„Tirol heute“, 15. Juli: Der ORF bewirbt in einem redaktionellen Beitrag drei Minuten lang massiv die TIGAS und Autos mit Gasantrieb. Die Moderatorin sagt: „Diesel und Benzin sind so teuer wie noch nie. (...) Alternative Angebote sind gefragt – und das Erdgasauto ist eines davon. Vor allem in den letzten Monaten ist die Nachfrage rasant gestiegen.“
Diese muss dermaßen rasant gestiegen sein, dass der ORF-Redakteur Weglehner, der den TIGAS-Werbefilm macht, keinen Erdgasautofahrer findet, der ihm die von der TIGAS behaupteten Vorteile ins Mikrophon sülzen kann. Also lässt er ihn sich gleich von der TIGAS beistellen. Diese bringt einen unauffälligen Herrn Bernhard Weber mit zu den Aufnahmen, der brav die günstigeren Treibstoffpreise lobt und darüber hinaus auch noch etwas von seinem „Beitrag zur Umweltbelastung oder Wenigerbelastung“ absondert.
ORF-O-Ton: „Bernhard Weber ist vom Erdgasantrieb überzeugt. (...)
Die Ersparnis zu vergleichbaren Diesel- oder Benzinmodellen ist beträchtlich.“ (Tirol heute, 15. Juli 2008)
Bernhard Weber ist der Erdgasauto-Propagandist der TIGAS. Mehr als ein Viertel des Kaufpreises seines Fiat Panda hat die TIGAS für ihn übernommen. Dafür gibt er für sie den überzeugten Gasautofahrer:
Immer wieder. Oben zum Beispiel in „Tiroler Wasserkraft intern“, dem Mitarbeitermagazin der TIWAG (2/2007).
Bernhard Weber ist nämlich im Hauptberuf TIWAG-Angestellter.
Ja, so recherchiert der ORF mitunter seine Geschichten. Oder soll man sagen, so verarscht der ORF uns mitunter mit seinen Geschichten?
NB: Bernhard Weber ist in der TIWAG „Leiter der Konzernrevision“ und damit der oberste Maulwurfsucher in der Firma. Und endlich hat er dort etwas gefunden! Wenn auch nur einen Nebenjob für sich.
Wenn van Staas bösartigster Kampfposter „auf die Pappm fliagt“ [02.07.2008]
Seit Jahren treibt der Seefelder Journalist Othmar Crepaz unter dem Pseudonym „Piperflyer“ vor allem im Internetforum des ORF Tirol sein Unwesen. Schneidig, aber nur im Schutze der Anonymität, macht er dort alles nieder, was auch nur entfernt eine Kritik an van Staa oder der ÖVP, seiner ÖVP, sein könnte.
Mit seinen zig Postings jeden Tag, eines widerwärtiger als das andere, sticht er im ORF-Leserforum jede halbwegs seriöse Diskussion fast im Alleingang ab.
Zumindest in meinem Falle ist er bis zuletzt auch vor handfesten Verleumdungen nicht zurückgeschreckt und hat sich sogar schon gefreut, dass mir „endlich ein Strick gedreht werden kann“ und ich „im Gefängnis schmachten müsste“.
Weil es genug ist, wenn es reicht, habe ich den Herrn Crepaz zu nachstehender Entschuldigung gezwungen.
Vorläufiges Ende im TIWAG-Prozess [30.06.2008]
Es gibt noch kein Urteil des Gerichts, aber man hat sich trotzdem schon eines machen können. Man konnte sehen,
* dass der TIWAG-Anwalt schlecht vorbereitet war und und die Vorwürfe der Klägerin auch nach drei Jahren nicht auf den Punkt zu bringen in der Lage war
* dass sich ausgerechnet eine TIWAG auf den Datenschutz beruft, die dem Beklagten monatelang zwei Detektive nachgehetzt hat
* dass Bruno Wallnöfer bei der dritten Verhandlung nun schon das dritte Mal gefehlt hat, ohne jemandem gefehlt zu haben
* dass zwei TIWAG-Angestellte als TIWAG-Zeugen nicht in der Lage waren, einen Schaden zu benennen, der durch die Veröffentlichungen auf dieser Webseite entstanden sein könnte
* dass das Akzeptieren von New York als Gerichtsort bei den Cross-Border-Streitigkeiten weniger ein „Geschäftsgeheimnis“ als ein Skandal ist
Usw.
