spacer
home


die andere seite der   home

akut | tagebuch | forum | archiv | kontakt | randnotizen erl
 


RSS Feed | auf facebook abonnieren news auf facebook folgen
 
 

Warum mussten bei Kuhn die jungen Frauen so oft halbnackt auftreten?

Ob Mozarts Zauberflöte, Bartóks Herzog Blaubarts Burg, Rossinis Guillaume Tell, Verdis La Traviata oder Wagners Ring des Nibelungen, die Bühnenproduktionen Kuhns waren so häufig unterinszeniert wie übersexualisiert. Die Schaustellerinnen als Zurschaustellerinnen. Slips, Pantys, Strings, Tangas. Tangas, Strings, Pantys, Slips. Ohne Not aus dem Stück heraus: Vorstellungen voller Entblößungen … seiner Vorstellungen. Quer durchs Repertoire der Festspiele Erl - mehr Voyeur als Regisseur.
Welche Herabwürdigung der Frauen! Welche Zurichtungen!


„Inszenierungen, die diesen Namen verdienen, fanden nie statt, nur laienhaftes Herumgeschiebe von Personen.“

Manuel Brug (Die Welt)



„Die arme […] und […] müssen jede Probe fast nackt im String Tanga mit Tüll Überwurf und Leopardenmuster die lüsternen Blicke und untergürteltiefen Altherrenwitze von dem kleinen notgeilen Bock […] und dem geifernden und sabbernden […] über sich ergehen lassen.“

Ehemaliger Erl-Mitarbeiter J.
*

„Stichwort Venus: Da war ich auch 2011 engagiert bei den Tiroler Festspielen. Ich erinnere mich noch gut, wie damals Gustav Kuhn für die erste Szene, das war die Ouvertüre, die geht, je nachdem, je nach Dirigat, geht sie zwischen dreizehn und fünfzehn Minuten, musste ich mich auf ein Plateau hinlegen, also so in ein Halbplateau, und sagte dann zu mir: ‚So jetzt spreiz mal einfach die Beine.‘ Und dann hat er dann einfach gesagt: ‚So, und jetzt, Tannhäuser, jetzt kriechst du da der Venus in den Schoß quasi, leckst sie.‘ So ungefähr.
Und ich saß dann da - während der Proben, ich weiß nicht, wieviel mal, und während der Vorstellung - einfach fünfzehn Minuten auf dem Plateau und es konnte mir eigentlich das ganze Publikum - zwar bedeckt, aber doch - zwischen die Beine sehen.“


Ehemalige Erl-Sängerin M.
*

Erl ist ein Livestyle-Unternehmen mit dem Anspruch in zu sein, ohne besonderen Anspruch an Qualität, und massiv überbezahlt. Die Vorführung – Rossini: Il barbiere di Siviglia – war unter Volksbühnen-Niveau, die Inszenierung katastrophal, Bühnenbild nicht vorhanden, nicht zum Stück passende TurnerInnen wälzten sich in erotischer Aufmachung komplett planlos durch die Szenen. Nach dieser Vorführung hatte ich keinerlei Zweifel an den später aufgetretenen Vorwürfen.

Ehemaliger Erl-Besucher K.














































Das Bildmaterial stammt aus offiziellen Veröffentlichungen der Festspiele Erl.



2.11.2018


          DRUCKEN       WEITERSAGEN       KOMMENTIEREN
     

 

Alle Akut-Artikel

startseite | inhaltsverzeichnis | impressum