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   Fortlaufende Randnotizen in Sachen Kuhn und Festspiele Erl

Die Causa Kuhn/Erl sollte diese Website nicht zu sehr dominieren.
Daher diese neue Rubrik, um kurz und schnell und ein wenig abseits der großen Geschichten
über aktuelle Ereignisse und Entwicklungen zu informieren.

Um wen es wirklich geht in Erl. Am Beispiel Winterfestspiele 2018/19: Wer ist der Wichtigste? Puccini? Bellini? Oder etwa gar Rossini? Ah, geh! Um ihn hat sich alles zu drehen, um ihn!
Wo sonst, außer in Erl, wird der Präsident als Hauptgig präsentiert und plakatiert? Hier. (12.12.2018)
Mit denen kannst du nichts ausmachen. Die Tiroler Festspiele Betriebsges.m.b.H. hat den Ende November in der zweiten Verhandlungsrunde bedingt geschlossenen Vergleich knapp vor Eintreten der Rechtskraft widerrufen, heißt: am letzten Tag der dafür eingeräumten Frist aufgekündigt. Inhaltlich geht es in diesem Verfahren um die von mir erhobenen Vorwürfe in arbeitsrechtlicher und abgabenrechtlicher Hinsicht.
Die Anwältin der Festspiele konnte sich also mit dem von ihr miterarbeiteten Vergleich gegenüber ihrer Mandantschaft nicht durchsetzen bzw. wurde von deren Hintermännern zurückgepfiffen (hier). That’s it.
Daher: Auf zur nächsten Runde. Es folgt das Beweisverfahren. (11.12.2018)
Die BH ermittelt. Es geht um die – nach dem Tiroler Grundverkehrsgesetz – mutmaßlich als unerlaubter Freizeitwohnsitz einzustufende Immobilie von Gustav Kuhns Lebensgefährtin Christin Kirn in Erl.
Der für die Kontrolle zuständige Bürgermeister hat in seiner gewohnt überheblichen Art zwar noch was geflunkert von „es handelt sich natürlich nicht um einen Freizeitwohnsitz“, um sich dann aber doch um Kopf und Kragen zu reden mit: „Kirn würde eine Übertretung des Meldegesetzes begehen, wenn sie sich ohne Unterkunft zu nehmen, einfach anmeldet.“ Die Aufsichtsbehörde über ihm schreitet unterdessen aber zur Tat. Die Bezirkshauptmannschaft Kufstein lässt wissen, dass aufgrund dieser Recherche „von der gefertigten Behörde ein entsprechendes Ermittlungsverfahren eingeleitet wird“.
Auch ist zu dem von Kirn angegebenen Erler „Hauptwohnsitz“, an dem sie laut Bürgermeister also nicht einmal polizeilich gemeldet ist, bereits eine parlamentarische Anfrage der Liste Fritz an den politisch zuständigen Landesrat ergangen. (10.12.2018)
Krüger, der Anwalt vom Kuhn und vom Krösus, wird in jeder Verhandlung noch giftiger. Am allermeisten stiert ihn, dass ich gegen seinen Milliardär von so vielen Nichtmilliardären unterstützt werde. Das macht ihn ganz fuchsig. Jedes Mal kommt er – komplett am Prozessthema vorbei – mit der Spendensammlung daher: „Und dann bedankt sich der Herr Wilhelm auch noch immer dafür!“ Wahnsinn! Was für ein neuerliches Verbrechen von mir. Da sollte er doch gleich die sechzehnte Klage einbringen gegen mich.
Krüger würde so gerne wissen, wie viel Geld auf dem Solidaritätskonto liegt, weil seine Klagswut und Klagsflut ja auf meine ökonomische Vernichtung ausgerichtet ist und die breite Unterstützung für mich seine ganze Strategie zammhaut.
Ich sag’s ihm nicht und Hannes Schlosser, der fleißige Spendensammler, sagt’s ihm auch nicht. Hier. (9.12.2018)
Noch so ein schmerzlicher Abgang. Bis zur Aufdeckung ihres Freizeitwohnsitzes in Erl hier vor wenigen Tagen firmierte Kuhns Lebensgefährtin Christin Kirn auf der Website der Tiroler Festspiele – wie all die Jahre vorher – als „Senior Consultant“, was immer sie für diesen hübschen Titel dort gearbeitet haben mag oder nicht gearbeitet haben mag und bezahlt bekommen hat oder nicht bezahlt bekommen hat. Jetzt ist sie diesen Titel los und Erl sie. Hier.
