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Tagebuch Einträge 2021
[alle des Jahres 2021 auf einer Seite anzeigen]

2021-08-22
Imst einmal mit und einmal ohne


2021-08-11
Wie der „Timml“ auf Normalmaß geschrumpft worden ist


2021-07-23
Vor 30 Jahren, als man die Biker-Flut noch zu bändigen versuchte …


2021-07-17
Noch einmal über die Timmelsjoch Nicht-ganz-so-Hochalpenstraße


2021-07-01
Das immer noch 2509 m hochgelogene Timmelsjoch


2021-06-26
Warum es beim Haupteingang des Landhauses so stinkt?


2021-06-21
Jetzt kann sich der gute Claus Gatterer wieder auf die richtige Seite drehen


2021-06-04
Causa Ärztezentrum GesmbH: Landeskrimiminalamt eingeschaltet


2021-06-01
Geht doch!


2021-05-24
Umstrukturierungen


2021-05-21
ÖVP-Gemeinderatswahlkampf auf Kosten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler


2021-05-20
Vorher – nachher


2021-05-19
Das Land überprüft die irreguläre Antigen-Testerei. Wirklich?


2021-05-14
Land Tirol setzt die Belieferung des Ärztezentrums mit Testkits aus


2021-05-07
Es ist so sinnbildlich für die TIWAG


2021-05-04
Auch in der schlimmsten Pandemie: Man muss Prioritäten setzen!


2021-04-28
Upps!


2021-04-25
Warum nicht gleich?


2021-04-09
Der Imster Bürgermeister „rafft’s einfach nicht“ (wie man heute so sagt)


2021-03-10
Der völlig durchgeknallte Obmann der Rest-SPÖ


2021-03-05
„Ein TIWAG-Aufsichtsratspräsident, der sich an TIWAG-Aufträgen dumm und dämlich verdient“


2021-03-04
Nein, ich bin nicht für alles zuständig. Nein, die Umbenennung von Straßen und Plätzen ist nicht meine Lieblingsbeschäftigung.


2021-02-17
Der Adler ist gelandet


2021-02-06
Kopp oder Kopp


2021-02-03
Wie Gustav Kuhn auch das Gericht in Innsbruck pflanzt


2021-01-30
Kleine Chronologie zur durchgesetzten Umbennung der Jakob-Kopp-Straße, damit hier nicht noch mehr an der Geschichte, wie es dazu kam, herumgeklittert werden muss


2021-01-28
Gustav Kuhn spielt sich


  Imst einmal mit und einmal ohne   [22.08.2021]





Offener Brief an den Bürgermeister von Imst

Der Imster Bürgermeister überlegt noch, was er von der Waffen-SS halten soll

   
  Wie der „Timml“ auf Normalmaß geschrumpft worden ist   [11.08.2021]

Downsizen nennt man das: Nach der Tirol Werbung sind nun gleichfalls der TVB Ötztal und auch Obergurgl selbst von der peinlichen Hochstaplerei abgegangen. Und sogar die Timmelsjoch nur 2474m Hochalpenstraße hat sich herniedergelassen, die 2509m-Lüge nicht mehr groß weiter zu verbreiten (wenn auch immer noch auf dem Logo).


Ötztal Tourismus - vorher / nachher




Gurgl – vorher / nachher




Timmelshoch Hochalpenstraße AG – vorher / nachher



   
  Vor 30 Jahren, als man die Biker-Flut noch zu bändigen versuchte …   [23.07.2021]



Postwurf 24. Juli 1991 (Rückseite)

… bevor man ihr im ganzen Land Tür und Tor geöffnet, das heißt: die Berge, die Almen, den Wald komplett ausgeliefert hat.

Wir waren schon einmal weiter.
Die Green Force war eine Green Farce.

   
  Noch einmal über die Timmelsjoch Nicht-ganz-so-Hochalpenstraße   [17.07.2021]

Stimmt. Es ist nicht wirklich wichtig. Bloß bezeichnend. Wie hier das alte Sprichwort bestätigt wird, wonach jede Lüge, um sie zu rechtfertigen, stets eine weitere nach sich zieht.
Vorstand und Aufsichtsrat der Timmelsjoch Hochalpenstraße AG haben zur - wie sie sagen - „unleidigen Diskussion“ eine Stellungnahme abgegeben, mit der sie den Werbeschmäh vom 2.509 m hoch gelegenen Straßenübergang zu retten versuchen. Was ihnen ordentlich misslungen ist.





