenheit in die aktuellste Gegenwart bestens dokumentiert dargestellt wird, wie die biserher schon nicht wirklich erfolgte Aufarbeitung des Vergangenen, in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, trotz historischen Warnungen, wieder zurückgekommen ist und immer schneller werdend auf neue Höhepunkte zusteuert, dann ist dieser Artikel nun auf den Zeitpunkt der historischen Sekunde genau passend.
Gerade in diesem Schützenwesen verklärt mit Miltär, falsch verstandenen Brauchtum, Burschenschaften, Politik usw. hat die Vergangeheit sich die" ART" einer Verpuppung gegeben, wo nun jederzeit ein neuer schöner Falter schlüpfen könnte, wenngleich er auch nicht lange leben wird und auch keine braune Farbe unbedingt haben muss, aber neues unsägliches und leicht vermeidbar gewesenes Leid produzieren wird.

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: gilfert 
Datum:   29-07-17 16:02

ad Haiming:

Spezifische Anfrage schon gemacht?
Da gäb es ja etliche Fallbeispiele, nehm ich an.

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: Haiming 
Datum:   29-07-17 15:45

Darf man "Mitarbeiter" des unter das Verbotsgesetz fallenden NS-Regimes öffentlich ehren?

Eine Frage an den Herrn Innenminister.

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: trend 
Datum:   29-07-17 14:18

Ebenfalls ausgezeichnet @ gilfert. Ob derartiges die klerikal-schwarzen Bauernschädel in der ÖVP überhaupt erfassen (würden)? Als Vorfeldorganisation der Partei sind diese Gewehrtäger unverzichtbar.
Wenn man statt Heldengedenken ein solches für die Opfer der Kriege aufs Programm schriebe, wäre wenigstens etwas getan. Den Textierern wird sich allerdings eine derartige Reflexion verschließen.

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 Re: Das unselige "Heldengedenken" der Schützen
Autor: gilfert 
Datum:   29-07-17 13:51

Ausgezeichneter Beitrag!

Der völlig absurd im Zusammenhang mit unfreiwillig(st) eingezogenen Männern in die vergangenen Kriegswirren verwendete Begriff der "Helden", folgernd deren grausamer, elender Tod auf dem Schlachtfeld, der Gefangenschaft, der Flucht der "Heldentod", war an Zynismus gegenüber den trauernden, verzweifelten Müttern, Vätern, Ehefrauen und Kindern kaum zu überbieten. Ein Held sucht sich das Ziel seiner Energieaufwendung selber aus oder erkennt in einer ihm plötzlich überantworteten Ausnahmesituation einen Sinn zum Handeln. Die Gefallenen des 2. Weltkriegs haben weder das eine noch das andere gesucht. Man kann ihnen nicht zum ehrenvollen Gedenken gereichen, wenn man den Grund des leidvollen Sterbens als eine selbstgewollte Aufgabe suggeriert. Das ist einfach gelogen.

Dass die Schützen nicht in der Gegenwart angekommen sind, weil sie ein Relikt der Vergangenheit sind, ohne Aufgabe, ohne Sinn, dafür ein gewaltiger Kostenfaktor für das Kulturbudget einer jeden Gemeinde, wird von bestimmten Kreisen, auch den katholischen (die ihre Prozessionen ohne Schützensperrfeuer und Hab-Acht-Geplärr nicht abhalten wollen), billigend in Kauf genommen. Vaterlandstreue, Heimatliebe, Heimatschutz sind Begriffe, die eben diese Leute im Schützentum geparkt halten und plumpest verzerren und verdrehen. Eine Abschaffung der Traditionsschützen würde keine Lücke im Tirolertum bedeuten, sondern den Weg freimachen für ein endlich entmartialisiert auftretendes Tirolerland-Bewusstsein.

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 "Heldengedenken" und Schützen-Verbot in NS-Zeit
Autor: webmaster 
Datum:   29-07-17 13:06

Dieser Thread bezieht sich auf den Artikel "Schafft die Helden ab!", der hier nachzulesen ist:

http://www.dietiwag.at/index.php?id=5060

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