Bleibt die Frage, wie Kuhn-Intimus Andreas Schett jetzt die gesamte „Senior-Consultant“-Arbeit alleine schaffen soll. (8.12.2018)
H wie Haselsteiner und wie Hubschrauber. „Die Bozner Baukommission hat in ihrer Sitzung vom 14. November 2018 das Sanierungsgesuch des Unternehmers Hans Peter Haselsteiner für seinen Heliport in Moritzing (im Bozner Stadtviertel Gries, Anm.) – gestützt auf das negative Gutachten des Forstamtes Bozen I – abgelehnt und den Rückbau des Terrains verfügt.“ (Neue Südtiroler Tageszeitung, 29.11.2018)
Der Bozner Rechtsanwalt und Gemeinderat Rudi Benedikter kommentiert die Bruchlandung des Milliardärs so: „Damit wurde wohl ein skandalöser Präzedenzfall von privater Anmaßung zu Lasten von Landschaft und Umwelt verhindert.“ (7.12.2018)
Was dem Landesrechnungshof in Erl so alles unterkommt. Zum Beispiel Telefonrechnungen, die aus der Toskana nach Tirol geschickt werden und von den Festspielen bezahlt werden. Handykosten von Gustav Kuhn, nicht zu knapp, und offenbar auch solche seiner Lebensgefährtin Christin Kirn. Auf sie lautet nämlich der Vodafone-Vertrag zur Nummer 0039-348-5828898 in Lucca, wofür sich die Accademia di Montegral unter dem Titel „Mobiltelefon Maestro Kuhn“ ganz selbstverständlich Gesprächsgebühren von der Tiroler Festspiele Betriebsges.m.b.H. rückerstatten lässt und rückerstattet bekommt. Hier. (5.12.2018)
Gerichtsverhandlung Haselsteiner – Wilhelm. Der Milliardär fühlt sich durch zwei Postings im dietiwag.org-Forum beleidigt. Anstatt - wie das Procedere es in solchen Fällen vorsieht - den Webmaster auf die Einträge aufmerksam zu machen und deren Löschung einzufordern, nichts leichter als das, rennt er schnurstracks zum Kadi und klagt auf Unterlassung: Streitwert: 100.000 Euro. Und zeigt damit, wie mickrig klein der angeblich größte österreichische Liberale aller Zeiten in natura doch ist.
Termin: Dienstag, 4.12.2018, 14 – 16 Uhr; Landesgericht Innsbruck, Verhandlungssaal 124 (2.12.2018)


November
Loebes „rechte Hand“. Der neue Chef der Festspiele Erl konnte im TT-Interview den Namen seines „zweiten Mannes“ noch nicht nennen. Wir können. Es handelt sich um den in München geborenen Pianisten und Kulturmanager Marcus M. Küchle, derzeit noch Künstlerischer Direktor an der Cincinnati Opera (USA). Er hat u.a. an der Bayerischen Staatsoper gearbeitet und in San Francisco und scheint ein anderes Kaliber zu sein als der langjährige Kuhn-Vize Andreas Leisner, dessen baldiger Abgang in Erl von kaum jemandem bedauert wird. (29.11.2018)
Nix. Ich hab die Bilanzen der Festspiele hinauf und hinunter gesucht, hinauf und hinunter, und nirgendwo einen Ausgabeposten gefunden, hinter dem sich die 120.000 Euro, die – als Vereinsbeitrag deklariert – Jahr für Jahr von Kuhns TFE Betriebsgesellschaft in Erl an Kuhns Accademia die Montegral in Lucca gehen, versteckt haben könnten. Auch die Kaufmännische Direktorin, wie sich die neu eingestellte Geschäftsführerin Natascha Müllauer jetzt nennt, konnte oder wollte mir da auf meine ganz konkrete Anfrage hin nicht weiterhelfen. Die Nichtausweisung einer so hohen Summe in der auch dem Subventionsgeber Land vorgelegten Bilanz sieht nach gezielter Vertuschung aus. Nur gut, etwa auch für den derzeit prüfenden Landesrechnungshof, dass „Bescheinigungen“ dieser ständigen Transaktionen durch ziemlich glückliche Umstände in unsere Hände gelangt sind (hier). (26.11.2018)
Erstunken und erlogen. Gustav Kuhn muss es sehr eng haben (gut, er ist auch etwas breit), sonst würde es ihm nicht so wahnsinnig wichtig sein, mich rundum zu diffamieren und unwahre Tatsachen über mich zu verbreiten, wie ein jüngstes Beispiel zeigt. Einer Wiener Studentin gegenüber behauptet Kuhn schriftlich und wörtlich: „Ich wurde ja von einem etwas kranken Blogger angezeigt, dass ich nie einen Abschluß auf einer Musikhochschule gemacht hätte.“ (Mail liegt mir vor.)