Humbug. Die Planung für die Straße auf der Ötztaler Seite geht keineswegs in die Zwischenkriegszeit zurück. 1934/35, zur Zeit des italienischen Faschismus, ist von Süden her eine Militärstraße bis auf zwei Kilometer unterhalb des Timmelsjoches errichtet worden. Kein Mensch in Nordtirol hat damals an die Herstellung einer Verbindung gedacht. Erst am 17. November 1954 hat der Landtag das Straßenprojekt beschlossen und haben konkrete Planungen eingesetzt. Am 20. August 1955 ist die Timmelsjoch Hochalpenstraßen AG gegründet worden. Die Bauarbeiten an der Nordrampe begannen dann im Oktober desselben Jahres.

Den Planungen lag natürlich nicht, wie oben kühn behauptet, Kartenmaterial des damals bereits vorausgegangenen Jahrhunderts, sondern aktuelles zugrunde. Das lässt sich sogar beweisen: In der mir vorliegenden schönen Präsentationsmappe zum Projekt von 1956 ist die Karte abgebildet, auf der der Bau der Straße basiert. Sie stammt aus den 1940er Jahren.
Und die Höhe des Joches ist dort, wohlgemerkt vor dem Abgraben des Scheitelpunktes für den Straßenübergang, mit 2497 m angegeben.





Dann heißt es in der Stellungnahme der Timmelsjoch Hochalpenstraße AG weiter: Die „Passhöhe von 2.509 m ist auch heute noch in unmittelbarer Nähe der Hochalpenstraße als reeller Punkt verortet“.
Wie? In der Nähe eines Joches gibt es höhere Stellen? Wer hätte das gedacht. Ein Joch zeichnet sich immer dadurch aus, dass es der tiefste Punkt ist. Dass es daneben - naturgemäß - immer höher ist, liegt an der Geografie.

Eher trotzig schließt die Stellungnahme der AG dann:
„Zur Klarstellung werden wir jedoch am Straßenübergang (Staatsgrenze) ein Höhenschild mit der Straßenhöhe von 2.474 m errichten.“
Gut so. Nur: Das wird nicht reichen, solange auf allen Werbematerialien die 2.509 m stehen.


Die Vorgeschichte:

Touristische Hochstaplerei
Das immer noch 2509 m hochgelogene Timmelsjoch

   
  Das immer noch 2509 m hochgelogene Timmelsjoch   [01.07.2021]

Sie wissen spätestens seit dem Artikel Touristische Hochstaplerei, dass es nicht stimmt. Unter anderem die Süddeutsche Zeitung hat groß darüber berichtet, auch das Fernsehen*. In Südtirol hat es dazu sogar schon eine Landtagsanfrage gegeben (hier). Die Timmelsjochhochalpenstraße ist nirgendwo 2509 Meter hoch, selbst am Scheitelpunkt höchstens 2.474 m.
Sie, die Betreiber, wollen noch nicht herunter von ihrem hohen Ross; nach wie vor werben sie im Internet mit den völlig frei erfundenen 2509 Metern, während andere, seriösere Seiten, wie das Pässe-Portal, die Tirol Werbung oder Wikipedia, den Timml inzwischen auf seine wahre Größe heruntergestutzt haben.




Screenshot www.timmelsjoch.com (1.7.2021)

*) Nicht freilich die Lokalzeitungen. Die verzichten lieber auf einen Tatsachenbericht als auf die regelmäßigen großflächigen Werbeeinschaltungen der Timmelsjoch Hochalpenstraßen AG, an der übrigens auch das Land Tirol mit 15 Prozent beteiligt ist.


Höhenschwund am Timmelsjoch (RAI Südtirol)

   
  Warum es beim Haupteingang des Landhauses so stinkt?   [26.06.2021]

Die Ursache ist jetzt geklärt. Es ist das Selbstlob der schwarz-grünen Landesregierung, das dort diesen üblen Geruch verbreitet.





Mehr dazu

   
  Jetzt kann sich der gute Claus Gatterer wieder auf die richtige Seite drehen   [21.06.2021]











In Sexten, dem Heimatort von Claus Gatterer, hat am 17. Juni 2021 die Preisverleihung an Ed Moschitz für „hervorragenden Journalismus“ im Gedenken an den großen Südtiroler Publizisten und Fernsehmacher stattgefunden.

Damit ist die Sache endgültig im Lot:
Eine Aufdeckung mit Folgen: Der Claus-Gatterer-Preis ist gerettet!

