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Die gar üble Rolle der Ombudsfrau Christine Baur in der Causa Erl

Ich hab der Frau Ombudsfrau von Erl vor drei Tagen geschrieben:

Merkst du nicht, wie du missbraucht wirst?
Nein, du merkst es offenbar nicht.


Aktueller Anlass: Bei den Festspielen tätige Hardcore-Fans Gustav Kuhns haben per WhatsApp weitere bei den Festspielen tätige Hardcore-Fans Gustav Kuhns aufgefordert, der Ombudsfrau „Eure Meinung“ mitzuteilen, damit diese „eine entsprechende Empfehlung an die Gleichbehandlungskommission abgeben“ kann.
Aber dazu weiter unten.

Das Unglück mit der Frau „Ombud“, wie sich die Ombudsfrau selber nennt, hat freilich schon früher begonnen, mit dem Tag ihrer Bestellung. Durch Haselsteiner. Wie sie in Beantwortung einer Fake-Anfrage freimütig zugibt.





Falsch, das Unglück mit Christine Baur gibt es spätestens, seit es Christine Baur in einer öffentlichen Funktion gibt. Hier sei nur an die highesten Highlights ihrer politischen Tätigkeit und Nichttätigkeit als Soziallandesrätin erinnert: den niederträchtigen Umgang mit den Heimopfern, den Flop mit dem Durchreiseplatz für die Roma, das Fiasko mit dem Kauf und Verkauf der Traglufthallen für Flüchtlinge und das Desaster bei den Tiroler Sozialen Diensten.

Dafür hat sie aber noch ein halbes Jahr vor Ihrer Bestellung zu Haselsteiners Ombudsfrau als Mitglied der Landesregierung der Verdoppelung der Landesförderung für die Festspiele Erl auf 1,15 Millionen jährlich zugestimmt (Regierungsantrag).
Damals hat sie sich ja auch noch keck als Frauenlandesrätin verkauft und dicke Backen gemacht:





Und dann, als Politikerin abgehalftert, geht sie ausgerechnet nach Erl, um die zuvor dort aufgedeckten Zustände möglichst zuzudecken. Die Frauenlandesrätin verdingt sich bei der Macho-Partie Haselsteiner-Kuhn-Kalina-Krüger. Das ist so, wie wenn, was weiß ich, die ehemalige Grünen-Chefin Eva Glawischnig zum Glücksspielkonzern Novomatic wechseln würde oder der sozialdemokratische Ex-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer sich dem kasachischen Diktator Nursultan Nasarbajew als Lobbyist an den Hals schmeißen würde.


„Greenwashing“ nennt man das

Baur sitzt fußfrei erste Reihe bei der Eröffnungsrede des Festspielpräsidenten Haselsteiner, als dieser – nach Bekanntwerden schwerer und schwerster Vorwürfe gegenüber Kuhn – davon spricht, dass dieser „ganz der Alte“ geblieben sei und „noch immer keinen Hehl daraus macht, welche Vorlieben er hat“, nämlich „Wein, Weib und Gesang“.
Die Ombudsfrau ist nicht aufgestanden, sondern ist sitzen geblieben.
Sie hätte aufschreien müssen, als Kuhns Anwalt Michael Krüger verbreitet hat, die Engagements der Verfasserinnen des „Offenen Briefes“ seien aus künstlerischen Gründen in Erl nicht verlängert worden.
Sie ist stumm geblieben.
Sie hätte als Ombudsfrau gehen müssen, als ihr Chef Haselsteiner mit seinem despektierlichen Antwortbrief über die Künstlerinnen hergefallen ist und Kuhn zu deren Opfer gemacht hat.
Sie ist geblieben.