Natürlich habe ich Kuhn nirgendwo angezeigt und zeige ich ihn auch wegen dieser üblen Nachrede nirgendwo an. Wahr hingegen ist: Kuhn hat sieben oder acht Klagen gegen mich eingebracht. (21.11.2018)
Guardia di Finanza. Jetzt soll sich auch die italienische Finanz für die 120.000 Euro interessieren, die von Erl seit vielen Jahren Jahr für Jahr „für keinerlei Leistung“ nach Lucca überwiesen werden (non si impegna all'esecuzione di alcuna prestazione specifica), getarnt als „Mitgliedsbeiträge“ für Kuhns Accademia di Montegral, die dort von seiner Lebensgefährtin geführt wird. Während sich die normalen Mitgliedsbeiträge (der Künstler) bei dieser Akademie auf 40 Euro pro Jahr belaufen und jene der fördernden Mitglieder auf 175 Euro pro Jahr, zahlt Kuhns Festspiele Erl Betriebsgesellschaft monatlich (!) 10.000 Euro, die „nur institutionellen Zwecken des Vereins“ dienen sollen: La somma ricevuta è destinata al sodisfacimento delle finalitá istituzionali dell‘associazione.
120.000 Euro Mitgliedsbeitrag zahlt man bei keinem Verein, auch nicht beim exklusivsten Golfklub der Welt. Wahrscheinlich werden die Zahlungen auch deswegen Monat für Monat als „10000 fuer das Jahr 2015“ (2016, 2017 usw.) bezeichnet (hier).
Die Einschätzung eines italienischen Steuerexperten lässt da wenig Zweifel: Wären diese Überweisungen nach Lucca eine Bezahlung für Gegenleistungen und keine Mitgliedsbeiträge, sagt er, hätte die Akademie diese wohl in Italien immer schon versteuern müssen. Gustav Kuhn hat das in seinem, wie ich das sehe, richtig guten Auftritt bei Armin Wolf auch unfreiwillig bestätigt: „Das ist jetzt wirklich ein Rechtsproblem mit italienischen, und das ist eine italienische Akademie, italienische Rechte sind anders, wenn man dort die Leistung bekannt gibt, dann kommt wieder ein anderes Problem rein.“
Wie es aussieht, wird der italienische Staat dieses Problem wohl lösen. (20.11.2018)
Strafen. Der Landesrechnungshof sitzt seit Wochen in Erl und wird noch bis Ende des Monats dort sitzen. Vielleicht schaut er sich – kleiner Tipp von uns – noch an, wer nach den vorigen* beiden „Gemeinsamen Prüfungen aller lohnabhängigen Abgaben“ (GPLA) durch Finanzamt und Krankenkasse die dabei fälligen Strafzahlungen geleistet hat. Eine GPLA im Jahre 2013 führte bekanntlich zu Verbuchungen von Verbindlichkeiten gegenüber Abgabenbehörden von Euro 210.117,33 und gegenüber der Tiroler Gebietskrankenkasse von Euro 544.193,41. Die nächstfolgende GPLA 2017 ergab neuerlich Minderabführung, und zwar von insgesamt Euro 724.919,65 an Lohnabgaben plus Säumniszuschlag und Verzugszinsen.