   
  Causa Ärztezentrum GesmbH: Landeskrimiminalamt eingeschaltet    [04.06.2021]

Die Staatsanwaltschaft Innsbruck teilt mir in der Causa Corona-Tests der Ärztezentrum GmbH mit, sie habe „das Landeskriminalamt mit Ermittlungen wegen des Verdachts des schweren Betruges beauftragt“.




   
  Geht doch!   [01.06.2021]


Vorher:




Dann:

http://www.dietiwag.org/blog/index.php?datum=2021-05-07


Jetzt:



   
  Umstrukturierungen   [24.05.2021]




Vergangene Woche beim Testzentrum Sillpark: 18. Mai - 20. Mai - 23. Mai

   
  ÖVP-Gemeinderatswahlkampf auf Kosten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler    [21.05.2021]

Die Gemeinderatsliste „Zukunft Rum“ des Rumer ÖVP-Vizebürgermeisters befindet sich schon im Gemeinderatswahlkampf und wirbt mit den von der Allgemeinheit zu zahlenden „kostenlosen“ Antigen-Tests.

Dummerweise hat sie für diese Eigenwerbung die nicht ganz so gut beleumundete Ärztezentrum Betriebs GmbH erwischt.




   
  Vorher – nachher   [20.05.2021]

Die Firma Kiweno, deren Antigen-Testungen auch von verschiedenen Seiten unter Kritik stehen, betreibt im Kaufhaus Tyrol nach eigenen Angaben „mit 50 Stationen die größte Teststation Westösterreichs“. Ganz nebenbei stellt sich die Frage, ob ein versprochenes „Ergebnis in 5 Minuten“ nicht den Tatbestand des unlauteren Wettbewerbs gegenüber jenen Anbietern darstellt, die die Tests korrekt durchführen.





Corona-Teststation Kaufhaus Tyrol - 7. Mai 2021 (links) ... Corona-Teststation Kaufhaus Tyrol - 18. Mai 2021 (rechts)

   
  Das Land überprüft die irreguläre Antigen-Testerei. Wirklich?   [19.05.2021]




Beweismittel Nr. 1:
Antigentest durch die Ärztezentrum Betriebs GmbH am 24. April 2021. Das Ergebnis liegt nach 72 Sekunden vor.



Hat das Land wenigstens in Bezug auf dieses Video hier nachgefragt?

Nein, hat es nicht.

Hat die Staatsanwaltschaft?

Nein, hat sie nicht.


Das sollte man vielleicht wissen, wenn demnächst das Ergebnis der „Ermittlungen“ bekannt gegeben wird.

   
  Land Tirol setzt die Belieferung des Ärztezentrums mit Testkits aus   [14.05.2021]

Die Ärztezentrum Betriebs GmbH, deren eigentliches Geschäftsmodell der Betrieb von Liegenschaften sowie die Vermietung von Immobilien an Ärzte ist, ein privates Unternehmen, dem kein Arzt angehört und das auch nicht Mitglied der Ärztekammer, sondern der Wirtschaftskammer ist, hat folglich selbst auch keine Berechtigung für Geschäfte im Gesundheitsbereich. Diese sehr ominöse Firma scheint daher logischerweise auch nicht in der Liste der vom Gesundheitsministerium zugelassenen Anbieter von Antigentests auf.




Darum hat sich das Land Tirol bisher offenbar einen Dreck gekümmert, auch wenn es sich bei der Ärztezentrum Betriebs GmbH um den bei weitem größten Anbieter von Antigentests in Tirol handelt, der „in Kooperation mit dem Land Tirol“ in so vielen Geschäftslokalen und öffentlichen Sälen „testet“ und in noch viel mehr Orten sogenannte Testbusse stehen hat. Der Versicherungsmakler Christian Raudner, dem diese Betriebsgesellschaft gehört, hat das Geschäft mit den so hervorragend bezahlten Antigentests schon sehr früh gerochen. Und so hat er, wie auch immer sie bei ihm durchgeführt werden, damit bisher vermutlich mehr als drei Millionen Euro erwirtschaftet und dem Land Tirol verrechnet, das ihm ungschauter dafür auch noch die benötigten Testkits kostenlos und sorglos zur Verfügung gestellt hat.

Damit soll es nun vorbei sein.