Das Urteil ergeht schriftlich.
Kronenzeitung, 28. Juni 2008
Er ist weg! [24.06.2008]
Parlamentarische Anfrage an Justizministerin Berger in der "Schwein-Sager"-Affäre [17.06.2008]
Am 13. Juni 2008 hat Hannes Jarolim, der Justizsprecher der SPÖ im Nationalrat, folgende Anfrage an die Bundesministerin für Justiz eingebracht:
Wenn van Staa bleibt, ist das fürs Land eine Katastrophe [10.06.2008]
Für dietiwag.org ist es ein Glück.
Ex-Landesamtsdirektor Hermann Arnold im neuen „Echo“ über die Energiepolitik der Tiroler ÖVP [30.05.2008]
„Die Dummheiten, die sie in den letzten fünf Jahren in der Energiepolitik gemacht haben, sind historisch. Es glaubt ihnen kein Mensch, dass die Aktion mit Oberösterreich gescheit ist und keiner, der vom Fach ist, glaubt das vom Vertrag mit den Illwerken. Was will die TIWAG mit acht Prozent an der Energie AG Oberösterreich und mit einem Aufsichtsrat, der lediglich zuhören darf? Will sie eine hohe Verzinsung des Kapitals? Das könnten die Tiroler Banken auch. Oder soll hier gar einem Land weitergeholfen werden, das kein Familiensilber mehr hat?
Wenn die TIWAG übriges Geld hat, soll sie in Tirol investieren und Arbeit schaffen. Wenn man in Tirol à la longue vernünftige Politik machen will, muss man die Ressourcen in der Hand haben, nützen und weder nach Amerika noch im Inland verscherbeln.
Ein Versorgungsunternehmen muss sich anders etablieren als durch Inserate in bestimmten Blättern, wo ununterbrochen gesagt wird, dass wir den billigsten Strom haben. Ich behaupte, nächstes Jahr wird er sicher wieder teurer. Heuer ist ja Wahljahr und die Vorgänge rund um die TIWAG, deren Handeln im Landhaus offenbar nicht bekannt ist, vertragen keine weitere Beunruhigung der Bevölkerung.
Die TIWAG war einst ein stolzes Unternehmen, war österreichweit immer in der ersten Reihe. Heute ist sie vielleicht Sponsormeister. Und dann noch die Dinge, die in der TIWAG passieren – wie das mit dem Detektiv – das ist tödlich für ein Unternehmen, eine Katastrophe.
Wieviel Millionen die TIWAG durch ihre Beteiligung an der UTA verspielt hat, scheint nicht von Belang, darüber wird nicht berichtet und im Landhaus wird man darüber wohl auch nicht informiert sein. Geschäftsgeheimnis?“
Wie kommt Fischlers Personen-Komitee für van Staa zustande? [28.05.2008]
Die TIWAG schenkt Kate Allen jedes Jahr 40.000 Euro, damit sie viel „auf der Welt“ herumkommt und jetzt für den TIWAG-Eigentümervertreter van Staa Wahlwerbung machen kann.
Auszug aus der Sponsoring-Aufstellung der TIWAG (2005)
Kate Allen auf der Internetseite der ÖVP www.tiroler-vp.at: "Ich komme viel auf der Welt herum, aber immer wieder gerne zurück in meine Wahlheimat Tirol. Wie gut dieses Land gelenkt wird, sieht man vielleicht erst, wenn man den Vergleich hat.“
Wenn sie nur nicht wieder auf die Schnauze fällt!
M.W.
ÖVP-Aktion: Kauf dir einen Abgeordneten [23.05.2008]
Jakob Wolf ist Bürgermeister des Ötzidorfes. Ist Imster ÖVP-Bezirksparteichef. Ist ÖVP-Landtagsabgeordneter. Ist der lauteste TIWAG-Propagandist im ganzen Ötztal. Lässt sich von der TIWAG seine Sommerfestln bezahlen, den ausgehungerten Stuibenfall mit 3.600 Watt anstrahlen und seine Steinzeit-Attrappe sponsern.