Zumindest bei anderen Unternehmen werden in solchen Fällen zusätzlich saftige Verwaltungsstrafen verhängt. Diese dürfen – bei sonstiger Untreue – nicht dem Unternehmen, hier der Festspiele Erl Betriebsges.m.b.H., entnommen werden, sondern sind von der bestraften Geschäftsführung selbst zu tragen. Ohne direkten oder nachträglichen Ersatz durch das Unternehmen. Bei der Suche nach der Geschäftsführung der Betriebsgesellschaft könnte ich dem Rechnungshof behilflich sein. Hier.
*) Die notwendig gewordenene jüngste GPLA-Prüfung der Festspiele hat vor zwei Wochen ihre Erhebungen im Haus abgeschlossen. Das Ergebnis wird von der Bevölkerung, die Erl mit Millionen und Abermillionen subventioniert, mit Interesse erwartet. (16.11.2018)
Der Mäzensierte wird 75. Rund um den 1. Februar 2019 soll sich in Erl alles um Hans Peter Haselsteiner drehen. Und er will sich und vielleicht auch uns seinen runden Geburtstag allerhand kosten lassen. Die Liste der ums Kommen Gebetenen ist lang. Ob sich Palfrader und Platter auch noch hintrauen, wissen sie selber noch nicht. Egal. Haselsteiner lässt weit größere Namen auffahren und einfliegen. Zu Ehren seiner Großartigkeit und Einzigartigkeit werden in der von den Steuerzahlern in der Errichtung und im Betrieb hochsubventionierten Hütte Dvoraks 9. Sinfonie und Mussorgskys Bilder einer Ausstellung dargetan werden. Dirigiert von einem gewissen Gustav Kuhn. (15.11.2018)
Erler Werbeeinschaltung schlägt Coverstory. Die Redakteurin einer deutschsprachigen Kulturzeitschrift (Name der Redaktion bekannt) wollte eine große Titelgeschichte über die berühmte Mezzosopranistin Elisabeth Kulman machen, die auf den großen Bühnen der Welt zuhause ist und sich auch mit ganz viel Herz und Engagement für die Aufklärung der Vorfälle und Zustände bei den Tiroler Festspielen Erl einsetzt. Der Herausgeber dieses Magazins (Name der Redaktion bekannt) hat den Vorschlag der Redakteurin abgelehnt mit der Begründung, dass Kulman so etwas wie die #metoo-Anführerin sei und dies somit ein Affront gegen seine Anzeigen Kunden wäre, allen voran die Festspiele Erl, die für die kommende Ausgabe auch schon ein Inserat gebucht hätten. (14.11.2018)
Sie pflanzen die zahlende Öffentlichkeit. Von der Homepage haben sie Gustav Kuhn als Geschäftsführer der Tiroler Festspiele Betriebsges.m.b.H. gestrichen, in Wahrheit - und die Wahrheit ist das, was heute im Firmenbuch der Republik steht – denkt die 100-Prozent-Eigentümerin Tiroler Festspiele Erl Gemeinnützige Privatstiftung offenbar gar nicht daran, ihn dieser Machtposition zu entheben. Der Vorstand der Privatstiftung besteht aus Hans Peter Haselsteiner, Beate Palfrader (Land) und Jürgen Meindl (Bund). (13.11.2018)
Das kannst du nicht erfinden. Die Zeitschrift Echo bat Gustav Kuhn im Juli 2001 zu beantworten, wie er „Die wilden 70er in Tirol“ erlebt hat. Hier. (12.11.2018)
Klage Nr. 15. Dieser Tage ist die fünfzehnte Klage des Konsortiums Kuhn-Haselsteiner-Festspiele bei mir eingelangt. Es geht wieder einmal um Kuhns Dissertation, ich korrigiere: die Dissertation, die Kuhn 1969 an der Universität Salzburg eingereicht hat und die ich auf meiner Seite zugänglich gemacht habe. Obwohl „seine“ Arbeit vor Plagiaten strotzt , erhebt er – Achtung! Chuzpe! – Anspruch auf den Schutz der Urheberschaft. Offenbar auch auf die vielen, vielen abgeschriebenen Passagen.