Aber erst meine Frage an das Amt der Tiroler Landesregierung vom 12. Mai 2021, weshalb die Ärztezentrum Betriebs GmbH - die, so mein Hinweis, die vom Ministerium vorgegeben berufsrechtlichen Voraussetzungen zur Durchführung der Testungen nicht erfüllt, solche überhaupt machen darf, landauf landab - hat dazu geführt, dass „vorerst keine weiteren Testkits an die betreffende Stelle mehr ausgegeben werden“. Und: „Die von Ihnen angesprochene Stelle wurde seitens des Landes Tirol aufgefordert, mitzuteilen, welche befugten Personen die Antigentests durchführen.“




Jetzt, Tirol, jetzt erst kommst du drauf, dass du den Herrn, der sich mit seinen vielfach irregulären Antigentests auf Steuerzahlerkosten eine goldene Nase verdient hat, gar nie um seine Berechtigung gefragt hast?


Ob die schon auf Vorrat an den Versicherungsunternehmer ausgelieferten Testkits vom Land zurückgefordert werden, ist bisher nicht bekannt.

   
  Es ist so sinnbildlich für die TIWAG   [07.05.2021]

Man weiß, dass bei der TIWAG seit langem vieles verkehrt läuft. Oft ist es ja direkt zum Greifen.
Neuerdings wirbt sie mit diesem Sujet und mit dem Slogan „100 % Tirol 100 % Tiroler Wasserkraft“:





Das mit dem 100 % Tiroler Wasserkraft ist auf dieser Seite hinreichend widerlegt worden, das mit dem 100 % Tirol führt sie mit dieser Eigenwerbung selbst ad absurdum.

Die TIWAG geht es, siehe Kraftwerk Tumpen, siehe Sellrain-Silz-Ausbau, siehe Kaunertal-Projekt, wenn nur irgendwie möglich verkehrt an. So gesehen passt das seitenverkehrte Bild oben ins Bild, das sie auch sonst abgibt.




Erst umgekehrt wird’s richtig bei der TIWAG, auch hier, wie man am unteren Foto erkennen kann.


100 % Tirol?
Nein, 100 % daneben!


Wie gesagt, die TIWAG ist – auch nach der bleiernen Zeit unter Wallnöfer – weiterhin falsch unterwegs. Die in der Anzeige abgebildeten Berge stehen auch nicht in Tirol.
Ach, TIWAG! Ach, hochbezahlte TIWAG-Werbeagentur!

Es handelt sich, viele TirolerInnen erkennen das sofort, um die weltbekannte Ortlergruppe in Südtirol. V.l.n.r.: Königsspitze, Monte Zebru und Ortler (3.905 m)

Es ist folglich auch anzunehmen, dass dieser Biker unterhalb des Madritschjoches mit italienischem Strom und nicht solchem von der TIWAG unterwegs ist.


*

Das alles hatten wir so ähnlich schon einmal:

TIWAG-Werbung 2007
Replik des TIWAG-Marketingchefs

   
  Auch in der schlimmsten Pandemie: Man muss Prioritäten setzen!   [04.05.2021]




Univ.-Prof. Dr. Christian Haring, Jahrgang 1953, seit 1.1.2021 neuer Geschäftsführer der Landeskrankenhausholding Tirol Kliniken ist nebenher u.a. auch Ärztlicher Leiter der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie im Landeskrankenhaus Hall, Leiter der Research Division für Mental Health an der UMIT in Hall, Geschäftsführender Obmann des Vereines BIN, Vorsitzender der Österreichischen Gesellschaft für Suizidprävention (ÖGS), Lehrgangsleiter an der Fachhochschule für Gesundheitsberufe und Wahlarzt in Hall.

Eine Anfrage an ihn zur Stellungnahme ist unbeantwortet geblieben.


   
  Upps!   [28.04.2021]


Ein Freudscher Versprecher ist eine unbewusste Fehlleistung des Gehirns, bei der etwas unwillkürlich zutage tritt, was (so) nicht gesagt werden sollte. Sie könnte daher in gewissem Sinne auch als Richtigleistung bezeichnet werden
(nach Wikipedia).


Die Klage ist vor drei Jahren von der Tiroler Festspiele Erl Betriebsges.m.b.H. eingebracht worden. Sie bezog sich auf zwölf angeblich nicht zutreffende Vorwürfe in meinem Artikel über die dortigen unfassbaren Zustände. Die Hälfte der ursprünglichen Klagspunkte wurde inzwischen fallen gelassen oder zurückgenommen.
Acht Verhandlungsrunden lang saßen mir Anwälte der Festspiele Erl Betriebsges.m.b.H. gegenüber, deren Geschäftsführer bis Ende 2018 (und damit offiziell Einbringer der Klage) Gustav Kuhn war.
Jetzt ist seiner neuen Rechtsvertretung versehentlich herausgerutscht, wer in Wahrheit den Rachefeldzug gegen mich führt.