Jakob Wolf will mit aller Gewalt wieder in den Landtag. Will endlich Klubobmann werden oder Landesrat. Zu diesem Zweck führt er einen so aufwendigen persönlichen Wahlkampf, wie ihn das Oberland noch nicht gesehen hat: Wolf da, Wolf dort, Wolf überall.
Um das alles zu schaffen, hat er sich von einem Unternehmen einen nigelnagelneuen Wahlkampfbus zur Verfügung stellen und bezahlen lassen. Nicht von irgendeinem Unternehmen, sondern von jener Baufirma Auer in Umhausen, an die Wolf als Bürgermeister ständig Aufträge vergibt. Jener Baufirma Auer, mit der zusammen die Gemeinde Umhausen kürzlich eine Gesellschaft zur Errichtung eines Laufkraftwerkes an der Ötztaler Ache gegründet hat, wobei Bürgermeister Wolf der Baufirma Auer auch noch die Mehrheit (55 Prozent) eingeräumt hat. Verständlich wird das alles nur, wenn man weiß, dass diese den ÖVP-Abgeordneten „anfüttert“.
Das größte Unternehmen seiner Gemeinde finanziert Jakob Wolf einen ÖVP-schwarzen Peugeot 807 für seine Vorzugsstimmenkampagne.
Im Bild ein anderes Fahrzeug aus seinem Wahlkampftross.
Ich denke, das ist verbotene Geschenkannahme und steht unter Strafe: StGB § 304.
Das hab ich dem vermeintlichen ÖVP-Landesrat in spe auch mitgeteilt: „Jakob, du bist ja total korrupt! Was du jetzt aufführst, bringt das Fass, dem es bereits den Boden ausgeschlagen hat, zum Überlaufen.“
Dem Ötzidörfler freilich fehlt jedes Bewusstsein für Unvereinbarkeiten: „Ich kann nur sagen, der Vorwurf der Korruption ist absurd!“ Mehr noch, er bestreitet keck, wie er ist, überhaupt die Existenz „von befreundeten Unternehmen, die mich sponsern sollen, weil es ganz einfach nicht der Wahrheit entspricht. Die Unternehmen, die mich sponsern sollen, zeigst du mir.“ (aus einem Mail von Jakob Wolf vom 18.5.2008) Eines von diesen hab ich dir hier gezeigt. Von „sponsern sollen“, Jakob, war bei mir freilich nie die Rede. Im Gegenteil, sie sollten nicht! Noch Fragen?
„Warum sollten mich Unternehmen unterstützen, was könnte ich für sie tun?“ Ja, Jakob, zum Beispiel das mehrheitlich von der Firma Auer betriebene Kraftwerksprojekt an der Ötztaler Ache bei deinen ÖVP-Kumpeln im Landhaus und bei deinen Freunden in der TIWAG durchboxen. Um deines persönlichen – politischen - Vorteils Willen bist du offenbar sogar bereit, „deine“ Gemeinde Umhausen herumzulupfen und sie mit einer Minderheitsbeteiligung abspeisen zu lassen.
Genau dafür, Jakob, wirst du angefüttert.
M.W.
Rauch sagt in der Schweine-Affäre im U-Ausschuss die Unwahrheit [16.05.2008]
Jetzt hat van Staa eh schon kein Glück, dann hat er mit seinem Parteigeschäftsführer auch noch so ein Pech! Wir reden nicht von seinen Unflätigkeiten, wir reden hier nur von strafrechtlich relevanten Dingen. Vor 14 Tagen war Hannes Rauch zum ersten Mal im parlamentarischen U-Auschuss geladen. Die Befragung streifte bald auch die dubiosen Ermittlungen rund um van Staas „Schwein“-Sager, obwohl dieser erst Ende des Jahres Thema im U-Ausschuss sein wird.
Der Vorsitzende Peter Fichtenbauer hat den Zeugen Rauch ausdrücklich „an die Wahrheitspflicht sowie die strafrechtlichen Folgen einer falschen Aussage erinnert“ und ihn informiert, dass „eine vorsätzlich falsche Aussage vor dem Untersuchungsausschuss gemäß § 288 Abs. 3 Strafgesetzbuch wie eine falsche Beweisaussage vor Gericht mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe bestraft wird“.
Und was tut Rauch? Er sagt falsch aus.