Man kann das schon machen. Es kommt aber nicht gut.(12.11.2018)
Kuhns Maximilian-Projekt streng geheim. Andreas Leisner, Erler Reserve-Chef auf Abruf, hat aufgrund der bekannt gewordenen Proben Kuhns ein dringendes vertrauliches Rundmail an alle Teilnehmer am „Maximilian Project“ versenden lassen: Es dürfen keine Fotos von den Proben und keine Informationen über diese im Netz publiziert werden, bereits publizierte sind zu löschen. (Hier.)
Für so etwas ist einmal der Begriff Wagenburgmentalität erfunden worden. (9.11.2018)
Wo ist Kuhn? Er hat alle Funktionen in Erl niedergelegt und ist tatsächlich aus der Homepage der Festspiele herausgelöscht.
Wo ist er also? Er ist in Erl. Im Festspielhaus. Tagtäglich. Und probt dort „seinen“ Maximilian für den Jänner 2019, den Beomseok Yi für ihn unter seinem (Kuhns) Künstlernamen Angelo di Montegral komponiert hat. (8.11.2018)
Erl-Insiderei. Einer ganz besonderen Figur ist im Zusammenhang mit den Festspielen (TFE) bisher leider noch keine Aufmerksamkeit zuteil worden: Andreas Schett. Ja, genau, der von Franui. Er war von Beginn der TFE an Vizepräsident des Vereines und nennt sich heute stolz Senior Consultant, obwohl er gar keine eigentliche Tätigkeit bei den Festspielen ausübt. Seine Franui freilich lässt er in Erl durchgängig seit zwanzig Jahren auftreten, zuletzt sommers wie winters, und, wie man hört, für Gagen, die den dort üblichen Rahmen nicht nur sprengen, sondern zerfetzen.
Schett ist als Privatperson auch zusammen mit Kuhn und anderen am Erler Label col legno beteiligt, ja sogar dessen Künstlerischer Leiter.
Seit Beginn der Festspiele 1998 hält zudem sein Innsbrucker Werbebüro Circus – ohne jede Ausschreibung – den Auftrag für das gesamte Erscheinungsbild der Festspiele (Corporate Design) sowie des Vereins der Freunde der Tiroler Festspiele und für die grafische Gestaltung sämtlicher Werbemittel von den Programmbroschüren und den Plakaten angefangen bis hinunter zu den Eintrittskarten.
Zu den schweren Vorwürfen gegen die Leitung der Festspiele Erl, die zum Rücktritt seines Freundes und Geschäftspartners Gustav Kuhn geführt haben, hat man von Schett, der sonst sehr bemüht ist, ein progressives Image zu pflegen, nichts gehört. (7.11.2018)
Strafanzeige. Gustav Kuhn hat in der öffentlichen Selbsthinrichtung in der ZiB 2 vom 22. Oktober 2018 zu allem Überfluss auch noch seinen ehemaligen Chefbühnenbildner Halama der Schweigegelderpressung bezichtigt. Dieser hat jetzt bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Wien eine Sachverhaltsdarstellung gegen den - seit jenem Tag - ehemaligen Intendanten wegen des „Verdachts auf Verleumdung“ (§ 297 StGB) eingebracht. Für Kuhn, der Halama im Interview mit Armin Wolf die erpresserische Behauptung unterstellt hatte, „wenn ich vierundzwanzigtausend Euro zahle, sagt er nichts Böses, wenn ich ihm keine vierundzwanzigtausend Euro zahle, dann sagt er Böses“, gilt die Unschuldsvermutung. (5.11.2018)
Reinstes Chaos. Mein gestriger Eintrag hier hat zumindest auf der Webseite der Festspiele zu einem heillosen Durcheinander geführt. Der längst ausgeschiedene Geschäftsführer Peter Zednicek wird plötzlich wieder als solcher und auch als „Kaufmännische Direktorin“ geführt, Gustav Kuhns Geschäftsführerfunktion als „derzeit ruhend gestellt“ bezeichnet, was sie laut Firmenbuch keineswegs ist, und die zweite Geschäftsführerin Natascha Müllauer wird komplett unterschlagen.