Ich danke.




Schreiben von Kuhns Innsbrucker Anwaltskanzlei an den Richter in diesem Verfahren (26.4.2021)


   
  Warum nicht gleich?   [25.04.2021]

Da hätte die ÖVP doch anstelle dieses Werbeschildes





auch gleich jenes aus dem Landtags-Wahlkampf 2013 am Landhauseingang anbringen lassen können.





Wer hat diesen Text verbrochen?

   
  Der Imster Bürgermeister „rafft’s einfach nicht“ (wie man heute so sagt)   [09.04.2021]

Vorher



Jakob-Kopp-Straße Imst, Juli 2020


Im Februar 2021 hat der Gemeinderat von Imst auf gehörigen öffentlichen Druck hin beschlossen, der nach dem übelsten Tiroler Nazi-Dichter benannten Jakob-Kopp-Straße endlich einen anderen Namen zu geben.


Nachher



Bergstraße Imst, April 2021


Bürgermeister Stefan Weirather, zugleich ÖVP-Landtagsabgeordneter, der sich ein halbes Jahr lang mit Händen und Füßen und letztlich erfolglos gegen diese Umbenennung gewehrt hat, war bis zum heutigen Tag nicht in der Lage oder nicht Willens, das alte Schild abmontieren oder gar auch schon das neue anbringen zu lassen.


Was vorher geschah:

Ein Nazi-Dichter, eine nach ihm benannte Straße in Imst und ein Bürgermeister, der den Ernst der Sache noch nicht begriffen hat

Kleine Chronologie zur durchgesetzten Umbennung der Jakob-Kopp-Straße


* * *

Done.



15.4.2021

   
  Der völlig durchgeknallte Obmann der Rest-SPÖ   [10.03.2021]

Natürlich hat Georg Dornauer den Rechnungshofbericht zur TIWAG nicht gelesen. So etwas ist ihm viel zu mühsam.
Er schaut, was die anderen Oppositionsparteien sagen, und weiß dann, welche dazu komplett oppositionelle „Meinung“ er hinausschießen muss.



Bewerbungsschreiben Dornauers an die ÖVP für die nächste Landesregierung (TT, 7.3.2021)


Dubiose Grundverkäufe?
Griff des Landes in die TIWAG-Kassa?
Dividendenausschüttung an das Land über Fremdfinanzierung?
Gehaltsmäßige Besser- und damit Ruhigstellung des Zentralbetriebsratsobmannes?
Illegaler Präsidialausschuss?
Iwo!

Und für einen TIWAG-Aufsichtsratspräsidenten, der sich als Zement- und Betonlieferant bei den Großbaustellen der TIWAG dumm und deppert verdient, legt er sogar die Hand ins Feuer.



Kronenzeitung, 10.3.2021


Damit hat er sich jetzt auch noch die Hand verbrannt.
Das Hirn schon länger.

   
  „Ein TIWAG-Aufsichtsratspräsident, der sich an TIWAG-Aufträgen dumm und dämlich verdient“   [05.03.2021]

Aufgerüttelt durch meine Geschichte über den TIWAG-Aufsichtsratspräsidenten, der gleichzeitig der Zement- und Betonlieferant bei den größten TIWAG-Baustellen ist, hat sich, spät aber doch, auch der Bundesrechnungshof mit diesem Treiben beschäftigt – und zwar am Beispiel Gemeinschaftskraftwerk Inn (GKI).
In Tirol hat das nie jemanden aufgeregt, keine Partei, keine Zeitung, kein anderes Medium.




Auch die hier behandelte Causa um den angefütterten Zentralbetriebsratsvorsitzenden Anton Pertl, die zu seinem Rücktritt als ÖVP-Landtagsabgeordneter geführt hat, ist Gegenstand der Kritik des Rechnungshofes.

Interessante Aussagen gibt es im Prüfbericht überdies zu den völlig außer Kontrolle geratenen Baukosten beim GKI und zur fremdfinanzierten (!) Dividendenausschüttung an das Land Tirol.

Hier der Rechnungshofbericht zum selber Lesen.

   
  Nein, ich bin nicht für alles zuständig.
Nein, die Umbenennung von Straßen und Plätzen ist nicht meine Lieblingsbeschäftigung.
   [04.03.2021]



Anonyme Zuschrift aus Imst, 2. März 2021


Wahr ist, dass Eduard Wallnöfer vor 1938 bei der Bezirksbauernkammer Imst, nach 1938 bei der Kreisbauernschaft Imst und sofort nach Kriegsende bei der Bezirksbauernschaft Imst tätig war.