Obwohl er zur Zeit des „Schwein“-Sagers noch Vertragsbedienster des Innenministeriums (Stellvertretender Sektionsleiter) ist und erst ab 1. Oktober 2007 Landesgeschäftsführer der ÖVP, besorgt er bereits Anfang September von Wien aus höchst aktiv ihre schmutzigen Geschäfte und stellt sich an die Spitze der Verleumdungskampagne gegen mich. Im Detail wird uns, d.h. van Staa, Hannes Rauch, Oskar Galopp, ein paar Leute vom BIA, den ein oder anderen Staatsanwalt und mich, die Sache dann beschäftigen, wenn sie im U-Ausschuss an der Reihe ist.
Hier sei nur insoweit vorgegriffen, als Hannes Rauch bei seiner Befragung am 29. April 2008 seine aktive Täterschaft geleugnet hat:
NRAbg. Peter Pilz befrägt den zukünftigen ÖVP-Landtagsabgeordneten Hannes Rauch: Auszug aus dem Protokoll des U-Auschusses vom 29. April 2008
„Es waren da halt einige Medienanfragen, die habe ich dann beantwortet.“ Das ist schlicht die Unwahrheit. Wie wir wissen, und wie es dokumentiert ist, hat Rauch ab 5. September 2007 von sich aus (!) reihenweise Journalisten angerufen und entsprechend bearbeitet.
Seine falsche Aussage war kein Ausrutscher, kein Versprecher. Er wiederholt sie gleich noch einmal: „Ich bin angerufen worden, und dann habe ich reagiert und die Medienanfrage beantwortet. Punkt. Das ist eine Tätigkeit von fünf, sechs, sieben, acht Minuten.“ Und dann auch noch ein drittes Mal, siehe unten: „Und dann hat mich vermutlich ein Journalist oder die APA angerufen und hat mich gefragt, was meine Stellungnahme dazu ist.“
Gleichzeitig, und da haben wir sicher zu danken, verplappert er sich bezüglich der Sachverhaltsdarstellung der ÖVP an die Staatsanwaltschaft. Hat die ÖVP doch bisher immer so getan, als hätte sie mich nicht beim Staatsanwalt angezeigt, sagt der famose Rauch jetzt, nicht er sei das gewesen, sondern: „Das hat mein Vorgänger Georg Keuschnigg gemacht.“
Na, serwas! Da haben wir ja noch Unterhaltung auf die nächsten drei Jahre. Vielleicht länger als der Herr Rauch im Landtag sitzen wird.
Wenn mich jemand fragen würde, was ich von der geplanten „Demonstration“ von Spaziergängern auf dem Landhausplatz am 16. Mai halte, müsste ich antworten: „Sehr wenig.“
Der Aufruf zu dieser Protestaktion, entstanden aus der verständlichen Empörung über die unsäglichen Vorgänge in der TIWAG, ist meiner Meinung nach zu wenig durchdacht. Das System van Staa abzuschaffen, ist kein Spaziergang!
So wie die „Demonstration“ angelegt ist, muss sie zu einer Minderheitenfeststellung verkommen, und die Herren in den Verwaltungsgebäuden westlich und nördlich des Landhausplatzes, die auf uns herunterschauen, können sich die Hände reiben und sich beruhigt in ihre weichen Stühle zurückplumpsen lassen.
Der Unmut ist groß, aber er darf nicht schon im Mai aufgebraucht werden, beim Spazierengehen. Es muss der ganze aufgespart und zusammengenommen werden, damit am 8. Juni das System van Staa gestürzt wird.
Das ist der Lostag, nicht der 16. Mai.
Wenn jeder, der auf den Landhausplatz kommen möchte oder das Hingehen für sich zumindest überlegt hat, versucht, sagen wir drei Leute in seiner Umgebung, die sonst vielleicht immer noch ÖVP wählen würden, dazu zu bringen, das zumindest dieses Mal nicht zu tun, dann werden wir viel mehr erreichen als mit dem geplanten Happening vor der TIWAG. Die Schuldigen für das, was in den vergangenen Jahren in der TIWAG passiert ist, sitzen im Landhaus. Und mit denen können/müssen wir abfahren am 8. Juni.
