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Jetzt, Platter, ist es Zeit, dem Herrn Kuhn den „Großen Tiroler Adler-Orden“ abzuerkennen

1999 hat ihm der damalige Landeshauptmann vorauseilend die höchste Auszeichnung, die das Land an Nicht-Tiroler zu vergeben hat, verliehen. Wegen Erl.
2019 hat der jetzige Landeshauptmann ihm diese Auszeichnung, der Gustav Kuhn sich durch sein Verhalten im Nachhinein als unwürdig erwiesen hat, zu entziehen. Wegen Erl.





Für alle, die sich jetzt erst zugeschaltet haben: Es liegen fünf amtliche - nämlich bundeskanzleramtliche - Gutachten vor, in welchen übereinstimmend sexuelle Übergriffe durch den Gründer und langjährigen Leiter der Festspiele Erl dokumentiert und beglaubigt werden.




Frau N.N. „konnte die Vorwürfe der sexuellen Belästigung in ihrem schriftlichen Vorbringen sowie ihrer mündlichen Befragung glaubhaft darlegen.“

Aus dem Gutachten der Gleichbehandlungskommission

„Herr Prof. Dr. Kuhn konnte den Senat nicht überzeugen, dass die von ihm vorgebrachten Tatsachen der Wahrheit entsprechen.“

Aus dem Gutachten der Gleichbehandlungskommission




Über ein Jahr lang hat die im Bundeskanzleramt angesiedelte Gleichbehandlungskommission fünf konkrete Sachverhalte geprüft, dazu schriftliche Stellungnahmen der betroffenen Frauen wie auch von Gustav Kuhn eingeholt und ausführliche mündliche Einvernahmen aller beteiligten Personen vorgenommen. Und ist in allen fünf untersuchten Fällen zu eindeutigen Ergebnissen gelangt.


* * *

Fakten


Fall 1





Fall 2





Fall 3





Fall 4





Fall 5




* * *

„Der Senat hielt Herrn Kuhn für unglaubwürdig, was seine Stellungnahmen und Argumente hinsichtlich der ihm vorgeworfenen Belästigungen betrifft.“

Aus dem Gutachten der Gleichbehandlungskommission


Gustav Kuhn hat durch die von ihm gesetzten Taten das ihm verliehene Ehrenzeichen verunehrt, die höchste Auszeichnung des Landes beschmutzt. Wenn es ihm nach den nunmehr amtlich bestätigten massiven Übergriffen nicht auf der Stelle aberkannt wird, werden auch jene Persönlichkeiten, die vor ihm oder nach ihm dieses Ehrenzeichen erhalten haben, beschädigt. Das heißt, wenn so einer den Großen Tiroler Adler-Orden behalten darf, zieht er damit ehrenwerte Träger derselben Auszeichnung wie Anton Zeilinger, Elisabeth Gürtler, Heinz Fischer, Sabine Haag, Heinrich Neisser, Brigitte Fassbaender oder Bernhard Vogel auf sein Niveau herab. Und es würden sich jene Männer und Frauen, die das Land in der Zukunft noch auszeichnen möchte, vermutlich gut überlegen, ob sie mit Kuhn gemeinsam diesem Adler-Orden angehören möchten. Nicht auszuschließen ist auch, dass sich der eine oder andere bisherige Träger und vor allem die eine oder andere bisherige Trägerin von sich aus wegen Kuhn aus der Gemeinschaft der Ausgezeichneten verabschieden werden.




„Dem Land Tirol und seinem Kulturleben außergewöhnliche Dienste" geleistet (TT, 6.11.1999) oder Schande über das Land und Erl gebracht?



„Aus den von Herrn Prof. Dr. Kuhn vorgelegten Unterlagen konnten keine Hinweise darauf gefunden werden, dass die Darstellung [von Frau N.N.] in Zweifel zu ziehen war.“

Aus dem Gutachten der Gleichbehandlungskommission


Die damalige schwarze Landesregierung hat Gustav Kuhn in Unkenntnis seiner später bekanntgewordenen sexuellen Übergriffe die Auszeichnung verliehen. Die heutige Landesregierung, der auch zwei grüne Landesrätinnen angehören, hat ihm in Kenntnis seiner schwerwiegenden Vergehen diese zu entziehen. Dies umso mehr, als sämtliche dokumentierten Vorfälle zwischen 1999 und 2017 in einem mehrheitlich dem Land Tirol gehörenden Betrieb stattgefunden haben.





Es gibt bereits einen Präzedenzfall, den Fall Mader, dem der Landtag wegen dieser Geschichte mit Beschluss vom 7. Oktober 2015 „die Berechtigung zum Tragen des Rings des Landes Tirol“, der ihm 2010 mit großem Pomp verliehen worden war, aberkannt hat.


9.12.2019


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