Im übrigen habe ich anlässlich der geplanten und verhinderten Aufstellung eines Wallnöfer-Denkmals vor dem Gauhaus zu Innsbruck seine NS-Vita ausführlich dokumentiert.

   
  Der Adler ist gelandet   [17.02.2021]

Seit zweieinhalb Monaten war ich an dieser ebenso nebensächlichen wie wichtigen Sache dran. Es hat insgesamt acht Mails von mir an den höchsten Repräsentanten des Repräsentationswesens des Landes Tirol gebraucht, bis er mir endlich - heute - den Vollzug des eigentlich Allerselbstverständlichsten melden konnte.




Link zu obigem „Tagebuch“-Eintrag


Was lernen wir?
Ohne Druck geht gar nichts.

Und woran erinnern wir uns da?
Daran, wie ein ehemaliger ÖVP-Landtagspräsident, ÖVP-Landesrat, ÖVP-Landeshauptmannstellvertreter, ÖVP-Klubomann, ÖVP-Landesparteiobmannstellvertreter, ÖAAB-Landesobmann, ÖVP-Bundesratsvorsitzender, TIWAG-Zentralbetriebsratsobmann (usw. usw.) den „Ring des Landes“ zurückgeben musste. Da muss irgendwas mit einer Gratiswohnung auf Lebenszeit gewesen sein.

   
  Kopp oder Kopp   [06.02.2021]

Es ist in Imst zuletzt auch der Vorschlag aufgetaucht, die nach dem Dichter Jakob Kopp (1871 – 1960) benannte Jakob-Kopp-Straße der Einfachheit halber zu einer an den Maler Elmar Kopp (1929 – 2020) erinnernden Elmar-Kopp-Straße zu machen.




Erhebungsbogen Volksschule 1936


Man hat ja auch 2012 die nach Jakob Kopps Nazi-Komplizen Josef Eduard Ploner getaufte Jos. Ed. Ploner-Straße in Lienz in eine dem viel früheren Innozenz Ploner gewidmete Prof. Ploner-Straße umgetauft. Nach demselben Muster könnte man ja auch den Eduard-Wallnöfer-Platz in Innsbruck mit seinen arg braunen Flecken elegant in Bruno-Wallnöfer-Platz umbenennen. Nein, das bitte nicht!

So simpel das mit der Elmar-Kopp-Straße einerseits gedacht ist, so lässt sich damit doch eine erhellende Geschichte erzählen, die nicht ohne Reiz ist. Der eine war ein Schreibtischtäter, der andere quasi eines seiner Schulbankopfer. Während der eine, der damals rund Siebzigjährige, zum Kriege hetzt und seine unsägliche Lobeshymne auf den Führer etwa auch im Lehrerfachblatt „Deutsche Schule in Tirol“ (herausgegeben vom NS-Lehrerbund) im April 1938 nachgedruckt wird …




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… muss der andere, der damals Zehn-, Elfjährige in der Schule das nachbeten, was ihm da ideologisch vorgebetet wurde. Hier haben wir den Schuldigen und den Unschuldigen in einer Reihe. Aber auch wenn sie beide Nazi-Ideologie verbreiten: Weiter auseinander, als der eine Kopp vom anderen Kopp ist, kann man kaum sein.
Der alte Kopp hat das, was er getan hat, aus freien Stücken und voller Begeisterung getan, der junge musste das machen, was ihm angeschafft wurde. Ich bin zufällig im Besitz von Zeichnungen des Schülers Elmar Kopp aus dieser Zeit (wohl aus dem Jahr 1940), die ein Beispiel geben dafür, welcher Dreck ihm und anderen seiner Generation damals ins Hirn geschissen wurde - unter anderem von Leuten wie unserem Imster Heimatdichter.




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Erinnerungsabzeichen für Spenden bei der Reichsstraßensammlung des sogenannten Winterhilfswerks (WHW) der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV) 1939/40




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Vorlage war vermutlich die Feldhaubitze 18/40 der Deutschen Wehrmacht


Man darf nicht unterschätzen, wie nachhaltig die Menschen einer ganzen Generation oder vielleicht auch von zwei Generationen da für's ganze Leben infiltriert wurden, weswegen es sogar heute noch so unendlich schwierig ist, etwas zu ändern – und sei es nur den Namen einer Straße.


PS. Dies ist alles andere als ein Plädoyer für eine Elmar-Kopp-Straße. In die derzeit stattfindende Namensfindung mische ich mich in keiner Weise ein.