Am 8. Juni gibt es die große Chance, mit van Staa abzufahren und damit auch die Selbstbedienung bei der TIWAG einzustellen.
M.W.
TIWAG-Konsulent Konrad Streiter freut sich auf seine Ehrung durch TIWAG-Eigentümer-Vertreter Herwig van Staa [09.05.2008]
Live-Bilder vom Festakt:
Fall Konrad Streiter: 49 Prozent für Rücktritt Bruno Wallnöfers [18.04.2008]
Eine ganz aktuelle Umfrage nach dem jüngsten, wenn auch noch lange nicht letzten TIWAG-Skandal kommt zu einem eindeutigen Ergebnis: 49 Prozent der Befragten (Sample 400 Personen über 18 Jahre) sind der Meinung, der TIWAG-Vorstandsvorsitzende solle zurücktreten, nur 29 Prozent sprechen sich dafür aus, dass er seinen Vertrag erfüllen soll. Der Rest (22 Prozent) machte keine Angabe.
Konkrete Fragestellung: Finden Sie, dass der Vorstandsvorsitzende der Tiroler Wasserkraft, Dr. Bruno Wallnöfer, seinen Vertrag bis 2013 erfüllen, oder angesichts der jüngsten Vorfälle zurücktreten soll?
(Umfragezeitraum 8.4. bis 11.4.2008)
Wallnöfer ist ohne Zweifel der Mühlstein am Hals von van Staa. Lieber, als sich von ihm zu lösen, geht er mit ihm unter. Nach wie vor gilt, was er zu Beginn der unendlichen TIWAG-Skandal-Serie vor drei Jahren gesagt hat: „Ich stelle mich schützend vor Wallnöfer. Ich werde ihn keinesfalls politisch opfern.“ (TT, 26.3.2005)
Wohl bekomm’s!
M.W.
In eigener Sache [13.04.2008]
Aufgrund der Spitzenperformance der TIWAG- und ÖVP-Spitzen in den vergangenen Tagen und der damit noch einmal verdoppelten Zugriffszahlen auf dietiwag.at und dietiwag.org war unser Server zeitweise überfordert und konnten viele Besucher unsere Seiten leider seit Donnerstag kaum oder gar nicht aufrufen. Das tut uns leid.
Um so etwas in Zukunft möglichst auszuschließen, sind wir am Wochenende auf eine neue Maschine (bessere Hardware) übersiedelt.
Danke für euer Verständnis.
Autsch! [11.04.2008]
Herr W. in der Sendung "Tirol Heute" am 9.4.2008: In der Fachsprache nennen wir es „stehend k.o.“
Ruf nach dem Staatsanwalt [04.04.2008]
aus: Echo am Freitag, 4.4.2008
Ermittlungen in der „Schweine“-Affäre: Van Staa muss vor den U-Ausschuss! [24.03.2008]
Der demnächst anlaufende parlamentarische Untersuchungsausschuss in Wien soll neben den Vorwürfen des Machtmissbrauchs und der parteipolitischen Postenbesetzungen im Innenministerium u.a. auch die Tätigkeit des dortigen „Büros für Interne Angelegenheiten“ (BIA) untersuchen. Um aufzuklären, ob bzw. in welchem Ausmaß das BIA für parteipolitische Zwecke der ÖVP eingesetzt wurde, hat der U-Ausschuss beschlossen, auch Landeshauptmann van Staa als Zeugen vorzuladen und zu befragen. Bekanntlich hat das BIA in der von der ÖVP Tirol gegen mich angezettelten Strafsache, die derzeit bei der Staatsanwaltschaft Innsbruck „behängt“, eine dubiose Rolle gespielt. Es wird schon seinen Grund haben, warum BIA-Chef Martin Kreutner jetzt einräumt „dass es vielleicht besser gewesen wäre, das BIA hätte diesen Auftrag nicht angenommen“, in van Staas „Schweine“-Affäre gegen mich zu ermitteln (TT, 23.2.2008).