Für den Kuddelmuddel, d.h. „für den Inhalt verantwortlich: Mag. Andreas Leisner, Stellvertretender Intendant“. Zumindest das dürfte stimmen. Hier. (1.11.2018)


Oktober
Von wegen. Am 22. September soll Gustav Kuhn alle Funktionen in Erl zurückgelegt haben. „An Aschn!“ (Ferdinand Raimund). Die gefährlichste, die für die anständige Leitung des Hauses wichtigste Funktion, die des Geschäftsführers der Tiroler Festspiele Erl Betriebsges.m.b.H. übt er nach wie vor aus, wie ein aktueller Blick ins Firmenbuch zeigt. (31.10.2018)
Erl sponsert Lucca. Aber es ist kein Sponsoring. Gustav Kuhn sprach im ZIB2-Interview davon, dass mit den 10.000 Euro, die Monat für Monat von Tirol nach Italien überwiesen werden, „bestimmte Kurse und Vorbereitungen für Sänger“ bezahlt würden. Seine Lebensgefährtin und dortige Gutsverwalterin Christin Kirn erklärt zu den 120.000 Euro, die sie seit vielen Jahren jährlich aus Erl erhält, jetzt in einem mir vorliegenden Mail an den ORF, „dass die erhaltene Summe den Verein zu keinen spezifischen Leistungen verpflichtet, da es sich um kein Sponsoring handeln darf, da dies kommerzielle Aktivitäten des Vereins implizieren würde“.
Man kann sich - beim Versuch sich herauszureden - auch immer weiter in einen Wirbel hineinreden. Um mit Kuhn zu sprechen: „Das ist jetzt wirklich ein Rechtsproblem (…), italienische Rechte sind anders, wenn man dort die Leistung bekannt gibt, dann kommt wieder ein anderes Problem rein.“ (30.10.2018)
Säuberung. Wo gestern noch die stolzeste Vita Gustav Kuhns zu lesen war, gähnt heute die große Leere. Gesäubert von den eigenen Leuten. Hier. (29.10.2018)
Läuft. Profil. Stern. Welt. (28.10.2018)
Danke. An dieser Stelle und an diesem Wendepunkt der Erl-Geschichte möchte ich mich einfach einmal bedanken für die vielen Zuschriften (auch die zum Teil weit übertreibenden positiven) und für die für mein Durchhalten so wichtige materielle Unterstützung in den vielen Verfahren, die Gustav Kuhn und Hans Peter Haselsteiner gegen mich angestrengt haben. Diese Solidarität, so scheint es, ärgert die Gegenseite am allermeisten. Es gab noch kaum eine Verhandlung, in der deren Anwalt nicht gegen den Unterstützungsfonds polemisiert hat und partout herausbekommen wollte, wie groß die Unterstützung ist, die ich erfahre, und damit, wie lange ich der blinden Klagswut noch würde widerstehen können. Sind die besten Argumente seiner Mandanten doch stets die hohen Streitwerte, Straf- und Entschädigungsforderungen.
Möge die Gegenseite sich noch lange ärgern, die neun anhängigen Verfahren werden sich ja ordentlich ziehen. In diesem Sinne nochmals ganz vielen Dank für jede Form der Unterstützung. (25.10.2018)
Kuhns öffentliche Selbstdemontage. Ohne Kommentar. (23.10.2018)
Autsch. Krüger/Kuhn sind mit ihrem Antrag auf eine „Einstweilige Verfügung“, mit dem sie ihre jüngste Unterlassungsklage aufgemotzt haben, bei Gericht im wahrsten Sinne kläglich gescheitert. Sie hätten haben wollen, dass mir untersagt würde, „Behauptungen zu verbreiten, denen zu Folge in der Zeit der Geschäftsführung Kuhns bei der Tiroler Festspiele Erl Betriebsges.m.b.H. das Delikt der Abgabenhinterziehung verwirklicht worden sein soll“.
Konkret geht es um den Artikel Erl: Der jüngste Strafbescheid hat es in sich! (22.10.2018)
Unser Steuergeld. Das mehr geschäftliche denn musikalische Genie Gustav Kuhn hat an sich selbst als unter dem Künstlernamen Angelo di Montegral dilettierenden Komponisten punktgenau für das sogenannte Maximilian-Jahr den Auftrag für eine Maximilian-Oper vergeben. In Wahrheit lässt Angelo Kuhn sich freilich dieses Musiktheater von seinem musikalischen Assistenten bei den Festspielen Erl komponieren und das – wie es heißt - „Special“ nicht zuletzt über eine Sonderförderung vom Land Tirol mitfinanzieren.