   
  Wie Gustav Kuhn auch das Gericht in Innsbruck pflanzt   [03.02.2021]

Vor jetzt schon genau drei Jahren habe ich die Geschäftsführung der Tiroler Festspiele Erl Betriebsges.m.b.H. unter Gustav Kuhn hier mit dem Vorwurf schwerer arbeitsrechtlicher und abgabenrechtlicher Verstöße konfrontiert. Daraufhin hat die Geschäftsführung der Tiroler Festspiele Erl Betriebsges.m.b.H. unter Gustav Kuhn Zivilklage auf Unterlassung und Widerruf gegen mich eingebracht. Seitdem haben allein in dieser Sache bereits sieben Verhandlungen stattgefunden. Gustav Kuhn ist in dieser Zeit zu 177.100 Euro Strafe wegen illegaler Ausländerbeschäftigung verdonnert worden. Außerdem hat das Finanzamt Nachforderungen aufgrund von „Feststellungen im Bereich der Geschäftsführung, nämlich Sachbezüge für Auto, Wohnung und Spesen“ erhoben.
Vor alldem hat die Rechtsvertretung der Festspiele Erl Gustav Kuhn als Zeugen angeboten, nach alldem dieses Angebot aber zurückgezogen. Also haben wir das Gericht ersucht, ihn zur Einvernahme unter Wahrheitspflicht zu laden, schließlich hat er nicht nur die ganze Malaise verursacht, sondern auch die Klage gegen mich einbringen lassen.
Fünf Tage vor der für den 14. Dezember 2020 angesetzten achten Verhandlung (also am 9.12.) lässt Kuhn die Anwältin der Festspiele ein ärztliches Attest vorlegen (vorlegen mit „e“, nicht mit „ü“), wonach er „aktuell vernehmungs- und prozessunfähig“ sei.





Zuerst so mutig, auch in den Medien, und jetzt so hasenfüßig, möchte man sagen.
Weil die mutmaßliche Ferndiagnose des Arztes in München für den Patienten in Lucca nur „eine persönliche Präsenz bei ggf. künftig anstehenden Gerichtsverfahren“ ausschließt, wird Gustav Kuhn vom Richter eine Video-Einvernahme per Zoom angeboten. Aber auch eine solche muss der Ex-Maestro unter Verweis auf das schon bekannte Attest leider „aus gesundheitlichen Gründen“ ablehnen.





An besagtem 9. Dezember 2020, an dem das gefaxte Attest des weit über achtzigjährigen Allgemeinmediziners und Naturheilpraktikers bei Gericht einlangt, mit welchem Kuhn sich dann am 13. Jänner 2021 „aus gesundheitlichen Gründen“ auch einer Einvernahme per Zoom verweigert, just an diesem Tag gibt er dem italienischen Internet-Radio Nebbia ein gestreamtes Videointerview.
Von über einer Stunde.
Auf italienisch.
Da hat er plötzlich überhaupt keine Atemnotstände und keine bedrohlichen Herzrhythmusstörungen und keine zunehmende Herzkreislaufinsuffizienz mehr. Und auch von der angeblichen psycho-physischen Stressbelastung, die eine Befragung durch den Richter bedeuten würde und damit unmöglich macht, lässt sich der einst gefeierte, dann gefeuerte Erler Festspielchef bei der Befragung durch die Moderatorin Francesca Pedaci absolut nichts anmerken.




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  Kleine Chronologie zur durchgesetzten Umbennung der Jakob-Kopp-Straße, damit hier nicht noch mehr an der Geschichte, wie es dazu kam, herumgeklittert werden muss    [30.01.2021]

Davon zu reden, man habe nicht gewusst, was Kopp in der Nazi-Zeit geschrieben habe, erinnert an die geläufige Ausrede nach dem Krieg, man habe nicht gewusst, was in der Nazi-Zeit verbrochen worden sei.
1986 erschien ein Sammelband mit Gedichten mehrerer damals bereits verstorbener Autoren in Imster Mundart. Die Herausgeber merkten damals zu Jakob Kopp an, „seine politische Überzeugung ist schwer auszumachen“. In Wahrheit wäre sie freilich ganz leicht auszumachen gewesen. Mir, der ich mich mit diesem Hetzer damals gar nicht beschäftigte, war das „Ein Volk, ein Reich, ein Führer!“-Gedicht seit Anfang der 1980er Jahre sehr wohl bekannt. (Gedicht, Gedicht, sagen wir immer, was im Falle solch dreckiger Nazi-Propaganda eine Beleidigung für jedes wirkliche Gedicht ist.)