„Bitte, ich habe überhaupt niemand angezeigt, ich habe keine Sachverhaltsdarstellung gemacht. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hat von sich aus wegen des Verdachtes eines Offizialdeliktes eine Untersuchung eingeleitet. Wer die BIA beauftragt hat, davon weiß ich überhaupt nichts.“
Van Staa „Im Zentrum“ (ORF), 17.2.2008
Vor dem U-Ausschuss wird’s schwierig werden für van Staa. Dort ist er nämlich, im Gegensatz zu seinen Ausritten im Landtag und im Fernsehstudio, zur Wahrheit verpflichtet. Dort kann er dann sagen, wo er mich überall nie angezeigt hat, wo er keine Sachverhaltdarstellung gemacht hat, was die Staatsanwaltschaft von sich aus getan hat und wie wenig er wirklich davon weiß, wer die BIA beauftragt hat.
Dort wird er möglicherweise gefragt werden, wann er in dieser Sache zum ersten Mal Kontakt mit der Staatsanwaltschaft hatte, was er nach Veröffentlichung meines Artikels zur Strafanzeige durch das BIA am 20. Februar so dringend mit dem Staatsanwalt zu klären hatte. Wieso von Seiten der Staatsanwaltschaft mittlerweile eine Intervention zugegeben, von ÖVP Seite aber nach wie vor bestritten wird. Wer die Sicherheitsdirektion im Landhaus (!) in die „Erhebungen gegen Markus Wilhelm“ eingeschaltet hat. Welche Rolle sein Parteigeschäftsführer Rauch ... usw.
Vielleicht versteht man jetzt, warum van Staa einen U-Ausschuss zur Innenministeriumsaffäre immer abgelehnt hat.
Van Staatsanwalt?
Es geht seltsam zu im Rechtsstaat Österreich: Ich, der von van Staa und seinen Helfershelfern Verleumdete („Täuschung!“, Fälschung!“, „Schwindel!“, „Manipulation!“) muss mir einen Anwalt nehmen, er dagegen bekommt gratis einen Staatsanwalt, der sich für ihn ins Zeug legt. Ich muss mir am Gericht den Akt selbst kopieren und die Kopien selbst bezahlen, er dagegen bekommt das ganze Konvolut im Auftrag des Staatsanwaltes kopiert und zugestellt (!) und bezahlt die Kopierkosten nachweislich aus den „Verfügungsmitteln“ des Landeshauptmannes!
Besondere Brisanz bekommt van Staas Zeugenladung vor den parlamentarischen Untersuchungsausschuss schließlich dadurch, dass auch ich dort über meine einschlägigen Erfahrungen mit Landeskriminalamt, BIA und Staatsanwaltschaft sprechen darf und über meine diesbezüglichen Beobachtungen während der bereits fast sieben Monate andauernden Vorerhebungen gegen mich befragt werde. Falls auch noch das bisher unter Verschluss gehaltene "Tagebuch des Staatsanwaltes" und der bisher geheime interne BIA-Akt dort vorgelegt werden, kann es ziemlich heiter werden.
Bleibt nur zu wünschen, dass es im U-Ausschuss auch zu einer Gegenüberstellung mit van Staa kommt und dass diese noch vor den Landtagswahlen stattfindet.
M.W.
Und wieder ist das Band leider nicht manipuliert [14.03.2008]
„Aber wir wollen alles daran setzen, dass der erfolgreiche Tiroler Weg der letzten Jahrzehnte fortgesetzt werden kann, und das ist nur dann möglich, wenn es keine Regierungsbildung ohne de, wenn es eine Regierungsbil, wenn die Regierungsbildung äh ohne ÖVP zustande kommt.“ (Van Staa im "Tirol Heute"-Studio, 13.3.2008)
Wallnöfer lässt TIWAG-Kritiker ausspionieren [10.03.2008]
Profil, 10. März 2008
Letzte Fragen an den Gerade-noch-Landeshauptmann [04.03.2008]
Mit großer Hingabe habe ich am vergangenen Samstag wieder der allseits beliebten Sendung mit dem allseits beliebten Landeshauptmann auf Radio Tirol gelauscht. Das war erstens eine rhetorische und zweitens eine kongeniale technische Meisterleistung unseres Landhausstudios. Wie sich hier die Präzision des Ausdrucks bei unserem sehr verehrten Herrn Landeshauptmann perfekt mit hochprofessioneller Schnitttechnik wirklicher Könner zu einem großen Gesamtkunstwerk verbindet, das ist ganz ganz großes Kino fürs Ohr.