Kleine Abschweifung, um zu zeigen, wie generell in Erl gearbeitet wird

Vor ein paar Wochen haben Freunde Kuhns einen nichtoffenen Brief an den Landeshauptmann geschickt (hier), für den sie unter allen in Erl anwesenden Künstlern ganz massiv Unterschriften gekeilt haben. Interessant ist, wer aller nicht unterschrieben hat und vor allem, woher der überwiegende Teil der Unterschriften gekommen ist, nämlich von den nichtdeutschverstehenden Mitgliedern des weißrussischen Chors und den nichtdeutschverstehenden Mitgliedern des weißrussischen Orchesters.







Da: Power-Frauen, dort: Frau Baur

Christine Baur ist für unbestimmte Zeit bestellt und hat einmal im Jahr einen Bericht an den Vorstand abzuliefern. Sie erhält für ihre Tätigkeit, die eine Nichttätigkeit ist, eine Aufwandsentschädigung in unbekannter Höhe.

Die Opfer haben die von Haselsteiner abhängige Ombudsfrau Haselsteiners längst durchschaut. Niemand meldet sich bei ihr.





Erst zehn Tage nach Veröffentlichung des berühmt gewordenen „Offenen Briefes“ an Hans Peter Haselsteiner und erst einen Tag, nachdem ich Christine Baur zum Handeln, das heißt, zum Rücktritt aufgefordert habe, hat sie ein nichtssagendes Schreiben an die fünf Unterzeichnerinnen gerichtet, auf Deutsch, und nur auf Deutsch, obwohl zwei von Ihnen kein Wort Deutsch sprechen (hier). Die damit (nicht) angesprochenen Frauen sind sich einig: Keine wird sich bei ihr melden, verständlicherweise, denn dann könnten sie ihre Beschwerden gleich am Eingangstor des Festspielhauses groß plakatieren. Bei seiner STRABAG würde Haselsteiner das Projekt Ombudsfrau glatt als stranded investment verbuchen müssen.

Christine Baur ist nicht nur unfähig, sondern auch unwillig. Die zum Himmel schreienden Zustände in Erl interessieren sie nicht einmal. Zwei Monate nach ihrer Bestellung hatte sie noch in keinen Arbeitsvertrag Einsicht genommen. Oben im Mail behauptet Baur im April 2018, sie arbeite auch mit der Gewerkschaft zusammen („I also work together with the trade union“). Mitte Mai gefragt, mit wem sie bis dato seitens der Gewerkschaft in Verbindung gewesen sei, musste sie zugeben: mit niemandem.

Haselsteiners Ombudsfrau braucht man nicht zu desavouieren, das macht sie schon selber.


Die Gleichbehandlungskommission soll mit Baurs Hilfe manipuliert werden

Bringen wir es hinter uns, kommen wir zum letzten, möglicherweise auch nur zum bisher letzten Verrat Baurs an ihrer Funktion. „Verrat“ ist natürlich falsch! Ihre wahre Funktion ist es ja gerade, im Sinne und im Dienste Haselsteiners zu funktionieren.

Bekanntlich hat der Stiftungsvorstand der Festspiele Erl in Reaktion auf den „Offenen Brief“ hin beschlossen, die Causa Kuhn bei der Gleichbehandlungskommission anzuzeigen. Damit die Entscheidung dort tunlichst im Sinne Haselsteiners und Kuhns ausfällt, hat das „Sekretariat Tiroler Festspiele“ mitsamt intimen Freunden via WhatsApp einen Aufruf verschickt, mit dessen Hilfe ein massives Übergewicht zugunsten von Gustav Kuhn bei der Kommission hergestellt werden soll. Christine Baur „wird“ (!) die gesammelten Fürbitten dann als Empfehlung an die Gleichbehandlungsstelle weiterleiten.




Die WhatsApp-Gruppe läuft unter dem bezeichnenden Namen „Gleichbehandlungskom(m)issio(n)“.
Bei Christin Kirn handelt es sich um Gustav Kuhns Lebensgefährtin.



12.8.2018


Wer mir in Sachen Erl und Kuhn etwas mitteilen möchte, kann dies unter m.wilhelm@dietiwag.org tun oder auch anonym hier eine Information hinterlassen:


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