Aber eben auch die scheinbar fortschrittlichen Imster wollten nur die Texte sehen, die huamelen. 2012 schlug ein gewisser Imster „Feuerkünstler“ der Stadt sogar vor, mit einer Gedenktafel in der Pfarrgasse an den „besonderen Imster“ Jakob Kopp zu erinnern.
Das war zur gleichen Zeit, als ich auf dieser Seite Kopps widerlichen Text "Tiroler Volkssturm 1944", in dem er über die Judnbruat und's Judngeld herzieht, erstveröffentlicht habe. Als dann noch ein anderer Imster Texte von Jakob Kopp öffentlich vortragen wollte, habe ich ihn gefragt: „findest du es in ordnung, dass in imst eine straße nach ihm benannt bleibt?“ Auch das war schon 2012.
Meine publizierten Recherchen zu Sepp Tanzer und Josef Eduard Ploner im selben Jahr waren der Auslöser für ein vom Land Tirol in Auftrag gegebenes historisches Gutachten über die Rolle der Tiroler Volkskultur in der NS-Zeit. In der im September 2013 von Univ.-Prof. Dr. Michael Wedekind dazu vorgelegten wissenschaftlichen Abhandlung ist Jakob Kopp auch thematisiert.
Weirather, seit 2010 Imster Bürgermeister, hätte also längst tätig werden können. Kürzlich meinte er von sich geben zu müssen, dass er seit 2014 am Thema Umbenennung der Jakob-Kopp-Straße "dran" sei. Und merkt dabei gar nicht, wie er sich selbst beschämt, wenn er in mehr als sechs Jahren nichts zusammengebracht hat?
In Wahrheit war er nicht dran. Bis ich ihn – entschuldige – dahin gepatert habe, etwas zu tun.
Dabei hatte ich ihm ja eine sehr faire Chance gegeben, ohne mediales Aufsehen die Sache in Ordnung zu bringen. Auf zwei entsprechende (private) Mails von mir im Sommer 2020, in welchen ich ihm das zuerst nahe und dann sehr nahe gelegt habe, hat er es für klug gehalten, einfach nicht zu reagieren.

Und so muss er jetzt, woran ich keine Sekunde gezweifelt habe, nachhupfen, was ich ihm vorgehupft habe. Und halb Tirol lacht über den Imster Bürgermeister und sein unmögliches Handling des an sich ganz kleinen, von ihm aber richtig groß gemachten Falles der Umbenennung der Jakob-Kopp-Straße.




Tiroler Tageszeitung, 29.1.2021

   
  Gustav Kuhn spielt sich   [28.01.2021]

Weil dietiwag.org so Druck gemacht hat, dass dem sexuell belästigenden und körperlich übergriffigen Gustav Kuhn der „Große Tiroler Adler Orden“ aberkannt wird, hat Beate Palfrader, sagen die einen, hat Günther Platter, sagen andere, den ehemaligen ÖVP-Wahlhelfer in seinem italienischen Exil angerufen und eindringlich gebeten, er möge doch, bitte, von sich aus den Orden zurückgeben, denn sonst müsse die Tiroler Landesregierung, was sie halt so gar nicht tun wolle, schon gar nicht, wenn der Wilhelm das fordere, von sich aus, grummel-grummel, ihm die Auszeichnung offiziell und per Regierungsbeschluss aberkennen.

Und? Hat er den Orden zurückgegeben? Nein, hat er nicht.





Haben Platter/Palfrader ihn wenigstens aufgefordert, den Adler zurückzugeben? Nein, haben sie nicht. Hauptsache, sie haben die Meldung, „Kuhn gibt Adler-Orden zurück“, hinaushauen können.
Das war vor mehr als einem Jahr.
So geht Tirol um mit dem höchsten Orden, den es an Nichttiroler „für das Wirken im Interesse des Landes“ zu vergeben hat.





Es hat vier Schreiben von mir an die zuständige Abteilung Repräsentationswesen beim Amt der Tiroler Landesregierung gebraucht, darunter auch zwei recht heftige, bis der Protokollchef mir vor wenigen Tagen endlich mitteilen konnte, dass die Rückgabe inzwischen doch „urgiert“ worden sei.

Wird sich das Land von Gustav Kuhn weiter pflanzen lassen? Vermutlich ja.
Werde ich mich vom Land Tirol weiter pflanzen lassen? Sicher nicht.

   
     
Tagebuch
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