Gustav di Montegral möchte die für den 3. Jänner 2019 angekündigte Ur- und vermutlich auch Letztaufführung über den „womanizer“ Maximilian (Stückbeschreibung) inszenieren und dabei selbst dirigieren.
Schauen wir einmal, ob die Öffentlichkeit, die das alles bezahlt, da einfach so zuschaut. (21.10.2018)
Maulheld. Vor vierzehn Tagen, als in einer mehr als schrägen Pressekonferenz-Inszenierung Angestellte der Festspiele verpflichtet worden waren, „Wir wollen Kuhn zurück!“ vom vorbereiteten Zettel herunterzulesen, da machte sein Vize Andreas Leisner, einer der größten Nutznießer des Systems Erl, einen auf ganz wilden Hund: Leisner beschuldigte das Profil, für Aussagen gegen Kuhn Geld bezahlt zu haben, und kündigte eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft an. Die dort – eh klar - bis heute nicht eingelangt ist.
Es war Angstgekläff, reines Angstgekläff. (20.10.2018)
Haselsteiners Hotel. Nur ein halbes Jahr nach Eröffnung des gönnerisch „Künstlerherberge“ genannten vierten oder fünften Bauwerks des großen Samariters in Erl wird dieses zum Teil bereits als Hotel für Gäste vermarktet. Hieß es vordem noch, die „Künstlerherberge werde auch die Hotellerie-Situation in der Region entspannen, da damit (in den anderen Betrieben) wieder Kapazitäten für die Gäste frei würden“ (Gustav Kuhn), wird in Wahrheit natürlich das Gegenteil bewirkt: Das Haselsteinerhotel ist eine zusätzliche Konkurrenz für die bestehenden Betriebe in Erl. Da freuen sich, Berlinerisch gesprochen, die Erler Gastronomen natürlich wie Bolle. (19.10.2018)
Dieser Krüger. Haselsteiners Anwalt hat mir heute am Landesgericht Innsbruck „Nazi-Diktion“ vorgeworfen, weil ich über die Klagswut Haselsteiners geschrieben hatte: „Er ist schwer getroffen und reagiert eben wie ein verletztes Raubtier.“
Ausgerechnet dieser Krüger spricht von „Nazi-Diktion“. Von ihm, der ein paar Tage lang den Justizminister dieser Republik gegeben hat, ist protokolliert, wie er im Parlament als FPÖ-Abgeordneter unter Jörg Haider die Vernichtungslager der Nazis beschönigend als „Straflager“ bezeichnet hat (hier).
Die Abgeordnete, die ihn darauf hin zur Rede stellte, bezichtigte er – wieder öffentlich – der „semantischen Masturbation“. (17.10.2018)
Reißaus genommen. Als der Geschäftsführer der Festspiele bereits am ersten Höhepunkt der Berichte über die dortigen Zustände gekündigt hat, verbreitete die Pressesprecherin Angelika Ruge: „Zedinicek sei lediglich als Karenzvertretung eingesprungen. Eine Dauerstelle wollte der Steirer in Erl nicht übernehmen.“ (TT, 30.5.2018).