Wie sagte dieser so begnadete und demnächst für alle Zeiten begnadigte Redner kürzlich im Fernsehen:
„Es gibt leider kein Tonband, nein, leider, das Original dieses Mitschnittes gibt es nicht. Ich warte immer schon, dass die gesamte Rede, weil ich Sie gerne hätte, und veröffentlicht würde, veröffentlichen würde, publiziert wird, damit die Menschen sehen, dass der Inhalt dieses, dieser behaupteten Aussage überhaupt nicht mit meiner Rede übereinstimmt.“
Er hat ja so recht! Die Aussage dieser Rede stimmt überhaupt nicht mit ihr überein!
Wie van Staa sich noch knapp vor seiner Abwahl Unsterblichkeit im Kabarett und sogar in der Literatur
erworben hat [03.03.2008]
Alfred Dorfer (Kabarettist) in der "Zeit" vom 21. Februar 2008
Antonio Fian (Schriftsteller) im "Standard" vom 1. März 2008
"Schweine-Skandal": Das Büro für Interne Angelegenheiten (BIA) rudert zurück [24.02.2008]
FALTER:
Wieder eine Politermittlung im Auftrag der ÖVP? Vielleicht hatten sich Van Staa und sein Parteistratege Johannes Rauch (der ehemalige Pressesprecher von Liese Prokop und Ernst Strasser) das erhofft. Van Staa behauptete ja, Fischer nur einen „Schweiger“ genannt zu haben und setzte die Justiz in Gang. Ein Staatsanwalt beauftragte die Tiroler Polizei. Die erklärte sich für befangen und schob den Fall der BIA zu. Das Büro nahm den Auftrag an. „Ein Fehler“, wie Kreutner heute zugibt. Er lernt gerade, dass er auch vereinnahmt werden kann – und dass ihn das nur seine Reputation kostet. Van Staa kann vom Ergebnis der BIA-Ermittlungen trotzdem nicht begeistert sein: Es waren nämlich von der BIA beschaffte Gutachten, die zum Ergebnis kamen, dass Van Staa Joschka Fischer wirklich beschimpft hatte. Falter, 22.2.2008
STANDARD:
Selbstkritischer gibt sich Kreutner in der Frage, ob sein Büro die Ermittlungen im „Schwein“-Sager des Tiroler Landeshauptmannes Herwig van Staa (VP) nicht ablehnen hätte sollen. „Aus jetziger Sicht kann man sich natürlich überlegen, ob es nicht eine andere Dienststelle hätte machen können.“ Standard, 22.2.2008
TIROLER TAGESZEITUNG:
Tirol-Auftrag, ein Fehler? - Auch den Vorwurf, ob Tirols LH van Staa den früheren deutschen Minister Joschka Fischer als Schwein bezeichnete oder nicht, prüfte das BIA. In seiner Selbstkritik glaubt Kreutner, dass es vielleicht besser gewesen wäre, das BIA hätte diesen Auftrag nicht angenommen. Tiroler Tageszeitung, 23.2.2008
Er lügt [31.01.2008]
Dazu der Landeshauptmann von Vorarlberg, Herbert Sausgruber in einer schriftlichen Anfragebeantwortung vom 16. April 2007:
„Das Substanzgenussrecht vermittelt keine aktienrechtliche Beteiligung an den Illwerken, sondern lediglich (...) Genussrechtszahlungen in Höhe von 10 % der jährlichen Gewinnausschüttungen der Illwerke. Damit ist sichergestellt, dass das Land Vorarlberg allein auf die Geschäftsführung der Illwerke Einfluss nehmen kann. Genussrechte beinhalten nämlich keine aktienrechtlichen Gestaltungs-, Kontroll- oder Anfechtungsrechte.“
Im Falle von Kritik ist er einfach heillos überfordert, unfähig, sachlichen Argumenten inhaltlich auch nur irgend etwas entgegenzusetzen. Immer, wenn Experten fundierte Einwände gegen die TIWAG-Geschäftspolitik vorbringen und sein LeibblaTT dann untertänigst eine Stellungnahme dazu bei ihm abholen kommt, hört man von Wallnöfer nur Unsinn:
Auch bei Google gehören Wallnöfer und Unsinn untrennbar zusammen
Ob ein Experte der Schweizerischen Energiestiftung die Pumpspeicherprojekte der TIWAG als hoch spekulativ einstuft (hier) oder ein anerkannter deutscher Korruptionsforscher auf die Risiken der Cross-Border-Geschäfte hinweist (hier), Wallnöfers Reaktion ist immer Unsinn.