Die Rache des Archivs freilich ist erbarmungslos. Im August 2017, als Präsident und Intendant die Bestellung Zedniceks bekanntgaben, freuten sie sich noch, „dass er zumindest die nächsten vier Jahre diese Aufgabe wahrnehmen wird“. Hier. (16.10.2018)
Gerichtstermin, Mittwoch. Über die hilfloseste und grundloseste der gegen mich eingebrachten vierzehn Klagen wird übermorgen am Landesgericht Innsbruck verhandelt. Der Strabag-Mensch behauptet darin, ich hätte behauptet, er habe mich gezwungen, das Forum auf dieser Seite zu schließen. Hab ich natürlich nirgendwo auch nur ansatzweise. Was für eine Selbstüberschätzung des Strabaglers! Als hätte er dazu auch nur annähernd die Macht. (15.10.2018)
Ort: LG Innsbruck, Neubau, Saal 214; Beginn: 13 Uhr
Affekthandlung. Ausgerechnet Julia Oesch wird jetzt von Gustav Kuhn auf Unterlassung, Widerruf und Veröffentlichung geklagt, jene Sängerin, vor deren gefürchteter Aussage - per Videokonferenz über das Landgericht Frankenthal (Rheinland-Pfalz) - er in zwei Medienverfahren gegen mich im Mai noch kleinlaut w.o. gegeben hat. Das wird ein Fest, wenn ihre Opferkolleginnen in Innsbruck reihenweise als Zeuginnen gegen ihn auftreten werden. (14.10.2018)
Palfrader. Die zuständige Politikerin, die als Landesrätin Jahr für Jahr 1,15 Millionen Euro ungschaut nach Erl schickt und selbst im Stiftungsvorstand der Festspiele sitzt, versucht sich immer noch wegzuducken. Die Liste Fritz hat ihr jetzt ein paar unangenehme Fragen zur schriftlichen Beantwortung zukommen lassen. Hier. (13.10.2018)
Reine Provokation. Obwohl Gustav Kuhn unter dem Druck der Öffentlichkeit und dadurch jenem des Stiftungsvorstandes im Juli die künstlerische Leitung der Festspiele Erl abgeben musste, scheint er im frischgedruckten Winterprogramm 2018/19 als künstlerischer und musikalischer Leiter immer noch oder schon wieder auf. Hier. (12.10.2018)
Abverkauf. Leere Behauptungen, leere Säle. Nicht nur die Argumente, auch die Eintrittskarten werden immer billiger in Erl. Es ist die pure Verzweiflung. Wer keine fünf Euro mehr ausgeben mag oder kann für ein Konzert, soll bitte trotzdem kommen. Hier. (12.10.2018)
Neuer Erl-Chef. Das ca. siebte Gerücht bzgl. der Kuhn-Nachfolge besagt, dass sein Freund von der Frankfurter Oper die Führung der Tiroler Festspiele übernehmen soll. Bernd Loebe ist zwar noch bis 2023 an Frankfurt gebunden, möchte Erl aber von dort aus leiten. (11.10.2018)
Klage Nr. 14. Bevor ich’s vergesse: Vor wenigen Tagen ist mir in Sachen Erl die, wenn ich richtig mitgezählt habe, vierzehnte Klage zugestellt worden. Es geht um von mir behauptete nicht bezahlte Abgaben der Festspiele Erl, etwas, was zwischenzeitlich von mehreren Medien bestätigt worden ist (hier). Kläger ist Gustav Kuhn als Geschäftsführer der Tiroler Festspiele Erl Betriebsges.m.b.H. Beantragt sind eine Einstweilige Verfügung, Widerruf und Unterlassung. Der begehrte Streitwert beträgt 19.600 Euro. (11.10.2018)
Rechnungshof. Seit Montag sitzen Prüfer unseres sehr bedächtigen Landesrechnungshofs im Festspielhaus in Erl. Die Frage ist, wer ihn hinterrücks beauftragt hat. Und: Wollte man damit dem wesentlich strengeren und von der Landespolitik weniger leicht steuerbaren Bundesrechnungshof zuvorkommen? (10.10.2018)
Profil-Cover. Zweimal in zwei Wochen auf die Titelseite des Nachrichtenmagazins schafft es auch nicht jeder.
Er aber schon. (9.10.2018)
Rückzieher. Beim ersten Prozesstermin Anfang Oktober in der Causa Tiroler Festspiele Betriebsges.m.b.H. gegen mich wegen der Vorwürfe arbeitsrechtlicher und abgabenrechtlicher Vergehen hat deren Anwältin den Klagspunkt "Verstoß gegen das Ausländerbeschäftigungsgesetz" zurückgezogen, weil dieser Verstoß "eh offensichtlich ist". (9.10.2018)
Musikalische Leitung. Auf der Webseite der Tiroler Festspiele scheint allen Suspendierungen zum Trotz Gustav Kuhn als Musikalischer Leiter auf (hier). "Furore di Montegral" ist übrigens auch einer seiner "Künstlernamen". (8.10.2018)


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