Das geht auch im sechsten Jahr seiner Vorstandstätigkeit so weiter. Mehr als Unsinn hat er definitiv nicht drauf!
Als die Neue Zürcher Zeitung (!) am 17. Jänner 2008 schreibt
"Fast schon grotesk ist es, dass der Tiroler Versorger Tiwag eine renommierte Wiener Rechtsanwaltskanzlei beauftragte, herauszufinden, wie die von ihrem Eigentümer, dem Land Tirol, verschärften Naturschutzbestimmungen zum Bau neuer Kraftwerke am besten ausgehebelt werden könnten."
und diesmal der Kurier den hohen Herrn um eine Erklärung der TIWAG in der Sache bittet, fällt ihm auch nur Unsinn ein („Stimmt nicht. Unsinn“, 18.1.2008). Und sogar noch nach einem Tag Nachdenkzeit, den ihm die TT gewährt, bringt Bruno Wallnöfer immer noch kaum mehr als Unsinn heraus („Haarsträubender Unsinn. Verrückt“, 19.1.2008).
Verrückt? Wer? Ja, genau.
Der Einfädler der CBL-„Geschäfte“ der TIWAG hat eingefädelt [16.01.2008]
Nun ist bekannt geworden, dass der Finanzkonzern Citigroup (Mutter der Citibank) im letzten Quartal 2007 aus riskanten Kreditderivaten und Zahlungsausfällen 18 Milliarden US-Dollar abschreiben muss.
Kommentar des Handelsblattes: „Der Koloss wankt“.
Bei der Citigroup handelt es sich um den Makler, der der TIWAG vier ihrer fünf Cross-Border-Transaktionen eingeredet hat. Mehr dazu an anderer Stelle.
Am fünften TIWAG-Deal, von „Geschäft“ mag man da längst nicht mehr reden, ist die Citigroup sogar als Hauptinvestor beteiligt: Über den im September 2003 (unter Landeshauptmann und Eigentümervertreter van Staa) abgeschlossenen CBL-Vertrag ist sie seitdem zu zwei Drittel Mitbesitzer unseres niederspannigen Verteilernetzes in Tirol.
Noch ein Jahresrückblick 2007 [11.01.2008]
TIWAG wirbt mit Strompreisexplosion bei der TIWAG [04.01.2008]
Die TIWAG wird nicht müde, von ihren angeblich günstigen Strompreisen zu reden. Laut ihres Oberlügenpolds van Staa hat sie gar „den billigsten Strompreis in Europa" (TT, 26.9.2007). Das ist natürlich weit gefehlt, schon der Verbund mit seinem Strom aus dem Zillertal ist günstiger.
Trotzdem die TIWAG durch weit überhöhte Strompreise allein 2007 einhundert Millionen (!) Euro (!) Gewinn (!) einstreift, bezeichnet sie in einer Annonce, die sie seit über einem Jahr in allem schaltet, was auch nur im entferntesten wie ein Werbeträger aussieht (Kulturveranstaltungsprogramm, Fußballmagazin usw.), Tirol als „Niedrigpreisgebiet“. In Wahrheit führen uns die PR-Agenten der TIWAG, Georg Hofherr und Eugen Stark, die diese „Werbung“ gebastelt haben, hier – zwar ungewollt, dafür aber drastisch - vor Augen, wie der Strompreis der TIWAG innerhalb eines Jahres explodiert ist:
TIWAG-Anzeige Dezember 2006:
TIWAG-Anzeige Dezember 2007:
Für die strafbar überbezahlten TIWAG-Bonzen und ihre schwindelerregend hoch dotierten PR-Agenten sind 572 Euro ja nur ein bisschen Münzgeld! Die fast fünfzig Euro Preissteigerung (!)in kürzester Zeit (!) schon für jeden kleinen Haushalt (!) war es ihnen auch nicht wert, den niedlichen kleinen Münzstapel um eine niedliche kleine Münze aufzustocken.